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: 01.12.2004
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   Die Legenden von Preternia - Aufstieg einer neuen Macht    In der Hand Hordaks
Die Legenden von Preternia - Aufstieg einer neuen Macht
In der Hand Hordaks
Wenn man durch die leeren Korridore streift, dann kann man sie hören: Die Geister der Vergangenheit, wie sie ihre Geschichten erzählen von längst vergangenen Tagen und Schlachten. Wie sie berichten von den Legenden und Sagen, den Gerüchten und längst vergessenen Zeiten. Doch wenn man nicht selbst dabei war, wird man nur erfahren, was in den Geschichtsbüchern steht und nie erfahren, was wirklich geschah.

Teela und Duncan standen im Thronsaal von Grayskull. Der Waffenmeister hatte die schwere Aufgabe, Teela die Wahrheit über ihre Herkunft beizubringen. Viel zu schnell war ihre Mutter, die Sorceress, aus dem Leben getreten und nun musste Teela, der Captain der königlichen Leibwache, ihre Nachfolge antreten. ?Mein Kind, es wird Zeit, Dir reinen Wein einzuschenken??, begann Duncan seine Rede. Und so erzählte er von den Aufgaben der Sorceress, der Macht der Weisen und den Geheimnissen von Schloss Grayskull. Nach und nach weihte er sie ein, während sie wie gelähmt lauschte. Nie hätte sie für möglich gehalten, was die Sorceress für eine Last auf ihren Schultern trug. Dann kam Man- At- Arms zu der Stelle, wo die Sorceress einst Castle Grayskull verließ und sich verliebte. Und wie sie Teela das Leben schenkte und sie zu ihrem eigenen Schutz Man- At- Arms überließ.

Teela wagte kaum ein Wort zu sagen, aber als ihr Adoptivvater ihr verriet, wer ihre leibliche Mutter war, rann ihr eine Träne die Wange hinunter, eine Schwäche, die sich unter anderen Umständen niemals erlaubt hätte. Zodak und Adam traten ein. Der Cosmic Enforcer begann direkt zu sprechen. ?Wir dürfen auch nicht das Größte aller Geheimnisse vergessen, Man- At- Arms.? Und so erfuhr Teela von King Grayskull, seinem Kampf gegen Hordak und der Prophezeiung, die sich an Adams sechzehnten Geburtstag erfüllt hatte. Fassungslos lauschte sie und schüttelte nur hin und wieder den Kopf. Als Zodak seine Geschichte beendet hatte, ging sie auf Adam zu, blickte ihm direkt ins Gesicht und gab ihm dann eine schallende Ohrfeige. ?Tja, wie es aussieht werde ich wohl den Rest meines Lebens eingesperrt in dieser Ruine verbringen, während unser Prinz draußen den Helden spielen darf. Was hat sie sich bloß dabei gedacht? Und wann wollte sie es mir erzählen??, Teela hatte so viele Fragen, doch sie wusste, dass sie die Antworten bereits kannte.

Gleichzeitig trafen Evil- Lyn und Skeletor im verlassenen Tempel von Amaranthia ein. Es handelte sich um einen ziemlich baufälligen, runden Felsentempel aus rotem Lavagestein. Um ihn herum gab es schier nichts außer schwarzem Quarzsand. Im Umkreis von mindestens einem Kilometer gab es kein Leben, nicht einmal ein Grashalm wagte es, hier an das Tageslicht vorzustoßen. Die beiden betraten den Tempel und Skeletor erschauderte. Seit seiner Rückkehr aus Preternia litt er unter Kopfschmerzen, die immer unerträglicher wurden. Dies hatte aber auch einen bestimmten Grund: Um Skeletor aus seinem Grab zu holen und ihn dann aus der Vergangenheit zurück zu teleportieren, bedurfte es einer starken schwarzen Magie. So stark, wie Skeletor und Evil- Lyn zusammen waren.

Deshalb hatte Lyn erneut Hordak um Hilfe ersucht, mit dem Versprechen, ihn dieses Mal endgültig aus Despondos zu befreien. Doch Hordak wollte nach Skeletors Verrat ganz sicher gehen und holte ihn zwar zurück, ließ ihn aber leiden, um sich die Loyalität des Herrn des Bösen zu sichern. Evil- Lyn befüllte eine kleine Schale mit Kräutern und zündete diese an. Sofort entstand eine riesige Rauchwolke, in deren Innerem Hordaks Konterfei auftauchte. Verachtend blickte er auf Skeletor und Lyn hinab. ?Nun, schau an, wen haben wir denn da? Den Verräter Skeletor. Gut schaust Du aus, so? lebendig? naja, fast??, schnaubte der Führer der Horde ihn an. ?Ja ja, schon gut?, erwiderte Skeletor, ?diesmal halte ich mein Versprechen. Also: Sag uns schon endlich, wie wir Dich da raus holen, damit wir es kurz machen können.?. In diesem Moment tauchte eine Schrift im Rauch auf. Evil- Lyn sah sie und sofort wich ihr die Farbe aus dem eh schon blassen Gesicht.

?Du verlangst ernsthaft von uns, dass wir die Sonne Eternias auslöschen??, fragte die Hexe ungläubig. Da verzerrte sich Hordaks Gesicht, raste auf sie zu und verpuffte direkt vor ihr als Rauchschwaden. ?Tut, was ich Euch aufgetragen habe- oder meine Rache wird Euch heimsuchen.? In diesem Moment tauchte in der Rauchwolke ein zweites Gesicht auf, vermummt durch eine rote Kapuze. Eine Frauenstimme sprach zu Hordak: ?Meister, ich habe vielleicht eine neue Quelle gef?.?, dann unterbrach sie, sah genau zu Skeletor und Evil- Lyn hinüber und verschwand wieder aus der Wolke. Lyn löschte die Flamme.

?Skeletor, die Hexe, die bei Hordak war, habe ich schon einmal gesehen. Sie war unsere Verbündete, als ich? wir? He- Man in Preternia ausschalten wollten. Ich habe eine unglaubliche Macht in ihr gespürt. Und sie hat eine Verbindung zu Hordak. Wenn wir wirklich Eternias Sonne auslöschen, wird es hier bald nichts mehr geben, für das sich das Kämpfen noch lohnen würde. Eternia würde zu einer toten Eiswüste werden.?

Skeletor betrachtete Evil- Lyn nachdenklich. Was die Hexe erzählte, hatte Hand und Fuß. Dennoch war er Hordaks Willen ausgeliefert und würde sicherlich hart dafür bestraft, wenn er ihn nicht befreien würde. ?Hordak ist meines Wissens nach vor Urzeiten einfach aufgetaucht, niemand weiß, woher er kam?, grübelte Skeletor. ?Und nun will er, dass wir die Sonne auslöschen, damit er nach Eternia zurückkehren kann.? Der Herr des Bösen drehte sich zum Ausgang um, hielt sich den blanken Schädel, so sehr dröhnte der Schmerz.

?Evil- Lyn- sag mir mal: wie viele Sonnen hatte eigentlich Preternia???

Fortsetzung folgt?
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