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: 01.12.2004
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Die Legenden von Preternia - Der Kampf der Giganten
Akt der Verzweiflung
Orko traf direkt nach den Riesen am Schauplatz des Geschehens ein und traute seinen Augen kaum: Tytus hatte sich letzten Endes doch noch dafür entschieden, am Kampf teil zu nehmen und er hatte auch noch Verbündete mitgebracht. Da sah der Trollaner He- Man ohne Bewusstsein am Boden liegen. Schnell machte er sich auf, seinem Freund zu helfen, doch er wurde von Evil- Lyn aufgehalten, die ihn am Hals packte und fest zudrückte. Megator hatte inzwischen eine Attacke auf Tytus gestartet, während die anderen Riesen sich um die verbliebenen Oger kümmerten. Unter den Schlangenkriegern und Verteidigern auf Tytus? Seite entbrannte ein heftiger Kampf. Das Schlangenpack hatte seit ewigen Zeiten sämtliche Völker terrorisiert und auch nach dem Fall von Hsss hatte man dies nicht vergessen.

Schnell waren die meisten Kämpfer des Bösen überwältigt. Mehrere Saurier lagen bewegungslos auf der Seite und die Erde bebte, als einer der Oger stürzte und in seinem eigenen Blut liegen blieb. Megator hatte Skeletor einen Vorteil verschafft: Tytus ließ vom Knochengesicht ab und widmete sich seinem Erzfeind, erwiderte dessen Attacken. Wieder griff Skeletor nach He- Mans Schopf und hob seinen Kopf ein Stück an. Dann zückte er sein Schwert, um seinem Erzfeind ein schnelles Ende zu bereiten. ?Seht her!?, brüllte er in die Menge! Seht meinen Triumph!?

Sie riss die Augen auf. Das durfte nicht sein! Endlich war die Sorceress wieder zu sich gekommen. Dass He- Mans Leben so unmittelbar bedroht war, ließ sie all ihre Schmerzen und die Vergiftung vergessen. Sie riss ihren geflügelten Zauberstab nach vorn. Dann beschwor sie die Macht der Weisen. Ein Strahl aus purer Energie trat aus ihrem Stab und traf auf Eldor, der noch vor ihr stand. Der Körper des alten Mannes bäumte sich auf und schien bewegungslos in der Luft zu schweben. Dann trat aus beiden Klingen jeweils ein noch größerer Strahl von Energie aus, die beiden bündelten sich und schossen durch die Gänge und direkt durch das Tor von Grayskull, wo der Strahl zuerst auf Orko, dann auf Evil- Lyn und Weena traf. Lyns Hand löste sich von Orko und alle drei hingen ebenso wie Eldor in der Luft. Mit jedem Körper verstärkte sich die magische Kraft des Strahls und schließlich traf der Strahl direkt auf Skeletor.

Entsetzt schrie der Herrscher des Bösen auf, als ihn die geballte magische Kraft von Eternia, Preternia, Trolla, der Weisen und aus seinen eigenen Reihen traf. Es gab eine gewaltigen Knall und einen hellen Blitz.

Stille.

Dann lösten sich Skeletors Hände um den Widderstab und sein Schwert, klirrend fielen die Waffen auf den Steinboden. Dann hörte man ein leises Geräusch, als ein Totenschädel zu Boden fiel. Schwach glommen noch die Augenhöhlen, dann erloschen sie. Zuletzt sackte der Körper in sich zusammen. Der Herr der Unterwelt war tot.

Der Strahl löste sich auf. Nacheinander sanken Weena, Evil- Lyn, Orko und Eldor zu Boden. Einzig die Sorceress war verschwunden, sie hatte all ihre Macht eingesetzt, um He- man zu retten und mit dem größten Preis dafür gezahlt. Entsetzen machte sich breit. Niemand verstand zunächst, was passiert war. Als die Krieger der bösen Seite sich wieder gesammelt hatten und sahen, dass ihr Anführer tot war, suchten sie schnellstmöglich das Weite. Die Verteidiger Grayskulls jedoch brachen in Jubel aus, feierten den Sieg über das Böse. Doch schnell trat wieder Stille ein, angesichts der Verluste, die man erlitten hatte. Viele junge Männer und Frauen hatten im Kampf den Tod gefunden.

Evil- Lyn erlangte als Erste vor der Zugbrücke ihr Bewusstsein wieder. Völlig fassungslos starrte sie auf den Leichnam Skeletors. Neben ihm begann He- Man sich zu bewegen. Evil- Lyn wirbelte herum und verschwand in einer dunklen Wolke, zusammen mit Weena und dem toten Skeletor. Dann trat wieder betretenes Schweigen ein. Die Zugbrücke wurde heruntergelassen und Man- At- Arms führte seine Mitkämpfer hinaus, um die Verwundeten zu versorgen. Auch Eldor hatte sich wieder gefangen und kam nach draußen. He- Man blickte ihm direkt ins Gesicht, doch er schüttelte nur den Kopf und senkte den Blick. Auch die Sorceress hatte den Kampf nicht überstanden. Da durchschnitt ein Geräusch die Stille: Aus einem Fenster der Burg konnte man den Schrei eines neugeborenen Babys hören: Der zukünftige König von Eternia war geboren?

Drei Tage später war von dem Kampf nicht mehr viel zu sehen. Die Riesen hatten geholfen, die Schäden an der Burg zu reparieren. Und nun, da die Sorceress kein Kraftfeld mehr aufrecht hielt, hatte Eldor die Möglichkeit, Grayskull zurückzuschicken. He- Man, Orko und Duncan standen auf der Zugbrücke. Ihnen gegenüber standen Tytus, Eldor und Greyana mit ihrem neugeborenem Sohn, den sie Grayskull genannt hatte, zu Ehren des Kampfes und der Sorceress. ?Nun, He- Man, der Kampf hat uns einiges gelehrt. Wir werden unser eigenes Schloss bauen, genau an dieser Stelle. Nun, da wir einen Bauplan haben, ist es sicherlich leichter für uns.?, grinste Eldor. ?das Schwert werde ich für meinen Enkel gut verwahren, damit er eines Tages genauso mutig wie Du damit in den Kampf ziehen kann. Aber nun ist es Zeit, Abschied zu nehmen. Ohne unsere Freundin werden wir leider keinen Kontakt mehr herstellen können. Aber wir werden Euch nie vergessen.?

Duncan warf noch etwas ein: ?Eldor, ein Problem gibt es noch. Ich habe mir die Saurier angesehen. Durch die Veränderungen, die Hsss an ihnen vorgenommen hat, werden sie nicht mehr lange zu leben haben. Und das Schlimmste: Sie sind steril geworden. Es war mir leider nicht möglich, in so kurzer Zeit etwas zu ihrer Rettung zu entwickeln. Und leider ist es Zeit, zu gehen. Auf Wiedersehen, mein Freund!?

?Sag nicht auf Wiedersehen, Duncan?, antwortet Eldor. ?Sag einfach: gute Reise!?. Dann schwenkte er seinen Stab und ließ Schloss Grayskull in seine eigene Zeit zurückkehren. Doch niemand bemerkte den blinden Passagier?


Fortsetzung folgt?
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