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Aufbruch nach Eternia - Sturm auf Eternia
Allein
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| Aufbruch nach Eternia - Sturm auf Eternia Allein |
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Der Feuerengel schüttelt wild die Schwingen;
Es stürzen Feuer, stürzen Wasserwogen; Des Windes Heulen stöhnet langgezogen ? Im Sturme ahn? ich höhrer Wesen Ringen. (Adelbert von Chamisso) Nycaleon saß an seinem Pult, tief in Gedanken versunken. Das Problem mit den Mutanten schien größer, als er es je für möglich gehalten hatte. Nicht nur, dass ihm sein Stellvertreter Garmage nicht den Rücken stärkte, es gab auch noch eine ungewisse Dunkelziffer an unentdeckten Mutanten. Seit dem Vorfall letzte Woche, bei dem die neue Waffe zum Einsatz kam, hatten sich Unruhen breitgemacht. Nicht nur im Stadtteil der Mutanten, auch unter den Insektoiden fing man an zu murmeln. Und gerade diese glaubte Nycaleon fest in seiner Gewalt zu haben. Doch nachdem der Prototyp der Waffe gestohlen worden war und dann auch noch benutzt, fingen die Spekulationen an. Noch hatte niemand es gewagt, Nycaleon im hohen Rat direkt darauf anzusprechen. Doch er begann bereits damit, Vorsichtsmaßnahmen einzuleiten. Bei Galen Nycroft hatte er eine Sicherheitsvorkehrung in Auftrag gegeben, welche die drei Haupttürme im Falle eines Angriffes in Sicherheit bringen sollte. Nycaleon konnte Nycroft nur schwer einschätzen. Während er selbst sich ausschließlich der Magie bediente, war Nycroft dieser kaum mächtig. Dennoch hatte er sich als Wissenschaftler einen Namen gemacht. Einst hatte er sogar verkündet, dass sich Magie und Wissenschaft sehr ähnelten, da die Magie aus der Lehre der Teilchen bestand, welche man mit Hilfe seines Geistes zu beeinflussen vermochte. Eigentlich war dies ein Fauxpas sondergleichen, doch Nycroft besaß ein solches Ansehen im Rat, dass er unbelangt blieb. Garmage trat ein, ohne sich vorher anzukündigen. Nycaleon warf ihm einen verärgerten Blick zu, wies ihm jedoch an, sich zu setzen. ?Herrscher?, begann Garmage. ?es sind schwere Zeiten. Wir stehen kurz vor einem Bürgerkrieg. Die Mutanten fühlen sich bedroht. Und wer weiß, wozu sie im Stande sind. Es ist in Anwat Eternis nicht mehr sicher. Einige Mitglieder des hohen Rates sind bereits dabei, mit ihren Familien die Stadt zu verlassen. Und ich bitte Euch, dass auch Ihr?? Weiter kam er nicht, denn Nycaleon schnitt ihm barsch das Wort ab. ?Ich soll etwa die Stadt verlassen? Wie kannst Du es wagen, mich zum Gehen aufzufordern, blauhäutiger Teufel?? Nycaleon schrie fast. ?Die Mutanten sind bald nicht mehr unser Problem. In 48 Stunden werde ich es gelöst haben und dann bin ich wieder der alleinige Herrscher von Anwat Eternis. Ich werde all jene auslöschen, die sich mir in den Weg gestellt haben!? Nun lachte er hysterisch, fing sich aber im nächsten Moment und blickte Garmage in die weit aufgerissenen Augen. ?Überlege Dir gut, auf welcher Seite Du dann stehen willst?!? Garmage stand auf und verließ ohne ein Wort den Raum, spürte aber noch den bohrenden, irren Blick des Herrschers im Nacken. Nycaleon hatte den Verstand verloren, er war zu einem wahnsinnigen Fanatiker geworden. Garmages Gedanken rasten. Immer wieder sagte er sich, dass er schnellstmöglich die Stadt verlassen müsse. Doch andererseits durfte er nicht zulassen, dass die Waffe zum Einsatz kam. Das Dumme war nur, dass Nycaleon sie an einem unbekannten Ort versteckt hielt. Auf dem Weg die Treppe hinunter sah er unten Matu Granko in den Fahrstuhl steigen, einen kleinen Kasten in der Hand haltend. Das musste die Waffe sein. Garmages Herz schlug ihm bis zum Hals. Doch hier im Hauptturm konnte er nichts unternehmen. Deshalb eilte er die Treppe hinab und lief auf dem schnellsten Weg nach Hause. Scirocca öffnete die Tür und sah den nach Atem ringenden Garmage verwundert an. ?Es ist schlimmer als wir dachten!?, brachte Garmage nach einem Moment der Erholung hervor. Gebannt hörte seine Frau ihm zu. ?Nycaleon hat den Verstand verloren. Er wird die Waffe bereits in zwei Tagen einsetzen!...?. Sciroccas Gesicht wandelte sich in eine Maske des Entsetzens. ??aber ich habe gesehen, dass sich die Waffe im Besitz von Granko befindet. Wir könnten sie ihm stehlen und unschädlich machen und dann?? Weiter kam er nicht, denn seine Frau strich ihm zart mit einer Hand die Wange. Er schmiegte sich an sie und schloss für einen Moment die Augen, genoss die Berührung. Als er die Augen wieder öffnete, sah er, dass seiner Frau eine Träne die Wange hinab rann. ?Es ist zu spät, Liebster. Es gibt ein paar Dinge, die Du nicht weißt. Nycaleon hat eine ganze Flotte von Fightern bauen lassen. Und in jedem einzelnen wurde die Waffe installiert. Er hat sich die Andreniden gefügig gemacht und für seine Zwecke missbraucht. Sie haben die Waffen für ihn gebaut und nun gibt es sie überall in der Stadt.? Garmage war fassungslos. Nicht nur über das Ausmaß der sich anbahnenden Katastrophe, sondern auch angesichts der Tatsache, dass seine Frau dieses Insider- Wissen besaß. Aber bevor er etwas sagen konnte, legte sie ihm einen Finger auf die Lippen. Dann trat sie einen Schritt zurück und legte die Handflächen aneinander. Als sie sie auseinander bewegte, sah Garmage etwas, das wie ein kleiner Wirbelsturm aussah. Auch seine Frau war einer der Mutanten. ?Wir müssen schnellstens von hier verschwinden!?, brachte er schließlich hervor. Dann nahm er seine Frau in den Arm. Königspalast ?Gibt es schon irgendeine Veränderung?? Adam sah den Wächter sorgenvoll an. ?Bislang noch nicht, Eure Majestät. Sie ist immer noch nicht wieder aufgewacht. Derzeit versucht Orko, mit magischen Kräften ein Portal nach Trolla zu öffnen, um von dort Hilfe zu holen. Aber Ihr kennt ja seine magischen Fähigkeiten.? Adam wollte den Wächter für diese Bemerkung in die Schranken weisen, doch ihm fehlte derzeit die Kraft dazu. In den vergangenen zwei Wochen war einiges geschehen, das ihm Kopfschmerzen bereitete. Teela lag im Koma, nachdem sie ihm eine Schreckensbotschaft übermittelt hatte. Die Sorceress war nicht für ihn erreichbar und selbst Schloss Grayskull konnte er nicht mehr betreten. Man- At- Arms und Sy- Klone waren spurlos verschwunden. Und zu allem Überfluss hatte es die Horde offensichtlich geschafft, einen Weg zurück aus Despondos zu finden. Mit jeder Stunde, die verstrich kamen neue beängstigende Botschaften herein, meistens aus Dörfern und kleineren Städten entlang der Grenze zur dunklen Hemisphäre. Überall waren ganze Scharen von Robotern aufgetaucht, die in Reih und Glied marschierten und sich jeweils genau in der Mitte des Ortes postierten, um dort regungslos stehen zu bleiben. Viele Dorfbewohner hatten bereits aus Angst die Flucht ergriffen und so trafen immer mehr Schutzsuchende ein. Einigen war es gelungen, den einen oder anderen Blechsoldaten zu zerstören. Jedoch hatte dies nur zur Folge, dass noch mehr Roboter nachfolgten. Zu einem Angriff war es jedoch bislang noch nicht gekommen. Keiner der Mediziner hatte Teelas Zustand erklären können und deshalb versuchte Orko nun, per Magie einen Weg zu finden, ihr Koma zu beenden. Doch ohne die Hilfe der Sorceress wusste er einfach nicht, wie er ein Portal nach Trolla öffnen sollte. König Randor hatte Vertreter aller verbündeten Völker zu sich gebeten. Seit drei Tagen hatten sich diese nun schon im Sitzungssaal eingeschlossen und es drang kein Wort nach außen über das, was dort besprochen wurde. Adam wusste nicht so recht, was er tun sollte. Ohne seine Mentoren Man- At- Arms und die Sorceress hatte er keine Ahnung, wie er sich in dieser Situation verhalten sollte. Er hatte ein paar Mal überlegt, sich in He- Man zu verwandeln, doch auch das hätte ihm nicht weiter geholfen. So ging er hinunter in den Hangar und inspizierte die Battle Tanks, stets begleitet von seinem Gefährten Cringer, einem ängstlichen Schmusekater. Die Stimmung war sehr gedrückt. Adam fühlte sich nutzlos und hilflos. Gerade erst hatte man den Angriff der Schlangenmenschen erfolgreich abgewehrt, als sich Hordak aus Despondos zurückmeldete. Langsam wurde es dem Prinzen zu viel. Es war fast so, als hätte sich alles Böse gegen Eternia verschworen. Ratlos stand er im Hangar. Hier gab es nichts für ihn zu tun. ?Komm Cringer! Wir werden mal nachsehen, ob Vater schon etwas im Konferenzsaal erreicht hat.? Mit einem Maunzen folgte der Kater seinem Herrn. Adam ging durch den menschenleeren Gang. Der ganze Palast wirkte wie ausgestorben. Die meisten Soldaten waren ausgerückt, um im Ernstfall die umliegenden Dörfer und Siedlungen zu verteidigen. Überall bereitete man sich auf einen Angriff Hordaks vor. Während Adam so durch den Gang schritt und dem Widerhall seiner Schritte von den Wänden lauschte, kam ihm plötzlich ein wilder Gedanke: Würde Skeletor in diesem Augenblick den Palast angreifen, so hätten die Verteidiger Eternias kaum eine Chance, dem Angriff zu widerstehen. Im nächsten Moment wurde ihm bewusst, dass es seit der Ankunft Hordaks keinerlei Aktivität mehr aus dem Lager des Herrn der Unterwelt gab. Hatte sich Skeletor etwa mit Hordak verbündet? Ein Schaudern fuhr ihm über den Rücken und er musste sich zwingen, weiter zu gehen. ?Prinz von Eternia!?, hörte er plötzlich eine tiefe Stimme durch den Gang hallen. Mit einem Satz war Cringer hinter der nächsten Ecke verschwunden. Erschrocken fuhr Adam herum. Vor ihm hatte sich der kosmische Magier Zodak aufgebaut. Sein Gesicht war halb hinter einer Maske verborgen und die Tattoos auf seinem Körper leuchteten bedrohlich, was niemals ein gutes Zeichen war. ?Zodak, wie kommst Du hier herein, was???. Zodak deutete ihm an, zu schweigen. Einen Moment lang musterte er den Prinzen, dann nahm er den Helm ab. Adam erschrak, denn er sah bei Zodak etwas, dass er nie bei diesem Mann für möglich gehalten hatte: Sein Gesicht spiegelte Sorge wieder. Adam ließ sich nicht lange den Mund verbieten. ?Zodak, was erwartet uns von der Horde? Wo ist die Sorceress? Was ist mit Teela geschehen? Ich sehe die Sorge in deinem Gesicht?. Wo ist..?, doch weiter kam er nicht. ?Adam, es brechen schwere Zeiten an?, begann Zodak ?wir bekommen es mit einer Macht zu tun, die wir nicht besiegen können, denn das, was vereint war, ist nun getrennt und muss erst zusammengefügt werden. Ich kann Dir in diesem Kampf nicht zur Seite stehen, denn zu groß ist die Schuld, die ich trage.? Adam verstand nicht, wovon Zodak da überhaupt redete. ?Die Horde wird Eternia überrennen, Prinz von Eternia. Schon sehr bald und es gibt nichts, was wir dagegen unternehmen können. Wir müssen es einfach geschehen lassen. Aber das ist leider nur der Anfang. Mir ist es nicht erlaubt, Dir mehr zu sagen. Nur: sei bereit und öffne Dich, wenn es am Nötigsten ist.? Adam wurde langsam ärgerlich. Zodak hatte ihm keine Antworten auf seine Fragen geliefert, nur neue Fragen aufgeworfen. ?Rede nicht in solchen Rätseln, Zodak. Sag mir lieber, warum Du hier bist!? Mit Bestürzung betrachtete der kosmische Magier den verärgerten Prinzen. ?Ich habe noch eine Botschaft für Dich, bevor ich endgültig gehen muss. Zu viele Geheimnisse wurden gelüftet. Zu viele Veränderungen sind passiert. Und zu viele Geheimnisse wurden bewahrt. Nicht jedem Freund darf man trauen und nicht jeder Feind ist was er scheint!.. und bevor ich es vergesse: Die Sorceress schützt uns alle, so gut sie kann, aber ihre Tochter ist ein Risiko. Deshalb werde ich Teela mitnehmen.? Adam wollte gerade protestieren, doch da war Zodak schon wie vom Erdboden verschluckt. Adam rannte los zum Schlafgemach Teelas, doch wie er vermutet hatte, war sie schon nicht mehr dort. Ein leiser Fluch entfuhr ihm und beim Verlassen des Raumes rempelte er den verdutzten Wachmann an. Drei Räume weiter stieß er wütend die Tür auf, musste sich jedoch sofort die Hand vor Augen halten. Ein grelles Licht kam aus dem Raum und ein starker Sog schien ihn in dem Raum zu ziehen. In der hinteren Hälfte des Raumes konnte er einen Wirbel ausmachen, der ihn stark an die magischen Portale der Sorceress erinnerte. Ansonsten befand sich nichts mehr im Raum. Adam schlug die Tür wieder zu. Schwer atmend lehnte er von außen an der hölzernen Tür. Immer mehr Verzweiflung machte sich in ihm breit. Nach und nach wurden ihm alle seine Freunde genommen, denn in dem Raum war Orko gewesen. Ein Zauberspruch musste schief gegangen sein? Adam fühlte sich mehr denn je allein gelassen. Wie sollte er diese Krise überstehen, wenn ihm alle seine Freunde genommen wurden? Fortsetzung folgt... |
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