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Aufbruch nach Eternia - Türme des Schicksals
Die Geschichte wird sich wiederholen
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| Aufbruch nach Eternia - Türme des Schicksals Die Geschichte wird sich wiederholen |
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Die Ereignisse hatten sie doch sehr mitgenommen. Erst die Vergiftung durch King Hsss, dann der Kraftaufwand, als sie sie Macht der Weisen anzapfte, um He- Man zu retten. Dennoch war sie sich ihrer Pflichten bewusst. Mit Hilfe von Teela hatte es die Sorceress wenigstens geschafft, ihre körperlichen Verletzungen zu heilen. Doch die Qualen, die ihr Oram zugefügt hatte, würden sie noch lange in ihren Träumen und Visionen heimsuchen. Wie sehr hatte sie sich gewünscht, ein weiteres Mal eine Auszeit nehmen zu können, wie sie vor einiger Zeit schon einmal getan hatte, um alle Verantwortung in Castle Grayskull einfach hinter sich zu lassen und das normale Leben zu genießen.
Doch dies durfte sie sich nicht noch einmal gestatten. Bereits zuvor hatte sie es gewagt, die sicheren Wände des Schlosses zu verlassen. Und sicher: sie hatte im Kampf gegen den Kriegsherrn Prahvus geholfen. Doch wurde sie tiefer verletzt als sie es sich zugestehen wollte, denn damals hatte sie sich in einen namenlosen Soldaten verliebt, der sein Gedächtnis bei einem Kampf verloren hatte. Aus dieser Beziehung war dann Teela entstanden, das Kind, das nicht sein durfte. Denn der Soldat war kurz darauf einfach verschwunden, sie hatte nie wieder etwas von ihm gehört. Aus Scham und um Teela vor den Mächten des Bösen zu schützen, hatte sie das Kind damals Duncan anvertraut, der sie liebevoll großgezogen und wie eine eigene Tochter behandelt hatte. Doch nun hatte das Schicksal Teela in eine Rolle gedrängt, die ihr noch nicht bestimmt war. Sie war zur neuen Sorceress von Grayskull geworden, nachdem ihre Mutter in der Vergangenheit von Preternia ums Leben gekommen war. Zumindest glaubte man dies, bis Teela von Visionen heimgesucht wurde. Nach der Rückkehr der Sorceress aber war es nicht mehr nötig, Teela weiter mit dieser Aufgabe zu betreuen und so entschieden alle Beteiligten schweren Herzens, Teela die Erinnerung an das Geschehene zu nehmen. Nun war die Sorceress wieder allein. Ein Gefühl der Leere überkam sie, als sie ihren Platz auf dem Thron des alten Gemäuers wieder einnahm. King Hsss würde sobald keine Bedrohung mehr darstellen. Zwar galt er als tot, doch man hatte ihn schon so viele Male von den Toten auferstehen sehen, sodass er nie ganz aus den Gedanken gestrichen werden sollte. Skeletor hingegen war schon eine ganz andere Bedrohung: Nicht nur, dass er die Macht der Weisen anzapfen und schwächen konnte, er wusste auch um Teelas Rolle, wodurch die Sorceress noch angreifbarer wurde. Und dann war da noch dieses ungute Gefühl, dass sie seit ihrer Rückkehr aus Preternia quälte. Viel zu lange hatte Oram sie in dem leeren Raum gefoltert und für seine Zwecke missbraucht. Nun spürte sie eine schwache Verbindung zu ihm? spürte, dass er etwas plante und schon bald diesen Plan in die Tat umsetzen würde. Doch sie konnte seine Gedanken nicht lesen, irgendetwas störte die Verbindung. Müde schloss sie die Augen. Doch die Ruhe des alten Gemäuers trog, denn aus der Ferne hörte sie plötzlich aufgeregte Stimmen ? erst undeutlich, dann klarer, ein Gewirr aus Schreien und Hilferufen. Erschrocken öffnete sie die Augen wieder und sah ein fürchterliches Szenario. Um sie herum liefen Menschen hin und her, manche hatten Kinder an der Hand oder ein notdürftig zusammengeschnürtes Bündel bei sich. Ein Mann rempelte die Sorceress so heftig an, dass sie zu Boden stürzte und sich nur gerade noch mit den Händen abstützen konnte. Wo war sie? Einen Moment lang brauchte sie zur Orientierung. Dann sah sie ihre Hände, die die einer alten Frau waren. Auch ihre Kleidung war nicht mehr dieselbe? schnell zog sie eine Hand zurück, damit ein vorbeistürmender Junge nicht auf sie trat. Die Zauberin von Grayskull rappelte sich auf, drückte sich fest an die hinter ihr liegende Wand. Dann bemerkte sie einen langen Zopf, der ihr über die Schulter hing. Sie tastete sich an ihm entlang und sah, dass es ergrautes Haar war. Sie blickte sich um, auf der Suche nach einem Spiegel, aber keines der Häuser hatte Fenster aus Glas. Immer mehr Schreie waren zu hören und der Geruch von Feuer stieg ihr beißend in die Nase. Dann sah sie neben sich ein großes Fass mit Wasser und blickte hinein. Das Wasser schwappte hin und her, aber sie konnte sich darin spiegeln und sah eine alte Frau- eine Frau mit einem dritten Auge auf der Stirn? ?Lauf, Alte!?, rief ein junger Mann, ?sie kommen durch die Luft!?. Er blieb kurz stehen und fasste sie an der Hand, versuchte, sie mitzuziehen. Doch genau in diesem Moment wurde er von einem Strahl getroffen. Ein erstickter Schrei drang aus seiner Kehle, dann sah die Sorceress erschrocken, wie sein Körper vor ihr verglühte. Wie im Reflex sackte sie hinter dem Fass zusammen, was sie vor dem zweiten Strahl rettete, der über ihr in die Wand schlug. Am Himmel sah sie ein riesiges Insekt, das seltsam metallisch wirkte, in die Menge feuern. Aufgebracht liefen die Menschen hin und her. Am Ende der Strasse staute sich die Menschenmenge in Panik. Doch ein Trupp von Andreniden stellte sich ihnen entgegen, streckte jeden nieder, der es wagte, näher als drei Schritte an sie heranzukommen. Und das waren Viele, denn die Leute waren in Todesangst. Nun lief auch die Sorceress los, aber in entgegen gesetzter Richtung. Das Laufen fiel ihr schwerer als gewöhnlich, was daran liegen mochte, dass sie im Körper einer alten Frau steckte. Hinter ihr hörte sie dasselbe Geräusch, dass sie beim jungen Mann gehört hatte, als sein Körper einfach verglühte. Sofort hatte sie wieder den Geruch von süßlicher Asche in der Nase. Erschrocken fuhr sie herum und sah dem Fighter direkt entgegen. Hinter einer getönten Glasscheibe saß ein Pilot mit einem diabolischen Grinsen. Dann blickte sie neben sich und sah die alte Frau, deren Spiegelbild sie in der Regentonne gesehen hatte und in deren Körper sie eben noch vermeintlich gesteckt hatte. Sie drehte den Kopf zu ihr, schloss alle drei Augen und sagte nur in ruhigem Tonfall: ?Die Geschichte wird sich wiederholen.? Dann wurde auch sie getroffen und verglühte vor den Augen der Sorceress. Im nächsten Moment befand sie sich wieder im Thronsaal von Castle Grayskull und rang nach Luft. Despondos Das Kettenfahrzeug kam zum Stillstand. Mantenna fuhr seine Stielaugen aus, um draussen etwas erkennen zu können, doch sie hatten so viel Staub aufgewirbelt, dass selbst er nichts erkennen konnte. Bedächtig stand Grizzlor auf und schnallte sich einen Ledergurt um das rechte Bein, hinter welchen er ein großes Messer steckte. Sofort zuckte Mantenna zusammen, was Grizzlor unweigerlich grinsen ließ. Dieses Grinsen machte aber Mantenna nur noch mehr Angst und er sah zu, dass er sich möglichst schnell in der Nähe von Hordak positionierte. Langsam öffnete sich die Luke und die Trooper stiegen als Vorhut aus. Dann kam erst Grizzlor, gefolgt von Mantenna, der immer noch darauf bedacht war, nicht vor Grizzlor zu geraten und zum Schluss Shadow Weaver und Hordak. Hordak sah sich um und fing gleich an, sich zu ärgern. Weit und breit gab es nichts außer Sand. Nicht mal ein verdorrter Baum oder ein Stein war zu sehen. ?Shadow Weaver!?, donnerte seine Stimme, ?wo genau sollen diese Türme stehen?? Die alte Hexe kam herangeschwebt. ?Nun ja, ich habe nicht behauptet, dass es leicht sein würde, diese Türme zu finden. Der Wissenschaftler hat in seinem Buch ja beschrieben, dass er die Schicksalstürme verstecken würde und nur ein Sakral sie wiederfinden kann.? Hordaks Augen funkelten böse: ?Und was glaubst Du, meine Liebe, wo wir hier einen echten Sakral herbekommen sollen? Ein Mitglied eines vor Jahrtausenden ausgestorbenen Volkes? Kannst Du mir das vielleicht einmal verraten?? Hordaks Stimme schwoll an, fast platzte er vor Wut. ?Nun, vielleicht hat dieser Galen einen Denkfehler gemacht.?, fuhr Shadow Weaver fort, ?Er schien zusehends den Verstand zu verlieren, während er sein Tagebuch schrieb. Und es kommt mir so vor, als könne jeder, der nur die Sprache der alten Sakral versteht die Türme wieder heben. Denn eines bin ich mir sicher: Sie befinden sich direkt unter uns im Sandboden.? Dann ließ sie Hordak ohne ein weiteres Wort der Erklärung stehen und schwebte einige Meter auf die freie Fläche hinaus, wo sie begann, ein paar unverständliche Zeilen zu murmeln. Schon war sie in violette Blitze gehüllt, die aus dem Nichts zu kommen schienen. Langsam begann der Boden zu vibrieren und als Erstes ragte eine Fahnenstange aus dem Boden. Dann fing der Boden richtig an zu beben und schon kurz drauf schossen die drei Türme aus dem Boden. Shadow Weaver wich zurück, erst einen Meter, dann ging sie auf Sicherheitsdistanz, denn unweit von ihr donnerte ein blau schimmerndes Gebäude aus dem Sandboden empor, umgeben von Schienen, an denen noch eine Gondel hin- und herbaumelte. Kurz darauf erhob sich ein paar hundert Meter entfernt ein riesiger Schlangenkopf und dann auf der anderen Seite noch ein eher zerfallen wirkender Turm, die jeweils durch die Schienen verbunden waren. Um Hordak, die Trooper und die drei anderen Hordemitglieder herum wurde so viel Staub aufgewirbelt, dass man kaum einen Meter weit sehen konnte. Hustend und die Hände schützend vors Gesicht haltend zogen sie sich in ihr Fahrzeug zurück. Nur die Trooper verharrten draussen im sandsturmartigen Nebel, der die ganze Ebene einhüllte. Fasziniert starrte Hordak auf die Anzeigen seiner Konsole. ?Die Türme sind ja riesig!?, entfuhr es dem Anführer der Horde. Doch die Daten zeigten nicht genug Informationen. Der Hauptturm war kaum für die Sensoren durchdringbar- und man hatte in Despondos auch nicht die Möglichkeit gehabt, bessere Technik zu bauen. Auch bei den anderen Gebäuden war kaum etwas aus dem Inneren zu erkennen. Doch dann bemerkte Hordak eine schwache Anzeige und winkte eilig Shadow Weaver herbei. ?Weaver, erklär mir das! Was ist das??, fuchtelte er wild mit dem Zeigefinger über der Konsole. Mantenna trat neben sie und übernahm das Wort. ?Nun, das sieht mir ganz nach ein paar Energiequellen aus, Hordak.? Vorsichtig blickte er zu Shadow Weaver hinüber, da ihm gerade bewusst geworden war, dass er sie geschnitten hatte. Doch die Hexe war genauso gebannt und hatte es wohl gar nicht bemerkt. Also fuhr Mantenna fort. ?Den Anzeigen zur Folge werden die Türme durch ein enormes Kraftfeld geschützt. Und doch sind diese Energiequellen stark genug, das Feld zu durchdringen. Ich gehe sogar davon aus, dass eine von ihnen ? hier, der gelbe Punkt in der Mitte ? das Kraftfeld von innen her speist.? Hordak blickte fasziniert auf die Anzeige. Ein leichtes Grinsen fuhr ihm über das Gesicht. Doch dann runzelte er auf einmal die Stirn. Weaver, die dies bemerkt hatte, wich bereits ein Stück zurück. Mantenna stand noch mit stolzgeschwellter Brust an der Konsole, als er plötzlich von einem Energieschlag getroffen wurde, der ihn an die nächstgelegene Wand warf. ?Verdammt!?, schrie Hordak seine Untergebenen an. ?Wie um alles in dieser gottverlassenen Welt sollen wir denn hinein kommen, wenn das Kraftfeld von innen gespeist wird?? Weaver zögerte einen Moment, blickte zum benommenen Mantenna hinüber. Dann sagte sie: ?Dieser Galen hat in seinem Buch beschrieben, dass man den Schlüssel braucht. Und das nur ein wahrer Sakral den Schlüssel kennen werde. Leider hat er ihn nicht weiter beschrieben, aber ich habe mir gedacht, wenn wir es schaffen, diese Türme zu heben, dann?? Weiter kam sie nicht. ?Dann was??, brüllte Hordak ihr entgegen. ?Dann warten wir einfach noch mal 14 Jahre, bis uns etwas einfällt??. Wutschnaubend blickte er aus der Frontscheibe nach draussen, wo sich langsam der Sand legte und man bereits die Umrisse der Türme erkennen konnte. Wie unheimliche Riesen standen sie da, bedrohlich und unnahbar. Nun mischte sich der sonst eher wortkarge Grizzlor in das Gespräch mit ein: ?Wenn es einen Weg hinein gibt, dann finden wir ihn. Wir sind so weit gekommen, da werden wir doch nicht aufgeben.? Hordak blickte ihm mit funkelnden Augen mitten ins Gesicht. Doch der Jäger blickte starr zurück. Was körperliche Kraft und Geschick anging war Grizzlor ihm haushoch überlegen. Ein Sprung und er hätte Hordak die Kehle zerfetzen können. Doch Hordak war ein mächtiger Magier, der es locker mit ihm aufnehmen konnte und ihn zerquetschen würde, bevor er auch nur zum Sprung ansetzen konnte. So wagte es keiner der beiden das nächste Wort zu sagen. ?Hordak, eine Frage, wenn es gestattet ist??, sagte nun Shadow Weaver und entspannte die Situation. Mantenna war bereits wieder auf den Beinen, aber hielt sich noch den Kopf, den er sich an der Wand gestoßen hatte. ?Hat Eldor nicht etwas davon erzählt, dass alle Magie auf Eternia von den Sakral abstammt?? Hordaks Gesicht entzerrte sich ruckartig. ?Weißt Du was, Weaver- Du hast gar nicht so Unrecht. Vielleicht ist uns der alte Mann doch noch zu etwas nütze?? Fortsetzung folgt? |
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