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: 01.12.2004
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   Die Legenden von Preternia - Der Kampf der Giganten    Ein fataler Fehler
Die Legenden von Preternia - Der Kampf der Giganten
Ein fataler Fehler
Wenn man die langen Gänge des Schlosses entlanggeht, so hört man in der Regel nichts außer den eigenen Schritten. Viele Geheimnisse lauern in diesem sagenumwobenen Gemäuer. Bleibt man stehen und lauscht dem eigenen Atem, so kann man noch lange seine eigenen Schritte verhallen hören. Doch hält man den Atem für einen Moment an, so fangen die Wände an, ihre Geschichte zu flüstern. Eine Geschichte voller Phantasie und Magier, voller Wunder und erstaunlicher Begebenheiten, aber auch voller schrecklicher Dinge und Gräueltaten. Eine dieser Geschichten wollen wir heute erzählen.

Orko, der trollanische Magier befand sich in der Bibliothek von Grayskull und blätterte interessiert in einem Buch über eternische Geschichte, als He- Man eintrat. ?Na, kleiner Freund, wie schaut es aus??. Seitdem He- Man in die Vergangenheit gereist war, war Orko fasziniert von den Geschichten über Preternia. Leider jedoch fanden die meisten Ereignisse statt, bevor Schloss Grayskull gebaut wurde. Somit gab es nicht allzu viel Literatur über die Zeit davor, was bei Orko langsam zu einer tiefen Frustration führte. ?Nunja, He- Man?. Es gibt nicht viel über Eldor und He- Ro zu lesen. Eigentlich nur allgemeine Sachen, nichts, was ich nicht schon gewusst hätte.? Orko seufzte und ließ die Schultern hängen. ?Allerdings gibt es da ein Buch, das ich gestern gefunden habe, welches sehr vielversprechend ist.?

Orko griff hinter sich und holte ein kleines, abgegriffenes Buch zum Vorschein. ?Es ist schon sehr alt, He- Man!?, fuhr Orko fort ?aber leider lässt es sich nicht öffnen. Ein Schutzzauber liegt darauf. Mich würde doch mal brennend interessieren, wie??. Doch weiter kam er nicht, da er von He- Man unterbrochen wurde. ?Orko, lass es bleiben! Du weißt, was passiert, wenn Du Sachen ausprobierst! Lass uns lieber gehen, Teela erwartet Dich und Adam pünktlich zum Abendessen!?. Orko zuckte mit den Schultern, dann legte er das Buch beiseite und folgte dem Hünen.

Es war ein lustiger Abend. Seitdem das Schlangenvolk von der Oberfläche Eternias verschwunden war, hatte es kaum Zwischenfälle gegeben. Skeletor hatte keine nennenswerten Aktivitäten mehr unternommen, was eventuell daran lag, dass einige seiner Krieger ihm offenbar den Rücken zugewandt hatten. Evil- Lyn war verschwunden, Mer- Man terrorisierte zwischendurch mal ein paar Fischer in der See von Rakash, Beast Man wurde öfter im Lianen- Djungel gesehen. Dennoch lag ein beunruhigendes Gefühl in der Luft, denn es war einfach zu still geworden um den Herrn des Bösen.

Nachdem die Feier beendet war, schwebte Orko vergnügt durch den Palast. Doch das kleine Buch ging ihm nicht aus dem Kopf. Heimlich begab er sich zurück nach Grayskull und forschte weiter, wie er das Buch öffnen könnte. Doch das war gar nicht so einfach, denn es wehrte sich mit aller Kraft. Mal bekam Orko einen Stromschlag, mal wuchsen Dornen aus dem Einband. Ein anderes Mal schien es wegzulaufen und versteckte sich unter einem Regal, dann wieder hatte Orko das Gefühl, als ob es nach ihm schnappen würde. Doch Orko gab nicht auf. Schließlich befand er sich in der Bibliothek von Grayskull. Er hatte in den letzten Wochen so viele Bücher gewälzt, dass es ihm nur logisch schien, einen Zauber anzuwenden, um das Buch zu öffnen.

Schon bald hatte er einen Zauberspruch gefunden. ?Etwas öffnen, was geschlossen bleiben möchte?hmmmm?, murmelte er vor sich hin. ?Genau das Richtige für mich.?. Er nahm das Zauberbuch und richtete sich vor dem kleinen, in Leder gebundenen Büchlein auf. ?Ihr Mächte der Zeit, seid bereit. Öffnet hier, was verborgen mir!? rief er. Doch nichts passierte. Enttäuscht klappte er das Zauberbuch zu und stellte es zurück. Es musste inzwischen schon sehr spät sein. Orko löschte die Kerzen in der Bibliothek und machte sich dann auf, wieder nach Hause zurück zu kehren.

Da hörte er hinter sich ein Geräusch. Orko drehte sich um und sah einen Lichtschein, der aus dem kleinen Buch kam. Immer heller wurde das Licht und plötzlich fing der Boden an zu vibrieren. Orko hielt sich die Augen zu, doch das Licht drang trotzdem durch seine Hände und ließ ihn ohnmächtig werden. Er bemerkte nicht, was um ihn herum geschah, wie ein heller Lichtschein das Schloss durchschnitt und dann wieder erlosch.

Als Orko wieder zu sich kam, war es verdächtig still. Er konnte nur schemenhaft Umrisse erkennen, so sehr war er noch geblendet. Er tastete um sich und fand das kleine Buch in seiner Nähe. Es war offen. ?Na, wenigstens etwas!?, dachte er bei sich. Er ließ seine Augen einen Moment lang erholen, dann packte ihn die Neugier und er blätterte in dem Büchlein. Doch es war leer! Lauter leere Seiten, die seine Neugier in keinster Weise befriedigen konnten. Wütend und frustriert warf Orko das Buch in eine Ecke. Doch etwas stimmte nicht. Er hörte es nicht auf dem Boden aufschlagen. Orko erhob den Blick und fiel fast wieder in Ohnmacht. Die hintere Wand der Bibliothek war verschwunden und er sah in den immergrünen Wald hinaus.

Schnell schwebte er zur Zugbrücke hinaus. Was er hier sah, raubte ihm endgültig den Atem. Fast das halbe Schloss war verschwunden. Dort, wo die Schnittstelle war, schien ein großes Kraftfeld die andere Hälfte zusammen zu halten und verwehrte den Blick ins Innere. Was war bloß geschehen? Orko hatte ja schon so manchen Zauber vermasselt, aber dies versetzte ihn in Angst und Schrecken. Wie konnte er bloß das halbe Castle Grayskull verschwinden lassen? Da fiel ihm noch etwas anderes ein. Die Sorceress hatte sich im verschwundenen Teil befunden. Was war bloß passiert?

Orko wollte gerade Hilfe holen, als aus dem Kraftfeld zwei Gestalten auftauchten. Wie riesige Fledermäuse kreisten sie um die Burgzinnen. Dann verschwanden sie in den immergrünen Wäldern.

Fortsetzung folgt...
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