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Die Legenden von Preternia - Die Macht des Schlangenkönigs
Kapitel 1: Der Kokon
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| Die Legenden von Preternia - Die Macht des Schlangenkönigs Kapitel 1: Der Kokon |
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Kapitel 1: Der Kokon
Wenn es in den immergrünen Wäldern dämmert und der Tag zur Nacht wird, kann man manchmal etwas sehen, was in der Regel verborgen bleibt. Von unsagbaren Märchen und Mythen erzählt das Lied, welches die Bäume singen, unhörbar für das ungeschulte Auge. Und unglaubliche Wesen tanzen ihren Freudentanz, vor lauter Glück am Leben zu sein, unsichtbar für das Auge eines Laien. Viele Geschichten erzählt man sich darüber, einige wahr, einige erfunden, viele längst vergessen, aber einige Wenige überdauern die Zeiten und versetzen denjenigen in Erstaunen, welcher bereit ist, ihnen zu lauschen. Unsere Geschichte entführt uns in diese Welt, voller Magie und seltsamer Gestalten. Dort in den immergrünen Wäldern, tief verborgen zwischen den Bäumen, lag das alte Schloss Grayskull, umgeben von einer bodenlosen Schlucht, scheinbar dem Verfall überlassen und doch so begehrt vom Bösen, das stetig von seiner Macht angezogen wurde. Einziger Zugang zum Schloss die Zugbrücke, doch diese öffnete sich nicht jedem, denn die Hüterin von Grayskull, eine mächtige Sorceress, bewachte und beschützte ihre Heimstätte mit der ihr verliehenen Kraft gegen Eindringlinge. Doch nach der letzten Schlacht war sie verwundet. Der König der Schlangenkrieger hatte sie vergiftet, sie gequält und seine Freude daran gehabt. Sichtlich geschwächt fiel es ihr schwer, sich auf die Verteidigung der Burg zu konzentrieren. So entging ihr auch, was sich unterhalb der Fundamente von Castle Grayskull abspielte. Rattlor und Tung Lashor trugen den Leichnam, immer wieder misstrauisch beäugt von Kobra Khan, welcher vorausging, um das Terrain zu sichern. In den Katakomben von Subternia war es für das seltsame Gespann nicht sicher. Oft genug hatten die Schlangenkrieger die unterirdisch lebenden Caligarier tyrannisiert, einige von ihnen sogar getötet oder bei lebendigem Leibe verspeist. Doch nun hatte sich das Blatt gewendet. Der König war tot, überlistet vom kosmischen Magier Zodak, der ihn dazu gebracht hatte, sich selbst zu vernichten. Die meisten Schlangenkrieger waren in alle Winde davon gestoben. Nur der harte Kern um den König selbst, die Generäle Tung Lashor und Rattlor, sowie Snake Face und Squeezee waren zusammengeblieben und hatten sich mit dem Leichnam auf den Weg gemacht. Kobra Khan hatte sich ihnen angeschlossen, wusste er doch nicht, wo er sonst hin sollte. Bei Skeletor war er durch seinen Verrat in Ungnade gefallen und auf dem gesamten Planeten wurde er als Verbrecher gejagt. Er vermutete, dass die Generäle ihrem König ein würdiges Begräbnis verschaffen wollten und hatte die Vorhut übernommen. Eine Fackel in der Klaue haltend, leuchtete er in die Gänge, hoffte, dass sie ihr Ziel bald erreichen würden. ?Ist es noch weit??, zischte er nach hinten. ?Wirst Du wohl das Maul halten??, bekam er von Snake Face als Antwort. ?Du wirst es schon merken, wenn wir da sind!? Snake Face und Squeezee hatten die Nachhut übernommen, immer auf der Hut vor Caligariern und Speleanern. Zwar waren in der Gruppe vier der mächtigsten Schlangenkrieger überhaupt, jedoch waren sie einer Übermacht derzeit wohl kaum gewachsen. Khan hielt inne. Vor ihm sah er einen schwachen, grünlichen Lichtschimmer. Sofort bemerkten die anderen, dass etwas nicht stimmte. Squeezee drängte sich an den anderen vorbei. ?Ihr bleibt hier! Ich werde nachsehen.? Dann ging er weiter, verschwand schon bald in der Dunkelheit. Unendlich lang wirkende Minuten folgten, in der die Schlangenkrieger Blicke austauschten, aber keinen Ton sagten. Khan traute sich nicht, zu fragen. Gespannt wartete er ab, was nun passieren würde. Da tauchte Squeezee plötzlich wieder auf. ?Hier sind wir richtig. Über uns ist Castle Grayskull.? Kobra Khan riss die Augen weit auf. Was wollten sie unter der Burg der Zeitlosen? Da wurde er von Snake Face angerempelt. ?Steh? hier nicht so rum. Komm endlich!? Weiter ging es durch die Katakomben. Der grünliche Schimmer wurde unterdes immer heller. Letztendlich standen sie in einer großen Höhle, in deren Mitte etwas stand, das wie ein großer Kokon aussah. Khan wurde einen Moment geblendet und wandte den Blick ab. Als er wieder zurücksah, bemerkte er, wie die andern die Leiche des Königs vor den Kokon legten. Khan musterte ihn. Das grüne Leuchten kam aus seinem Inneren, die Außenwand war trüb und sah aus, als wäre sie von Reptilienschuppen übersäht. Alles in allem mochte der etwa sechs Meter hoch sein und vier Meter im Durchmesser. ?Khan, steh? da nicht so dumm rum, stell Dich neben den König!?, fauchte ihn Rattlor an. Er vermochte nicht zu widersprechen und tat wie ihm befohlen. Voller Ehrfurcht blickte er auf das leblose Gewirr von Schlangen zu seinen Füßen hinab. Es schauderte ihn. Fasziniert von dem riesigen Gebilde hinter sich bemerkte er nicht, wie sich die übrigen Krieger um ihn herum stellten und eine unverständliche Formel murmelten. Erschrocken bemerkte er, wie sich im Kokon ein Schatten bewegte. Er kniff die Augen zusammen- Da! Schon wieder! Oder waren es vielleicht sogar zwei Schatten? Inzwischen hatten die anderen ihre Formel beendet. ?Was fehlt noch??, fragte Rattlor in die Runde und dann mit einem Blick auf Khan: ?ach ja? das Blutopfer?!? Erschrocken riss sie die Augen auf. Nein! Das konnte einfach nicht sein! Nie hätte sie so etwas für möglich gehalten. Und doch war es passiert. Sie spürte, dass etwas angekommen war. Etwas, dessen Macht größer war als die der alten Weisen, deren Energie sie im Schloss beschützte. Nichts würde Eternia jetzt noch retten können. Nichts, außer einem? Sofort nahm die Sorceress Kontakt mit He- Man auf, bat ihn, direkt und ohne Umwege nach Grayskull zu kommen. Als He- Man dort eintraf, traute er seinen Augen kaum. Das ganze Schloss bebte, Gesteinsbrocken fielen aus der Decke. Auf dem Weg zur Zauberin musste er ständig ausweichen, hielt schützend die Hand vor die Augen. Er erreichte sie im Thronsaal, wo sie mit letzter Kraft ein Portal offen hielt. ?He- Man, es gibt keine Zeit mehr für Erklärungen. Es ist King Hsss. Er ist wieder da und nur Du kannst ihn besiegen, aber nicht hier und vor allem nicht jetzt!? Sie wies auf das Portal. He- Man verstand. Er nickte nur und sprang dann hinein. Kaum, dass er im Portal verschwunden war, brach es zusammen? |
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