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Die Legenden von Grayskull
Teil 1
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| Die Legenden von Grayskull Teil 1 |
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Neue Welt
Nachdem ich die Augen öffnete, versuchte mich zu orientieren, wünschte ich mir nichts sehnlicheres herbei, als mich neben meine Erinnerung zu setzten und sie einmal zu fragen, was eigentlich geschen war, von der letzten Nacht zu diesem Tag. Viele Stunden waren es bis jetzt sicherlich noch nicht, die mein müder Körper zu Ruhe gekommen war, denn bis spät in den Abend hinein, musste ich an einer Rede arbeiten, die ich eigentlich am nächsten Tag, also heute, halten sollte. Wie es bis jetzt aber aussah, konnte ich mir das Treffen mit Prinz Arkon geflissen an den Hut stecken, da ich der einfachen Überzeugung war, dass ich mich nicht mehr in meinem Zimmer befand, geschweige denn in meinem Bett. Denn der leichte Wind, der über mein Gesicht strich, das weiche Gras, welches mich an den Händen berührte und das knacken vereinzelter Äste, die es um mich herum zahlreich zu geben schien, sagten mir, dass dieses nichts mit dem Palast zu Eternis zu tun hatte. Deswegen überlegte ich mich auch, dass Arkon wohl ohne mich im Empfangsaal sitzen würde, neben ihn sein Vater, der alte und gebrechliche König Degel, dessen Geist von Vergessenheit heim gesucht wurde, und dessen Knie so voll Arthorose steckten, dass er sie nicht einmal mehr richtig beugen konnte. Deswegen war die Unterredung mit Arkon so wichtig gewesen, da ein Gesetzt es verbot, dass ein Prinz die geschäftlichen Dinge eines Königreiches erledigen durfte, solange der wahre König noch am Leben war. Deswegen war mein Vater zu mir gekommen, bat mich darum, die Anliegen an Arkon heran zu tragen, die das Königreich Eternis bezüglich auf den Disput mit ihnen hatte. Natürlich stimmte ich ein, zwar wiederwillig aber dann auch irgendwie stolz, dass mein Vater, König Randor, soviel Vertrauen in mich setzte. Deswegen war ich nun etwas überrascht, war sogar etwas enttäuscht darüber, nicht an der Konferenz teil nehmen zu dürfen. Das wichtigste aber war erst einmal, heraus zu finden, wo ich mich befand. Von alleine, da war ich mir sicher, war ich bestimmt nicht aus dem Zimmer hervor gekommen, hätte niemals die Tür geöffnet, um das warme Bett zu verlassen. Viel zu sehr genoss ich es immer, mal schlafen zu dürfen. Denn, dass sollte ich schon mit anmerken, war Faulheit so etwas wie mein zweiter Vorname. Glücklich darüber, der Prinz von Eternis zu sein, dankte ich immer wieder dem Schicksal für dessen Entscheidung mir diese etwas träge, wenn auch gelegentlich stressige, Position zu verleihen. Für mich gab es nämlich nichts schöneres, als auf dem Rücken zu liegen, die Beine zu kreuzen und einfach nur in den Himmel hinein zu gucken, um zu genießen, dass es das Leben in seiner Fülle und Pracht gab. Nun aber, wo ich mir sicher war, nicht einmal mehr im Palast zu sein, richtete ich meinen Oberkörper etwas auf, versuchte die Augen zu öffnen, wobei ich mich schon einmal auf einen empfindlichen Schmerz einstellte, der sich es zum Glück noch einmal überlegte und nicht in den Kopf fuhr. Der weiche Winde, der immer noch langsam wehte, störte mich kaum noch, ließ mich nur die Nase etwas kraus ziehen, da ich meinte, so etwas wie abgestandene Milch oder ranziges Fett zu riechen. Ein bitterer, süßlicher Geruch, den man sogar meinte schmecken zu können. Nicht ganz schlüssig, um was es sich handeln konnte, schaute ich erst einmal gegen eine Wand aus Bäumen, einzelnen Sträucher und majestätisch wirkende Pilze, die jetzt schon, aufs grobe geschätzt, gut ihre zwei Meter erreichten. Die Luft hörbar einsaugend ,mit den Fingern durch das Gesicht streifend, überschlugen die Gedanken sich in mir, wälzten sich von einer Seite auf die andere und fragten immer wieder das gleiche. Sie wollten wissen wo ich mich befand, wie ich es wagen konnte, an einem Ort aufzuwachen, den sie nicht kannten. So gerne ich diesen Platz ebenfalls kennen lernen würde, wurde ich aber vorher abgelenkt, konnte mich aus diesem Grund nicht darauf konzentrieren, was vor mir lag. Denn das Geräusch, welches meinen Puls gleich beschleunigen ließ, die Hand zum Rücken führte, um nach dem vertrauensvollen, Sicherheit spenden Knauf zu greifen, der sich dort eigentlich befinden sollte. Erschrocken darüber, dass ich mich wohl in einer Situation befand, in der mir Gefahr drohte, spürte ich um so mehr Angst, als ich merken musste, dass sich mein Zauberschwert nicht da aufhielt, wo es eigentlich hingehörte. Noch einmal tastend, hoffend, dass ich mich irrte, war es leider keine Täuschung denen meine Finger unterlegen waren. Es war wirklich nicht da. Das das leise Knacken nicht noch einmal ertönte, sondern stumm blieb, machte mir so sehr zu schaffen, dass ich es nicht einmal wagte, mich auch nur einen kleinen Millimeter zu bewegen. Die Hand wieder sinken lassend, innerlich betend, dass sich alles von ganz alleine wieder aufklärte, klang hinter mir nicht nur nährende Schritte auf, sondern auch Stimmen, die sich anscheinend mit einander unterhielten. Das alles, passierte so schnell, in so einem unrealistischen Ablauf, dass ich nicht einmal die Chance fand, auch nur einen klaren Gedanken zu fassen, der mir vielleicht sagte, dass alles gar nicht so schlimm sein, dass ich ruhig bleiben sollte und warten darauf, was noch geschah. Noch niemals war ich der Typ dafür gewesen, anderen Menschen die Hilfe zu entziehen, die sie nötig brauchten, aber noch höflicher wurde ich, wenn es darum ging, mich selber vor etwas zu schützen, was ich nicht kannte. So schnell ich konnte, dabei aber so wenig ruckende Bewegungen zu vollziehen, wie es nur ging, erhob ich mich und musste mit erstaunen feststellen, dass die Schritte hinter mit ebenfalls zum erliegen kamen. Die Stimmen, die leise, und dünn erschienen, wurden abgebrochen, durchtrennt, wenn man es mit einem Stück Faden vergleichen wollte, der an einer Garnspule hing. Ich merkte richtig, wie die Kopfhaut anfing sich zu spannen, wie sie sich lang zog und dabei war, mit eine Gänsehaut über den Rücken zu gießen. Ich kannte dieses Gefühl, ich wusste damit umzugehen und doch war es jedes Mal etwas neues, eine unangenehme Erfahrung, die einem immer im Gedächtnis blieb. Denn es war die innere Angespanntheit, die immer dann bevor stand, wenn man glaubte in Gefahr zu sein. Und ich war nun der festen Überzeugung, dass ich mich meiner Haut gleich erwähren musste. War deshalb wohl auch so überrascht, als ich mich erhoben hatte und keinen Knüppel, Faust oder sonstigen Gegenstand in meinen Rücken spürte. Nur huschende Füße, die wohl darauf aus waren, schnell eine sichere Distanz zwischen mich und ihren Trägern zu bringen, konnte ich vernehmen, da sie Ungeschickteerweise wohl auf jeden einzelnen Ast traten, der in ihrer unmittelbaren Umgebung auf dem Boden lag. Dazu kam noch, dass die Stimmen nun aufgeregt, ja beinah hysterisch auf einander einsprachen, wohl diskutierten, sich immer wieder überlegten, was sie wohl als nächstes tun wollten. Ich hingen wusste längst, was ich machen wollte: Auf jeden Fall so viel Abstand zu Fremden zu gewinnen, wie es nur möglich war! Da ich mir einfach nicht vorstellen wollte, das irgendwelche Personen etwas freundlichen mit mir vorhaben konnten, die sich hinterrücks an einem anschlichen. Dankbar dafür, dass ich rechtzeitig aus meinem Schlaf erwachen durfte, hörte ich mit einmal den zitternden, bebenden Ruf hinter mit, den ich erst gar nicht ernst nehmen wollte. Da er mit einfach zu ängstlich ,zu zaghaft ausgestoßen wurde, um ihn wirklich zu akzeptieren. Nur den Pfeil, der mit einem hohlen Laut in den Baum neben mir einschlug, sagte mir, dass ich mich dem lieber unterwerfen sollte, der gerade dieses Geschoss abgefeuert hatte. Mich langsam umdrehen, dabei versucht meinen unkondolierbaren Atem unter Kontrolle zu bekommen, blickte ich blinzelnd in die Schatten der Büsche und Bäume, in denen sich irgendwo meine Gegner befinden mussten. Ich fluchte innerlich, schimpfte darüber, dass ich mein Schwert nicht zur Hand hatte. Wenn dieses ein Traum war, von dem ich jetzt noch ausging, stellte ich mir selber die Frage, warum ich mich unbewaffnet in eine fremde Welt schickte, die ich nicht im geringsten kannte. Das rascheln holte mich zurück, brachte mich wieder in die Wirklichkeit meines Traumes zurück. Die Blätter, ebenso groß wie dessen Geschwister auf Eternia, sah ich dann, wie sich zwei drahtig anzusehende, kleine Gestalten aus der schummrigen Dunkelheit schälten, mit nicht mehr bekleidet als einem Lendenschurz. Bei der jungen Frau, die sich in Begleitung eines guten kopfkleineren Mannes befand, konnte mir schon gefallen. Die großen, runden, mich verführerisch anblickenden Brüste, hingen straff und aufrecht, während die kleinen Warzen sich aufgeregt aufrichteten. In den Ebenmäßigkeiten des Gesichtes konnte ich einen Ernst erkennen, der mich meine Blicke gleich wieder auf die Weiblichkeit richten ließ, die sich gerade vor mir ausbreitete. Der Mann hingegen, ebenfalls drahtig und böse guckend, gefiel mir nicht annährend so gut wie seine Begleiterin, denn sein Gesicht sah etwas knitterig aus, von Wind gegerbt und von einer anscheinen stark brennenden Sonne ausgelaugt. Seine Figur war trainiert, war muskulös, um mir gleich zu sagen, dass ich in einem Nahkampf keine Chance haben würde, ihn zu besiegen. Den Bogen, den er in seinen Hände hielt, verriet mir, dass er es gewesen war, der den Pfeil abschoss, um mich daran zu hindern, noch einen weiteren Schritt zu gehen. Ich hob vorsichtshalber die Hände, ohne genau zu wissen, ob die beiden die Geste des Friedens wirklich verstanden. Das sie es wohl nicht taten, zeigten mir ihre verständnislosen Blicke, die sie untereinander austauschten. Aus diesem Grund überlegte ich mir eine andere Vision davon, wie man jemanden zeigen konnte, das man keine bösen Absichten hegte, dass man versuchen wollte, einen friedliche Lösung zu suchen, die man in einem Fall von Streitigkeit aus den Weg räumen sollte. Deswegen machte ich einen Schritt auf die beiden zu, meine Handflächen drehend, dabei mein verführerwischtes Lächeln auf den Lippen, zu welchen ich fähig war. Doch weiter waren ihre Blicke nichts als zwei große Fragezeichen, dabei erkannte ich den den Bogen sofort, der sich gefährlich blitzend aufrichtete, dabei auf meine Brust zeigte und wohl aus keinem Zufall der Welt sein neues Ziel verfehlen würde. Oh Mann, dachte ich zitternd bei mir, dass willst du alles doch gar nicht! Die letzte Möglichkeit die mir blieb, welche ich mir ausdachte war die, erst einmal auf die Knie zu fallen, so die Unterwürfigkeit zu zeigen, zu der ich fähig war, solange ich nur das behielt, woran ich am meisten hing- nämlich mein Leben. Dieses aber, das Absinken zum Boden, begriffen die beiden nun. Sie schauten sich noch einmal um, an dann trat der kleiner von beiden auf mich zu, den Bogen immer noch auf meine Brust gerichtet, um dann der Frau Platz zu machen, die ihn mit einer seltsam anhörenden Sprach ansprach. Nicht einen Laut verstand ich, aber dafür die Tonlage und die verriet mir, dass hier eine Vorsicht angeschlagen wurde, die eigentlich überflüßig war. Da ich nicht den bösesten Hintergedanken ausheckte, sondern einfach nur friedlich in Ruhe gelassen werden wollte, damit ich heraus finden konnte, wo ich mich befand. Und wie könnte ich dieses besser schaffen, als mich mit anderen Menschen anzufreunden, die in dieser Umgebung lebten und ihren Lebensunterhalt verdienten? Das dieses beides Jäger waren, glaubte ich daran zu erkennen, an ihren Waffen. Sie waren aus einfachen aber beständigen Material gefertigt. Der Bogen, ließ ihn noch so simpel aussehen, war von geschickten Fingern zusammen gesetzt worden. An den langen Speer, in den Händen der Frau, wollte ich mich ebenso wenig gewöhnen, wie das ungute Gefühl, dass mich beschlich, nachdem sie weiter auf mich zu kamen, dass ich vielleicht das falsche getan hatte. Natürlich ,weg laufen konnte ich nicht mehr, obwohl alles danach in mir schrie, aber die Möglichkeiten einer Flucht waren so gering, wie ein Fisch der in den Netzten der Fischer von Rakasch sich verfing und darauf hoffen wollte, doch nicht auf dem Teller eines hungrigen Menschen zu landen. Der kleine, böse aussehende Mann, hielt die Waffe weiter fest in Händen, machte aber einen kleinen Schritt zurück, nachdem sich die junge Frau vor mir niederkniete, ihren Speer bei Seite packte und mit ihren schmalen Fingern über das Gesicht fuhr. Der Geruch von Wald, Erde und Baumharz schlug mir nicht übelrichtend, sondern eher betörend entgegen, mischte sich mit dem eigenen Körpergeruch der Frau und ließ mich davon ausgehen, langsam in die Realität überzugleiten. Denn in einem Traum, nahm man die Berührungen nicht wahr, da war alles fremd und falsch, hier aber, in diesem Augenblick, gefiel es mir sogar, die etwas länglichen Fingernägel zu spüren, wie die über meinen Nasenrücken hinweg strichen, den Weg fanden zu meinen Lippen, um dann an meinem Hals entlang zu laufen. Dabei schaute sie mich immer wieder tief und durchdringend an, ließ mich hinein fallen in ihre brauen, alles versprechenden Augen. Ihr Atem, der nach Nuss und Honig roch, glitt über mich hinweg. Das Lächeln ihrer schmalen Lippen, wollte ich so interpretieren, dass sie mich akzeptierte als das was ich war. Ein Fremder, dem es aber galt zu helfen. Ich beruhigte mich ganz langsam wieder, schaute nicht mehr zu den Pfeil hin, der immer noch, nun aber ruhig, im Baum steckte. Die Frau, die eben noch vor mir hockte, richtete sich nun wieder auf, forderte mich mit dem Lächeln der Verführung auf, mich ebenfalls zu erheben, damit ich ihr folgen konnte. Natürlich kamen wieder Zweifel in mir hoch, ließen mich nicht wirklich daran glauben in Sicherheit zu sein. Aber ich überlegte mir, dass es wohl am einfachsten war heraus zu finden wo ich mich befand, wenn ich mich erst einmal Personen anschloss, die sich in ihrer Umgebung auskannten. Nachdem ich stand, lächetle ich zu dem kleinen Mann, der mich aber nur abschätzen anschaute, ohne auf meine Bemühungen einzugehen, so etwas wie ein friedliches Band zwischen uns zu knöpfen. Aus diesem Grund ging ich mit schnellen Schritten der Frau hinter her. Ihr kurzer, nur bis zum Anfang ihrer Oberschenkel reichenden Lendenschurz, wackelte hin und her und nichts sehnlicheres wünschte ich mir, als das er einmal kurz bei Seite rutschen würde und mir die wohl perfekten Rundungen zu zeigen, die jedem Mann den Kopf verdrehen würde. Zu meinem Pech, was wohl wiederum so etwas wie Glück war, blieb der Lendenschurz da, wo er hingehörte und bewahrte mich davor, über aus der Erde ragendes Wurzelwerk zu stolpern. Wo ich mich befand, vermochte ich auch nach etlichen Schritten nicht sagen, denn nichts an diesem Ort erschien mir vertraut oder bekannt. Erst meinte ich ja noch im Weindschjungel zu sein, wurde dann aber eines besseren belehrt, als ich die unbekannten Bäume und Blumen sah, die es niemals in der immer feuchten, stickigen Luft des Dschungels geben konnte. Hier war die Luft außerdem gut, sie war ausgeglichen, etwas geschwängert mit den Blühten und Gerüchen fremder Tiere. Auch der Immergrünende Wald konnte ich aus meinen Überlegungen streichen, denn ich fand nicht einmal die Spur eines Hirsches oder Rehes, die es eigentlich zahlreich in den Wälder Eternias gab. Nun, die Schultern hebend, der Frau weiter folgend, verloren sich nicht nur meine Blicke sondern auch meine Orientierung, denn längst konnte ich nicht mehr sagen wo ich mich befand. In welche Richtung ich ging, da ich durch das dichte Blätterdach der Bäume nicht einmal den Himmel erkennen konnte. Was mir auch weiterhin komisch erschien, dass die beiden nicht einmal versuchten mit mir zu sprechen, sie wollten nicht einmal herausfinden wer ich war. Und so wie es mir am Anfang vorkam, als ich den Pfeil ihm Baum hatte stecken sehen, dass die beiden mir nicht gerade freundlich gesinnt waren, musste ich meine Meinung jetzt wohl schon wieder ändern. Denn keiner der beiden trug seine Waffen mehr zur Schau. Die junge Frau trug den Speer nun auf den Rücken und der kleine Mann schulterte seinen Bogen und deckte den kleinen, Köcher mit einem Ledertuch ab. Zwar befand ich mich in der Mitte der beiden, war mir aber ziemlich sicher, dass ich mich auch ohne weiteres hinter ihnen oder vor ihnen bewegen durfte. Ich ließ es aber, denn das Tempo welches sie anschlugen würde ich niemals halten können, wenn ich hinter ihnen ging und wenn ich versucht hätte die Rolle des Führers einzunehmen, wären die beiden mir so schnell abhanden gekommen, wie ich nicht einmal bis fünf zählen konnte. Deswegen begnügte ich mich damit erst einmal die Position der Mitte einzunehmen und mich gelegentlich davon überraschen zu lassen, was so alles auf mich wartete. Bis jetzt war es nicht viel gewesen, außer das die Natur mir immer fremder und seltsamer erschien. Eigentlich meinte ich mich ganz gut in der Natur Eternias auszukennen, wollte mich zwar nicht zu einem Professor der Flora und Fauna aufschwingen, aber sie lag mir trotzdem am Herzen und so war es dann gekommen, dass ich mir gerne mal Naturwissenschaftsvorlesungen anhörte. Hier aber traf nichts auf das zu, was ich in den großen Sälen der Universitäten hörte. Ich konnte nicht die geringste Blume, das kleinste Insekt oder den größten Baum zu ordnen. Aus diesem Grund reifte wohl die Erkenntnis in mir, dass ich mich wohl nicht mehr ganz dort aufhielt, wo ich eigentlich hingehörte. Nämlich nach Eternia! Das hier, konnte aber niemals im Leben Eternia sein. Ein Frage auf der Zunge liegend, wollte ich die Frau dazu überreden doch einmal stehen zu bleiben. Aber sie verstand nichts von dem was ich ihr sagte, denn sie schaute mich nur fragend an und führte dann den Zeigefinger zu den Lippen und schüttelte dabei den Kopf. Mich in meinem Schicksal ergebend, lichtete sich der Wald langsam vor mir, die Bäume hörten auf dicht an einander zu stehen und die Blätter gaben endlich etwas von dem Sonnenlicht preis, welches ich schon anfing zu vermissen! Wenn ich aber ehrlich zu mir selber war, so wünschte ich mir doch im gleichen Moment die die etwas anstrengende Dunkelheit des Waldes wieder, denn als ich die einsamen, provisorisch zusammen gesetzten Hütten sah, zog sich mir die Nackenhaare zusammen. Nicht das ich etwas gegen Armut hatte, aber das, was ich hier sehen musste, stellte mein Sinn für Schönheit und Extravaganz auf eine harte Probe. Nicht nur, dass die Hütten aus einfachen Holzstücken zusammen gesetzt waren, so konnte man doch deutlich den Lehm erkennen, mit dem die Außenversade abgedeckt war. Hinzu kamen noch die Straßen, die eigentlich mehr an Schlammlöcher erinnerten als an Weg, die einen sicher und trocken an sein Ziel bringen sollte. Die kleinen, schiefen Zäune erzeugten ebenfalls das Bild von nicht gerader großer architektonischer Kunst. Das Kläffen vereinzelter Hunde, dazu das Blöcken einiger Schafe und das Grunzen vieler Schweine sagte mir, dass ich in einem Dorf gelandet war, welches sich auf Landwirtschaft verstand. Die Menschen, die man auf der Straße sah, ähnelten den beiden, die mich im Wald gefunden hatten. Alle trugen sie den Oberkörper frei, musterten mich und mein damals weißes Hemd, bestaunten mit offenen Mündern meine lederne Hose. Immer wieder darum bemüht ein zufriedenes, begrüßendes Lächeln auf die Lippen zu zaubern, versank ich schon das erste mal in der Straße bis zum Knöcheln, ärgerte mich darüber und musste mir spöttische Finger gefallen lassen, die auf mich gerichtet waren. Es kam noch dazu, dass ein schwanzwedelnder Hund auf mich zu lief, sich in seiner Freude vergaß und an meiner Kleidung hoch sprang, immer darum bemüht, sich unter meine Hand zu stellen, damit ich ihm streichelte. Doch zu meiner immer schlechter werdenden Laune gesellte sich dann auch noch Ungnade, denn etwas ruppig, das gebe ich zu, stieß ich das arme Tier bei Seite und hoffte mit schnellen wischen die Flecken beseitigen zu können. Zu meinem Übel aber verwischte ich die Flecken noch mehr. Ich verdrehte die Augen, folgte den beiden Jägern und schaute mich weiter um. Viel gab es über die gut ein duzend Hütten nicht mehr zu sagen, nur so viel, dass sie mich stark an Bauten der ersten Siedler Eternis erinnerten, die ich auf Bildern und Bücher gesehen hatte. Mit den Schultern zuckend, auf ein kleines Grundstück gehend, das von einer Hecke, anstatt von einem Zaun geschützt war, peilten meine Begleiter die Tür des Hauses an, um dann zaghaft an diese zu klopfen. Ein rumpeln und murren schlug mir entgegen, nachdem die gekrümmten Finger das Holz verließen, einen hohlen klang erzeugten, der so unmissverständlich drängend war, dass ich dieses schon fast als Belästigung an sah. Als die Tür dann aber aufgerissen wurde, ich einen geduckten, alten Mann erblickte, der sich um die Schultern ein Bärenfell geworfen hatte, sich auf einen krummen, morsch wirkenden Stab stützte, blieb mir erst einmal die Überraschung im Gesicht kleben. Denn damit konnte und wollte ich nicht rechnen. In meiner doch sehr lebhaften Fantasie malte ich mir plötzlich Rituale aus, auf denen ich die Hauptrolle spielte, indem ich auf einem Stein oder ähnliches gebunden war, um mich herum monotoner Gesang und das blitzen eines Vulkanglasdolches, der sich schnell in meine Brust senken sollte. Nicht nur das ich mit einmal meinte mein Leben verlieren zu dürfen, so glaubte ich mich auch an einen großen Kessel zu erinnern, der in der Mitte des Dorfes stand, und nur darauf wartete mit warmen Wasser, Kräutern und etwas Gemüse gefüllt zu werden, um dann die Hauptspeise Adam dazu zugeben. Meine schlimmsten Erwartungen aber wurden zerstreut, als die faltigen Lippen sich zu einem liebevollen, herzlichen Lächeln verzogen und der Alte sich schwer auf seinen Stab stützte, um mir dann in die Arme zu fallen. Dabei brabbelte er immer etwas vor sich hin, was sich ebenso falsch wie ungewohnt in meinen Ohren anhörte. Gegen die herzliche Umarmung konnte ich mich nicht wehren, wusste nicht, wie ich den Alten von mir wegdrücken sollte, ohne ihn zu beleidigen. Deswegen, da mir nichts einfiel, ließ ich die herzliche Begrüßung über mich ergehen, schaute dabei zu meiner Begleiterin, die mich ebenfalls anlächelte und erfreut in die Hände klatschte. Was dieses zu bedeuten hatte, konnte ich mir noch nicht erklären, war mir aber ziemlich sicher, dass dieses bald folgen würde- wenn ich denn irgendwann einmal die Sprache dieser Leute verstand. Als ich dann auch noch in die Hütte hinein gezogen wurde, stellte sich bei mir wieder so etwas wie Skepsis ein, die wieder damit anfing mir Bilder zu zeigen, die ich gar nicht sehen wollte. Nun gut, dachte ich bei mir, die streubenden Bewegungen etwas spärlicher ausfallen zu lassen, trat ich über die Schwelle und bemerkte sofort, dass ich in einer Raum war, dem einen Schamanen oder Priester gehören musste. Denn die großen, fratzenähnlichen Gebilde, die Bund angemalt worden waren, sahen mir nicht nach einem traditionellen Schmuck eines Haushaltes aus. Auch die verschiedensten Regale, die mehr überladen aussahen als ordentlich sortiert, überzeugten mich, nicht in einer normalen Hütte zu sein. Nicht schlecht staunte ich, als der obligatorische Kessel über einem Feuer hing, in dem etwas gekocht wurde, was meiner Nase nicht eben gut gefiel. Viel mehr stieß mich der Geruch ab, erinnerte mich immer an die Verpflegung Man- at- Arms, die er immer verteielte, wenn wir uns wieder einmal dran machen mussten im freien zu übernachten. Den weichen Druck im Rücken spürend, dazu das milde Lächeln auf den Lippen meiner Begleiterin, sagte mir, dass ich weiter gehen sollte, hinein in den einzelnen Raum. Es mischte sich allerhand in die reine Luft zum atmen, der Gestank eines unbekannten Tieres, dazu duzende Kräuter und kleine Tinkturen. Oh nein, hier würde ich mich niemals wohl fühlen, dass wusste ich. Aber gegen mein nun gewähltes Schicksal konnte ich nichts unternehmen, konnte nicht einmal höflich ablehnen, als der Alte mit einer hölzernere Kelle in die übelreichende Brühe tauchte, diese wieder hervor holte und sie mir reichte. Viel zu überrascht, sogar etwas erschrocken, schüttelte ich nur leicht den Kopf, um dem Schamanen zu sagen, dass ich nichts haben wollte, auch wenn es lieb gemeint war, oder irgend einen Brauch entsprach. Ich machte einen Schritt zurück ,musste aber schnell fest stellen, dass sich hinter mir noch jemand befand, dessen Hand auf meiner Schulter lag. Diese Hand drückte mich auf die Kelle zu, auf die Suppe, die einen beißenden, tierischen Geruch von sich gab, dass sich mein Magen nicht nur einmal umdrehte, sondern zwei mal. Denn die plötzlich aufkommende Übelkeit, zeigte mir all zu deutlich, dass ich ausländische Spezialitäten noch niemals gerne zu mir genommen hatte. Doch das dampfende Ding war nun so bedrohlich nah an mich heran gekommen, dass ich gar nicht anders konnte, als die Hände zu heben, unsicher um mich zu gucken, und zu hoffen dass sich irgendjemand von den dreien erbarmen würde, um kurz vor meinem ersten Schluck die Hand zu heben und lachend den Kopf zu schütteln. Doch meine flehenden Blicke registrierten sie nicht einmal, sahen viel zu gespannt aus, als sie sahen wie meine Hände die Kelle umschlossen, sich an der Brühe verbrannten, ohne aber das ich sie fallen ließ. Ich schluckte noch einmal, hielt die Luft an und nippte vorsichtig an dem Gebräu, wobei ich jetzt schon den Mund verzog, obwohl ich noch nicht einmal einen Schluck zu mir genommen hatte. Okay, ich stellte mich etwas an, aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass irgendjemand anders nicht so reagieren würde. Heiß, eindeutig zu warm, lief die dunkle, blubbernde Masse meinen Hals hinunter, gab einen würzigen stechenden Geschmack von sich, dass ich husten musste. Was aber wiederum nicht im geringsten toleriert wurde, sondern eher zu einem fragenden Blick des Schamanen ausartete, der mich zu fragen schien, ob das schon alles gewesen sei, was ich zu mir nehmen wollte. Aus diesem Grund heraus lief ein zweiter, etwas größerer, ebenso eklig schmeckender, Schluck die Kehle herab und landete im Magen, wo er gleich anfing zu rumoren. Ich wollte mich erst übergeben, konnte mich aber so weit beherrschen das ich nur bitter aufstieß, die Hände zum Bauch führte und sie dort einmal kurz krampfen ließ. Das anerkennende Klopfen auf die Schulter sagte mir, dass alle im Raum zufrieden waren, dass sie wohl so etwas wie die erste Aufgabe erfüllten. Das ist schön ,überlegte ich mir und wunderte mich über den Schwindel, der mit einmal durch meinen Kopf glitt, sich dort ausbreitete und immer heftiger und stärker wurde. Es ging sogar soweit, dass er anfing sich zu drehen, um sich selber herum, immer und immer wieder, bis ich gänzlich die Orientierung verlor und mich an einem x-beliebigen Gegenstand festhalten musste, der sich schließlich als meine Begleiterin entpupte, die mir hilfreich unter die Arme griff. Ich versuchte noch einmal schief zu lächeln, kam aber nicht mehr dazu, das ich so etwas wie einen Schlag verspürte, der auf meine Ohren niederging. Es war kein öffentlicher, kein gezielter, aber dennoch ein hart treffender. Ich schüttelte noch einmal den Kopf, hörte ein Laut und war überrascht, so überrascht, dass ich ein erschrockenes Keuchen ausstieß, denn ich verstand ihn... * Zufrieden mit sich und seiner Welt, packte Tri-Klops die kleine, bläulich glitzernde Flasche wieder ein, grinste dabei abfällig und machte einen Schritt zurück auf das Tor zu, welches immer noch verschlossen und sperrig vor ihm aufragte. Das es aber kein Hindernis für ihn war, konnten die aneinander gereiten, fest beschlagenden Holzstücke nicht wissen, denn das Elixier, welches durch seine Adern und Venen glitt, machte alles für ihn durchscheinend, transparent. Nicht für lange, aber immer hin verschaffte es ihn soviel Zeit, dass er die Katze aussetzten konnte, die sich gleich kreischend und windend davon machte, ihren nächtlichen Ziel entgegen. Tri-Klops ging mit schnellen Schritten auf die Soldaten zu, lächelte sie unter seiner Kapuze an und trat dann auf das Tor zu, um durch es hindurch zu treten. Er hörte noch, als er mit der Materie des Holzes verschmolz, die überraschten, fragenden Rufe, und war dann schon auf der anderen Seite wieder heraus getreten. Mit schnellen Schritte lief er zu den dicht gelegenen Haus, tauchte dort in die Schatten und huschte weiter, so dicht an den Wänden entlang, dass ihn die plötzlich aufgeregten Soldaten nicht verfolgen konnten. Erwischen würden sie ihn nicht, dazu war er zu abgesichert, aber einen kleinen Spaß würde er sich trotzdem mit ihnen erlauben, und winkte deswegen dem dunklen, gebückten Panther zu, der im Schatten vereinzelnder Bäume stand, und das Zeichen sofort erkannte. Tri-Klops lachte leise, als er an die Gesichter der Männer dachte, wie sie wohl hinein blicken würden, in die plötzlich aufkommende Gefahr, die von dem Kampf-Panther Skeletors ausging. Deswegen schwang er sich schnell auf den Rücken des Tieres, blickte den heraneilenden Soldaten entgegen, der noch ein junger unerfahrender Mann war. So etwas erkannte Tri-Klops sofort und nutzte seine Chance. Der leichte Schenkeldruck, gegen den Leib des Panters setzte diesen in Bewegung, auf den Mann zu, der immer noch suchend den Kopf hin und her wand. ,,Buh?, sagte Tri-Klops, als er aus der tiefen Dunkelheit der Häuserwand trat und die gleich aufkommende Blässe erkannte, die vom Gesicht des Soldaten ausging... * ,,Wie.. wie ist das möglich?? Hörte ich mich selber fragen, schaute dabei zu den Schamanen, der freudig in die Hände klatschte und sofort auf mich zu marschierte . ,,Sie haben recht, sie haben wirklich recht gehabt?, lachte er immer und immer wieder, wobei er mir die Kelle aus der Hand nahm und anfing sofort seine übelriechende Brühe herum zu rühren:,, Und ich alter Torr meinte wirklich es besser zu wissen. Nur wegen dir, meine kleine T?rella, haben wir es wirklich geschafft.? ,,Von was sprichst du?? Ich konnte mit der ganzen Sache nichts anfangen, drehte mich deswegen zu meiner Begleiterin herum, schaute sie an und erhielt von ihr auch keine Antwort, denn sie ging auf den Alten zu, klopfte ihn auf die Schulter und rümpfte die Nase, als sie den Geruch ausgesetzt wurde, der aus dem Kessel strömte. ,,Nur besser riechen sollte es, Papa. Kann man nicht einige gut duftende Kräuter mit hinein geben?? ,,Nein! Wo denkst du hin? Das wäre das vertalste was man machen könnte. Ganz genaue Mengen haben sie angegeben, die man einhalten muss, wenn alles so funktionierten soll wie es geschrieben steht.? ,,Wenn du meinst, Papa, aber sollten wir uns nicht erst einmal unseren Besucher widmen? Schließlich haben wir ihn das Trank trinken lassen.? ,,Stimmt?, kicherte der Alte, wobei er nicht einmal aufhörte immer wieder das Gebräu umzurühren. ,,Ich würde es auch sehr nett finden?, gestand ich etwas mürrisch. ,,Wer bist du eigentlich?? Der Alte hob den Kopf, schaute mich aus seinen faltigen Augen an:,, so jemanden wie dich habe ich noch niemals gesehen.? ,,Ich heiße Adam?, sagte ich:,, Und wer seit Ihr?? ,,Adam? Nie gehört. Hört sich so ähnlich an wie eine Krankheit, von der ich mal gelesen habe.? ,,Danke, sehr liebenswert.? Etwas verwundert, nicht genau verstehend, warum ich plötzlich so sarkastisch wurde, ließ der Alte die Kelle fallen und trat erneut auf mich zu, schaute dabei über meine Schulter zur Tür und schien sich zu vergewissern, ob sie auch wirklich geschlossen war. ,,Ich bin Droll, und das ist meine Tochter T?rella. Und der kleine Kerl, der da hinten in der Ecke steht, immer etwas böse ausschaut, ist U?deno, der aber nichts dafür kann das er so ist wie er ist, schließlich hat er von seinem Vater ziemlich oft eine drauf bekommen.? ,,Wie interessant.? ,,Du bist nicht gerade bester Laune, oder?? ,,Eigentlich nicht?, gestand ich:,, denn weder weiß ich, wo ich mich befinde, noch was das alles zu bedeuten hat. Warum sollte ich dieses ekelhafte Zeug trinken?? ,,Überlege doch einmal scharf, mit deinem hellen Kopf.? ,,Mir fällt nichts ein?, meinte ich sofort, ohne mir die Mühe zu machen, über das nachzudenken, was der Alte gerade sagte. ,,Dann überlege noch ein bisschen, denn so lange werde ich mich um die Tuulla kümmern.? ,,Das kann nicht dein ernst sein?, empörte ich mich:,, Du holst mich hier her, gibst mir etwas schreckliches zu trinken, und dann soll ich mir auch noch überlegen, warum ich das Zeug zu mir nehmen musste. Hör mal Droll..? ,,Ich bin ganz Ohr, Adam, aber hör mal, wir sprechen mit einander!? ,,Natürlich, sonst würden wir uns ja auch nicht verst...? Ich brach ab, merkte wie mir die Kupferstücke einzeln von den Augen fielen, wie sie sich in meinem Kopf hin und her drehten, mich auslachten ,dass ich eine so lange Leidung besaß. Ich schlug mir mit der flachen Hand gegen den Kopf und flüsterte:,, Dieses ekelhafte Zeug macht, dass wir mit einander sprechen können?? ,,Aha, ich habe mich also nicht in dir geirrt.? ,,Warum bin ich dann hier?? Der Alte hob die Schultern, schaute T?rella an, die ebenfalls nicht genau wusste was sie sagen sollte. Jetzt erst, zwei Sätze nach meiner Erkenntnis darüber, dass gerade so etwas wie Magie an mir angewandt worden war, merkte ich, wie schwummerig mir wurde, dass ich mit einmal glaubte die Kontrolle über meine Beine zu verlieren. Wenn U?deno nicht da gewesen wäre, wäre ich sicherlich hingefallen. ,,Vielleicht solltest du dich erst einmal setzten?, schlug T?rella vor, lächelte dabei noch einmal zuckersüß und bot mir einen hölzernen, von kleinen Stricken zusammen gehaltenen Stuhl an, der sich anders als angenommen, als ziemlich bequem erwies. ,,Ich weiß nicht?, stammelte ich:,, das alles scheint mir doch etwas fremd zu sein. Was soll ich nur hier? Ich kenne weder euch noch dieses Land? Außerdem?, ich hob den Kopf:,, habt ihr mein Schwert gesehen? War ziemlich länglich und glänzt in allen möglichen Farben, wenn die Sonnen drauf fällt.? ,,Schwert?? Fragte U?deno zweifelnd:,, was soll das denn sein?? ,,Na, so ein Ding mit den man durch die Luft schwingt, gegen Schilde schlägt und versucht seinen Gegner zu verletzen.? ,,Ich weiß auch nicht was du meinst, Adam, hört sich aber auch nicht ganz so nett an, wenn ich das sagen darf. Sei lieber froh, dass es weg ist. Könntest ja noch jemanden das Auge ausstechen.? ,,Es ist aber nicht gut, dass es weg ist?, sagte ich, während ich dabei war, mich unter Kontrolle zu halten. Denn immer Sinnloser schien mir mein Aufenthalt in dieser seltsamen Welt. Die drei Menschen hier, konnten ja auch nicht ahnen, was es mit dem Schwert auf sich hatte, was es für mich bedeutete, es bei mir zu haben. Schließlich war es dafür zuständig, dass ich mich in He-man verwandeln konnte, wenn die Situation in der ich mich befand, es von mir verlangte. ,,Aber nun zu deiner ersten Frage, Adam, du befindest dich in Ohama, und zu deiner zweiten Frage kann ich dir leider nichts sagen. Du vielleicht, T?rella?? ,,Ich leider auch nicht?, sie machte ein bedrücktes Gesicht:,, Ich weiß nur, dass wir dich im Wald gefunden haben. Du lagst einfach so herum, verstehst du.? ,,Nein.? ,,Wir leider auch nicht. Wir waren nur im Wald um ein paar Beeren zusammeln und vielleicht etwas Wild zu schießen, wenn sich die Möglichkeit ergibt.? ,,Ich lag also einfach so da herum? Nur so, ohne einen wirklichen Grund. Dabei sollte ich mich doch eigentlich im Palast aufhalten, um mit Prinz Arkon zu sprechen.? ,,Ist schön möglich?, meinte U?deno leise, dem diese ganze Situation anscheinend nicht gefiel. ,,Tut mir leid?, entschuldigte ich mich:,, ich wollte euch nicht beleidigen. Es ist nur, dass ich mit dem ganzen nichts anfangen kann. Ich weiß nicht, was ich hier machen soll oder warum ich überhaupt hier bin. Es ergibt alles keinen Sinn. Und warum hast du mich so stürmisch umarmt, Droll?? ,,Ich habe mich gefreut dich zu sehen?, wich er aus, sich dabei auf die Unterlippe beißend. ,,Einfach so, obwohl du mich nicht kennst?? ,,Ja?, er nickte. ,,Komisch das ich dir nicht glaube?, ließ ich leise verlauten:,, ist schon seltsam nicht war?? Doch Droll kam gar nicht dazu, auf meine Fragen zu antworten, denn das plötzliche Pochen an der Tür, ließ nicht nur meinen Kopf, sondern auch die der anderen herum schnellen, zu der Tür blicken, die unter den wuchtigen Schlägen erschreckend stark erzitterte. Das Gesicht von Droll wurde blass, wenn man davon überhaupt sprechen konnte, wenn man sich einmal die Farbe anschaute, die den ganzen Körper bedeckte. Aber auch U?deno wich einen Schritt zurück, und verborgen blieb mir auch nicht, dass seine Hand nach dem Bogen griff, während die andere dabei war einen Pfeil aus dem Köcher zu ziehen. T?rella hingen ging gleich zu ihrem Vater, stellte sich schützend vor ihn. Was das alles zu bedeuten hatte merkte ich sofort, in dem die Tür aufsprang, drei große, bullige Gestalten herein traten, um dann gleich Platz zu machen für einen dünnen, dümmlich grinsenden Mann, der seine schwarzen Haare streng zurück kämmte und im Nacken zu einen Zopf verknotete. Die großen, breiten Männer kamen gleich auf mich zu, während einer der drei auf U?deno zuging, ihn mit einem einfachen Griff den Bogen nahm und ihn dann mit einem zweiten ins Land der Träume beförderte. Die starken, mächtigen Hände der anderen beiden lagen gleich auf meiner Schulter, drücken diese etwas herunter, dass ich mich nur mit Mühe auf den Beinen halten konnte. ,,So?, sagte der dünne, trat dabei auf den Kessel zu, schaute hinein, um den Kopf dann gleich zurück zu ziehen, als er den schlechten Geruch wahr nahm:,, was haben wir denn da?, brachte er den angefangenen Satz nur mit Mühe zu ende:,, Hast du wieder unrechtes getan, Droll?? ,,Mein Vater hat überhaupt nichts...? ,,Dich, T?rella, habe ich nicht gefragt. Ich sprach mit deinem Vater.? ,,Was...?, quiekte Droll:,, was... soll ich denn gemacht haben?? ,,Ich weiß es nicht, sagt du es mir.? Jetzt erst, beim genauen hinsehen, bemerkte ich die vielen Symbole und Ketten, die sich der Mann um den Hals gehängt hatte, glaubte so etwas wie religiöse Zeichen zu erkennen, die sich in der Kleidung des Mannes wiederfanden. Das dieser seltsame Mann für Ärger sorgte, machte mich wütend, es rief so etwas wie einen antrainierten Beschützerinstinkt in mir hoch, dass ich mich gegen die beiden Männer stemmen wollte, die mich immer noch fest hielten. Aber über die emense Kraft, die in ihren Fingern lagen, konnte ich mich nicht erwähren, konnte ich keinen Stich sehen, denn das ruhige, kaum herausfordernde Leben im Palast verlangte sein Tribut. Und zwar in Form von einer körperlichen Schwäche, die immer dann ausbrach, wenn ich anfangen sollte, etwas anstrengendes zu tun. Es war vielleicht auch etwas eigene, persönliche Trägheit dabei, die jetzt in mir hervor kam, als ich mich gegen die Kraft der Männer stemmte, um auf den unsimspatischen, widerlichen Mann zu zugehen, der so erniedrigend schaute. Natürlich entging es ihm nicht, dass ich versuchte mich aus den Griff seiner Leibwächter zu befreien, denn sein Kopf schwank mit einmal herum, und die kleinen, untersetzten Augen musterten mich eindringlichst, als ob sie versuchten irgendetwas aus meiner Erscheinung zu erkennen. Er drehte sich von dem Kessel weg, sichtlich erleichtert, und trat dann auf mich zu, um mich mit höhnischer, fast abfälliger Stimme zu fragen:,, Und was möchtest du darstellen?? ,,Lassen Sie uns in Ruhe!? ,,Uns?, nun wand er den Kopf wieder, schaute zu Droll, der wieder merklich kleiner wurde:,, das ist natürlich interessant! Woher kommst du, Fremder? Was machst du hier und was hast du mit diesen Leuten zu schaffen!? ,,Ich glaube?, meine Stimme nahm nun einen flüsternden, kaum verständlichen Ton:,, das es Sie gar nichts angeht.? ,,Oh, ich vermute schon?, er winkte den dritten Mann zu sich, der, der U?deno nieder geschlagen hatte:,, Nicht war, Droll? Ich habe schon etwas zu sagen, hier, oder?? ,,J..ja..., Adam, er ist der Schamane.? ,,Adam, also?, er grinste wieder, nickte dem Mann zu, der nun bei T?rella stand, und dieser griff auch gleich zu, nahm sie in den Schwitzkasten, ohne das die junge Frau auch nur eine Chance bekam, sich gegen diesen Griff zu wehren:,, Nun, da du siehst, dass meine Leute etwas stärker sind als deine, würde es mich schon brennend interessieren, was du hier möchtest. Denn so jemanden wie dich, habe ich noch niemals hier gesehen.? ,,Er soll T?rella los lassen?, schnaubte ich, wieder mit dem aussichtslosen Versuch mich aus den Armen der beiden Leibwächter zu befreien. Meine Stimme brach mit einmal ab, wurde zu einem Laut des Schmerzes, als ich glaubte dass die beiden mir die Arme aus der Schulter reißen wollten. Sofort standen mir Tränen in den Augen, alles verschwamm und ich ging langsam in die Knie. ,,Ich meine, dass du erst einmal sprichst, Adam. Denn es kann nicht gut sein, wenn jemand Fremdes in unser Dorf platzt und unsere armen Bewohner dazu verleitet, verbotene Tränke zu brauhen.? ,,Ich habe nichts verbo...? ,,Du, Droll, solltest lieber den Mund halten, wenn dir nicht das gleiche passieren soll wie Adam und T?rella.? ,,Was?? erschrocken blickte der alte Mann zu dem zynisch grinsenden, der nun wieder mit dem Kopf nickte und seine Leibwächter damit beauftragte, zu ihm aufzuschließen:,, Was hast du mit ihnen vor?? ,,Ich bin der Gesandte der Götter, Droll, vergesse das nicht! Ich habe zu entscheiden, was mit ihnen geschieht, oder geschehen soll! Halte dich zurück, und hüte deine Zunge, wenn sie dir lieb ist.? ,,Du von den Göttern gesandt?, hauchte T?rella, sichtlich darum bemüht etwas Luft zu bekommen:,, Du hast Vater belogen und betrogen...? ,,Schweig, Weib?, donnerte der Mann:,, Mit dir lasse ich mich nicht auf eine Diskussion ein! Du kannst dir nicht einmal die Schuhe binden, ohne das du die Hilfe eines Mannes brauchst.? ,,Elender?, keuchte T?rella nun, wild mit den Füßen trampelnd:,, ich werde dir zeigen was es heißt...? ,,Mach sie kalt?, befahl der Schamane. ,,Nein?, schrie ich, wieder darum kämpfend endlich aus den Griffen heraus zu kommen. Der heisere Schrei, der aus Drolls Mund kam, hallte mir entgegen, stachelte mich noch einmal an. Meine Bewegungen erschlafften aber, als ich die Faust erblickte, die wie eine drohende Warnung über T?rellas Kopf schwebte. Auch der weitere Ruf drang nicht über meine Lippen, denn dass Unheil, welches sich anbahnte, schloss mich sofort in seinen Bann... * Mit einer großen Geschwindigkeit, die schon fast an eine Flucht erinnerte, als an einfaches schnelles Laufen, huschte die Katze durch die Nacht. Immer wieder kreischte sie wild, wobei sich auch dieser Laut mehr wie Furcht erinnerte. Sie war dabei, ohne genau zu wissen warum, einfach auf den Palast zu zulaufen, in gerader Linie. Keinen Umweg, nichts würde sie davon abhalten, an den Wachen vorbei zu laufen, um den Auftrag auszuführen, den sie erhalten hatte. Sie lief an einem Hund vorbei, der vor Schrecken den Schwanz einkniff und bei Seite hopste, hinzu kam noch, dass sie einen Obdachlosen über die nackten Füße lief, ohne die Krallen dabei einzuziehen. Der Mann schrie vor Schmerzen auf, warf mit einem harten, dicken Brocken nach ihr, der sie nur knapp verfehlte. Sie lief weiter, wobei sie langsam merkte, dass ihr die Kräfte schwanden, denn den Kampf, den sie mit der unfreiwilligen Reise in dem Stoffsack unternehmen musste, war anstrengender gewesen, als sie meinte. Nun aber, wo sie die Hauptstraße erreichte, von einigen Menschen verwundert angeschaut wurde, spürte sie ein Kribbeln in sich aufsteigen, welches sie eigentlich nicht kannte. Im Bauchraum stieg es auf, wanderte unablässig in die einzelnen Gelenke und Glieder hüllte sie von innen aus, dass sie sich erinnerte fühlte an eine Stelle in ihrem Leben, wo sie zu dicht an ein Feuer heran getreten war, und dieses glich gierig nach ihr griff und ihr die Nasenhaare verbrannte. Sie lief schnelle, hoffte dadurch, dass sie vielleicht endlich ihrem Ziel etwas näher kam. Sie schrie noch einmal, als sie an den Soldaten vorbei huschte, die sich dann nur verwundert anschauten und nicht sagen konnten, was sie davon halten sollten. Die Katze aber sah sich am Ziel ihrer Mission, sie war endlich da, wo sie hin sollte und fiel dann auch gleich auf der Stelle um, um sich dann nicht mehr zu bewegen... * In dem Augenblick, in dem ich dachte, dass es um T?rella geschehen war, kam aus dem Hinterhalt etwas, womit ich niemals in meinem Leben gerechnet hätte. Es war erst ein metallenes, hoch klingendes Geräusch, welches zu mir herüber wehte, um dann in einem Platschen zu ändern, dass einem deutlich sagte, dass etwas Flüssiges auf den Boden aufschlug. Ich wand den Kopf, ebenso die drei Leibwächter, wie auch der Schamane, in dessen Augen mit einmal Panik hinein glitt. Er schrie hoch und hohl, machte einen erschreckten Satz nach hinten und gab dadurch den Weg frei, den die Flüssigkeit brauchte, um auf T?rella und dem Leibwächter zuzufließen. Das heiße Gebräu, welches sich aus dem Kessel ergoss, wälzte sich nun auf die beiden Personen zu. Heiße Dampfschwaden stiegen auf, das kreischen des Schamanen hallte in meinen Ohren, mein Ellenbogen fand seinen Weg von alleine in die Rippen des linken Mannes. Der keuchte, taumelte bei Seite und auch der andere Leibwächter war noch zu sehr gefangen von dem umgeschmissenen Kessel, als das er sich auch mich konzentrieren konnte. Ich entriss mich ihn und versuchte als aller erstes mich in Sicherheit zu bringen, um nicht von der heißen, kochenden Brühe erwischt zu werden. T?rella und ihr Bewacher hatten es nicht ganz so gut wie ich, denn ihr Aufpasser war etwas aufmerksamer gewesen, drehte sich einmal um hundertachtzig Grad und machte dabei zwei Schritte zurück. T?rella löste sich zwar aus dessen Umklammerung, wurde aber als erstes von der schwarzen Flüssigkeit an den Füßen berührt. Sie schrie kurz auf, machte einen erstaunlich großen Satz, der sie in die Nähe der Tür brachte. Dort aber, wo der Kesselinhalt sie berührte, fing eine Blase gleich an sich auszubreiten. Sie humpelte, verpasste dem Schamanen noch einen Check mit der Faust und war dann verschwunden. Ich schaute mich ebenfalls um, wollte hier heraus. Die einzige Möglichkeit die mir blieb, war ebenfalls zur Tür zu eilen, darauf hoffend, dass sich niemand in meinen Werg stellte, oder versuchen würde mich aufzuhalten. Ich schaute mich nicht um, bekam nur aus dem Augenwinkel mit, wie Droll sich auf den Schamanen warf, wie seine dünnen Ärmchen sich um den Hals des großen, unsimspatischen Mannes legten, wie er diesen Niederdrückte und dabei war, sich als lebendes Knäuel auf den Kesselinhalt zu zubewegen. Der Schamane war dem Angriff nicht gewachsen, zu sehr war er von den der Attacke T?rellas noch überrascht um sich auf den Beinen zu halten. Ich hetzte los, warf einen der Männer um, die mich fest gehalten hatten und hörte mit einem tiefen Befriedigung in mir, wie dieser vor Schmerzen aufschrie und anfing sich hin und her zu wälzen. Als ich die Tür erreichte, viel mir U?deno ein, der immer noch bewusstlos auf dem Boden lag, sich seiner Haut nicht erwähren konnte. Erst wollte ich umdrehen, zurück in den Hexenkessel aus schreienden Leibern und kämpfenden Fäusten. Aber die schmale Hand T?rellas hielt mich zurück, sie zog mich von dem Grundstück herunter, immer weiter von der Tür weg. Ich stolperte, fiel fast zu Boden, fing mich nur mit aller letzte Mühe und war dann wieder dabei, mich zu orientieren. In den ansonsten hübschen Gesicht der jungen Frau war nun deutlich zu erkennen gewesen, dass sie sich fürchtete, dass sie vor etwas Angst hatte, dass dicht vor ihr lag. Trotzdem aber schien sie einen klaren Kopf zu behalten, denn sie rief mir mit fast überkippender Stimme zu:,, Wir müssen hier weg, Adam. Los komm, schnell!? ,,Wohin?? Fragte ich noch, ohne aber eine Antwort zu erhalten, denn die junge Frau war längst dabei, so viel Distanz zwischen sich und das Haus zu bringen, wie ihr nur möglich war. Ich folgte ihr dicht auf, immer wieder mit dem Gedanken spielend, zurück zu kehren, um den beiden Männern zu hälfen, die den momentanen Angriffen der übermächtigen Muskelpakete nichts entgegen zu setzten hatten. T?rella aber hielt mich wieder davon ab, griff mit einer erstaunlichen Kraft nach meiner Hand und führte mich geradewegs heraus aus dem kleinen Dorf, in dessen kleinen Straßen sich die Menschen verwundert sammelten, uns anschauten, und dabei stumme Fragen stellten. Am Horizont, irgendwo vor mir, mahlte sich eine runde, große Sonne ab, die damit anfing, ihre wärmenden Strahlen auf die Erde nieder zu schicken, die darum bemüht war, uns den Weg zu weisen, wohin wir laufen sollten. Aber im Gegensatz zu mir, der nun auf die weit entlegenden Gebirgsketten zu laufen wollte, die sich langsam abzumalen begannen, unter der Sonne, lief T?rella nach westen, dort hin, wo ich vereinzelte Bäume erkannte, eine müde, endlos erscheinende Straße und geduckte, kleine Häuser. Ich wusste nicht, was sie wollte, folgte ihr aber, da ich mir ziemlich sicher war, dass ich mich in diesem Teil Eternias niemals auskennen würde. ,,Wo willst du mit mir hin?? Fragte ich, mit schon leicht keuchenden Atem, merkend, dass mir die Luft in den Lungen brannte, wenn ich versuchte einzuatmen. T?rella antwortete mir erst nicht, erst nachdem wir auf einen kleinen Hügel zu liefen, auf dessen obersten Punkt standen und sie über die Schulter schaute. ,,Wir wollen dein Dulegd suchen.? ,,Mein was?? Ich stolperte den Hügel wieder herunter, griff dabei nach T?rellas Hand, damit ich das Gleichgewicht halten konnte, doch die kleine Dorfbewohnerin sah nicht, dass ich hinter ihr ins straucheln geraten war. Sie stieß einen hohen, spitzen Schrei aus, als mein Körper gegen ihren prallte und sie den Kontakt zum Boden verlor. Zusammen rollten wir den kleinen Abhang herunter, spürten dabei, wie sie vereinzelte, spitze Äste in unseren Rücken bohrten, dabei waren, und blutige Striemen über die Haut zu ziehen. Erst nachdem unsere unfreiwillige Fahrt beendet waren, ich zwei mal tief Luft holte, richtete sich T?rella auf, funkelte mich dabei böse an und zischte so etwas wie:,, Sei doch nicht so unvorsichtig, stellst dich ja dümmer an wie ein Hund!? ,,Tut mir leid?, ächzte ich, dabei, mich ebenfalls hoch zu stemmen, damit ich möglichst schnell wieder auf die Bein kam, um eventuell schnell die Flucht ergreifen zu können, falls sich der Schamane dazu entschloss uns zu verfolgen. ,,Ach?, sie schüttelte den Kopf:,, ist auch nicht so schlimm. Habe mir gleich gedacht, dass du für eine ordentliche Flucht nicht zu gebrauchen bist.? ,,Wirklich?? Etwas abschätzend, nicht genau wissend, was sie damit sagen wollte, schaute ich sie an, immer darauf hoffend, dass auf ihr ansonsten ernstes Gesicht vielleicht so etwas wie ein Lächeln oder ähnliches huschte. Aber ich sah mich getäuscht darin, eine frohe Hoffnung anzuschlagen. T?rella nickte nur ehrlich und stand dann schon wieder, um mir ihre Hand zu reichen, damit ich mich auf richten konnte. Immer noch merkte ich wie mir die Lungen schmerzten, dass ich glaubte flüssiges Feuer einzuatmen. Nun aber, wo ich dich neben ihr stand, sie immer noch meine Hand hielt, ich meinte so etwas wie ein Knistern zu spüren, welches in der Luft lag, schüttelte sie kurz den Kopf und zerstörte den Augenblick, in dem sie meinte:,, Deine Hände fühlen sich so weich an, wie der Hintern eines Pferdes und deine Ausdauer ist mit der eines alten Mannes zu vergleichen, der dabei ist, den hundersten Sommer zu erreichen. Was hast du nur die ganze Zeit gemacht?? ,,Wie meinst du das?? Ehrlich pikiert darüber, so offen und ohne Scherz kritisiert zu werden. ,,Na, schau dich doch an. Deine Kleidung sieht so seltsam, so vornehm aus. Den Stoff, welchen du um deine Füße trägst, sieht gut gepolstert aus, wirkt auf mich, als ob du gar keine Probleme mit dem Laufen haben wirst. Hinzu kommt noch dein ruhiges, gelassenes Gesicht, deine langsamen, behäbigen Bewegungen, die darauf schließen lassen das du keiner großen Eile unterworfen bist.? ,,Ich habe schon wichtiges zu tun?, versuchte ich die eben gehörten Vorwürfe zu entkräftigen, wobei mir aber nichts weiter einfiel. Ich verzog den Mund etwas, schob die Unterlippe trotzig hervor und schaute dann zu T?rella, die nun dabei war zu schmunzeln. ,,Du musst jetzt nicht böse sein.? ,,Bin ich auch nicht.? ,,Doch bist du, dass sehe ich. Denn deine Augenbrauen haben sich deutlich dichter an deine Augen heran bewegt.?, sie machte eine kurte Pause, flüsterte:,, Komm?, als sie wohl etwas hörte ,was meinen Ohren entgangen war. Sie zog mich am Ärmel meines Hemdes. Jetzt erst, als sie nach meiner Kleidung griff, fiel mir ein, dass ich angezogen war, dass ich in ganz normaler Kleidung unterwegs war, die ich doch eigentlich nicht tragen konnte. Schließlich war es Nacht, als ich ins Bett ging und dann unfreiwillig erwachte, in einem mir völlig fremden Wald. ,,Wo wolltest du nun mit mir hin? Und was wolltest du suchen?? Sagte ich nun, um das Thema möglichst schnell zu wechseln, denn ich wusste genau, dass T?rella bestimmt noch ein oder zwei andere Merkmale an mir entdecken würde, die nicht gerade danach strebten mir erzählt zu werden. ,,Wohin ich wollte? Nur bloß schnell weg von Grundor und seinen Raschnah, da diese uns wirklich Ärger bereiten können. Und ich wollte dein Drehundel- oder wie hast du es vorhin noch genannt ?- suchen. Damit wenigstens du eine Möglichkeit hast, dich zu verteidigen.? ,,Grundor? Das war der Schamane?? ,,Ja, ein böser Männer, der alles daran setzt immer mehr Macht zu erhalten.? ,,Und was für verbotene Dinge soll Droll getan haben?? ,,Na, er hat in den Schriften der Alten gelesen. Und das will Grundor nicht. Schließlich stehen dort Sachen drinnen, die er nicht versteht oder meint nicht zu brauchen. Denn bei ihm ist alles auf Gewalt ausgelegt. Er will uns unterjochen und besonders meinen Vater, da er die Schriften versteht.? ,,Langsam glaube ich zu verstehen?, nickte ich:,, Also ist dein Vater eigentlich der jenige, der die Position des Schamanen übernehmen sollte.? Bitter nickte T?rella. Es war auf einmal ein bedächtiges Schweigen zwischen uns getreten, welches mich dazu veranlasste, einen Schritt auf die junge Frau zu zugehen, sie vielleicht in den Arm zu nehmen, um sie von dem plötzlich auftretenden Schmerz etwas zu befreien. Aber das ließ sie nicht zu, schüttelte nur stumm den Kopf, zwinkerte mich etwas verwundert an, da sie diese Geste, die ich vollzog wohl nicht kannte. Nun versuchte ich es, die unangenehme Stille zu brechen, in dem ich fragte.,, Hast du denn eine Ahnung, wo mein Schwert sein könnte?? Sie blinzelte einmal kurz, schaute mich verwundert an und fragte dann ihrer seits:,, Was meinst du?? ,,Na das, was du vorhin nicht aussprechen konntest. Mein Schwert. Es würde uns hier sicherlich von nützen sein.? ,,Schwarte?? ,,Nein?, ich verdrehte die Augen:,, Schwert! Du weiß schon, so ein metalendes Ding, mit dem man Menschen weh tun kann, wenn man möchte.? Oder sich verwandeln kann, wenn die Gefahren zu groß werden, in denen man steckt, fügte ich noch in Gedanken hinzu, denn in mir baute sich mehr und mehr der Drang auf, endlich He-man zu werden, endlich den Leuten entgegen treten zu können, die T?rella und mir das Leben zu Hölle machten. Aber da wo kein Schwert war, konnte man auch keine beschwörenden Formeln sprechen und wenn ich dieses nicht konnte, würde ich niemals zu dem Mann werden, den Skeletor fürchtete und viele Kinder verehrten. Nun aber, die sehnenden Gedanken bei Seite schieben, lauschte ich den Worten T?rellas:,, Nein, ich kann es dir nicht sagen, aber bestimmt der Spiegel von Trulki!? ,,Was für ein Spiegel?? ,,Du wirst schon sehen, Adam, komm mit, ich will dich zu ihm bringen.? ,,Ich muss aber nicht wieder eine seltsame Suppe trinken, oder?? * Dicht über die magische Kugel gebeugt, auf das flimmernde, in sich verdrehte Licht schauend, welches immer dann auftrat, wenn jemand versuchte mit dem gläsernen Gegenstand Kontakt aufzunehmen. So wie in diesem Augenblick, in diesem Moment, wo Skeletor, der Herr der Unterwelt, damit beschäftigt war, sich seinen Gedanken in zu geben, die sich um ein Thema drehten. Die sich wanden und schlangen, immer wieder damit beschäftigt waren Pläne auszuarbeiten, wie man die alten Weisen vernichten, die Zauberin vertreiben und He-man endlich in die Hölle schicken konnte. Aber auch andere Dinge waren gerade dabei Gestalt in seinem Kopf anzunehmen, kleine Ideen, Funken gleich, die dabei wahren ein Strohfeuer zu entfachen. Skeletor, der auf seinem knöchernen Thron saß, auf den Überresten vertriebener und dahin geschiedener Feinde, die es einmal wagten, sich gegen ihn zu stellen, ihn davon abhalten wollten, die absolute Macht an sich zu nehmen. Nun aber, wo er die geistige Verbindung herstellte, sie aufbaute, damit er die schwach gesprochenen Worte verstand, erhob er sich von seinem Platz und ging auf die magische Kugel zu. Sie lag in einem Samttuch gebettet, brachte mehr Gewicht auf die Wage, als man vermutete. Jedes Mal, wenn Skeletor sich der Kugel bemächtigte, bestaunte er dieses Phänomen, wunderte sich sogar insgeheim darüber, da sie überhaupt nicht den Eindruck vermittelte, besonders schwer zu sein. Sie wirkte auf den stillen Betrachter eher wie eine ganz normale runde Form aus Glas, die man sich zur zierte irgendwo hin stellte, sich an ihr ergötzte, wenn man zu viel Alkohol im Körper hatte. Nun aber, wo er die in Händen hielt, merkte, wie sich etwas aufzubauen begann, leuchtete es in den dunklen Augenhöhlen des knochigen Gesichtes rötlich auf, wurde zu einem Glühen, das keine Wärme, sondern tödliche Kälte ausstrahlte. Die knarrende, knurrende Stimme wurde aktiv, als er das Bild erkannte, welches sich immer mehr abmalte, ihn zeigte, wer mit ihm sprechen wollte. Eine kurzer Anflug von Nervosität packte ihn, als er eine Person sah, mit dessen Auftauchen er noch nicht gerechnet hätte. Sofortige Zweifel stiegen in ihm hoch, denen er nicht Herr werden konnte. Hörte hinter sich feste Schritte, die von schweren Stiefeln verursacht wurden, hob nur beschwichtigend die Hand, als er meinte zu wissen, wer sich im Rahmen der Tür befand, darauf wartete, einen Bericht abzugeben. ,,Was willst du?? Peitschte Skeletors Stimme, als er den kurzen Anflug von Aufregung hinter sich brachte und dabei war, sich nun voll auf die Kugel zu konzentrieren... * Das, was sich mir zeigte, wollte und konnte mir nicht gefallen. Nicht nur, dass ich mit T?rella gut und gerne eine Stunde durch eine mir völlig unbekannte Wildnis laufen musste, so verlangte sie von mir, dass ich mich in ein dunkles Loch hinein zwängen sollte, welches sich unmissverständlich als Zugang zu einer Höhle entpupte. Und alles was mit unbekannten, finsteren Eingängen zu tun hatte, trat ich erst einmal kritisch entgegen, denn viel zu oft durfte ich mich mit unangenehmen Überraschungen herum plagen, musste mich erwehren, meistens meiner Haut. Deswegen schüttelte ich den Kopf, schaute vorwurfsvoll zu T?rella, die nicht ganz verstand, was sie von meinem Verhalten halten sollte. Ich machte einen Schritt zurück, wies dabei auf die Höhle und fragte:,, Da soll ich wirklich hinein gehen?? ,,Ja?, sie drängte nun mit einmal:,, Hier können wir vielleicht eine Antwort auf deine Frage finden.? ,,Ich bin mir sicher, dass wir das werden. Aber hast du nicht einen Komonikator oder so? Ich kenne zufälligerweise die Frequenz, auf der ich Man-at-Arms erreichen kann. Der würde mich bestimmt hier abholen, mit dem Talon Fighter oder dem Windraider.? ,,Frequenz? Was soll das denn sein? Etwas zu essen??, sie zeigte sich wirklich verwirrt:,, Ich habe nicht die leiseste Ahnung, wo von du sprichst!? ,,Wirklich nicht?? Sie lachte gekünzelt:,, Nein, weißt du! Ich mache das hier nur so zum Spaß.? Mir wurde plötzlich schlecht. Ich wollte mich weigern, die bis her gewonnene Erkenntnis nicht akzeptieren, obwohl sie mir doch schon so deutlich vor Augen geführt worden war. Ich konnte einfach nicht mehr auf Eternia sein! Ich seufzte, als ich abwinkte, sie anschaute und meinte:,, Ist schon gut, vergessen wir das. War nur ein Versuch, ich habe gehofft doch noch zu Hause zu sein- auch wenn dieses ziemlich weit weg ist!? T?rella strich mir mit einmal liebevoll durch das Gesicht, blinzelte mir zu und flüsterte:,, Auch darauf wird der Spiegel von Trulki eine Antwort haben. Wobei ich mit ziemlich sicher bin, dass du nicht im geringsten hier her gehörst.? ,,Das baut mich auf.? ,,Mach dir nichts darauf, Adam. Wir werden dein Sching finden, und dann wird es Grundor den Arsch versohlen.? ,,Es heiß...?, ich winkte ab:,, auch egal. Wie heißt dieser Ort.? ,,Wir nennen es Erdhe, während andere es Terrona nennen.? ,,Kenne ich nicht?, und damit brach jegliche Hoffnung in mir zusammen. Sie verschwand, zerfloss, zeigte mir lachend auf, in welcher klemme ich steckte, wobei sie mir nicht verriet wo ich mich wirklich aufhielt. Diese Namen hatte ich noch niemals gehört, war mir nicht einmal sicher, ob sie irgend jemand anderes mal auf Eternia gehört hatte. Ich ließ die Schultern zusammen sacken, schaute noch einmal auf die schwarze Öffnung und war mir sicher, einen kurzen Lichtreflex zu erkennen, der mich aufforderte, einen Fuß hinein zu setzten, in das unbekannte. Ich tat es, ohne darauf zu achten, was T?rella hinter mir tat, denn in meiner Verzweiflung, vielleicht niemals wieder nach Hause kommen zu können, wollte ich einfach jede Gelegenheit ergreifen, die mir eine Chance bot, wieder nach Eternia zu gelangen. Das es hier aber noch etwas zu erledigen gab, sagte T?rella mir, die plötzlich heiser war, als sie besorgt fragte:,, Was meinst du, Adam, wie geht es meinem Vater? Und U?deno?? ,,Ich weiß es nicht?, war ich ehrlich, und war froh, dass sie mir im Rücken stand, denn ich war mit ziemlich gewiss, dass gerade etwas in ihr brach. Was aber wiederum einen Trotz in ihr hervor rufen konnte, wenn sie es nur schaffte sich selber zu motivieren, um dieses Abenteuer bestehen zu können. ,,Wir müssen einfach dein Gchert finden!? ,,Hoffentlich.? Damit schlug mir eine feuchte, kalte Luft entgegen, die sich unangenehm auf meine Haut legte, dabei war, in jeden Ritz und Spalt meiner Kleidung zu kriechen. Vernahm das klacken von zwei Steinen die gegen einander schlugen und bemerkte einen Funken, der auf trockenes Tuch traf und dieses gleich in Brand setzte. Verwundert darüber, wo T?rella die Fackeln plötzlich her hatte, zeigte sie wissend nickend auf eine kleine Nische, in der ich deutlich die langen, hölzernen Stiele weiterer Lichtspender erkannte. Auch den Stoff, mit denen sie umwickelt waren, war gut zu erkennen. Sie reichte mir eine und nahm sich dann ebenfalls eine, um diese in Brand zu setzten. ,,Wir kommen oft hier her?, erklärte sie:,, Deswegen haben wir uns hier die Feuerstangen hingelegt, damit wir schnell den Weg finden. Komm.? ,,Gerne?, flüsterte ich und fragte dann:,, Warst du denn schon oft hier.? ,,Zwei oder drei mal.? Ich fröstelte sofort, nahm dabei das plätschern eines unterirdischen Flusses war und fragte mich, wie T?rella wohl mit dem Klimaumschwung zurecht kam. Denn wenn ich nur an ihren Lendenschurz dachte, der ihre Weiblichkeit verbarg, wurde mir anders. Sie würde hier nicht lange überleben. Wenn ich zu mir ehrlich war, drehte ich mich nicht nur um, um T?rella zu fragen, ob sie es aushielt in der Höhle, sondern auch aus dem Grund, um noch einmal in dem schattig werdenden Licht ihre Haut zu betrachten, sie von oben nach unten anschauend. Ich genoss es, zu sehen wie über eine Gänsehaut über ihre Arme lief, die Brust erreichte und dabei war, die Fantasie jeden Mannes in die Lenden zu treiben. Sie zog die Schultern nur kurz fröstelnd zusammen, um sich dann an mir vorbei zu drücken, die Hand ausstreckend:,, Hinter dem Fluss, wenn wir einige Schritte in die Höhle hinein tun, kommen wir in eine große Kammer, da wirst du dann den Spiegel von Trulki erblicken.? ,,Wenn es so leicht ist?, hob ich lässig die Schultern, um dann auf der gleichen Höhe zu bleiben, den Hindernisse auszuweichen, die sich mir einfach so in den Weg stellten. Auch das leise dahin treiben des Wassers wurde lauter, schwoll zu einem kleinen Grollen an, dass mir augenblicklich Respekt verschaffte. Ebenso die schmale, aus Seil bestehende Brücke, die sich gut vier Schritt über den Fluss befand, der sich schnell und geschwind durch das im Stein entstandene Bett bewegte. Jetzt, wo ich sie sah, die Öffnung im Fels, wurde mir schlagartig anders, beinah ängstlich zu mute schaute ich den Wassermassen hinter her, die sich in einen schäumenden See ergaben, der sich nur langsam in den dahin gluckernden Fluss ergaben. Auch sah ich zu meinem Erstaunen, dass genau zu dem See unter mir, die Wege aus Leitern und Seilen führten. Mit der Fackel in der Hand, wieder zu T?rella schauend, bemerkte ich erschrocken, dass sie mit ihrer freien Hand nach dem Rand der Brücke griff, um sich dann schwankend in Bewegung setzte. Ich wollte noch etwas sagen, sie vielleicht dazu überreden, dass wir einen anderen Weg nehmen sollten, wusste aber sofort, dass es sicherlich nichts bringen würde, denn plötzlich war T?rella von einer Ernsthaftigkeit ergriffen, die ungeheuren Respekt in mir wachsen ließ. Als erstes schloss ich die Augen, als ich das immer lauter werdende Rauschen hörte, wie das Wasser aus der Öffnung in den See herab fiel, mir vorkam, als ob es mich wegspülen wollte. Oder wenigstens einen Protest startete, dass ich keinen Schritt weiter in den freien Raum hinein machte. Zu gerne währe ich der eingebildeten Aufforderung nachgekommen, wollte mich ihr beugen, merkte dann aber selber, wie lächerlich dieses Verhalten meinerseits war, dass ich diesen Weg hinterm ich bringen musste, wenn ich jemals wieder die Sonne Eternias erblicken wollte. Mit einem gefestigten Selbstvertrauen, auf das schmale Seil tretend, dass sich beachtlich unter meinem Gewicht beugte, hörte ich T?rella sagen:,, Verlage dein Gewicht, finde deinen Mittlerenpunkt... Und wackle nicht so doll!? ,,Würde ich gerne?, entgegnete ich:,, aber meine Mitte scheint sich immer wieder zu verschieben.? ,,Suche sie.? Wie ich es schaffte, dieses Hindernisse hinter mich zu bringen, war mir bis jetzt noch nicht einmal klar. Denn ich stand- zwar zwei Herzinfarkte später- auf der anderen Seite der Brücke, neben T?rella, die mich belustigt, aber auch etwas ehrfürchtig anschaute. Denn das ich es wirklich schaffte, meinen abrutschenden Fuß, der plötzlich an Gewicht zunahm, noch zu halten und nicht herabzustürzen, in das bitter kalte Wasser, blieb mir ein Rätsel. Jetzt noch, wo wir eine kleinen Holzleiter herunter kletterten, schlug mein Herz wild, pumpte unentwegt Adrenalin durch meinen Körper, dass ich meinte von innen heraus zu glühen. Ich hielt die Fackel weiter von mir, denn bei den zweiten mal, als ich meinte dass es um mich geschehen ist, war sie mir fast aus der Hand gerutscht, mir gegen den Kopf geschlagen, um dann noch einzelne Haare stinkend zu verbrennen. Nun aber, wo ich die Leiter passierte, auf den festen Untergrund trat, atmete ich befreit aus und fragte leise:,, Und hier soll ein Spiegel sein?? Wissend lächelnd, mit der Fackel einen Kreis ziehend, riss T?rella einzelne Uferumrisse aus den düsteren Schatten, zeigten mir, wie sich seichtes Wasser auf dem glatt polierten Steinen brach. Ich ging ungläubig auf den Rand des Sees zu, und lauschte den Worten T?rellas:,, Der Spiegel ist als solcher auch nicht zu erkennen, denn er ist...? Sie unterbrach sich selber und ich wusste sofort warum sie das tat, denn das leichte vibrieren des Bodens veranlasste mich dazu, mich hektisch umzugucken. Nicht nur, dass ich jeden einzelnen, Ruck deutlich verspürte, der nach meinen Körper griff, so meinte ich auch das auseinander Treiben des Wassers zu hören. Es war mit einem ziehen und zehren an Kleidung zu vergleichen, wie es dabei war, an einem großen, mächtigen Körper herabzulaufen. Ein deutlich zu hörendes Knurren traf meine Ohren und der kurze flackernde Schein meiner Fackel riss ein gewaltiges, muskulöses Bein aus den Schatten der Dunkelheit. Eines von der Sorte, dass die Größe eines Baumes zu besitzen schien. Und dann, als T?rella nach meinem Arm griff, so den Schein des Lichtes vergrößerte, wurden die anderen, die versteckten Teile des Körpers aus den undurchsichtigen Schwarz gezehrt. ,,Sch****e?, flüsterte ich, als ich erkannte, was da vor mir stand... |
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