Wurde schon häufiger gefragt wie ich die Masken mache. Denke das Abformen ist der am umständlichsten zu erklärende Part.
Zuerst braucht man ein Modell des Kopfes der Person für die Mann die Maske macht.Das macht man mit Gipsbinden. Dieses Modell schmiert man mit Vaseline ein und schwenkt es anschließend mit Gips aus. Ich benutze Elektriker Gips oder Hobby Gips.
Das Ausschwenken macht man damit man man letztlich keinen Massiven Gipskopf hat, sondern ein leichteres Modell.
Ist der Gips angebunden knibbelt man die Gipsbinden ab und hat den Kopfabdruck.
Auf diesem modelliert man dann mit Ton oder Plastilin. Ich nehme Plastilin, weil mans nicht feucht halten muss. Wenn ich fertig bin mit Modellieren, gehts ans abformen... und nun zu den Bildern.
Bild 1: Ich erstelle die erste Trennwand, und lege sie wie einen Heilligenschein an. Je mehr Trennwände, desto mehr Teile wird meine Form haben. Die Vertiefungen in der Wand sind später Schlösser, welche das ganze gut zusammen halten. Die Augen des Modells lasse ich frei, darum sollte man sie vorm eingipsen mit Vaseline einschmieren, damit sich der Gips nicht miteinander verbinden kann.
Ich mische Gips an und schmiere das Gesicht schön damit ein. Die Trennwand ebenfalls. Die erste Schicht ist sehr wichtig, weil genau dort die Details der Maske wiedergegeben werden.
Es hilft auch den Gips in und wieder anzupusten. In Hautfalten, Augenhöhlen, Nasenlöchern, Narben, Rillen etc. Der Gips wird in der Zeit immer fester. Man schmiert halt immer mehr Gips drauf. Wenn Gips herunter fließt, schiebt man ihn wieder hoch. Bis man letztlich eine Große Kuppel aus Gips hat.
Ist der Gips angebunden, entfernt man die Trennwand. Anschließend trenne ich den Hinterkopf ebenfalls durch eine Wand. Relativ mittig.
So erhalte ich später eine 3 Teilige Form. Der Aufwand lohnt sich, weil so verhindert wird das die Ohren des Modells wie Wiederhaken in der Form bleiben und man die Form so vllt kaputt macht.
Wichtig ist das der Rand der Form unbedingt mit Vaseline eingeschmiert werden muss. ALSO die Gipsteile die mit weiterem Gips in Verbindung kommen werden.
BILD 2: hier sieht man das erste Formteil sehr gut und wie ich die Trennwand anlege. Auf der anderen Seite liegt die Trennwand natürlich fugenlos an.
Bild 3: hier sieht man die eine Hälfte des Hinterkopfs schon mit der ersten Schicht Gips.
Nachdem ich dann die eine Hinterkopfhälfte fertig gipste, die Trennwand entfernt habe, gipse ich die letzte Hälfte ein und Schließe die Lücke zwischen den beiden Formteilen.
Bild 4. So in etwa sieht die Form dann aus. Ich stelle dieses Teil dann in die Wanne und gehe vorsichtig mit einem Messer an den Schnittstellen der einzelnen Formen entlang. Gehe richtig in die Lücken und hebel die Teile vorsichtig auf.
Ist die Form geknackt hole ich alles Plastilin heraus. Es aus den Ohren zu puhlen ist etwas nervig.
Mein Tip ist die Form kurz nach dem Anbinden des Gipses zu knacken. Da ist die Form noch warm und das weiche Plastilin leichter heraus zu lösen.
Sind die Formteile sauber, füge ich sie wieder zusammen,fixiere sie mit Gipsbinden.
Dann gieße ich von unten Latex rein und Schwenke die Form aus. So wie in BILD 5 zu sehen. 8 Schichten sollten genügen.
Das Latex sollte nicht durchtrocknen, weil sonst die nächste Schicht nicht drauf hält. Der Knackpunkt ist das die ersten beiden Schichten recht schnell trocknen.
Also sollte man bei den ersten 3 Schichten etwas zügiger Gießen. Was gibts zum schwenken noch zu sagen... vllt das man die Form nach dem Schwenken abtropfen lässt. Meine Formen stehen immer auf ner alten dicken Salatschüssel. Das was dann runter tropft kann man dann später wieder in die Form kippen.
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