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Die Legenden von Preternia - Die Macht des Schlangenkönigs
Kapitel 4: Duell der Magier
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| Die Legenden von Preternia - Die Macht des Schlangenkönigs Kapitel 4: Duell der Magier |
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Kapitel 4: Duell der Magier
Oram hatte den Befehl zum Angriff gegeben. Das ließen sich die Schlangenkrieger nicht zweimal sagen. Sofort setzten sie ihre Kampfkolosse in Bewegung und stoben auf die Dorfbewohner zu. Seltsamerweise jedoch rührten sich diese nicht vom Fleck. He- Man machte sich bereit, nach seinem Schwert zu greifen, um notfalls die Dorfbewohner mit seinem Leben zu verteidigen. Doch just in dem Moment, als die Snakemen zum ersten Schlag ausholen wollten, zog Eldor einen Stab aus dem Umhang, der wie ein Spazierstock aussah. Er tippte zweimal damit auf den Boden und sofort bildete sich ein Kraftfeld um seine Leute. Die ersten beiden Saurier rasten hinein und wurden zurückgeworfen, mit donnerndem Getöse landeten sie zehn Meter in der Richtung, aus der sie gekommen waren wieder auf dem Boden. Der dritte Saurier rutschte quasi ins Kraftfeld hinein und begrub seinen Reiter unter sich. Mit lautem Gebrüll machte er sich davon und ließ den Schlangenmenschen einfach liegen. Rattlor gab per Handzeichen den Befehl, den Angriff abzubrechen. Orams Augen leuchteten auf. ?Nun, wie ich sehe, bist Du stärker geworden, alter Mann! Aber eines hast Du sicherlich nicht bedacht!?. Oram sprang von seinem Gefährt, zückte ebenfalls einen magischen Stab. ?Du bist nicht der Einzige!? Ein greller Blitz entfuhr dem Zauberstab und traf auf Eldors Kraftfeld. Zwischen den beiden Energien entstand etwas, das wie eine Schnittstelle aus gleißendem Licht aussah. Alle hielten sich die Hände vor Augen, um nicht geblendet zu werden. Schließlich brach das Kraftfeld zusammen. Oram drehte sich triumphierend zu seinen Leuten um. ?Der Weg ist frei! Holt sie Euch!?, befahl er. Doch Eldor unterbrach ihn erneut. ?Nicht so schnell, junger Mann! Du magst zwar besser geworden zu sein, aber gut bist Du noch lange nicht!? Mit einer Handbewegung fingen plötzlich die Schlangenkrieger an, sich aus ihren Sätteln zu erheben. Rattlor versuchte noch, sich am Zügel festzuklammern, doch vergebens. Die Snakemen schwebten schließlich etwa drei Meter über dem Boden. Die Saurier, ihrer Reiter entledigt, ergriffen sofort die Flucht, schienen, als hätte man sie aus tiefer Trance befreit. Oram schäumte vor Wut. Er schnellte herum und schritt auf Eldor zu, schleuderte ihm einen Blitz nach dem anderen entgegen. Doch Eldor fing sie mühelos ab. Mit einer weiteren Handbewegung schickte er Oram in den Staub. ?Du wirst es wohl nie lernen, was??, verspottete er den am Boden Liegenden. ?Ich kenne Dich, Oram. Du bist halbstark und richtest Dein Fähnchen nach dem Wind. Mag sein, dass ich Dir eine Menge beigebracht habe. Aber leider nicht, die richtigen Entscheidungen zu treffen.? Oram spuckte etwas Staub aus. ?Dafür wirst Du bezahlen, alter Mann. Ich werde Deine Sippe auslöschen und dann??, doch weiter kam er nicht. Eldor beugte sich zu ihm herunter und nahm ihm den Zauberstab ab. ?Mein lieber Junge, glaubst Du etwa ernsthaft, Du kannst mir drohen? Das würde ich an Deiner Stelle nicht wagen! Und nun nimm Dein Schlangenpack und krieche zurück zu Deinem falschen König!? Mit einer weiteren Handbewegung ließ er Hsss? Leute zu Boden fallen. Sofort gaben sie Fersengeld. Oram konnte ihnen kaum folgen, murmelte leise Flüche, als er am Waldesrand verschwand. ?Ich fürchte, wir können hier nicht bleiben.?, sagte Eldor zu seinen Leuten. Hsss hat uns gefunden und einer der Seinen war bereits hier. Mit dem König kann selbst ich es nicht aufnehmen. He- Man, komm mit mir!? He- Man folgte ihm zurück in seine Hütte. Eldor wies ihn an, sich auf das Bett zu setzen. ?Ich weiß, Du hast viele Fragen, aber ich kann Dir nur einige beantworten, nicht alle.?, fing er an. ?Nun, fangen wir einmal damit an, wo wir hier überhaupt sind und was die Schlangenkrieger hier machen!?, entgegnete He- Man. ?Eldor schaute ihn kurz an, dann fing er laut an zu lachen. ?WO wir hier sind, fragst Du? köstlich. Die Frage lautet doch eher, WANN wir hier sind. Hast Du es denn noch nicht bemerkt? Wir sind nach wie vor auf Eternia- oder besser auf Preternia, wie Du es nennen würdest. Aber der Planet ist im Umbruch. Hsss hat die Macht an sich gerissen und die großen Völker entzweit.? ?Und die Sorceress hat mich geschickt, um ihn aufzuhalten??, gab He- Man vor, zu verstehen. ?Aber nein, Junge! Eldor kicherte wieder. Du bist nur als Beobachter hier. Natürlich darfst Du nicht ins Geschehen eingreifen, wo kämen wir denn dahin, wenn Du in die Geschichte eingreifen würdest? Warum sollte Dich Deine Sorceress denn in eine Zeit zurück schicken, in der es Deine Macht noch gar nicht gab? Oder ist Dir noch gar nicht aufgefallen, dass Du hier nicht den großen Helden markieren kannst? In dieser Zeit gab es noch keinen Grayskull, von dem Du Deine Macht haben könntest.? ?Aber woher weißt Du so viel darüber, wer ich bin und woher ich komme??, fragte He- Man. ?Nun, von Zeit zu Zeit, wenn die Sterne günstig stehen, dann kommt es zum Kontakt mit den Geistern der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Frag mich jetzt nicht, wie das geht, es ist halt Magie. Und daher kenne ich die Sorceress, sie hat Dich bereits angekündigt.? In diesem Moment traten zwei Personen ein. He- Man erkannte sofort die junge Frau, die er im Wald zu beschützen versucht hatte. An ihrer Seite kam ein junger Mann in goldener Rüstung herein. ?Ah, He- Man, meine Tochter Greyana kennst Du ja schon- und das ist ihr Ehemann, Heros. Er ist mein bester Schüler, vielleicht sogar schon besser als ich und wird unsere Geheimwaffe im Kampf gegen das Schlangenvolk. Beim Namen Heros blickte He- man auf. Dieser Name kam ihm nur allzu bekannt vor. Er sah zu Eldor hinüber und langsam dämmerte ihm, warum ihn die Sorceress hergeschickt hatte. Greyana erhob das Wort: ?Danke für Deine Unterstützung im Wald, He- Man. Wir sind Dir zu großem Dank verpflichtet. Ich war gerade auf dem Weg zu Heros um ihm frohe Kunde zu bringen, als ich angegriffen wurde.? ?Das stimmt, wir stehen tief in Deiner Schuld?, erklärte Heros mit sanfter Stimme, ?Greyana trägt nämlich mein Kind unter ihrem Herzen.? Beide strahlten He- Man an, der ganz verlegen wurde. So verbrachten die vier einen angenehmen Abend, wobei Eldor immer darauf achtete, dass He- Man nicht zu viel von der Zukunft verraten würde. Die Sterne standen bereits am Himmel, als He- man noch einmal die Hütte verließ. Sein Bein schmerzte noch, aber er genoss die frische Brise. Er musste über Heros nachdenken. Schon als Kind hatte er die Geschichten von He- Ro gehört, der vor Urzeiten mit Hilfe seines Mentors Eldor das Schlangenvolk besiegt hatte. War Heros dieser He- Ro? Da bemerkte er eine Gestalt am Dorfrand, die ihm zuwinkte. Neugierig ging He- Man ihr nach. Er sah im Mondlicht eine Frau, die ihn scheinbar in den Wald locken wollte. Im ersten Moment sagte er zu sich selbst, dass dies bestimmt eine Falle sei. Doch sie hatte eine magische Anziehungskraft auf ihn, der er nicht widerstehen konnte. ?Hallo, starker Mann!?, begrüßte sie ihn. Sie war atemberaubend schön und legte direkt die Arme um seine Schultern. He- Man konnte sich nicht gegen sie wehren, gab sich kampflos ihrer Verführung hin. Sie küsste ihn. Doch es war kein normaler Kuss. Es war, als ob ihm alle seine Sinne geraubt würden. So bemerkte er auch nicht die Schlange, die sich langsam um seinen Körper wand? |
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