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: 01.12.2004
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Aufbruch nach Eternia - Sturm auf Eternia
Der Pakt mit dem Teufel
König Randor versuchte, was er konnte. Aber nach tagelangen Verhandlungen war auch er müde und abgekämpft. Einige Vertreter der verschiedenen Völker waren direkt aufgebrochen, als in ihren Dörfern und Städten die Trooper der Horde aufgetaucht waren. Andere, bei denen die Horde noch nicht aufgetaucht war, hielten sich arrogant und hochnäsig zurück, spotteten über die Schwäche der besetzten Völker. Doch nach und nach wurden fast überall auf Eternia
Trooper positioniert. Und spätestens seit ihrem Auftauchen im Palastgarten war die gesamte Versammlung in hellem Aufruhr. Randor verzweifelte langsam, denn sein diplomatisches Geschick schien ihn vollkommen im Stich zu lassen. Gerade wollte er eine Diskussion mit einem Gesandten der Kulattacks führen, weil er diese in der Angelegenheit für zu gleichgültig hielt. Jedoch war der Geräuschpegel im Raum beinahe unerträglich.

Da schwang plötzlich die Flügeltür des Konferenzsaales auf und von einem Moment zum Nächsten herrschte Stille im Raum. Wie versteinert blickten alle auf Königin Marlena, die herein trat. Doch nicht die Königin ließ den Anwesenden den Atem stocken- dicht hinter ihr traten zuerst Skeletor und dann sämtliche seiner Monsterkrieger herein. Randor war der erste, der sich wieder fasste und sah nur noch die Bedrohung für seine Frau. Binnen einer Sekunde hatte er sein Schwert gezückt und stürmte auf Skeletor zu. In diesen Zeiten hatte selbst der sonst sehr friedliebende König Eternias immer seine Waffe bei sich, selbst hier im Konferenzsaal.

Doch Randor wurde durch seine Frau gestoppt. Sie erhob zuerst die Hand und dann die Stimme. ?Warte, Randor! Hör Dir an, was er zu sagen hat!? Verdutzt blieb der König stehen und schaute erst Marlena und dann Skeletor an. Dieser sah anders aus als sonst. Kein hämisches Grinsen schien von ihm auszugehen. Sein sonst so feixendes Knochengesicht spiegelte keine Emotionen wieder. Nun aber stürzte sich einer der Abgesandten auf den Herrn des Bösen. ?Skeletor, welche Teufelei heckst Du wieder aus??. Doch er kam nicht weit, denn schon im nächsten Moment wandte sich Skeletors kleiner Drache um seine Schultern und spie dem Angreifer ein Sekret ins Gesicht. Dieser fiel augenblicklich der Länge nach hin. ?So ein Paralysor- Drache ist doch die beste Leibwache, die man sich vorstellen kann!?, erhob nun Skeletor das Wort und warf einen verächtlichen Blick auf Trap- Jaw. Diesem entging jedoch die Geste.

?Was willst Du??, fragte nun Randor. Skeletor musterte ihn einen Augenblick, dann schien er tief Luft zu holen. Jedoch wandte er sich zuerst an Marlena. ?Vielen Dank, Eure Majestät. Es war mir ein Vergnügen.? Ein Raunen ging durch die Menge. Skeletor war freundlich und bedankte sich sogar. So etwas hatte sicherlich niemand erwartet. Doch die Situation schien zu trügen, denn Skeletor fauchte im nächsten Moment, sie sollten gefälligst still sein. Niemand wagte zu widersprechen. ?Randor, es sind schwere Zeiten angebrochen. Hordak hat seinen Weg zurückgefunden und bereitet sich auf den Angriff und die totale Zerstörung Eternias vor. Seine Truppen befinden sich überall und er wird überall gleichzeitig angreifen.? Wieder ging ein Raunen durch die Menge, doch diesmal genügte eine Handbewegung Skeletors, um sie zum Schweigen zu bringen, denn der Drache stellte sich auf seiner Schulter auf und drohte zischend.

?Hordak will meinen Kopf??, erzählte Skeletor weiter. ?Nunja, zumindest das, was er davon noch nicht genommen hat?Die Horde ist auf ganz Eternia eingefallen, auch in der dunklen Hemisphäre. Und die Stunde Null rückt gefährlich nahe.?

?Und da hast Du gedacht, Du schaust mal vorbei und bittest um Hilfe??, spottete der König. ?Nein, ganz im Gegenteil, Du Narr! Ich bin hier, um meine Hilfe anzubieten! Kennst Du das nicht? Der Feind meines Feindes ist mein Freund! Snake Mountain ist bereits an die Horde gegangen. Wir hatten im Kampf überhaupt keine Chance gegen die Truppen und mussten die Festung verlassen.? Beast- Man sah verwirrt aus. ?Aber Skeletor, wir haben doch gar nicht?? Dies handelte ihm einen Ellbogenhieb von Evil- Lyn in die Rippen ein und er war still.

?Du meinst?..?, begann Randor wieder. ?Ganz genau. Ab sofort werden meine Krieger Deinen Masters zur Seite stehen. Zumindest solange, bis diese Krise ausgestanden ist. Danach kannst Du mir ja immer noch Dein Reich aushändigen.? Betretenes Schweigen folgte. Dann brach der König Eternias in schallendes Gelächter aus. ?Der große Skeletor, Herrscher der Unterwelt und selbsternannte Geißel Eternias kriecht hier zu Kreuze und bietet mir seine Hilfe an. Ich glaube das nicht!? Auch einige der anderen begannen zu lachen, inklusive Tri- Klops und Trap- Jaw. Dann versteinerte sich Randors Miene. ?Nun denn, wenn Einem Hilfe angeboten wird, sollte man sie nicht ausschlagen. Aber bitte verzeih mir, wenn ich Dich nicht herumführen werde. Und glaube mir, ich werde jedem Deiner Krieger einen der Masters zur Seite stellen. Trauen werde ich Dir sicherlich nicht.?

Dann reichte er Skeletor die Hand. Gerade als dieser einschlagen wollte, wurde eine Seitentür aufgerissen und eine Palastwache stürmte herein. ?Sie greifen an! Andreenos wird angegriffen!? Erschrocken fuhr der Paralysor- Drache herum und spie dem armen Boten eine Ladung Schlafgift ins Gesicht. ?Hmmm, vielleicht sollte ich mich von meinem neuen Haustier doch wieder trennen. Er hat seinen Zweck schließlich erfüllt.?, bemerkte Skeletor kalt.

Andreenos

Buzz- Off kämpfte, wie er noch nie zuvor gekämpft hatte. Von allen Seiten her drangen Trooper in den Stock ein. Alle Wächter waren mit Ambrosia versorgt worden, jedoch kamen sie allein mit Stärke gegen die Roboterarmee nicht an. Überall lagen Trümmer von zerstörten Hordekriegern herum. In diesem Moment war er glücklich darüber, dass er die Verhandlungen frühzeitig verlassen hatte. In einem ruhigen Moment hatte er Randor beiseite genommen, um von seinem Schwur für die Masters entbunden zu werden. Seine Loyalität galt zwar nach wie vor den Kriegern um Man- At- Arms, jedoch war er seiner Königin noch mehr verpflichtet. Und als die Trooper begannen, das Auge von Sarkaine zu durchqueren, machte er sich auf den Weg, um seinem Volk beizustehen.

Eine Lasersalve schoss über seinen Kopf hinweg. Mit seiner Stabwaffe feuerte er zurück und erwischte einen Trooper, dem er ein großes Loch in den Brustpanzer schoß. Wie ein Kartenhaus klappte der Torso des Roboters in sich zusammen. Der Rückstoß warf Buzz- Off zu Boden. Mit einer seiner Klauenhände fing er den Sturz auf, mit der anderen hielt er seine Waffe, die er zum zweiten Mal abfeuerte und damit einen weiteren Trooper zerfetzte. Er rappelte sich wieder auf und blickte auf seine Hand. Er war genau in die Blutlache eines gefallenen Kriegers gestürzt. Einige Flügelfetzen wurden vom Wind aufgewirbelt. Entsetzt blickte er auf die Leiche.

?Pass auf!?, schrie da plötzlich jemand und im nächsten Moment sah Buzz- Off um sich herum nur noch Federn. Ein Avionier hatte sich vor ihn geworfen und einen Schuss abgefangen. Der Andrenide zögerte nicht uns erwiderte den Schuß. Dann beugte er sich zu dem Avionier hinunter. ?Alles halb so schlimm, ist nur ein Streifschuss!?, beteuerte der junge Mann. ?Stratos schickt mich. Wir sind hier, um Euch im Kampf zu unterstützen.? Und schon schoss er im Flug davon, um sich wieder ins Kampfgetümmel zu stürzen.

Buzz Off trat ans Fenster und blickte nach draussen. Der Himmel war schwarz von Rauch und Kriegern. Zwar hatten die Andreniden und Avionier den Vorteil, dass sie fliegen konnten, jedoch kamen immer mehr Trooper nach. In diesem Moment brach das Dach über Buzz Off auf und ein Kettenfahrzeug der Horde polterte krachend zu Boden. Schon hatte ein Trooper Buzz- Off gepackt, bevor dieser seine Waffe aktivieren konnte. Aus dem Kettenfahrzeug kam nun vorne ein Bohrer heraus und fing an, sich tiefer in den Bau der Andreniden zu fräsen. Buzz- Off versuchte sich zu wehren, doch mittlerweile wurde er von drei der Trooper festgehalten. Ein weiterer Roboter kam in den Raum gelaufen, doch dieser sah anders aus, eher bizarr. Sein Körper und Gesicht waren von der Form her einem Würfel gleich und er hatte lange, dünne Arme und Beine.

?Ah, ihr habt Buzz- Off gefangen. Sehr schön. Bringt ihn nach draußen, damit ihn alle sehen können und exekutiert ihn.? Die Trooper zögerten nicht. ?Sehr wohl, General Dylamug!? kam als Antwort. Dann machten sie sich auf den Weg, während Dylamug dem Bohrfahrzeug folgte. Buzz- Off strampelte und schrie, jedoch konnte er sich dem Griff der Trooper nicht entreißen. Draußen angekommen, standen sie auf einer Plattform und sogleich ertönte die Stimme Hordaks auf dem gesamten Terrain. ?Wir haben Buzz- Off. Seht, was wir mit denen machen, die sich uns widersetzen.?

Gerade wollten die Trooper kurzen Prozess mit dem Anführer des Wespenvolkes machen, als plötzlich eine Art kleiner Wirbelsturm durch sie hindurchfegte und ihre Metallkörper zerfetzte. Buzz- Off duckte sich, als Metallsplitter durch die Luft flogen. Im nächsten Moment sah er einen Windraider über sich, der in die Menge der Horde Trooper feuerte. ?Die Masters sind hier, um uns zu unterstützen!?, entfuhr es Buzz- Off. Doch Sy- Klone, der nun neben ihm stand, nahm ihm die Illusion: ?Ich fürchte, ich muss Dich enttäuschen. Es sind nur Man- At- Arms und ich. Und wir müssen unbedingt zu Deiner Königin. Ansonsten ist ganz Eternia verloren.? In diesem Moment landete der Wind Raider auf der Plattform. Man- At- Arms sprang heraus und lief zu den beiden hinüber. Im gleichen Moment landete auch Stratos bei den Masters.

Buzz- Off erklärte nur kurz: ?Ein Robotergeneral namens Dylamug ist auf dem Weg zur Königin, Hordak hat es auf sie abgesehen. Wir müssen nur dem gefrästen Tunnel folgen. Kurz darauf erreichten sie das Gefährt der Horde. Für die Masters war es ein leichtes, die Fräse auszuschalten. Jedoch sah es mit Dylamug da schon etwas anders aus. Er war nicht wie der Rest der Horderoboter. Verschlagen und hinterlistig und mit multiplen Kampftechniken ausgestattet fiel es den vier Kriegern sichtlich schwer, ihn in Schach zu halten. Doch plötzlich hielt er inne, blieb einfach stehen. Verwundert sahen sich die Masters an. Dann lief Dylamug los und verschwand einfach.

Die Fräse hatte den Thronsaal der Königin schon fast erreicht. So brauchten sie nicht lange, um sie zu erreichen. Doch die Königin stand einfach nur da und schien keineswegs verwundert darüber, dass nun die Masters hereingestürmt kamen. ?Eure Majestät?, begann Duncan. ?Entschuldigt unser respektloses Eindringen, aber die Zeit drängt und ganz Eternia ist in Gefahr. Wir brauchen etwas von Euch und das ganz dringend.?

Königin Andreeno wandte den Blick. ?Ihr braucht den Stein des Legaten. Ich weiß. Aber wisse eins, Man- At- Arms, Vertrauter meines Freundes, König Randor. Es geht hier nicht um Andreenos. Und es geht auch nicht um die Horde. Es geht um Macht und um Schuld. Dies ist nur der Anfang. Und ich weiß nicht, ob es jemals ein Ende geben wird.? Dann drehte sie sich zu Stratos um. ?Avionier, ich weiß Eure neugewonnene Loyalität zu schätzen. Dennoch habt Ihr mehr als nur einen großen Fehler begangen. Die Rivalitäten unserer Völker begannen, als ihr uns vor langer Zeit bestohlen habt. Und nun lass mich Dich warnen: Die Konsequenzen für diesen Diebstahl werdet ihr nun tragen müssen. Unser aller Fehler war es, zu vergessen. Meine Schuld ist es, zu schweigen.?

Königin Andreeno sprach in Rätseln. Doch im nächsten Moment fiel Sy- Klone auf: ?Es ist so merkwürdig still geworden.? Keinerlei Kampfgeräusche drangen mehr in den Stock ein. Dann piepste es auf einem ein Kommunikationsgerät an Stratos? Arm. ?Stratos, hier ist Hawk, die Horde greift nun Avion an! Wir brauchen Euch!?

Man- At- Arms hatte sich als Erster wieder gesammelt. ?Der Angriff auf Andreenos war nur ein Ablenkungsmanöver! Sie sind hinter Avion her!?

?In der Tat.?, bemerkte die Königin. ?Es geht um Schuld und Sühne.?

Fortsetzung folgt?
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