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Die Verschwörung
Die Übernahme
Der Talon-Fighter mit Duncan und Man-E-Faces landete vor Grayskull. Die Zugbrücke öffnete sich bereits für die beiden, kurz bevor der Jäger auf den Boden aufsetzte. Die Besatzung stieg aus, und durchquerte das riesige Tor der geheimnisvollen Burg. Während des restlichen Fluges, erzählte Duncan Man-E-Faces von seinem kompletten Plan Grayskull zu übernehmen und Skeletor den vollen Zutritt zu gewähren. Der dreigesichtige Kämpfer war geschockt über das Vorhaben des Waffenmeisters. Verängstigt ging er etwas versetzt neben Duncan her, versuchte dabei aber sich nichts anmerken zu lassen, was ihm auch aufgrund seiner Fähigkeiten als Schauspieler gut gelang. Zwar hatte Man-E-Faces Duncan seine Unterstützung bei der Sache zugesichert, dennoch war er sich nicht mehr ganz so sicher, wie er sich jetzt richtig verhalten würde. Er wusste nicht mehr so recht, ob sein Begleiter noch immer einer seiner engsten Freunde war oder jemand Brandgefährliches, der um jeden Preis aufgehalten werden musste. Gemeinsam durchschritten sie die endlos lang wirkenden und dunklen Gänge der Burg. Diesmal ging es jedoch nicht direkt in den Thronsaal, wie sonst eigentlich üblich.

Die zwei Gäste erreichten eine Art Kommandozentrale. Hier wimmelte es nur so von Kontrollpulten, Schalttafeln, Computern und Terminals. Man-E-Faces erkannte eine Funkanlage und einen riesigen Radarschirm an der Wand. Zahlreiche Monitore zeigten abwechselnd Bilder von der Zugbrücke, von diversen Korridoren und von der nähren Umgebung Grayskulls. Überall flackerten Lichter in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Es summte, piepste und rauschte. Grelles, steriles Licht schien von rechteckigen Strahlern, die in der Decke eingearbeitet warten, herab und ließ den kompletten Raum taghell aufleuchten. Nur zwei Burgfenster an der Wand ließen noch den Beweis zu, dass man sich noch tatsächlich im Inneren Grayskulls aufhielt. Ansonsten unterschied sich dieser Raum vollständig von den Anderen. Die Sorceress, jene Hüterin der Burg der Zeitlosen, befand sich in diesem Kontrollraum und erwartete bereits die eintreffenden Gäste. Sie bildete eine Gesprächsrunde mit Orko, Mekaneck und Ram-Man, einem der Mitverschwörer wie das Dreigesicht von Duncan wusste.

?Nun Duncan. Bist du breit für mich auf das Schloss aufzupassen, während He-Man und ich zur Ebene der Ewigkeit aufbrechen??, fragte Teelana, als die beiden herantraten. ?Gerne werde ich während deiner Abwesenheit über die Geheimnisse von Grayskull wachen, Zauberin.?, erwiderte Man-At-Arms, ?Ich habe für diese Aufgabe auch Man-E-Faces mitgebracht. Trotz seines freien Tages hat er zugestimmt, mich zu unterstützen.? ?Mit Man-E-Faces hast du eine gute Wahl getroffen.?, erwiderte die Zauberin. Sie wandte sich dem zweiten Gast zu und klopfte ihm begeistert auf die Schulter. Schließlich sagte sie zu ihm: ?Bestimmt hattest du heute etwas anderes vor. Deswegen freut es mich besonders, dass du dich einsetzt.? ?Ist schon gut, Zauberin.?, antwortete Man-E-Faces. Der Schauspieler schaute sich erstaunt und neugierig im Raum um. Er beobachtete die vielen Schalttafeln und Kontrollpulte.

?Hier bin ich noch niemals zuvor gewesen. Was ist das für ein Raum, Sorceress??, fragte Man-E-Faces.
?Eine ganz fantastische Erfindung unseres Waffenmeisters, Man-E-Faces.?, erwiderte Ram-Man und nahm somit der Burgherrin das Antworten ab, ?Dieser Kontrollraum hat so ziemlich alles, was man sich zur Vereidigung Grayskulls wünschen kann. Einen Radarschirm zur Feindaufklärung, eine Funkanlage um Hilfe zu holen, interne Waffensysteme und Luftabwehrraketen.?
?Diese Einrichtung ist aber auch mal wieder eine wahre Meisterleistung von dir, Duncan.? , lobte Mekaneck den Waffenmeister.
?Mit dieser Anlage hat ein Nicht-Magier alle Fähigkeiten, die ich normalerweise hier auch habe. Er wurde speziell dafür eingerichtet, falls ich mal abwesend bin oder meine Zauberkräfte verloren habe.?, ergänzte die Zauberin zufrieden.
Duncan blickte sie daraufhin an und sagte: ?Ich verspreche dir, dass ich gut darauf aufpassen werde. Unter gar keinen Umständen werde ich Skeletor oder sonst irgendeinen Unbefugten auch nur in die Nähe der Burg lassen.?

?Davon bin ich überzeugt, Duncan.?, erwiderte die Burgherrin. Sie hatte überhaupt keine Veranlassung, dem Waffenmeister in irgendeiner Weise zu misstrauen. He-Man betrat den Raum und gesellte sich sofort zu den Anwesenden hinzu. ?Wir können losfliegen, Sorceress. Der Wind-Raider steht bereit.?, sagte der Held Eternias zur Zauberin. Beide wollten sich daraufhin gerade den Raum verlassen, als Duncan sie noch etwas zurückhielt. ?Ähm...Sorceress. Ich habe nachgedacht. Wäre es nicht besser, wenn auch Orko und Mekaneck dich begleiten? Du weißt selbst, dass ein Flug in die Ebene der Ewigkeit immer etwas riskant ist. Orkos Magie und Mekanecks Weitsicht könnten dir helfen, allen Gefahren souverän zu begegnen.? ?Oh ja Sorceress, ich möchte so gerne mit.?, jubelte Orko. Der Trollaner war immer für eine Außenmission zu haben, und freute sich schon riesig darauf. Auch Mekaneck schien nicht ganz abgeneigt. Die Zauberin dachte kurz nach. Sie sah kurz zu He-Man, wiegelte im nächsten Moment jedoch ab. ?An sich gar keine schlechte Idee, Man-At-Arms. Aber ich halte es für besser, wenn sie dich bei der Verteidigung Grayskulls unterstützen. He-Man und ich werden schon gut auf uns aufpassen.?, sagte sie.

Noch während Man-At-Arms die Burgherrin zu überzeugen versuchte, trat Man-E-Faces langsam und unauffällig aus der Gesprächsrunde heraus. Er konnte sich die Schwindeleien Duncans, und wie er buchstäblich der Zauberin was vormachte, einfach nicht mehr mit anhören. Der Kämpfer positionierte sich genau an der Stelle, die Teelana und He-Man nehmen mussten, um den Raum zu verlassen. Zwar hatte er nicht vor die Verschwörer zu verpetzen, da er glaubte, ihnen die Sache doch noch irgendwie auszureden zu können. Vielmehr wollte er die Zwei vor der Falle warnen, damit sie nicht völlig ahnungslos in ihr Verderben fliegen. Die beiden näherten sich ihm, kurz nachdem sie sich endgültig von den Anderen verabschiedeten.

Als die Abreisenden auf seiner Höhe waren, sprach das Dreigesicht Teelana an. ?Sorceress darf ich dich für einen kurzen Moment unter vier Augen sprechen??, fragte er sie. ?Manny, jetzt ist es wirklich sehr schlecht. Wir sind spät dran.?, erwiderte die Sorceress und sah dabei He-Man hinterher. Der Held mit der blonden Mähne war bereits aus dem Raum verschwunden und auf dem Weg zum Wind-Raider. ?Zauberin bitte, es ist sehr wichtig.?, hakte das Dreigesicht mit fast ängstlicher Stimme nach. Die Hausherrin legte behutsam ihre Hand auf seine Schulter und erwiderte: ?Ich spüre, dass dich etwas sehr bedrückt. Wir können nach meiner Rückkehr über alles reden.? Ram-Man hörte zufällig das Gespräch mit. Neugierig trat er an die beiden heran.

Stimmt irgendetwas nicht??, fragte der Titan.
?Nein, es ist alles in Ordnung.?, meinte Man-E-Faces nüchtern.

?Ich muss jetzt los. Bewacht das Schloss, und passt gut auf. Skeletor wird sicherlich bald von unserer Abwesenheit erfahren. Auf keinen Fall darf er Grayskull betreten.?, bemerkte die Zauberin und ging dann aus dem Raum. Frustriert nahm das Dreigesicht seine vergebliche Bemühung zur Kenntnis, während Ram-Man sich zum Radarschirm begab. Fast hatte Man-E-Faces den Eindruck gewonnen, als wolle die Zauberin ihn gar nicht zuhören. Nicht wissend, wie er sich jetzt richtig verhalten sollte, schaltete er auf sein Roboter-Gesicht um, um seine Nervosität und Angst nicht so offensichtlich zur Schau zu stellen. Er ging zur Waffenkontrolle, wenigstens sollte durch die neuen Verteidigungsanlagen, die innen und außen installiert wurden, niemand zu Schaden kommen. Aufmerksam beobachtete er die Anwesenden und ließ niemanden von ihnen aus den Augen.

****

Draußen vor der Burg Grayskull stiegen He-Man und die Zauberin in einen Wind-Raider und erhoben sich wenig später in die Lüfte, um in Richtung Ebene der Ewigkeit zu fliegen. Sie ahnten nicht, dass sie von Screeech beobachtet wurden. Skeletors Roboterfalke hatte ein kleines Kameraauge auf seinem Kopf und ein kleines Gerät mit Antenne auf seinem Rücken. Gut getarnt versteckte er sich in einem kleinen Wäldchen vor der Festung. Über einem Monitor konnten Skeletor und Tri-Klops genau das sehen, was Screeech sah.

?Sieh mal einer an, die Zwei scheinen wirklich in die Ebene der Ewigkeit zu fliegen, Herr.?, bemerkte Tri-Klops zu Skeletor.
?Hmm...Zumindest in diesem Punkt hat uns Man-At-Arms die Wahrheit gesagt.?, lächelte Skeletor.
?Es ist ungewöhnlich, dass gerade die Zauberin sich so weit hinauswagt. Ich frage mich, was sie dort wohl vorhaben.?, grübelte das Dreiauge.
?Das ist mir doch Schnuppe, Tri-Klops.?, brummte der Hexenmeister und griff zu einem Handfunkgerät.

?Screeech fliege ans westliche Burgfenster. Ich will wissen, was sich im Inneren von Grayskull abspielt.?, befahl der Knochenkopf über Funk seinem Spionagevogel. Screeech flatterte kräftig mit den Flügeln. Er wartete noch einen Moment, bis der Wind-Raider außer Sichtweite war. Dann stieg er in die Luft und flog wie von Skeletor befohlen zur Burg. Auf den Radarschirm bemerkte Ram-Man sofort den anfliegenden Falken. Doch der mauerbrechende Titan machte jedoch weder Meldung, noch löste er irgendwelchen Alarm aus. Ganz bewusst schaltete er sogar die akustische Warnung auf Stumm, sodass niemand außer ihm den Robotervogel bemerkte. So kam es, dass Screeech völlig unbemerkt ans Fenster kommen konnte. Geduckt ließ er nur sein Kameraauge hervorschauen, und gab somit Skeletor einen vollständigen Einblick in den Kontrollraum.

****

Orko bemerkte einen großen roten Hebel an einer Kontrolltafel. ?Du meine Güte, was ist denn das??, fragte der Trollaner neugierig. Duncan drehte sich zu ihm um, und sagte: ?Das ist eine ganz besondere Verteidigungseinrichtung, Orko. Leg den großen Hebel um und du erfährst, wie sie funktioniert.? Orko tat das, was der Waffenmeister ihm sagte. Auf der Kontrolltafel begannen Lichter zu leuchten und zu blinken, und ein Geräusch erfüllte den Raum, so als ob eine riesige Maschine ansprang. ?Und nun, mein lieber Orko. Versuche doch mal was herbeizuzaubern.?, sagte der Waffenmeister. Der Trollaner schwebte etwas von der Kontrolltafel weg, um seine Hände für einen Zauberspruch frei zu haben. Dann versuchte er einen einfachen Trick. Doch auch nach mehreren Anläufen geschah nichts. Noch nicht einmal das übliche Glockenspiel war zu hören.

?Aber was ist das denn? Meine Magie. Wieso ist sie ist weg??, stammelte der Trollaner entsetzt. ?Hehe, Orko. Weil du soeben den Magie-Schild aktiviert hast?, belächelte ihn Man-At-Arms, ?Sie unterdrückt jede Art von Magie in einem Radius von 5 Kilometern. Es soll dabei helfen, Skeletors Angriffe zurückzuschlagen, wenn die Sorceress nicht da ist oder ihre Kräfte verloren hat.? ?Ja schon recht, Man-At-Arms. Ich stelle den Schild wieder ab, so ganz ohne meine Magie bin ich ziemlich hilflos.?, kommentierte der Trollaner wenig begeistert. Er machte sich gerade daran, wieder zurück zur Anlage zu schweben, als Ram-Man sich zu Wort meldete. Der Titan hatte beobachtet, wie der Wind-Raider aus dem Radarschirm verschwand. ?Duncan, es ist soweit.?, sagte er nur. Man-At-Arms wusste, was zu tun war. Er begab sich ans Funkgerät und nahm Kontakt mit Buzz-Off auf.

?Buzz-Off, jetzt!?, sprach er ins Mikro.
?Verstanden, Duncan!?, war die prompte Antwort des Wespenmenschen.



Kurz nachdem er diese Worte ins Mikrofon gesprochen hatte, erhob der Waffenmeister seine Keule und stürmte auf Mekaneck los. Der Kundschafter wusste gar nicht, wie ihm geschah, und wurde von einem kräftigen Hieb mitten in die Kniekehlen getroffen. Völlig überrascht von dem Angriff fiel er vor Schmerzen schreiend halb zu Boden. Dann zog Man-At-Arms eine Strahlenpistole und zielte damit auf Orko. Er gab einige Schüsse ab, doch der Trollaner hatte bereits die Auseinandersetzung mit dem Langhals bemerkt. Geschickt konnte er den Strahlen ausweichen, bewegte sich dabei jedoch unbewusst vom Magieschildhebel weg.

Kurz darauf sprang Mekaneck wieder auf die Beine. Er erkannte sofort, dass sein trollanischer Freund in höchster Gefahr war und nicht mehr lange durchhalten würde. Er rannte Duncan an, und drückte ihn gegen eine Wand. Beide kämpften sie um die Waffe. Da kam Ram-Man angeflogen, und rammte den Kundschafter von hinten in den Rücken. Mekaneck verzerrte sein Gesicht und sackte zu Boden. Ein Schlag von Man-At-Arms mit dem Lauf der Strahlenkanone gegen seinen Kopf machte ihn endgültig kampfunfähig.

Orko jedoch konnte das Geplänkel für sich nutzen. Er schwebte beinahe ungefährdet zum Hebel und setzte den Magieschild wieder außer Funktion. Kurz darauf wurde der kleiner Zauberer wieder von Energiesalven aus Duncans Strahler beschossen. Er suchte Schutz hinter einer Holzkiste, von dort aus setzte er sich mit Zauberblitzen zur Wehr. Duncan und Ram-Man mussten hinter einem Schaltschrank in Deckung gehen. Zwar waren Orkos Zauber bekanntlich nicht sehr effektiv, jedoch gegen Feinde in einem Kampf sehr unangenehm und schmerzlich.

?Ergib dich, Orko. Wir wollen dir nicht unnötig wehtun.?, rief Duncan. Er nutze eine Feuerpause, um mit gesenkter Waffe etwas aus seiner Deckung hervorzugehen. ?Ich weiß nicht, was du vorhast, Man-At-Arms. Aber ich werde dafür sorgen, dass He-Man und die Masters das verhindern werden.?, erwiderte der Trollaner verzweifelt. ?Das dürfte nicht so einfach werden, Orko. Selbst wenn du hier rauskommst, wird dir das nichts nützen. Alle deine Freunde werden gerade in den Palastkerker eingesperrt. Und alleine wirst du He-Man niemals in der Ebene der Ewigkeit finden.? Der schwebende Zauberer erkannte seine Ausweglosigkeit, jedoch wollte er nicht aufgeben. Er nahm allen Mut zusammen, schwang sich aus seiner Deckung heraus und nahm all seine Kraft zu einem Zauber zusammen. Er riss seine kleinen Arme nach oben und es formierte sich über ihn eine beachtliche Energiekugel, die er jeden Moment auf die beiden Verschwörer loslassen würde. Soweit kam es jedoch nicht, da ihn plötzlich ein Energiestoß aus einer anderen Strahlenpistole voll in die Seite traf. Die Zauberkugel verschwand blitzartig, und Orko taumelte bewusstlos zu Boden.

Abgefeuert hatte ihn Man-E-Faces. Der Mann mit den drei Gesichtern hatte immer noch sein Roboter-Gesicht aufgesetzt und wechselte nun wieder zum menschlichen Gesicht. Er war sichtlich nervös und hatte sehr lange gezögert, bevor er sich entschloss auf Orko zu feuern. Das Dreigesicht musste es einfach tun. Zwar hatte er mit dem Trollaner noch nicht sehr oft zusammengearbeitet. Aus Einsatzberichten wusste er jedoch, dass Orko trotz oder gerade wegen seiner sonderbaren magischen Fähigkeiten sehr gefährlich werden konnte, wenn man ihn in die Enge trieb. Entsetzt und mit versteinerter Mine trat er ein wenig an den am Boden liegenden Trollaner heran. Zwar wusste Man-E-Faces Orko auch sehr zu schätzen, auch wenn er ihn ab und zu mal mit seinen Zaubersprüchen genervt hat. Aber gerade Ram-Man zählte zu seinen besten Freunden und er konnte es einfach nicht zulassen, dass er zu Schaden kam. Besser fühlte er sich in diesem Moment jedoch überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Jetzt steckte er in dieser Sache mit drin, und zwar bis zur Halskrause. Schon jetzt überlegte sich das Dreigesicht eine gute Geschichte, sollte er später vor einem Gericht zur Verantwortung gezogen werden. Duncan näherte sich ihm. Er beugte sich zu Orko herab, drehte ihn auf den Rücken und tastete kurz seine Halsschlagader ab. Danach begab er sich endgültig zu Man-E-Faces.

?Das war ganz schön knapp, Manny. Vielen Dank, dass du uns hilfst. Es bedeutet mir sehr viel.?, sagte er lobend zu ihm. ?Ich habe dir doch schon im Talon-Fighter gesagt, dass ich zu dir stehe, Duncan. Ich beabsichtige, mein Wort zu halten.?, erwiderte das Dreigesicht mit etwas unsicherer Stimme. Er blickte zum Trollaner, der noch immer bewusstlos am Boden lag. ?Ich hoffe nur, dass ich Orko nicht zu schwer verletzt habe. Das würde ich mir nie verzeihen.? ?Keine Angst, Man-E-Faces. Unser kleiner Zauberer hält nur ein kleines Schläfchen. Und wenn er wieder aufwacht, wird auch er verstehen, dass es nur zu seinem Besten ist.? Duncan begab sich zu Mekaneck, der ebenfalls auf dem Boden lag, sich langsam aber wieder aufrichtete. ?Los aufstehen, Mekaneck.?, forderte der Verschwörer von ihm, und richtete seine Strahlenpistole auf ihn. Dem Kundschafter blieb nichts anderes übrig, als sich mit erhobenen Händen auf die Beine zu stellen.

?Man-At-Arms. Sag mal, bist du verrückt geworden? Was soll das??, fragte er geschockt, und blickte mit ängstlicher Mine zu Orko.
?Ich habe vor, den Krieg gegen Skeletor zu beenden und zwar hier und jetzt.?, erwiderte Duncan.
?Den Krieg beenden, was soll ich darunter verstehen??

?Ganz einfach, Mekaneck. Ich werde heute um 14 Uhr Skeletor in die Burg hineinlassen, und ihm das geben, was er verdient. Somit ist sichergestellt, dass der langersehnte Frieden auf Eternia endlich einkehrt. Das Beste dabei ist, dass He-Man und Teelana uns nicht stören werden. Sie werden an ihrem Einsatzort in eine Falle tappen, aus der sie nicht mehr herauskommen.?

Mekaneck schüttelte nur den Kopf und sah entsetzt den Waffenmeister an, als er seine Ausführungen hörte. Nicht einmal in seinen schlimmsten Albträumen konnte er sich ausmalen, dass Duncan, ja überhaupt irgendeiner von den Masters dazu fähig wäre. Man-At-Arms sprach weiter.

?Mekaneck, du kannst mich dabei unterstützen, wenn du willst. Lasst uns das Vorhaben gemeinsam durchziehen.?
?Du glaubst doch wohl nicht im Ernst, dass ich dir bei einem solchen Verbrechen auch noch helfe.?, reagierte Mekaneck fassungslos.
?Überlege es dir, mein Freund.?
?Niemals Duncan. Vergiss es.?
?Wie du willst, Mekaneck.?, sprach Duncan, ?Ram-Man, sperre unseren Freund in den Chemikalienraum.?

Der mauerbrechende Titan trat an die beiden heran. Ebenfalls hatte er eine Strahlenpistole gezogen und bedrohte damit Mekaneck. ?Ok lasst uns gehen, du Siegertyp. Und vergiss nicht, den Trollaner mitzunehmen.? Dem Kundschafter blieb nichts anders übrig als sich dem Willen der Verschwörer zu beugen. Ganz vorsichtig nahm er Orko, und hob ihn auf seine Schulter. Dann ließ er sich von Ram-Man abführen, und ging auf den Ausgang zu. Kurz bevor er den Raum verließ, drehte er sich noch einmal zum Waffenmeister um. ?Ich will dir nur noch eines sagen Duncan. Und zwar, dass ich ziemlich enttäuscht von dir bin.?, sagte er und verließ dann endgültig den Raum.

Kurz darauf kam ein Funkspruch herein. ?Buzz-Off an Man-At-Arms, bitte kommen.? Duncan ging an die Funkanlage, um seinem Wespenfreund zu antworten.

?Hier Duncan, was gibt es Buzz-Off??
?Königin Marlena leistet starken Widerstand, wir brauchen dringend Hilfe.?
?Verstanden, ich komme mit Man-E-Faces zu dir. Halte noch etwas durch.?

Nach Absetzen dieser Nachricht blickte Duncan mit sorgenvollem Gesicht Man-E-Faces an. Schließlich sagte er zu ihm: ?Los komm mit. Buzz-Off ist im Königspalast in Schwierigkeiten. Wir müssen schnellstens dorthin. Ram-Man wird hier bleiben und die Gefangenen bewachen.? Man-E-Faces nickte dem Waffenmeister zu. In diesem Augenblick wusste er auch nicht so recht, was er anders tun sollte. Gemeinsam eilten sie zum Talon-Fighter, mit dem sie gekommen waren und der immer noch draußen stand.


****

Screeech beobachtete das ganze Geschehen im Radarraum immer noch unbemerkt am Burgfenster. Die Ereignisse wurden live nach Snake Mountain übertragen. Skeletor war außer sich. Jedoch nicht vor Wut, sondern vor lauter Freude und Begeisterung.

?Es ist geschafft, endlich. In zwei Stunden bin ich der neue Herrscher über Eternia.?, jubelte er siegessicher. Dann sah er das Dreiauge an. ?Tri-Klops mache sofort einen Roton startklar. Wir müssen pünktlich bei der Burg sein.? Skeletor griff erneut zum Funkgerät, um mit seinem Robotervogel Kontakt aufzunehmen. ?Screeech ziehe dich nach Snake Mountain zurück. Wir übernehmen ab jetzt.? Der Dämonenfalke befolgte die Anweisung, und zog von Grayskull ab. Man konnte es auf dem Monitor mit verfolgen. Tri-Klops stand jedoch immer noch da, und ließ sich nicht wegschicken. Er sah das Ganze noch etwas skeptisch.

?Ich weiß nicht so recht, Herr. Sollten wir nicht lieber....?

Weiter kam der Kundschafter mit seinen Bedenken nicht, denn Skeletor versetzte ihm umgehend einen magischen Schlag mit dem Widderstab. ?Du wagst es noch irgendwelche Zweifel zu äußern, nachdem du selbst gesehen hast, was sich in Grayskull abgespielt hat? Los beweg dich, Tri-Klops. Oder brauchst du eine Extraeinladung??, fauchte der Hexenmeister. Das Dreiauge eilte sofort zum Hangar, ohne weiter zu widersprechen.


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