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Aufbruch nach Eternia - Helden und Dämonen
Das Opfer der Königin
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| Aufbruch nach Eternia - Helden und Dämonen Das Opfer der Königin |
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Eben noch hatten sich Skeletor und Hordak auf dem Schlachtfeld duelliert. Doch plötzlich war es auf dem Schlachtfeld still geworden. Die Masters und Skeletors in Grayskull verbliebene Krieger hatten etwas Mühe gehabt, das Burgtor zu öffnen. Doch was sie nun sahen, ließ ihnen den Atem stocken. Ram- Man hob sich den Helm vom Kopf und kratze sich an der Schläfe, er verstand nicht, was hier vor sich gegangen war. Alles war in einer bizarren Szene eingefroren. Roboto trat heraus und scannte direkt die Umgebung. ?Meiner Analyse nach wurde die Zeit in diesem Areal extrem verlangsamt. Den Scans zur Folge müssten wir uns in einer anderen Dimension befinden.?
Man- E- Faces betrachtete ihn nachdenklich. ?Soll das etwa heißen, dass dieser Bereich vor Grayskull sich nicht mehr in unserem Raum- Zeit- Gefüge befindet?? Roboto beendete gerade einen erneuten Scan. ?Korrekt.? ?Aber warum können wir uns dann ganz normal bewegen, während alles um uns herum erstarrt ist?? Königin Marlena trat zu Ihnen. ?Wir befinden uns zwar am selben Ort, aber nicht in derselben Zeit wie sie. Die Rechenformeln hierfür wären etwas zu kompliziert und wahrscheinlich würde sie niemand außer Roboto verstehen.? Ram- Man verstand kein einziges Wort. ?Nun, ich war nicht immer Königin. Früher war ich noch Wissenschaftlerin. Nicht alles kann man wissenschaftlich erklären, aber ihr wisst, was man über Eternia sagt: Der Planet ist das Zentrum der Macht. Hier halte ich beinahe ALLES für möglich.? Niemand bemerkte, wie sich Skeletors Krieger, die nicht erstarrt waren, schnell aus dem Staub machten. Ein Arzt kam auf die Gruppe zu. ?Eure Majestät, es ist uns gelungen, den König zu stabilisieren. Er ist derzeit noch nicht bei Bewusstsein, aber seine Verwundung ist nicht so schlimm, wie anfangs gedacht. Mit ein wenig Bettruhe sollte er bald wieder auf den Beinen sein.? Marlena atmete auf. ?Ich danke Dir für diese positive Nachricht. Fürs Erste scheint die Gefahr hier gebannt. Wir sollten uns unsere nächsten Schritte genau überlegen.? Nun meldete sich Roboto wieder. ?Eure Majestät, ich habe eine Energiesignatur gefunden. Ein schwacher Strahl, der aus nördlicher Richtung kommt und genau hier in der Mitte des Schlachtfeldes endet. Er führt direkt zu den Türmen.? Marlena zögerte nicht lange. Nach dem Ausfall ihres Mannes lag es an ihr, das Volk von Eternia zu führen. ?Dann liegt dort unser Ziel. Packt Eure Sachen, bei Morgengrauen wollen wir dorthin aufbrechen.? Dann drehte sie sich zu Skeletor um. ?Das hier können wir sicherlich noch gebrauchen? Andreenos Sie stand an einer Art Fenster und blickte nach draußen. Die Scheibe schimmerte golden im Sonnenlicht und war von einem wabenartigen Konstrukt umrandet. Immer wieder zogen schwarze Wolken vorbei. Königin Andreeno wusste, dass etwas Schreckliches geschehen war. Und sie wusste auch, dass für sie nun die Zeit der Abrechnung gekommen war. Draußen waren die Arbeiter ihres Volkes immer noch damit beschäftigt, Brände zu löschen. Die papierartigen Waben, die die Gebäude des Staates bildeten, waren in Brand geraten und bildeten ein leichtes Opfer für die Flammen. Ein Großteil der Andreniden war aufgebrochen, um bei der Verteidigung Avions zu helfen, wenngleich man den Kampf um die Wolkenstadt verloren hatte. Plötzlich waren alle Trooper der Horde einfach stehen geblieben und es war ein Leichtes, die meisten von ihnen zu zerstören. Doch Andreeno wusste, dass dieser vermeintliche Sieg kein gutes Zeichen für Eternia bedeutete. Eine eisige Kälte war in ihr hoch gekrochen und sie erinnerte sich daran, wie sie diese Kälte das letzte Mal gespürt hatte. Aber diese Erinnerungen waren nicht ihre eigenen. Sie sah alles wie durch einen Vorhang und als läge ein milchiger Schleier darüber. Dennoch waren die Erinnerungen ein Teil von ihr, der niemals in Vergessenheit geraten dürfe. Die Königin spürte, wie jemand lautlos den Raum betrat. Augenblicklich schien die Temperatur um einige Grade zu sinken. Doch sie drehte sich nicht um, sondern sprach mit gefasster Stimme zu dem Eindringling. ?Ich habe Dich erwartet, Nycaleon.? Nycaleon griff mit beiden Händen nah seiner Kapuze und streifte sie in den Nacken. ?Spricht man so mit seinem Herrscher, machtlose Königin?? Dabei verzog er keinerlei Miene und schritt noch etwas näher. ?Ihr seid nicht mehr dieselbe, die ich damals kannte. Etwas ist an Euch anders.? Andreeno machte keine Anstalten, sich umzudrehen und starrte weiter mit ihren Insektenaugen aus dem Fenster. ?Hat es Euch die Sprache verschlagen, Königin?? ?Nycaleon, wir haben Dich einmal besiegt und wir werden auch jetzt nicht zögern, Dich zu bekämpfen. Du hast uns einst zu Deinen Sklaven gemacht und diese Tatsache wird niemals vergessen sein. Nur hätten wir niemals gedacht, Dich noch einmal wiederzusehen.? Mit diesen Worten stach die Königin in ein Wespennest. Nycaleons Gesicht verzerrte sich zu einer Fratze aus Wut und Zorn, doch nur für einen Moment. Der Sakral gestattete sich diese Emotionen lediglich für einen Moment, dann war er wieder gefasst. ?Königin, ich verrate Dir nun ein Geheimnis.? Dann ging er langsam um sie herum. ?Wie Du weißt, haben wir damals ein Problem mit den Mutanten gehabt. Sie wurden immer mächtiger und haben unsere Existenz bedroht. Deshalb mussten wir eingreifen und dem Problem ein Ende bereiten. Aber sie haben vor allem MEINE Existenz bedroht. Denn eines sollst Du wissen: Ich war einer von Ihnen.? Die Königin wandte erschrocken den Kopf. Nycaleon fuhr fort: ?Weißt Du, was außer der Magie meine Macht ist, Kreatur? Meine Macht besteht darin, mir die Kräfte der Anderen zu Eigen zu machen. Lass mich doch mal sehen. Deine Kraft besteht darin, die Gedanken zu beeinflussen. Aber das wusste ich ja bereits.? In diesem Moment drang Nycaleon in den Kopf der Insektenkönigin ein. Heftig wehrte sie sich und schlug mit den nutzlosen Flügeln. Sie hatte geglaubt, Nycaleon könne ihr nichts mehr anhaben und hatte sogar die Wachen abziehen lassen und nun bezahlte sie für ihren fatalen Irrtum. ?Sehr interessant? Ihr Königinnen werdet mit den Erinnerungen Eurer Vorgängerinnen geboren. Dann erinnerst Du Dich also an alles, was damals passiert ist. Hmm, lass mal sehen, was da noch so ist.? Andreeno spürte einen bohrenden Schmerz in den Schläfen, als sich Nycaleon tiefer und tiefer in ihre Gedanken bohrte. ?Eine Deiner Vorgängerinnen hat Euer gesamtes Volk neu geschaffen. Sie hat eine gesamte Generation sterben lassen, um eine neue heranzuziehen. Wieso hat sie das getan?? Nycaleon wirkte recht angestrengt, aber er ließ nicht locker, der geschwächten Königin ihre Geheimnisse zu entreißen. ?Sie hat in der neuen Generation das Hive- Bewusstsein abgeschafft und allen Andreniden die Erinnerungen geraubt. Aber das war lange nach meiner Zeit. Warum hat sie das getan?? Nycaleon schloss die Augen. Plötzlich riss die Verbindung zwischen den beiden ab. Andreeno rang nach Luft. ?Ja, sie hat damals ein freies Volk geschaffen, ein Volk, das nicht mehr mit der Schuld leben musste, Nycaleon. Eine Schuld, die eigentlich Du selbst tragen solltest.? Der Herrscher richtete seinen Blick zurück auf die nun wutentbrannte Königin. ?macht nicht mich für Euer Handeln verantwortlich, Andreeno. Es waren die kosmischen Magier, die Euch dies aufgezwungen haben, nicht ich.? Die Königin konnte nicht glauben, was sie da hörte. ?Die kosmischen Magier sagst Du? Wie kannst Du es wagen? Sie waren es, die uns damals aus deinen Klauen befreit haben. Zheelar selbst hat den Stein des Legaten entmachtet, mit dem Du die damalige Königin unter Kontrolle hattest.? ?Wie ICH es wagen kann? Hüte Deine Zunge, geflügeltes Weib! Ich habe damals mein Volk gesäubert von den Unreinen. Das was Ihr getan habt, ist weitaus schlimmer! Ihr habt ein ganzes Volk ausgelöscht, sie verfolgt bis zur endgültigen Vernichtung und habt keine Ruhe gegeben, bis auch der Letzte von Ihnen von Euch umgebracht worden war. Und Du besitzt wirklich die Dreistigkeit, MICH anzuklagen? Mich, Deinen Herrscher?? Für einen Moment herrschte Stille zwischen den Kontrahenten. ?Wir haben gelernt, mit unserer Schuld zu leben. Und dieser Fehler wird sich nie wiederholen, das schwöre ich.? ?Oh, schwöre nichts, was Du nicht halten kannst, Insekt! Ich hatte Euch schon einmal in meiner Gewalt und Ihr werdet mir wieder dienen.? ?Nycaleon, wir wissen beide, dass Du die Macht Deines Gegenübers nur kurz halten kannst und ohne den großen Kristall bist Du nicht imstande, Deine volle Macht zu entwickeln. Wie willst Du erneut die Macht über mich gewinnen? Nenne mir nur einen Grund, warum Dich meine Krieger nicht auf der Stelle in der Luft zerreißen sollen?!? Nycaleon grinste, dann holte er etwas aus der Tasche hervor. ?Erkennst Du es wieder, Andreeno? Dies ist der Stein des Legaten, mit dem ich damals die Kontrolle über Euch hatte. Und Ihr habt den Stein leichtsinnig aus der Hand gegeben, um die schwachen Eternier zu unterstützen. Das war Euer großer Fehler. Der Stein wäre das Einzige gewesen, womit Ihr Euch gegen mich hättet schützen können. Aber so kann sich das Blatt wenden. Und nun seid Ihr wieder unter meiner Kontrolle und werdet meine Armee wieder aufbauen. Andreeno konnte sich nicht mehr wehren. Mit weit aufgerissenen Insektenaugen starrte sie auf den Stein. Doch die letzten Worte des Sakral hörte sie bereits nicht mehr. Sofort begann sie, Signale auszusenden. -Fortsetzung folgt- |
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