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Der Etheria-Plan
Ein Handel
Skeletor war in seinem Thronsaal und sah sich einer jungen Frau gegenüber. Er traute ihr nicht, lauschte aber trotzdem ihren Worten. Wenn das stimmte, was sie sagte, hatte er eine gute Chance, auch auf Etheria Fuß zu fassen. Die Frau war sehr schön. Sie hatte langes, rotes Haar. Ihre, recht spärliche, Kleidung sah so aus, als hätte sie viele Nächte im Freien zugebracht. Sie nannte sich Sibyl und spielte mit offenen Karten, dass sie eine Hexe war.
Sie berichtete Skeletor von Hordaks Not, dass seine Horde fast gar nicht mehr Existent ist. Bis auf ein paar wenige Helfer hat er nichts.
?Warum erzählst du mir das, Sibyl??
?Du sollst für mich auch was tun.?
?Nämlich??, fragte er gespannt.
Sie ging ein wenig hin und her.
?Es gibt da ein Dorf. Fishon heißt es. Ich will, dass ihr euren Gastgebern einen Trank unterjubelt. Dafür baue ich ein Tor nach Etheria auf.?
?Du weißt doch hoffentlich?, höhnte Skeletor, ?das ein Tor nach Etheria sehr instabil ist und dauernd erneuert werden muss.?
?Ich weiß, dass das die allgemeine Meinung ist. Aber wenn ich ein Dimensionstor aufbaue, dann hält es solange ich das will.?
Skeletor nickte überlegend, blieb aber für eine gewisse Zeit still.
?Das ist ja alles höchst interessant?, sagte er dann, ?Aber wer sagt mir, ob ich dir überhaupt die Sache mit Hordak glauben kann? Woher hast du deine Informationen??
Sie lachte. ?Woher? Von meiner Kristallkugel natürlich.? Sie holte die Kugel aus einer Umhängetasche hervor und zeigte sie Skeletor, ohne dass sie sie aus der Hand gab. ?Diese Kugel zeigt mir immer, was ich wissen will?, antwortete sie danach.
Skeletor besah sich die Kugel. Er konnte aber keinen Fehler feststellen. ?Dann zeig mir einmal Beast-Man.?
Sofort hob sich in der Kugel ein Nebel und Beast-Man wurde sichtbar, wie er den Roton putzte, wie es ihm Skeletor aufgetragen hatte. Skeletor lachte triumphierend.
?Faker! Rufe Linko herbei!?
Faker, der bisher stumm neben der Tür gestanden hatte, ging heraus.
?Wenn du aber das Tor nicht aufbaust, kommt niemand nach Etheria?, sagte er dann.
Sibyl lächelte höhnisch und ließ die Kugel wieder in ihrer Tasche verschwinden. Danach ging sie zu einer Wand im Thronsaal und murmelte ein paar Worte. Darauf erschien an ebendieser Stelle ein Totenschädel eines riesigen Zyklopen, in dessen Auge ein Wirbel aus Farben entstand. Eine breite Treppe führte zu dem Wirbel.
Noch während sich der Totenschädel und der Wirbel bildeten betrat Linko, gefolgt von Zombie und Faker, der sich wieder neben die Tür stellte, den Thronsaal. Linko trug seine Keule über der Schulter. Als er vor Skeletor stand, schwang er die Keule zu Boden und verbeugte sich vor ihm. Zombie stand vor Skeletor und rührte sich nicht weiter.
?Vielleicht kann ich Zombie jetzt loswerden?, dachte Skeletor. ?Gegen ihn ist sogar Beast-Man ein Genie und der bringt mich schon manchmal dem Wahnsinn nahe. Leider ist er sogar zu dumm, als dass ich ihn wegschicken könnte.?
Skeletor war der Gedanke, sich tiefergehend mit Zombie zu beschäftigen, zuwider. Es war sogar gut möglich, dass Zombie Skeletor versehentlich tötet. Zum Glück konnte Linko dieses bisher immer verhüten.
Linko war ihm auch ein Dorn im Auge. Auch wenn er es sich selbst nicht eingestand, war Linko weitaus intelligenter als er selbst. Und diese Tatsache konnte er überhaupt nicht leiden. Linko hatte aber Glück, dass er seine Klugheit nicht so zur Schau stellte und sich bisher immer untergeordnet hatte. Außerdem war es immer ein Vorteil, wenn man einen klugen Kämpfer hatte.
?Was befiehlst du, Herr??, fragte Linko.
?Hordak hat auf Etheria momentan Schutz dringend nötig. Diese Gelegenheit müssen wir nutzen. Ihr beiden werdet deshalb nach Etheria reisen und Hordak endgültig stürzen. Und da er so sehr Schutz braucht, werdet ihr ihm scheinbar Schutz geben.?
Er lachte dämonisch.
?Verzeih, dass ich frage. Was versprichst du dir davon??
Skeletor antwortete ungehalten: ?Wenn Hordak Etheria erobern konnte, kann ich das schon lange. Ich werde von Etheria aus Eternia einnehmen.?
Linko verbeugte sich und schulterte seine Keule. Danach ging er gefolgt von Zombie, zu dem Totenschädel, da er sich denken konnte, dass dieser das Tor nach Etheria darstellte.
Er war schon oben auf der Treppe angelangt, da schloss sich das Auge von dem Schädel.
?Habt ihr nicht etwas vergessen??, fragte Sibyl.
Linko sah Skeletor fragend an, der sich über diesen Zwischenfall ärgerte.
Er sprach knirschend von dem Trank und der Bedingung. Sibyl ging zu dem Schädel. Sie hatte plötzlich eine Phiole in der Hand und reichte sie Linko.
?Was versprichst du dir eigentlich davon? Weshalb soll ich die Leute vergiften? Du wirst sie ja doch nie kennen lernen?, fragte Linko Sibyl.
Sie lachte grausam. ?Fragen, Fragen, Fragen.? Darauf wurde sie plötzlich ernst. ?Glaube mir. Ich weiß schon, was ich mit ihnen machen will.?
Dabei sah sie auch Zombie an und lachte wieder.
Linko nickte und steckte die Phiole ein. Dann drehte er sich wieder zu dem Schädel um. Der Schädel öffnete wieder sein Auge und das Tor wurde wieder sichtbar. Linko grunzte zufrieden und ging durch das Tor.
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