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Aufbruch nach Eternia - Sturm auf Eternia
Ein neues Eternia
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| Aufbruch nach Eternia - Sturm auf Eternia Ein neues Eternia |
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Procrustus war langweilig. Die Ewigkeit so zu verbringen war nicht das, wonach ihm der Sinn stand. Aber als die Götter ihm diesen Teil des Universums gaben, hatte er nicht gewusst, wie öde und leer sein Leben von nun an werden würde. Von den anderen Göttern hatte er schon einmal gehört, dass sie Leben schufen und auch wieder zerstörten, dass sie sich sterblich machten und wieder zurück transformierten. Aber er hielt diese Art von Zeitvertreib für eine fixe Idee und er hatte auch schon lange keinen der anderen Götter mehr getroffen.
Und so reifte diese fixe Idee über ein paar tausend Jahre in ihm heran und schließlich fasste er den Entschluss, seinem Teil der Galaxie ebenfalls Leben einzuhauchen. Dabei wollte er einen Planeten ganz genau beobachten und ihn für die Ewigkeit erschaffen, um sich daran zu erfreuen. Und deshalb nannte er den Planeten ?Eternia?. Doch auch Eternia begann alsbald, ihn zu langweilen. Zwar hatte er etwas von atemberaubender Schönheit geschaffen, doch flossen sämtliche Energien nur in eine, geradlinige Richtung. Procrustus war bereits drauf und dran, seine Schöpfung wieder zu vernichten, als ihm eine Idee kam: Er wollte den Energiefluss durcheinanderbringen und zwei gegensätzliche Energien aufeinanderprallen lassen, um zu sehen, wie sie sich entwickelten. Und sein Plan ging auf: Der Planet wuchs und gedieh und schon bald entwickelte sich das Leben in für ihn nicht mehr kontrollierbaren Bahnen. Procrustus hatte etwas geschaffen, an dem er sich erfreuen konnte, denn es entwickelte sich von ganz allein weiter. Doch mit der Erschaffung dieser Welt kam etwas, womit er nicht gerechnet hatte: Procrustus entwickelte sich selbst weiter und bemerkte schon bald, dass er ein Gewissen in sich trug. Und als er sah, dass eine der beiden Energien die Oberhand über die andere gewann, griff er in das Geschehen ein und vernichtete fast den gesamten Planeten. Da begriff er, dass seine Macht und seine Verantwortung in direktem Gegensatz zueinander standen. Und Procrustus fing an, daran zu verzweifeln. Einige tausend Jahre entwickelte sich der Planet weiter, Leben entstand und verging wieder und Procrustus erkannte, dass der Kreislauf, der sich hier entwickelte, eine gute Sache war. Doch erneut gewann wieder eine Energie die Oberhand. Er hatte sie in gute und schlechte Energie eingeteilt und die schlechte bewirkte Ähnliches wie seine eigene Macht: Die Vernichtung seiner Schöpfung. Vollkommen verzweifelt hatte Procrustus schließlich die Lösung für sein Problem parat: er brauchte Hilfe. Und so begab er sich in menschlicher Gestalt auf den Planeten herab und machte sich auf die Suche. Viele Wesen erschraken, als sie ihn sahen, war er doch trotz seiner menschlichen Gestalt ein Titan mit vier Armen geblieben. Doch schließlich und letztendlich fand er, was er suchte: Eine Gruppe von Menschen, die weder gut noch böse waren und in denen die Energien gleichmäßig flossen. In keinem dieser Menschen war die Macht zu einer der beiden Seiten hingezogen. Und so begann er, sie nach seinen Vorstellungen auszubilden. Als Anführer wählte er einen starken Mann namens Zheelar aus, welcher immer von seinem jüngeren Bruder Zodak begleitet wurde. Er prägte seinen Schülern ein, dass sie für das Gleichgewicht des Planeten sorgen sollten. Nie wieder sollte eine der beiden Seiten die Oberhand gewinnen und somit sein Eternia gefährden. Dabei sollten die ?kosmischen Magier?, wie sie sich fortan nannten, in erster Linie neutrale Beobachter bleiben. Es war ihnen erst erlaubt einzugreifen, wenn wirklich Gefahr bestand. Dann verließ Procrustus den Planeten wieder, zufrieden mit seinem Werk. Doch er vergaß eines bei seinem Plan: auch kosmische Magier sind nicht perfekt. Und als Procrustus sich eines Tages aufmachte, die anderen Götter zu suchen, war das Chaos unter den Gefolgsleuten von Zheelar perfekt, denn er hatte ihnen nicht vermitteln können, WIE sie denn im Ernstfalle eingreifen sollten? Gegenwart Skeletor schritt durch das Tor von Grayskull, vollkommen in goldenes Licht gehüllt. Sein früherer Ausflug in die Vergangenheit hatte ihm mit Scare Glow nicht nur einen wertvollen Krieger verschafft, sondern auch das Wissen um die Macht von Grayskull, welche er nun an sich gerissen hatte. Nun wäre es ihm ein Leichtes gewesen, die Masters auszulöschen, doch sie standen für ihn nicht mehr an erster Stelle. Auch wenn er nun gottgleiche Macht besaß, so war Hordak immer noch eine ernstzunehmende Bedrohung für ihn. Rings um das Schloss standen die Trooper der Horde versammelt und warteten auf das Signal Hordaks. Dieser stand auf einer Anhöhe, von der aus er den Schauplatz überblicken konnte. Als er Skeletor aus der Burg schreiten sah, kniff er die Augen zusammen, so sehr blendete das Licht, welches er ausstrahlte. ?Hier hast Du Dich also verkrochen!?, ertönte seine Stimme über den ganzen Wald und scheuchte ganze Vogelschwärme aus den Baumkronen. Skeletor grinste kurz, dann antwortete er. Seine riesige Fratze erschien direkt vor Hordak und donnerte ihm entgegen: ?Sieht aus als wären es nur noch Du und ich. Oder besser: Nur noch ICH!? Dann löste sich Skeletors Gesicht in Rauch auf, nicht ohne vorher noch Hordak in den Staub zu fegen. Wutentbrannt rappelte sich der Anführer der Horde wieder auf und verschränkte die Arme vor der Brust. Er schwebte wieder einmal knapp über dem Boden. Keiner seiner Truppenführer war ihm zu Hilfe gekommen. Wie vor Schreck erstarrt blickten sie auf den mächtigen Hordak. Allein die Tatsache, dass Skeletor es gewagt hatte, Hordak anzugreifen ließ jeden Einzelnen von Ihnen erzittern. Aber Hordak im Staub liegen zu sehen war etwas, was niemand von ihnen erwartet hatte. Hordak erhob kurz die Hand, dann senkte er sie: Das Signal für den Angriff. Und es war ein Angriff, wie man ihn noch nie zuvor auf Eternia erlebt hatte. Eine wahre Feuersbrunst hagelte auf Schloss Grayskull hernieder, doch Skeletor grinste nur. Während seine Monsterkrieger nach und nach die heranstürmenden Trooper von der Zugbrücke beförderten, prallten alle Geschosse einfach an einer Art Aura von ihm ab. Mit einer einzigen Handbewegung sammelte Skeletor alle Geschosse und formte sie zu einem riesigen Feuerball. Eine Sekunde später fegte dieser durch die Reihen der Horde Trooper und hinterließ eine etwa zehn Meter breite Schneise der Verwüstung. Nun war es an der Reihe Hordaks und seiner Magier. Wie aus dem nichts tauchten schwarze Wolken und Energiewirbel am Himmel auf, blaue Energieblitze prasselten auf Grayskull nieder. Doch wieder sammelte Skeletor diese mit einer Handbewegung und zielte diesmal direkt auf Hordak. Dann geschah etwas, womit Skeletor nicht gerechnet hatte: Hordak hatte seinen Zug vorausgesehen und entgegnete ihm seinerseits mit einem Energieball. Skeletor war vollkommen überrascht, als er von beiden getroffen nach hinten taumelte. Dabei warf er fast Beast- Man und Tri- Klops von der Zugbrücke, die sich aber beide noch eben festhalten konnten. Unterdessen stand die Sorceress am Fenster von Grayskull. Skeletor hatte sie, Man- At- Arms und Adam einsperren lassen. Fast teilnahmslos beobachtete sie das Geschehen vor dem Schloss. Duncan trat neben sie und blickte ebenfalls hinaus. ?Ich glaube, wenn sie sich gegenseitig vernichten, sind all unsere Probleme gelöst?? Die Sorceress drehte sich zu ihm um, dann blickte sie zu Adam herüber. ?Das Grauen hat noch nicht einmal begonnen. Uns erwartet eine Zeit voller Schrecken. Ob sich Skeletor und Hordak gegenseitig vernichten ist in diesem Augenblick vollkommen gleichgültig. Vor allem, weil ich Adams Geheimnis nicht schützen konnte.? Adam ging zu ihr hinüber und legte seine Hand auf ihre Schulter. ?Sorceress, es?. Es tut mir leid. Ich habe Euch alle enttäuscht. Ich war nicht fähig, als He- man zu bestehen. Und jetzt hat Skeletor die Macht?? Weiter kam er nicht, denn die Sorceress legte ihm einen Zeigefinger auf den Mund. Diese fast mütterliche Geste rührte ihn. Dann fing sie wieder an zu sprechen: ?Oh Adam, Du hast uns nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil- Du hast alle unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen! Aber dennoch steht Dir Deine größte Prüfung noch bevor und schneller, als Dir lieb sein mag. Aber ich habe einst ein Versprechen abgelegt. Und dieses darf ich nicht brechen. Es mag Schicksal sein, dass uns Skeletor ausgerechnet HIER eingesperrt hat?? Sie schritt zu einer Wand hinüber und drückte einen verborgenen Stein. Eine Art Schublade kam aus der Wand und darin lag etwas, das in ein Leintuch gewickelt war. Sie nahm es heraus und reichte es Adam. ?Du wirst es bald verstehen. Aber nun müssen wir fort von hier.? Sie drückte einen weiteren Stein und eine geheime Tür schwang auf. Ein Brandgeruch lag in der Luft. Hunderte von Troopern waren bereits zerstört und immer noch kamen neue hinzu, so, als sei ihre Quelle unerschöpflich. Mitten im Geschehen bekriegten sich Skeletor und Hordak bis aufs Blut. Doch keine der beiden Seiten schien einen Vorteil zu haben. Die Trooper waren für die Horde lediglich Kanonenfutter und viel anders handhabte es Skeletor mit seinen Gefolgsleuten auch nicht. Mer- Man hatte es bereits von den Füssen gerissen und laut blubbernd war er zu Boden gestürzt. Two Bad, Stinkor und Clawful hatten auch schon ihre Blessuren davongetragen. Dennoch kämpften sie verbissen weiter. Stinkor ließ eine seiner berüchtigten Duftwolken über die Horde ergehen. Den Troopern konnte er nichts anhaben, aber die Truppenkapitäne fingen an zu würgen und zu röcheln. Hordak hob seinen Arm und seine Hand veränderte sich augenblicklich zu einer Art Propeller, mit dem er fast einen kleinen Orkan entfachte, der die Duftwolke direkt dorthin zurückbeförderte, wo sie her kam. Skeletor verging langsam die Lust an dem Hin und Her. Er hob seinen Widderstab und zielte damit auf Hordak. Viele kleine Klingen stoben heraus und rasten auf den Anführer der Horde zu, ungeachtet des Luftwiderstandes, den sein Hurricane- Arm verursachte. Da öffnete sich Hordaks Brustkorb und eine Kreissäge heulte durch die Luft, den Klingen entgegen. Und gerade, als sich beide in der Mitte treffen sollten, passierte? nichts? Der ganze Kampfschauplatz schien im Zeitraffer einzufrieren, Kämpfer und Trooper erstarrten und alles wurde wie von Eis überzogen, selbst vom Boden aufsteigende Dämpfe erstarrten und fielen leise klirrend zu Boden. Als Letztes wurden Skeletor und Hordak ihrer Bewegungen beraubt. In bizarren Posen blieben sie einfach stehen, Hordak schwebte regungslos nach wie vor über dem Boden. Eine unheimliche Stille trat ein. Dann schritt langsam eine einzelne Gestalt durch die Skulpturen, zu denen die Trooper erstarrt waren. In eine dunkle Kapuze gehüllt verbarg der Fremde sein Gesicht. Er ging langsam an Hordak vorbei und fast schwebte er auf Skeletor zu. Als er bei ihm angekommen war, streckte er eine Hand nach dem Schwert der Macht aus, welches Skeletor immer noch in der Hand hielt und strich mit einem Finger über die Klinge. Auch der Widderstab wurde gründlich gemustert und schließlich nahm er den Legatenstein aus Skeletors Hand . Doch der Fremde war nicht wegen Skeletor gekommen. Er ging an ihm vorbei und auf Evil- Lyn zu, welche mit einem erstickten Schrei erstarrt war. Einen Moment lang blieb er vor ihr stehen und betrachtete sie. Dann legte er seine Hand auf ihre Schulter und sie fing sofort wieder an, sich zu bewegen. ?Frau, nach Dir habe ich gesucht. Folge meinem Willen und meiner Führung. Wir werden uns unser Eternia zurückerobern.? Evil- Lyn schien wie in Trance und reichte ihm eine Hand. Dann drehte sich der Fremde um und betrachtete das Schlachtfeld. Als er seine Kapuze lüftete, lächelte Nycaleon. ?Besser noch: Wir schaffen uns ein NEUES Eternia.? ENDE |
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