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Aufbruch nach Eternia - Türme des Schicksals
Die Steine des Legaten
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| Aufbruch nach Eternia - Türme des Schicksals Die Steine des Legaten |
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Die Sorceress ging beunruhigt auf und ab, von den Augen des ebenfalls besorgten Man- At-Arms verfolgt. ?Es ist etwas? jemand, den ich kenne, jemand der mich schon einmal bedroht hat.? Sie schloss die Augen und versuchte sich zu konzentrieren. ?Man- At- Arms, ich fürchte, dass Hordak dabei ist, nach Eternia zurückzukehren. Nicht nur, dass wir ihn wohl nicht aufhalten können, ich kann seine Niedertracht spüren. Er hat immer noch eine Verbindung zu mir und nutzt sie, um uns auszuspionieren. Es kostet mich all meine Kraft, gegen ihn zu widerstehen. Er darf das Geheimnis Prince Adams nicht erfahren.? Ein weiterer besorgter Blick des Waffenmeisters folgte. ?Ich selbst bin zur Gefahr für Eternia geworden. Sollte es Hordak tatsächlich gelingen, zurückzukehren- und davon bin ich überzeugt, so wird er durch mich den Schlüssel zur ultimativen Macht in Händen halten. Also gibt es für mich nur eine Wahl: Ich muss mich von ihm abschotten, so gut es geht.? Nun blickte die Sorceress Man- At- Arms betroffen an. ?Es gibt eine alte Legende, Duncan??, begann sie vertrauensvoll. Der Waffenmeister sah sie erstaunt an. Noch nie zuvor hatte sie ihn beim Vornamen genannt. ?Es gibt eine Kraft, die mich vor dem bösen Zugriff Hordaks beschützen könnte. Zumindest erzählen die alten Schriften davon. Erinnere Dich zurück an die Steine des Legaten. Damals habt Ihr nicht alle zerstört. Laut der Legende soll es einst noch mehrere weitere dieser mächtigen Steine gegeben haben. Einer dieser Steine könnte in meinen Händen dafür sorgen, dass ich meine alte Kraft wiedererlange und mich des Einflusses Hordaks erwehren könnte. Doch mein Wissen über diese Steine ist begrenzt. Die Legende geht weiter in die Geschichte Eternias zurück als die Aufzeichnungen in der Bibliothek Grayskulls. Man erzählt sich, dass einst ein Volk auf Eternia herrschte, das technologisch, wissenschaftlich und in der Magie sehr fortgeschritten war. Doch niemand weiß, warum sie einst Eternia verließen.? Sie holte einmal tief Luft. ?Duncan, ich betraue Dich mit dieser Aufgabe, denn Du bist der engste Vertraute, den ich je hatte. Du musst unbedingt zu den Ruinen von Anwat Gar aufbrechen und in der Bibliothek dort nach Hinweisen suchen, wo wir die Legatensteine aufspüren können. Versuche, mir einen dieser Steine zu verschaffen. Sobald Du Schloss Grayskull verlassen hast, werde ich die Burg der Zeitlosen mit einem magischen Siegel belegen, dass nur ein solcher Stein zu öffnen vermag. Ich selbst werde mich in einen magischen Schlaf versetzen, genau wie einst die Weisen Eternias. Erst wenn Du zurückkehrst, werde ich aus diesem Schlaf erwachen. Nun geh!? Duncan nickte nur einmal und machte sich dann auf den Weg. Er war die Monologe der Sorceress gewohnt und es bedurfte keinerlei Worte, um alles zu verstehen. Auf der Zugbrücke angekommen, warf er noch einmal einen Blick zurück und sah, wie sich Castle Grayskull vor seinen Augen hinter einem Wall aus grellem Licht verbarg, der über der bodenlosen Schlucht in der Luft hing. Ehrfurchtsvoll betrachtete er das Schauspiel einen Moment lang, dann stieg er in seinen Wind Raider und machte sich auf den Weg zum Königspalast, wo er Sy- Klone aufsuchen wollte. Der Gar hatte nach der damaligen Zerstörung der Legatensteine Anwat Gar verlassen und sich den Masters angeschlossen, um an ihrer Seite für das Gute zu kämpfen. Doch nun zweifelte Man- At- Arms ein wenig daran, ob dieser Krieger für das Gute wirklich zu einhundert Prozent loyal gegenüber seinen Kampfgefährten war. Denn wenn es stimmte, dass es weitere Legatensteine gab, dann hätte er seine Kameraden angelogen? Despondos Modulok kam wieder die Treppe hinauf, diesmal mit einem kleinen, aufwändig geschliffenen Edelstein in einer Klaue. Es schien ihm inzwischen Spaß zu machen, auch einmal tierische Körperteile zu bilden. ?Fast hätte ich es vergessen, ohne Zünder gibt es doch kein Feuer?, jubilierte sein rechter Kopf, während der Linke erklärte: ?Dies ist ein sogenanntes [Auge des Herrschers]. Ein magisches Juwel mit ungeheurer Macht und Energie. Wenn man dieses Juwel zu beherrschen weiß, ist man beinahe unbesiegbar.? Hordak musterte den Stein mit einem feisten Grinsen. Diesen Stein musste er unbedingt besitzen. Doch als hätte Modulok seine Gedanken gelesen, setzte er fort: ?Leider können wir diesen Stein nur ein Mal für unsere Zwecke nutzen. Mir wurde nur dieser eine Stein mitgegeben und wir werden ihn benötigen, um ein Dimensionsportal aufrecht erhalten zu können, dass groß genug ist um die Hauptstadttürme und uns alle hindurch befördern zu können. Dafür benötigen wir eben ein stabiles, dauerhaftes Portal, was wiederum bedeutet, dass wir den Stein an Ort und Stelle lassen müssen und er bald verbraucht sein wird.? Hordak grunzte ungeduldig. ?Rede nicht so viel, fang endlich an!? Modulok, der eben noch mit vor Stolz geschwelltem Brustkorb neben ihm gestanden hatte, zuckte etwas zusammen. Argwöhnisch warf er einen Blick auf den Anführer der Horde. Doch dann zuckte er mit zwei Paar Schultern und setzte den Stein direkt in die Mitte der Kugel auf dem Tisch. ?Etwas passiert gerade!?, entfuhr es Hordak plötzlich. ?Ich verliere meine Verbindung nach Eternia, sie entzieht sich meiner Kontrolle?? Böse funkelten seine Augen auf. Da öffnete sich plötzlich die Kugel in der Mitte des Tisches und ihr entfuhr ein Strahl aus rotem Licht, der steil nach oben schoss und in der Decke verschwand. ?Das ist Phase 1, jetzt seid Ihr dran!?, rief Modulok. Shadow Weaver und Hordak positionierten sich auf gegenüberliegenden Seiten des Tisches und sahen einander an. Dann legte Hordak seine Hände vor sich aneinander, was ihm Weaver nachtat. Als er sie auseinander zog, bildeten sich weiße Energieblitze zwischen seinen Handflächen. Auch bei Shadow Weaver bildete sich so ein Phänomen. Die Kugel im Tisch fing nun an zu rotieren und drehte sich in alle Richtungen, jedoch ohne den Lichtstrahl zu durchschneiden. Auf ein Zeichen von Hordak hin drehten nun beide die Handflächen in Richtung Kugel. Die Blitze fuhren nun direkt in sie hinein, ließen sie noch schneller rotieren. Ein Pulsieren ließ den ganzen Raum erzittern. Dann hielt die Kugel wie von magischer Hand berührt plötzlich an. Gebannt starrten alle auf den Tisch, niemand wagte es, sich zu rühren. Eine unheimliche Stille trat ein, nur ein seltsames Wabern lag in der Luft. Dann schien die Kugel sich auszubreiten, doch sie bildetet nur eine Art Schutzschild um sich herum, in dessen Innerem sich etliche dieser roten Strahlen hin und herbewegten und scheinbar ein Netz bildeten. Dann schien sich mit einmal der ganze Raum zu drehen und wie eine Spirale oben zuzulaufen. Stille. Hordak öffnete die Augen. Um ihn herum schien sich alles in Zeitlupe zu bewegen. In seinen Eingeweiden spürte er einen Sog, der ihn in Richtung Haupttor zu ziehen schien. Dann mit einmal kehrte sich der Sog um und schien ihm den Magen auseinanderzudrücken. Und im nächsten Moment kehrten die Geräusche zurück. ?Es ist vollbracht!?, riefen beide Köpfe Moduloks gleichzeitig. ?Wir haben es geschafft! Endlich zurück auf Eternia!?. Hordak ließ von der Konsole ab und sah nicht einmal mehr, wie das Licht der Kugel erlosch. Er stürzte nach draussen, diesmal so unvorsichtig, dass er nicht einmal einen Trooper vorausschickte. Vor dem Tor angekommen, sah er sich um. Vor ihm lag eine weite Grünfläche am Rande des immergrünen Waldes. Direkt in unmittelbarer Nähe des Hauptturmes befand sich ein großes Dimensionsportal, dass durch den Stein in der Mitte des Tisches gespeist wurde. Nycroft hatte es tatsächlich geschafft, die drei Türme wieder nach Eternia zurück zu befördern. Das Unmögliche, auf das Hordak so lange gewartet hatte, war nun eingetreten. Endlich war er frei und konnte Rache an seinen Peinigern nehmen. Der Anführer der Horde schloss die Augen und sog den Duft der Blumenwiese in sich auf. Für einen Moment genoss er den Geruch, doch dann rümpfte er die Nase, als er bemerkte, WAS er da roch: Blumen! Angewidert wandte er sich ab und sah, dass die anderen Horde- Mitglieder inzwischen ebenfalls den Hauptturm verlassen hatten. ?Wir dürfen keine Zeit verlieren, wir müssen die anderen Generäle und die Truppen nachholen. Noch haben wir den Überraschungseffekt auf unserer Seite!?, befahl Hordak. Da fiel ihm Modulok wieder ins Wort: ?Ich habe bereits einige Messungen vorgenommen. Unser Tor hat eine temporale Konvergenz zwischen Eternia und Despondos hergestellt, das?d..d..?, Hordak hatte ihm mit einer Geste das Wort abgeschnitten und sog noch einmal tief die Luft ein, doch da Modulok keine negativen Züge im Antlitz seines neuen Anführers erkennen konnte, fuhr er fort: Das Tor ist stabil und wir können zwischen den Dimensionen wechseln. Jedoch gibt es ein kleines Problem: Der große Kristall, der früher die Energiequelle des Hauptturmes darstellte, ist fort, was bedeutet, dass unser Legatenstein nur für kurze Zeit ausreichend Energie liefern wird. Das sollte aber reichen, um die Horde nach Eternia zurückzubringen.? In diesem Moment waberte die Oberfläche des Dimensionstores und Leech kam hindurch, ein egelartiges Monster der Horde. In den letzten Jahren hatte er sich in unterirdischen Höhlen in Despondos aufgehalten, um nicht auszutrocknen. Doch zuletzt hatte er mit den ersten Truppen bereitgestanden, um sie nach Eternia zu führen. Schon begannen die Trooper durch das Portal zu strömen. ?Die erste Garnison meldet sich zur Stelle.?, gab er mit schmatzenden Lauten kund. Hordak grinste, dann begann er zu lachen, erst leise, dann immer lauter. Er war zurück. Und mit ihm der schlimmste Schrecken, der in den neuzeitlichen Geschichtsbüchern Eternias je verzeichnet worden war. Snake Mountain Skeletor saß auf seinem Thron und beobachtete die Bilder, welche ein Doomseeker an die gegenüberliegende Wand warf nachdenklich. Ein bösartiges Funkeln glomm in seinen leeren Augenhöhlen. ?Unsere Prioritäten haben sich soeben geändert!?, gab er in die Runde kund. Erstaunt sahen seine Kämpfer zu ihm auf. Besonders Evil- Lyn war gespannt, was nun kommen mochte. Sie war schon Einiges an Boshaftigkeit von Skeletor gewohnt, so hatte er zuletzt versucht, in der Vergangenheit Eternias einen Krieg auszulösen, um die Gegenwart zu beeinflussen und hatte eine zweite Reise nach Preternia unternommen, um die Erstehung Hordaks zu vereiteln. Doch beide Male waren ihm He- Man und die Masters of the Universe in die Quere gekommen. Skeletor hielt sich den immer noch schmerzenden Schädel. ?Hordaks erstes Ziel wird Snake Mountain sein. Es wird Zeit für uns, von hier aufzubrechen. Zeit, neue Bündnisse einzugehen.? Dann erhob er sich von seinem Thron und schritt durch die Halle, gefolgt von seinen Handlangern. Evil- Lyn wollte noch eine Frage stellen, verwarf sie aber gleich wieder und gesellte sich zu den anderen. Niemand wusste, wohin Skeletor seine Monsterkrieger führen würde. Doch bereits nach wenigen Minuten war Snake Mountain nichts weiter als ein lebloser, unbewohnter Berg. Die Dämonen des Bösen waren ausgezogen und hatten das Weite gesucht. Königspalast Adam und Teela trainierten wieder einmal im Schlossgarten. Teela schien merkwürdig unkonzentriert und so beförderte Adam sie kurzerhand von ihrem Luftschlitten. Lachend hielt er sich den Bauch, weil der Hauptmann der Wache so geistesabwesend und plump wirkte. Doch Teela stand nicht wieder auf. Erschrocken sprang Adam von seinem Sky Sled und rannte zu ihr. Die am Boden liegende Teela rührte sich nicht, bis er neben ihr stand. Dann riss sie mit einem mal die Augen auf und blickte ihn direkt an. ?Die Vergangenheit wird sich wiederholen!?, kamen die Worte aus ihrem Mund, doch sie klangen seltsam verzerrt und fremd, wie die einer alten, weisen Frau. Dann sprach sie weiter: ?Was hast Du getan, mein Sohn? So beginnt es wieder.? Dann schloss sie die Augen wieder und atmete langsam und ruhig. Der Sturm auf Eternia hatte begonnen? |
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