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: 01.12.2004
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   Aufbruch nach Eternia - Sturm auf Eternia    Der Untergang von Avion
Aufbruch nach Eternia - Sturm auf Eternia
Der Untergang von Avion
Polternd fiel ein Buch zu Boden, als sich Zheelar auf die Kante des Tisches stützte. ?Nycaleon, Du bist zu weit gegangen!?. Der Herrscher zuckte ein wenig zusammen. Die kosmischen Magier standen bei den Sakral über dem Gesetz. Allerdings verfolgten sie stets eine Politik der Nichteinmischung. Umso erstaunter war Nycaleon, als Zheelar vor seiner Tür auftauchte. Er galt als einer der mächtigsten seiner Gruppe, von der man nur wenig wusste. Manche munkelten, dass sie sehr alt waren, aber nicht unsterblich seien. Und keiner wusste, woher sie gekommen waren, oder welche Ziele sie verfolgten. Daher galten sie als unantastbar, denn es wollte sich niemand mit ihnen anlegen.

?Was willst Du von mir, Zheelar? Ihr habt Euch noch nie für unsere Belange interessiert, warum gerade jetzt??, Nycaleon verstand nicht, warum sein Besucher gekommen war. Zheelar seufzt einmal. ?Ist Dir überhaupt nicht klar, was Du getan hast, Nycaleon? Wie viele Seelen gehen auf Dein Konto? Wie viele Unschuldige mussten für Dich sterben? Und wie viele werden es noch werden?? Nycaleon fuhr aus seinem Sessel hoch. ?Seelen? Du traust diesen Bastarden tatsächlich zu, dass sie so etwas wie eine Seele besitzen? Sie sind Abschaum, lebensunwürdig und eine Bedrohung für uns alle. Sie passen nicht hierher und sie würden nicht zögern, mich umzubringen, wenn sie die Gelegenheit dazu hätten. Ich bin ihnen nur zuvor gekommen!?

Zheelar war entsetzt. Er hatte schon von Nycaleons Fanatismus gehört, jedoch nicht von dem Ausmaß ? es war zu einer richtigen Manie angewachsen. Im Rat der Cosmic Enforcer, wie sie sich selbst nannten, hatte man beschlossen, nun doch einzugreifen. Von oberster Stelle aus waren sie beauftragt worden, für das Gleichgewicht zu sorgen. Jedoch hatten sie nie zuvor in einem solchen Ausmaß eingreifen müssen. ?Wo hört es auf, Herrscher der Sakral? Sag es mir! Sind als nächstes die Tiermenschen dran, weil sie anders aussehen? Werden die Andreniden umgebracht, weil ihre Flügel zu laut summen? Wirst Du Deine Mutter verraten, weil sie zu alt ist??

Nycaleon wurde wütend. ?Mach Dich nicht lächerlich! Wenn Du nur hergekommen bist, um mich zu verspotten, dann gehst Du besser gleich wieder! Oder ich werde Dich entfernen lassen!? Zheelar zeigte sich sichtlich unbeeindruckt. Er blickte dem Herrscher tief in die Augen und im nächsten Moment fingen überall auf seinem Körper Tätowierungen an zu leuchten. Der Herrscher wich einen Schritt zurück und verlor das Gleichgewicht. Plump fiel er rücklings in seinen Sessel zurück. ?Willst Du mir etwa drohen, Nycaleon? Sei gewarnt: Zieh Dir nicht unseren Zorn zu!?. Dann drehte sich Zheelar um und machte sich auf, den Raum zu verlassen. Doch dann überkam ihn ein plötzliches Gefühl der Schwäche, die ihn fast in sich zusammensinken ließ. Mehrere Sekunden lang stand er einfach nur da und konnte sich nicht rühren. Doch dann kehrte seine Kraft zurück und er drehte sich noch einmal zum Herrscher um.

Nycaleon schwebte einige Zentimeter über dem Boden, Seine Augen waren weiß, als hätten sie sich nach innen gedreht. Er war von einer hellen Aura umgeben und überall an seinem Körper leuchteten helle Tätowierungen auf. Doch schon im nächsten Moment hörte dieses Phänomen wieder auf und er stand wieder auf beiden Füßen. ?So fühlt es sich also an. Gut zu wissen.?

Zheelar wandte sich ab und verließ ohne ein weiteres Wort den Raum. Es war alles noch viel schlimmer, als er angenommen hatte. Nicht nur, dass Nycaleon wahnsinnig geworden war und die Mutanten auslöschen ließ, er schien selber ein Mutant zu sein. Gerade eben hatte er Zheelar demonstriert, dass er imstande war, sich die Fähigkeiten seiner Gegner anzueignen. Ein grausiger Gedanke überkam den kosmischen Magier. Aber er wusste, was er zu tun hatte. Noch gab es eine Möglichkeit, Nycaleon zu stoppen. Aber diesmal mussten sie eingreifen.
?Bei Procrustus!?, entfuhr es ihm, als er den Hauptturm verließ und sich auf den Weg machte, den anderen von seiner Entdeckung zu berichten.

Königspalast

Adam war so sehr überrascht worden, dass er gar keine Zeit hatte, sich in He- Man zu verwandeln, von allen Seiten stürmten die Trooper heran und griffen die Palastwachen an. Verzweifelt kämpften die Masters um ihr Überleben, doch angesichts der Übermacht der Horde schien die Situation bereits nach wenigen Minuten ausweglos. Aber noch überraschter war Adam, als plötzlich Skeletor direkt neben ihm stand und gegen die Trooper kämpfte. Für einen Moment lang stand ihm der Mund weit offen, doch schon musste er sich wieder fangen, um einer Attacke zu entgehen.

Ein paar Meter weiter jagte gerade Ram- Man seinen Schädel in eine Gruppe Trooper. Berstendes Metall und funkensprühende Elektrokabel verursachten ein ohrenbetäubendes Getöse. Von einer Mauer aus warf Evil- Lyn Energieblitze in das Kampfgetöse und so mancher davon ging nur um Haaresbreite an einem der Masters vorbei, gefolgt von einem Grinsen im Gesicht der Hexe. Beast- Man brüllte wütend, als er von zwei Troopern gepackt wurde, doch schon im nächsten Moment fielen ihre abgetrennten Arme zu Boden, sauber durchtrennt durch zwei gezielte Schüsse von Man- E- Faces.

?Nun, Prinzchen, es scheint ja doch mehr in Dir zu stecken, als alle dachten!?, bemerkte Skeletor hämisch, ohne dabei zur Seite zu blicken. Adam überhörte die Boshaftigkeit und schlug einen weiteren Trooper entzwei. Doch er hatte das Gefühl, dass für jeden zerstörten Roboter zwei nachfolgten. ?Hast Du etwa Langeweile??, fragte der Prinz sarkastisch zurück. Im nächsten Momnet blieben alle Trooper stehen, als hätte man sie abgeschaltet. Verdutzt blickten sich die Krieger an. Dann erschien am Himmel auf einmal die Fratze Hordaks.

?Bürger Eternias und zukünftige Diener der Horde!?, begann der Tyrann seine Ansprache. ?Ergebt Euch der Horde oder werdet vernichtet. Es gibt für Euch nur eines zu tun: Kapituliert und Ihr bleibt am Leben. Kämpft Ihr weiter, so werdet Ihr den Tod finden.? Einen Moment lang herrschte Stille. Dann verschwand Hordaks Bild und ein Bild der Stadt Avion erschien- eine Stadt über den Wolken, bewohnt von den Vogelmenschen unter der Führung von Stratos. Doch überall in den Wänden klafften Löcher, aus denen dichter Rauch quoll. Man sah Avionier, die aufgeregt um die Stadt herum flogen, hier und da Munitionsfeuer. ?In diesem Moment setzen sich die Avionier uns zur Wehr!?, ertönte wieder Hordaks Stimme. ?Seht meine Macht und ergebt Euch!?

Voller Entsetzen blickten alle auf das Szenario am Himmel, sowohl Masters als auch Monsterkrieger. Sogar den Dümmsten unter Ihnen, Beast- Man und Clawful war klar, was dort oben vor sich ging. Und dann passierte das Unfassbare: Avion ging unter. Die Stadt fing an zu bröckeln und stürzte in die Tiefe. Nach und nach blieb nichts mehr übrig außer einer Staubwolke, die noch kilometerweit am Himmel zu sehen war. Die einst so stolze Heimat der Avionier hörte einfach auf zu existieren.

Dann tauchte Hordaks Fratze wieder auf. ?Ihr habt fünf Minuten, um Euch zu ergeben, ansonsten wird es allen Einwohnern Eternias ergehen wie diesem Federvieh.? Dann verschwand er wieder und ein einzelner Trooper schritt auf König Randor zu. ?Wir erwarten Eure Kapitulation.?, schnarrte er mit einer blechern klingenden Stimme.

Skeletor schritt neben seinen Erzfeind und blickte auf den einzelnen Hordesoldaten. ?Denkst Du auch, was ich denke, Randor??. Der König nickte. Dann hob er sein Schwert und schlug auf den Trooper ein. Skeletor drehte sich um. ?Wo will denn Dein Sohnemann plötzlich hin? Der will sich doch nicht etwa verdrücken?? Randor wirbelte herum und sein Blick brannte sich in den Rücken seines Sohnes. Randor konnte nicht wissen, dass Adam sich in He- Man verwandeln wollte, denn dies war ein wohlbehütetes Geheimnis. Und niemand war zur Stelle, um ihm den Rücken zu decken. Alle, die das Geheimnis kannten, waren fort- Die Sorceress, Orko, Man- At-Arms und Zodak.

Adam drehte sich wieder um. ?Nein, ganz im Gegenteil, aber seht mal dort nach unten!?, entgegnete er. Randor und Skeletor machten einen Schritt nach vorn, von wo aus sie über eine Brüstung ins Tal sehen konnten. Der König riss die Augen weit auf und auch in Skeletors Augenhöhlen funkelte es. Im gesamten Tal war Bewegung. Tausende von Horderobotern bahnten sich ihren Weg zum Palast, walzten dabei alles platt, was sich ihnen in den Weg stellte. Bäume, Hütten, nichts konnte dem gewaltigen Ansturm der Horde widerstehen.

?Macht die Fahrzeuge startklar!?, rief Randor. Dann packte er einen Soldaten am Arm. ?Clamp Champ, mein Leibwächter. Sorge dafür, dass der Königin nichts geschieht und bringe sie in Sicherheit.? Der Soldat nickte nur und lief sofort in den Palast, um Königin Marlena zu beschützen. Schon begann die Horde wieder mit ihrem Angriff. Als erstes erschütterten ein paar Detonationen die Palastmauern. Von allen Seiten drangen nun die Roboter in den Schlossgarten ein und der Kampf wurde immer verzweifelter.

Doch schon im nächsten Moment wendete sich das Blatt für einen Moment, als Mekaneck mit einem riesigen Kettenfahrzeug um die Ecke gebogen kam. Man- At- Arms hatte seit Monaten daran gearbeitet und es war noch nicht ganz fertig. Hier und da schauten noch lose Kabel aus der Verkleidung. Aber der Blasterhawk erfüllte seinen Zweck. Etwa zwanzig Trooper wurden unter den gewaltigen Ketten einfach zermalmt. Dann lud Mekaneck die Waffe des Gefährts und ein riesiger Diskus schnitt sich pfeifend durch die Luft und durchtrennte alle Roboter, die sich ihm in den Weg stellten. Für einen Moment sah es so aus, als würden die Masters zusammen mit Skeletors Kriegern den Kampf gewinnen, doch dann setzte einer der Trooper zum Schuß an und traf direkt in die Elektronik des Riesengefährts.

Mekaneck wurde förmlich aus seinem Sitz gerissen und stürzte etwa vier Meter in die tiefe, wo er bewegungslos am Boden liegen blieb. Als nächstes traf es den König selbst. Er wurde von einer Feuersalve getroffen und sank regungslos in sich zusammen. Adam sah entsetzt mit an, wie sich Skeletor zum König hinunterbeugte. Doch der Herr der Unterwelt griff ihm unter die Arme. ?Er lebt noch, fass gefälligst mit an!? Adam nickte und half Skeletor dabei, Randor in einen Wind Raider zu heben. Hinter ihnen blubberte Mer- Man irgendetwas Unverständliches, als er zwei weitere Trooper abfing.

Im nächsten Moment donnerten ein paar Geschosse direkt neben Skeletor in den Boden und die Stimme von Man- At- Arms erklang. ?Lass gefälligst den König in Ruhe!? Auch Sy- Klone war erschienen und fegte wie ein Wirbelwind durch die Reihen der Angreifer. Adam blickte zu Duncan hinauf, der im Wind Raider über ihnen schwebte. Sein Herz machte einen Sprung, als er seinen Freund und Mentor wiedersah. ?Duncan, warte! Sie helfen uns!?, rief der Prinz ? doch schon griffen die Horde- Trooper wieder an. Skeletor brüllte: ?Das hat hier alles keinen Sinn mehr! Wir müssen unsere Stellung aufgeben! Rückzug!?

Dann sprang er in den Wind Raider mit dem verletzten König, dicht gefolgt von Adam, der seinen Vater nicht in der Obhut seines Erzfeindes lassen wollte. Man- At- Arms brüllte nun seinerseits: ?Auf nach Schloss Grayskull! Nur dort gibt es noch Schutz für uns?. Etliche Wind Raider und Battle Hawks hoben vom Boden ab, trugen Masters und Monsterkrieger, Palastwachen und Hofdiener davon.

Wenige Minuten später war der Palast erobert. Was sollte Hordak nun noch stoppen können?



Fortsetzung folgt?
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