HOME NEU ANMELDEN MEIN ETERNIA FORUM LEXIKON COMICAREA WEB-STORE
FANSFORUMSAMMLUNGENCUSTOMSFANARTSFANFICS
  Europa  Österreich  Niederösterreich  Kreis Mödling   HordeTrooper666
 HordeTrooper666
: 26.08.2006
Forumsbeiträge: 231 
Lexikonbeiträge:
Status: Offline

Freund hinzufügen
   In den Krallen des Smaragdtigers    Wie ein Smaragd
In den Krallen des Smaragdtigers
Wie ein Smaragd
?Was wünscht ihr, euer Hoheit. Was kann ein elender Händler wie ich es bin für euch tun.?
?Ihr kennt mich??, fragte Randor erstaunt.
?Aber, aber, wer würde nicht den großmütigen und gütigen Herrscher von Eternos kennen.?, die schmeichelnde Stimme des ältlichen Händlers mahnte Randor zur Vorsicht.
Der Bazar von Tahren quoll über von Menschen und fremdartigen Wesen. Fast schwanden dem Betrachter die Sinne, wie schnell Ware gegen Gold ihren Besitzer wechselten. Die tausenden Gerüche und Geräusche, die über dem Platz schwebten, taten ihr übriges. Randor wunderte sich, mit welcher Ausgelassenheit die Leute ihr Werk verichteten, so als wüssten sie nicht, welche Schlacht erst kürzlich vor den Toren getobt hatte. Doch er war nicht gekommen, um über sie zu urteilen. Tahren war von einer grausamen Dämonensippe tyrannisiert worden und Minister Panjas bat Randor um Beistand. Die Schlacht hatte sich über Wochen hingezogen, doch dann, ganz unerwartet, hatte die Sippe aufgegeben und Tahren war vom Übel befreit. Nun suchte Randor Zerstreuung nach den harten Kämpfen und ließ sich mit der Menge mit treiben. Man-At-Arms war davon weniger begeistert. Darum begleitete er vorsichtshalber seinen Herrscher. Unruhig blickte er sich um und beobachtete jeden vorbeigehenden Passanten misstrauisch. Hier waren einfach zu viele Menschen auf der Strasse und er konnte sie nicht alle gleichzeitig im Auge behalten. Einfach jeder von ihnen konnte ein Dämonenagent sein, der seinem König liebend gern eine Klinge in den Rücken stossen würde.
?Wir sollten nicht zu lange an einem Ort verweilen, Mylord. Damit erregen wir nur Aufmerksamkeit.?
Doch Randor winkte ab und betrachtete eingehend die Käfige.
?Ihr handelt mit seltenen Tieren??, fragte Randor skeptisch.
?Oh ja, euer Majestät! Tiere, wie ihr sie noch nie gesehen habt.?
Randor zog eine Augenbraue hoch und belächelte die verlausten Kreaturen, die der Händler ihm zeigte. Doch gerade als er dem Stand den Rücken kehren wollte, zog etwas seine Aufmerksamkeit magisch an.
Er beugte sich nach unten und betrachtete einen kleinen Käfig. Das Geschöpf darin hatte ihn schon eine ganze Weile fixiert.
?Oh, ich sehe, ihr seid ein Mann mit Geschmack.?
?So eine Raubkatze habe ich noch nie gesehen.?
?Ja, ist sie nicht wunderschön. Wie ein Smaragd.?
Randor ging näher heran, der Händler hatte recht, das grüne Fell glitzerte in der Sonne wie Edelsteine.?
?Hunger!?
Randor wich verwirrt zurück. Es klang wie die Stimme eines Kindes. ?Oh verzeiht, das habe ich vergessen zu sagen. Diese Tiere sind der Sprache mächtig. Und sehr gelehrig?
?Was wollt ihr dafür haben??
?Mylord, bitte, wir haben keine Zeit dafür.?, warf Man-At-Arms ein.
Der Waffenmeister bemerkte nicht, wie sich eine Gestalt im grauen Kaftan umdrehte. Sie stand auf der gegenüberliegenden Seite und verfolgte das Geschehen.
?Das wäre das ideale Geschenk für Adam.?
?Ihr wollt ihn wirklich kaufen??, der Händler schien wahrlich überrascht zu sein.
Unmbemerkt blickte er an den beiden Männern vorbei und warf dem grauen Kaftan einen Blick zu. Die Gestalt nickte einmal kurz, dann wusste der Händler bescheid.
?Nennt mir endlich den Preis!?, forderte Randor ungeduldig.
?Nun, diese Tiere sind äußerst selten. Ein ausgewachsenes Exemplar ist kaum zu fangen.?
?Wieviel hat seine Hoheit gefragt??, drängte Man-At-Arms
?20 Goldstücke.?
?10?
?Mein Herr, ihr wollt mich beleidigen. Dieses Jungtier ist mehr als 30 Goldstücke wert - 18!?, setzte er schließlich hinzu.
?12!?, entgegnete Randor bestimmt.
Schließlich einigten sich der König und der Händler auf 16 Goldstücke. Der Alte ließ das Gold sofort in seinen Ärmeln verschwinden. Dann nahm er das Tigerjunges aus dem Käfig, legte ihm eine Kette um und reichte ihn über den Ladentisch.
?Ich hoffe, sie haben viel Freude damit.?
Randor erwiderte nicht, sondern ging sogleich mit Man-At-Arms weiter. Das Tigerjunges drückte sich ganz eng an Randors Brust und wimmerte immer noch vor Hunger.
?Ja, gleich bekommst du etwas.?, sagte er und streichelte sein Fell.
Der Händler blickte den beiden Männern nach, bis sie im Gewühl des Bazars verschwanden. Der graue Kaftan ging auf seinen Stand zu. Wortlos warf er ihm einen Geldbeutel zu.
?Immer zu Diensten.?, sagte der Händler und verbeugte sich. Dann mischte sich auch der graue Kaftan wieder unters Volk. Ein breites Grinsen machte sich auf seinem fahlen Gesicht breit. Er war zufrieden, sehr zufrieden.
Die Inhalte dieser Seite dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Seitenbetreibers (Siehe Impressum) in anderen Medien, insbesondere Internetseiten verwendet werden. Genannte Namen und Logos sind eigentragene Warenzeichen ihrer jeweiligen Eigentümer und werden als solche anerkannt. Wichtiger Hinweis zu allen externen Links auf www.planeteternia.de: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links" hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch die Erstellung eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das Gericht - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Daher distanziere ich mich hiermit vorsorglich von den Inhalten aller gelinkten Seiten auf diesem Server. Diese Erklärung gilt für sämtliche Links und Linksammlungen, die zur Zeit bestehen oder in Zukunft bestehen werden. Bitte beachten Sie unsere Online-Sicherheitsrichtlinien und Nutzungsbedingungen.