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Fan-Fictions    He-Man - The New Adventures    Skeletors Flucht
He-Man - The New Adventures
Skeletors Flucht
Skeletor war entkommen, er war wirklich entkommen. ?Captain Hydron, Lieutenant Flipshot, wir müssen Skeletor in die Zukunft folgen, schnell.? Für He-Man war klar, ab diesem Moment gab es kein Zurück mehr. Er musste seiner Bestimmung folgen, auch wenn dies bedeutete, dass er seine gewohnte Umgebung, seine Eltern und Freunde vorerst verlassen musste. He-Man registrierte, dass die beiden Kämpfer vom Planeten Primus zusehends nervöser wurden. ?Schnell, wir müssen Skeletor einholen. Wenn er das Zeitfeld unkontrolliert verlässt, dann kann es instabil werden und zusammenbrechen. In diesem Fall wären wir für alle Zeit zwischen Zeit und Raum gefangen. Flipshot, geh auf Hyperspeed. Das ist unsere einzige Chance.?

Die interstellaren Turbulenzen trafen die Starship mit voller Wucht. Verzweifelt versuchten Hydron und Flipshot, das Schiff unter Kontrolle zu bringen. Machtlos musste He-Man zusehen. Es war das erste Mal in seinem Leben, dass er nichts tun konnte als Zusehen und Warten, während seine neuen Freunde versuchten, aller Leben zu retten. Nur langsam registrierten Hydron und Flipshot, dass die Turbulenzen nicht die einzige Bedrohung für das Schiff waren. Irgendetwas schien die Turbinen zu überlasten und niemand wusste den Grund dafür. Wenn sich dieses Problem nicht bald beheben ließ, dann würde die Starship unweigerlich explodieren.


Lichtjahre entfernt war ein einsamer galaktischer Verteidiger immer noch auf der Suche nach dem Trifusium-Kristall, von dem alles Leben auf Primus abhing. Mysteriös, dachte Kayo, als er den Orbit von Denebria verließ. Nicht ein einziger Hinweis auf den Verbleib des Kristalls. Es ist als wäre er vom Erdboden verschluckt worden. Entweder dies oder er befindet sich nicht auf Denebria. Eine Chance habe ich noch, resümierte Kayo, als er dem Ältestenrat von Primus Bericht erstattete. Vielleicht befindet sich der Kristall ja auf Nordor, dem Mond von Denebria und geheime Operationsbasis der Mutanten. ?Egal was du tust Kayo, beeile dich. Die Oberflächentemperatur auf Primus erreicht schon bald den kritischen Wert. Wenn nicht bald etwas geschieht, dann müssen wir den gesamten Planeten evakuieren.? Die Nachrichten, die ihm Sebrian gerade übermittelte, waren in der Tat beunruhigend. ?Ich habe verstanden.? antwortete Kayo als er den Schubregler auf volle Kraft stellte.

In seinem Hauptquartier auf Nordor wartete Flogg ungeduldig auf die Kapitulation Primus?. ?Dieser alte Narr, er würde eher den Tod seiner Landsleute in Kauf nehmen als Primus an uns zu übergeben. Wenn nicht bald etwas geschieht, dann werden wir angreifen.?, raunzte Flogg als seine Helfer Optikk und Slushhead den Raum betraten. ?Männer?, erhob Flogg seine Stimme ?macht die Jäger klar und wartet auf meinen Befehl zum Angriff.? Jubelnd führten die beiden Mutanten den Befehl ihres Anführers aus.

Als die Mutanten alles für den Angriff auf Primus vorbereiteten, schwenkte Kayo in einem spitzen Winkel in den Orbit von Nordor ein und hoffte so, dass er vom gegnerischen Radar nicht erfasst wurde. Nur kurze Zeit später landete er den Astro-Sub in einem erloschenen Vulkankrater. Er ahnte nicht, dass er dabei von einem reptilienartigen Mutanten beobachtet wurde.

Während der Mutant zurück zur Basis eilte um Flogg zu berichten, näherte sich die Fluchtkapsel Skeletors Nordor. Der Herr des Bösen wusste nicht wieviel Zeit vergangen war als er aus tiefer Ohnmacht erwachte. Überall leuchteten rote Warnlampen auf. Sie signalisierten augenscheinlich, dass die Energie der Kapsel zu Ende ging. Als er auf den Bildschirm blickte sah er, dass er geradewegs auf den Trabanten, der einen großen öden Planeten umkreiste, zusteuerte. Verdammt dachte Skeletor, ich bin nicht so weit gekommen um auf diesem Mond zu zerschellen. Kurze Zeit später trat die Kapsel ungebremst in die Atmosphäre ein. Geistesgegenwärtig leitete Skeletor die verbliebene Energie auf die Bremsraketen. Nun konnte er nur noch hoffen, dass er den Absturz überlebte.

Mittlerweile war Lizorr im Hauptquartier Floggs angekommen und hatte ihn darüber unterrichtet, dass Kayo auf Nordor gelandet war und nach dem Kristall suchte. ?Wie dumm von ihm?, lachte Flogg ?sich alleine in die Höhle des Löwen zu wagen. Lizorr, Optikk, nehmt den Terrapod und bringt mir den Eindringling. Denkt aber daran, ich möchte ihn lebend.?

Gerade als die beiden Mutanten den großen Saal verlassen hatten, stürmten Hoove und Slushhead herein. Sie hatten einen fremden Raumgleiter ausgemacht, der sich in rasendem Tempo Nordor näherte. Flogg eilte zum großen Bildschirm. Als er ihn einschaltete schrie er plötzlich laut auf. ?Das kann doch nicht sein. Das wagt er nicht.? Nun konnten auch Slushhead und Hoove erkennen was Flogg meinte. Auf dem Bildschirm war deutlich ein Raumgleiter der Starship zu erkennen. Das Flaggschiff der Helden von Primus wurde normalerweise von Darius, dem primanischen Waffenmeister, kommandiert. Was hatte er vor?

Flogg wollte nicht warten, bis ihm Darius die Antwort präsentierte. Während er ein Shuttle Pod bestieg, kamen Lizorr und Optikk gerade mit ihrem primanischen Gefangenen zurück. Es passt nichts zusammen, dachte Flogg als er startete. Was bezweckt der Waffenmeister von Primus mit dieser Selbstmordmission. Nunja, und da war sich der Herr der Mutanten sicher, er würde es bald herausfinden.

Hart schlug der Raumgleiter auf der Oberfläche auf. Mit letzter Kraft schleppte sich Skeletor aus der Kapsel. Er konnte nicht mehr. Seine Verletzungen waren zu stark und sein Lebenswille war nahezu erloschen. Hier in der öden Wüste konnte er nur noch auf seinen Tod warten.

Doch plötzlich spürte er eine seltsame Kraft, eine böse Kraft, die mächtiger war als er sich vorstellen konnte. Skeletor merkte wie sein Lebenswille zurückkehrte. Er wollte mehr über diese mysteriöse Kraft in Erfahrung bringen, er wollte sie besitzen, kontrollieren. Das ist wohl doch noch nicht mein Ende dachte Skeletor als er sich mühsam aufrappelte und der Eingebung folgte. Nach einer kurzen Weile, die ihm wie eine Ewigkeit vorkam, traf der Herr des Bösen auf einen seltsamen Wüstenfelsen. Es konnte aber kein Zweifel geben, die Kraft, der er seit geraumer Zeit folgte, kam aus diesem Felsen. Als er sich näherte merkte er, dass der Felsen eher der Eingang zu einer Höhle war. Neugierig betrat er sie. Er merkte bald, dass seine Verletzungen zu heilen begannen. Mehr noch, die böse Macht durchströmte ihn und begann ihn zu verwandeln. Sie verschmolz seinen alten magischen Körper der Vergangenheit mit der Technologie der Zukunft. So mächtig hatte er sich all die Jahre nicht gefühlt. Er war sich sicher, dass das Böse selbst ihn in Besitz genommen hatte.

Skeletor war zurück, mächtiger und böser als je zuvor. Etwas fehlte aber noch. Ja, dass ist es, dachte der Herr der Finsternis, als er nach dem Skull-Staff griff, der in der Ecke lag. Nun war er bereit, nun konnte er den Kampf um die TRI-SOLAR-Galaxie aufnehmen.

Während sich Skeletor in der Höhle des Bösen aufhielt, folgte Flogg den Koordinaten, die er von Hoove erhalten hatte. Ich werde diesem Darius eine Lektion erteilen, die er nie wieder vergessen wird, dachte er, als er neben dem Gleiter landete. Als er ausstieg sah er, dass sich niemand in der Nähe des Raumgleiters aufhielt. Er schaute sich fragend um, dabei fielen ihm die seltsamen Fußspuren auf. Komisch dachte er, solche Spuren hatte er noch nie gesehen. Vorsichtig folgte er ihnen.

Bald schon erreichte Flogg die Höhle, die Skeletor vor ihm betreten hatte. Mit gestreckter Waffe wollte er diese gerade betreten, als der Herr des Bösen herauskam. ?Wer bist du und was machst du auf meinem Mond? Rede Sklave, oder ich Flogg, Herr über Denebria und Nordor, Befehlshaber der Mutanten,?!? Weiter kam Flogg nicht, denn er wurde von einem starken Energiestrahl zu Boden geworfen. Benommen blickte er zu Skeletor hinauf. ??Oder was wirst du mit mir machen? Du elender Narr, du weißt wohl nicht mit wem du es zu tun hast. Ich bin Skeletor, der Herr der Finsternis. Ich bin mächtiger als du es dir jemals vorstellen kannst. Du bist mein Sklave, für jetzt und alle Zeit. Wenn du dich noch einmal gegen mich erhebst, wirst du sterben. Und damit du das niemals vergisst?.? Wieder wurde Flogg von ungeheuren Energiestrahlen getroffen. Stöhnend und röchelnd blieb er liegen.

?Du hast Glück Flogg, ich werde dich jetzt nicht töten. Ich kann dich und deine Bande noch gut gebrauchen. Von nun an werdet ihr mir gehorchen, mir Skeletor, dem Herrscher des Bösen.?

Skeletor blickte zum Himmel und lachte laut auf: ?Schon bald wird dieses Sternensystem vor mir und meiner Macht erzittern. Komm jetzt mein Sklave, neue Aufgaben erwarten uns?





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