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?Wo bin ich??, fragte die Stimme der Frau verunsichert. Um sie herum war alles nur weiß, so als wäre sie in einem Raum ohne Dimensionen gefangen. Sie hörte ihre eigene Stimme, jedoch hatte sie den Mund nicht geöffnet um zu sprechen. Was war das für ein seltsamer Ort? Und was war passiert? Sie versuchte sich zu erinnern, doch durch ihren Kopf wanderten nur Bruchstücke. Sie sah einen alten Mann vor sich, der zwei Schwerter kreuzte, einen Mann ohne Gesicht, der ihr einen Schauder über den Rücken jagte. Sie versuchte, umher zu laufen, doch sie spürte keinen Boden unter ihren Füßen?
Plötzlich huschte ein Schatten an ihr vorbei, jagte ihr einen furchtbaren Schrecken ein. Sie spürte eine unglaublich böse Macht von ihm ausgehen. ?Wer bist Du??, fragte sie energisch den sich schnell bewegenden Schatten. Augenblicklich hielt dieser inne. Wie eine dunkle Wolke schien er im Raum zu schweben. Dann drang er in ihren Geist ein. ?verzeih mir, Zauberin von Grayskull, aber ich bin keinen Besuch gewohnt. Man hat mich allein gelassen in meiner Wut, in meinem Hass!? Ein gellender Schrei breitete sich im Kopf der Sorceress aus. Sie versuchte sich die Ohren zu zuhalten. Doch dann merkte sie, dass sie körperlos war. Zwar konnte sie ihren Körper sehen und spüren, doch schien dieser aus reiner Energie zu bestehen. ?Wir sind gar nicht so verschieden, Du und ich??, begann der Schatten erneut. ?WER BIST DU??, fragte sie erneut, diesmal energischer. Einen Moment lang herrschte wieder Stille. Dann begann der Schatten zu lachen: ?Mein Name ist unbedeutend. Dennoch sollst Du wissen, dass ich der bin, den sie Oram nennen.?
Die Sorceress erschrak. Von ihrem freund Eldor wusste sie, wer Oram war und dass dieser den bösen Mächten angehörte. Jedoch war er spurlos verschwunden zu der Zeit, als He- Man Preternia besucht hatte. ?Warum bin ich hier??, fragte sie weiter. ?Was ist das für ein Ort??. Oram schien wieder einmal zu zögern. Endlos schienen die Sekunden. ?Das ist kein Ort, Zauberin. Es ist die Manifestation meines Hasses, meiner Wut! Ich wurde betrogen! Betrogen um meine Position. Betrogen um mein Leben. Und meine Rache wird furchtbar werden! Mit Deiner Hilfe werde ich mich aus meinem Gefängnis befreien und dann werde ich Rache nehmen an Hiss und seinem Pack. Das Geschlecht von Eldor ist ebenfalls dem Tode geweiht.?
?Mit meiner Hilfe??, fragte die Sorceress erneut. Langsam kehrte ihre gesamte Erinnerung zurück. ?Wie kommst Du darauf, dass ich Dir helfen werde?? Oram lachte. ?Du hast keine Wahl. Dies ist mein Reich, Hier mache ich die Spielregeln. Und Du bist ja nicht ohne Grund hier. Deine Verzweiflung war so unermesslich groß, dass sie in Hass umgeschlagen ist. Verzweiflung und Hass liegen nun mal nah beieinander. Und nun bist Du in meiner Gewalt.? Dann drang er ein weiteres Mal in ihre Gedanken ein. ?Wir wollen doch mal sehen, wie wir Deine telepathischen Fähigkeiten für mich nutzen können??
Eldor drehte auf dem Absatz um. ?Es ist zu spät. Wir müssen uns beeilen. Nimm dies, Adam!? Dann zog er ein Bündel aus dem Umhang und überreichte es dem Jungen. Dieser öffnete es vorsichtig und betrachtete das Schwert darin. ?Ist das das Schwert von Grayskull, von dem die Schriftrollen erzählen??, fragte er den alten Mann. ?Nein, mein Junge. Dies ist ein anderes Schwert. Aus den beiden Bruchstücken des Zauberstabes von He- Ro ließ ich einst zwei Schwerter fertigen, das Schwert der Macht und das Schwert der Ehre, welches Du in Händen hälst. Eines davon ist für meinen Enkel bestimmt, das andere für jemand anderes. Du bist aus meinem Geschlecht, Adam. Nimm Du es und nutze es weise. Aber nun müssen wir gehen.?
Eldor drehte sich einmal und eine hell glitzernde Wolke entstand, die fast wie ein Sandsturm aussah. Schnell hüllte sie Orko, Adam und Eldor ein. Als sie sich langsam auflöste, befanden sich die drei an einem anderen Ort. Sie standen in einem dichten Gebüsch und gerade wollte Adam anfangen wegen der Dornen zu fluchen, die sich in seinen rechten Oberschenkel bohrten, als 4 Gestalten vorbeikamen. Es handelte sich um zwei Männer und zwei Frauen, wie Adam aus dem Versteck heraus erkennen konnte. Doch etwas war ungewöhnlich an ihnen. Der eine sah aus wie ein wandelndes Skelett, der andere hatte einen blanken Schädel als Kopf. Der Skelettkrieger hatte eine Frau mit Flügeln gepackt und schleifte sie mit. Adam erkannte sie sofort: Es war Teela, nur war sie viel jünger als er sie in Erinnerung hatte.
Dann sah er, dass sie sich am Rande einer Ebene befanden und in einiger Entfernung einige Steinfiguren, zwischen denen eine blonde Frau stand. ?So beginnt es nun.?, sagte Eldor zu seinen Begleitern. Dann stockte ihm der Atem. ?Sie ist auch hier!?, rief er plötzlich, erstickte dann aber seine eigenen Worte, indem er sich die Hand vor den Mund hielt. Evil- Lyn glaubte, etwas gehört zu haben und sah verwundert in Richtung der Büsche. Aber dort war sicher nur irgendein Tier.
Weena sprach zur Statue: ?Hier bin ich, Oram! Sag mir, was ich tun soll!? Vor ihr tauchten ein paar hell leuchtende Schriftzeichen auf, die Evil- Lyn sofort erkannte: Es war der Fluch, mit dem Hordak die Sonne von Eternia auslöschen wollte??
Weena begann die Worte zu murmeln?
Fortsetzung folgt?
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