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: 01.12.2004
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   Die Legenden von Preternia - Aufstieg einer neuen Macht    Briefe an Adam
Die Legenden von Preternia - Aufstieg einer neuen Macht
Briefe an Adam
Adam traute seinen Augen kaum. Um ihn herum herrschte unglaubliche Stille. Nirgendwo hörte man arbeitende Maschinen, nur ein paar Insekten machten Geräusche in der Sommerhitze. Schützend hielt er sich die Hand vor Augen, denn die zwei Sonnen brannten fürchterlich. Er suchte sich einen großen Stein, um sich erst einmal zu setzen und von den Strapazen zu erholen. Zu sehr war er von den Geschehnissen aufgewühlt. Er hatte seinen Lehrmeister Duncan durch die wilde Horde verloren und wurde durch gleich zwei Portale in die Vergangenheit gerissen. Die Wunden, die ihm Leech zugefügt hatte, schmerzten und brannten. Doch Adam war den Kampf gewohnt. Seit dem Tod seines Vaters Randor hatte er als Rebell gegen die Horde gekämpft, doch der Kampf schien ohne Aussicht auf Erfolg.

?Adam, wo sind wir hier??, fragte eine Stimme aus seinem Rucksack. Es war Orko, der kleine Zauberer, der nach einer Attacke von Shadow Weaver seine Fähigkeit zu schweben verloren hatte. Einst kam er durch ein Portal nach Eternia und rettete den kleinen Adam, der auf der Flucht vor Horde- Soldaten in ein Sumpfloch geraten war. ?Ich glaube, wir sind immer noch auf Eternia, kleiner Freund.?, antwortete Adam. ?Allerdings wohl zu einer anderen Zeit.?

Dann sah er hinunter in seine Hand, in der sich eine Schriftrolle befand, die ihm eine Zauberin namens Teela überreicht hatte, bevor sie ihn durch das zweite Portal schickte. Langsam öffnete er das Pergament und begann zu lesen. ?Lieber Adam. Ich schreibe Dir diese Zeilen in der Zeit größter Not. Mein Name ist Teela. Wir kennen uns schon lange, denn wir sind zusammen aufgewachsen. Du wirst Dich nicht daran erinnern, denn in Deiner Zeit wird meine Linie von Hordak ausgelöscht worden sein. Wie Du bin ich in die Vergangenheit gereist??

Adam schloss die Rolle wieder. Zu verrückt hörte sich diese Geschichte an. Doch die Neugier siegte letztendlich und so las er weiter. Mit weit aufgerissenen Augen erfuhr er von der Macht von Grayskull und seiner Rolle dabei, wie sein Vater in der anderen Zeitlinie König war und den Kampf gegen Skeletor aufnahm. Er las von dem Kampf Grayskulls gegen Hordak und wie er sein Leben ließ, um Eternia zu retten. Wie konnte er denn der Held Eternias sein? Er war doch nur ein Flüchtling, gerade mal 16 Jahre alt. Diese Teela musste ihren Verstand verloren haben. Dann las er weiter von Teelas Entführung und wie Skeletor versucht hatte, in der Vergangenheit das Auftauchen Hordaks zu vereiteln. Doch die böse Energie, die Skeletor ausstrahlte, verhalf Hordak, noch mächtiger zu werden, denn bei seinem Aufstieg absorbierte Hordak diese einfach und bereitete Skeletor und seinen Begleitern ein schnelles Ende.

Orko traute Augen und Ohren nicht. Er hatte nicht für möglich gehalten, dass Adam der Retter der Zukunft sein solle und dass er selbst in der Zukunft eine so wichtige Rolle übernehmen würde. ?Adam, schau mal hinter uns!?, rief er plötzlich aufgeregt. Adam drehte sich um und erschrak. Hinter den beiden stand ein alter Mann, doch noch mehr erschreckte ihn der Anblick des Schlosses hinter diesem. Es war ein Bau aus weißem Marmor, noch nicht ganz vollendet, aber doch imposant. Adam erkannte es sofort: Es war der Hauptsitz der Horde, auch Schloss Grayskull genannt.

?Na, junger Mann? Verlaufen??, fragte der Fremde. ?Geh weg von uns!? zischte es aus dem Rucksack, in den sich Orko wieder verkrochen hatte. Adam sprang auf, doch der alte Mann kniete nieder und wandte seinen Blick dem Rucksack zu. ?Orko, mein Freund, bist Du das etwa?? Orko glaubte, seinen Ohren nicht zu trauen. ?Warum versteckst Du Dich denn in einer Tasche? Wo ist der große Magier, der uns die Unterstützung von Tytus im Kampf gegen Megator verschafft hat?? Nun lugte Orko vorsichtig hervor. Er erinnerte sich an die Texte in der Schriftrolle. ?B- bist Du E? Eldor??, fragte er stotternd.

Etwas verblüfft sah Eldor zu dem jungen Mann auf, der seine Hand griffbereit an einem Messer im Gürtel hielt. ?Ja, natürlich? ach, ich vergesse es immer wieder. Ihr Leute aus der Zukunft seid ja so unbedarft!?, grinste er. ?Wer soll ich denn sonst sein?? Nun kommt erst mal mit und erzählt mir, wie ihr hierher gekommen seid!?

Dann plötzlich blieb er stehen. ?Ihr seid nicht die Einzigen, die angekommen sind. Ihr seid nur auf einer Welle geschwommen.? Seine Miene verfinsterte sich. ?Ich dachte, wir seien ihn los. Und jetzt hat er sich auch noch selbst mitgebracht! Dieser verdammte Skeletor!?, fluchte Eldor plötzlich drauf los. ?Ihre Tochter haben sie auch mitgebracht und sie?. WAS? Sie hat den Durchgang selbst? und gleich zwei Mal?..?

Adam und Orko sahen sich an. Die Worte des Alten waren verwirrend und doch ergaben sie irgendwo einen Sinn. ?Beim Volke der Sakral! Was passiert denn hier?? Dann sah er wieder zu Orko hinab. ?Ach ja, hab ich vergessen!?, grinste er. Dann schwenkte er den Zauberstab und befreite Orko von seiner Behinderung. Sofort fing diese wieder mit Begeisterung an zu schweben. ?Kommt mit!? wies Eldor seine Besucher an, die ihm folgten, wobei Orko den alten Mann mit Fragen überhäufte.

Zeitgleich schlich Weena durch die Ebene von Amaranthia. Seit sie aus dem Dorf verbannt war, hatte sie sich mit Betrügereien und kleinen Zaubertricks über Wasser gehalten. Doch immer wieder zog es sie in diese Gegend. Eine starke Machtquelle zog sie magisch an und sie konnte sich der Anziehungskraft nicht erwehren. Einst hatten die Schlangenkrieger hier Opfer dargebracht. Doch nun war der Ort verlassen. Überall lagen Knochen herum, zwischen bizarren Felsskulpturen mit verzerrten Gesichtern. Doch eine Statue hatte es Weena besonders angetan. Von Ihr ging eine Wut und ein Hass aus, die sie nie zuvor gekannt hatte.

?Hier bin ich!?, sprach die blonde Frau. ?Sag mir, was ich tun muss?.?


Fortsetzung folgt?
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