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Fan-Fictions
Das Geheimnis des schwarzen Spiegels
Gefahr gebannt ?
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| Das Geheimnis des schwarzen Spiegels Gefahr gebannt ? |
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In der Höhle war es ruhig und still geworden. Evil-Lyn lag links auf der Seite. Langsam erlangte sie das Bewusstsein wieder und öffnete ihre Augen. An der Stirn hatte sie sich eine kleine Platzwunde zugezogen, die etwas blutete. Sie schaute sich in der Höhle um, während sie lag und sah, dass der schwarze Spiegel zerstört wurde. Überall lagen große schwarze Glasscherben und Teile des Rahmens herum. Die zwei Widgets regten sich nicht. Der eine lag ca. vier Meter vor ihr auf halb dem Bauch, während der andere mit gesenktem Kopf an einer Höhlenwand saß.
Als sie sich aufrichten wollte, zog plötzlich ein fürchterlicher Schmerz durch ihren linken Arm. Vorsichtig und unter Schmerzen zog sie den Arm zu sich, der so schwer war, als hätte man daran ein Gewicht von einer Tonne drangehängt. Sie sah, dass sich ein mittelgroßer Teil des Spiegels in ihren Oberarm gebohrt hatte. Schon allein das bloße Anfassen des Teils bereitete ihr sehr starke, und zusätzliche Schmerzen. Aber die biss die Zähne zusammen und zog es aus ihren Arm heraus. Zurück blieb eine hässliche und stark blutende Fleischwunde. Sofort drückte sie ihre andere Hand auf die Wunde, und richtete sich etwas auf. Langsam und vorsichtig krabbelte sie zu dem einen Zwerg hin, der auf dem Bauch lag. Stets darauf bedacht, nicht auch noch in eine herumliegende Glasscherbe zu geraten und sich zusätzlich zu verletzen. ?Hey, du. Aufwachen!? Die Hexe stieß den Zwerg mehrfach an. Als dieser sich darauf jedoch nicht rührte, drehte sie ihn um. Der Widget hatte seine Augen weit aufgerissen, und er starrte ins Leere. Aus Mund und Nase blutete es. Evil-Lyn versuchte seinen Puls zu fühlen, doch sein Körper war schon ganz kalt, vom Puls ganz zu schweigen. Da wusste sie, dass dieser Zwerg es nicht überlebt hatte. Sie kroch zum anderen Widget an der Höhlenwand hin, um zu sehen wie es ihm ging. Doch hier was es das gleiche Resultat. Dieser Zwerg war ebenfalls gestorben. Die Hexe setzte sich an die Höhlenwand, um nach ihrer Wunde am Arm zu sehen. Sie blutete stark. Also zog sie einem Widget einen Teil der Kleidung aus, um sich daraus einen provisorischen Verband zu schneidern. Diesen band sie sich um den verletzten Arm. Dann rappelte sie sich auf, und begann nach ihrer Kristallkugel zu suchen. Dabei bemerkte sie eine tiefe und breite Spalte im Boden, die zuvor noch nicht da war. Sie kniete an den Rand dieser Spalte und blickte herab. Dabei sah sie ihre Kugel, sie war hineingefallen. Evil-Lyn streckte ihren rechten Arm in die Spalte, und versuchte die Kugel mit ihrer Magie zu erfassen. Ein Energiestrahl schoss aus ihrer Hand und erfasste die Kugel. Jedoch konnte sie sie nicht hochziehen, da sie sich an einen Felsbrocken verhakt hatte. Sie setzte all ihre Kraft ein. Doch sie musste den Zauber abbrechen, als nach einiger Zeit ein erneuter Schmerz durch ihren verletzen Arm zog. Evil-Lyn war verzweifelt. Ihre Magie reichte offensichtlich nicht einmal mehr aus, um einen Gegenstand aus einer Spalte zu holen. Und herabklettern, das kam mit ihrem verletzen Arm erst recht nicht in Frage. Die Spalte war mindestens 70 Meter tief, und die Wände schienen aalglatt zu sein. Nur ein falscher Schritt würde den Absturz und damit ihr Ende bedeuten. Nur Trap-Jaw konnte jetzt noch mit einer Seilwinde die Kugel sicher nach oben befördern. Also beschloss sie nach Snake Mountain zurückzukehren, um ihn hier her zu holen. Danach würde sie diesen Tag abhaken, da der Spiegel wie befohlen zerstört worden war. Die magische Quelle zur vollständigen Wiederherstellung ihrer Kräfte hätte morgen auch noch Zeit. Sie ging zum Höhlenausgang, und zwängte sich durch die schmale Öffnung wieder nach draußen. Kurz nachdem Evil-Lyn aus der Höhle kam, sah sie ein Schattenmonster, dass mit einer hohen Geschwindigkeit und einem fürchterlichen Geschrei auf sie zu rannte. Die Kreatur war mindestens 4 Meter groß, doppelt so viel die üblichen Schattenmonster und vollkommen schwarz. Evil-Lyn ahnte, dass Ärger auf sie zukam. Also zog sie ihren schwarzen Umhang vor das Gesicht, um sich in eine Feuerkugel zu verwandeln und davonzufliegen. Doch die erhoffte Verwandlung blieb aus. Nur ein paar kleine Flammen konnte sie herbeizaubern. Auch die Erschaffung eines Fluchtportals gelang ihr nicht. Mit Entsetzen nahm die Hexe ihre geschwächte Magie zur Kenntnis. Dass es mit ihrer Zauberei so schlecht stand, hätte sie nicht gedacht. Aber vielleicht war auch ihr verletzter Arm mit Schuld daran. Aber Zeit, um darüber nachzudenken blieb nicht. Das Monster erreichte Evil-Lyn, und ging sofort zum Angriff über. Er versuchte sie mit seinen übergroßen Händen zu packen. Den ersten Versuchen konnte sie noch ausweichen, doch dann konnte das Monster sie greifen. Geistesgegenwärtig zog die Hexe ihr Messer und stach der Kreatur in die Hand. Schreiend ließ das Monster sie fallen. Evil-Lyn war über die Aggressivität dieses Schattenmonsters vollkommen entsetzt. Solch derartige Kreaturen haben noch niemals einen Krieger des Bösen angegriffen. Sie waren immer auf der Seite Skeletors und seiner Helfer, doch das schien diesem Exemplar nicht klar zu sein. Das Biest nahm sich einen 1 Meter großen Felsbrocken und warf ihn auf die Hexe. Evil-Lyn konnte diesem Stein gerade noch ausweichen, indem sie mit einem Satz zur Seite sprang. Dann versuchte das Monster sie mit seinen überdimensionalen Füßen zu zertrampeln. Evil-Lyn sah nur eine einzige Change sich zu retten. Sie musste zurück in die Höhle. Durch den sehr schmalen Eingang konnte ihr das Monster nicht folgen. Also nahm sie beide Beine in die Hand, und sprintete so schnell wie sie konnte. Das Monster war ihr dicht auf den Fersen. Mit jedem Schritt, den er machte, bebte die Erde. Schließlich konnte Evil-Lyn durch den Eingang zurück in die Höhle flüchten. Das Monster blieb draußen zurück. Erleichtert lehnte sich die Hexenmeisterin an die Höhlenwand und steckte das Messer wieder weg. Doch zum Ausruhen blieb nur wenig Zeit, denn das Monster gab nicht auf. Er versuchte sich mit seinen Händen zu Evil-Lyn durchzugraben, und es schien nur eine Frage der Zeit zu sein, bis er sie erreichen würde. Also musste sie weiter in das Innere der Höhle und hoffen, dass es einen zweiten Ausgang gab. Sie ging an den Trümmern des Spiegels und an den Körpern der zwei toten Zwerge vorbei. Es wurde immer dunkler dieser Höhle. Die Kristalle, welcher das Licht spendeten, wurden immer seltener. Doch aus irgendwelchen Ritzen schien immer wieder etwas Tageslicht hinein. Diese Tatsache nährte die Hoffnung, dass Evil-Lyn doch noch aus dieser Höhle entkommen konnte. Stundenlang ging sie den Höhlengang entlang. Mal war er so groß, wie ein riesiger Dom von innen, mal so eng, dass sie sich nur auf allen Vieren fortbewegen konnte. Nach einer unendlich lang erscheinenden Zeit erreichte Evil-Lyn einen unterirdischen See. Dieses Gewässer kam ihr durchaus recht. Zwar hatte sie immer noch keinen Ausgang gefunden, doch ihre Kehle war inzwischen staubtrocken geworden und die Höhle war auch grad kein angenehm kühles Plätzchen. Also nahm sie ihre schwarze Kappe ab, und füllte sie mit Wasser. Sie nahm einen kräftigen Schluck und kippte das restliche kühle Nass über ihren Kopf. Auch nahm sie sich die Zeit um nach ihrer Wunde am Arm zu sehen. Sie nahm den Verband ab, und kühlte die Wunde mit etwas Wasser. Die Verletzung bescherte ihr von Anfang an einen pochenden Schmerz. Sie war erstaunlicherweise nicht entzündet, aber sie blutete noch etwas. Darum legte sie den provisorischen Verband wieder an, und ging dann durch einen weiteren Gang, der sie nach einer gewissen Zeit zurück ans Tageslicht brachte. Als sie die Höhle hinter sich gelassen hatte, befand sich in einer Gegend, die ihr völlig fremd war. Eine felsenartige Mondlandschaft bot sich ihr. Zwischen den Felsen, die zum Teil bis zu mehreren Metern groß waren, befand sich nichts weiter als grauer bis schwarzer und staubähnlicher Sand, der beim Durchschreiten einen grässlich stinken Qualm hinterließ. Sie wusste überhaupt nicht wo sie war, und an der Sonne konnte sie sich nicht orientieren, da der Himmel vollständig bedeckt war. Das Wolkenkleid bestand neben weißen und grauen Wolken auch zum großen Teil aus völlig schwarzem Schleier, so als wenn irgendwo ein großes Öllager brennen würde. Evil-Lyn wollte jetzt nicht einfach ziellos in irgendeine Richtung laufen, weil sie erstens nicht wusste wo sie war und zweitens vom Durchschreiten der Höhle schon ziemlich schwere Beine hatte. Sie war es einfach nicht gewohnt, zu Fuß längere Strecken zu laufen. Sie hatte immer ein Fahrzeug für solche Entfernungen dabei, oder würde sich zur Not eins besorgen. Als Alternative würde sie aber auch ihre Magie einsetzen, um schnell von A nach B zu gelangen. Und genau das hatte sie jetzt vor. Jetzt hatte sie alle Zeit der Welt um sich dafür zu konzentrieren. Kein übergroßes Schattenmonster bedrohte sie nun, und auch sonst war nichts und niemand in der Nähe, der sie stören würde. Die Hexe zog sich ihren schwarzen Umhang vor das Gesicht und wollte sich in eine Feuerkugel verwandeln, um nach Hause zu fliegen. Aber auch diesmal kam nichts zustande, als ein paar kleine Flammen, die im schwarzen Sand verpufften. Dann versuchte sie es mit einem magischen Portal, was auch nicht gelang. Mit jedem der zwei Versuche spürte die Herrscherin des Schattenreiches, dass ihre Zauberkraft immer mehr nach ließ. Jeder Versuch der Magie ging auch zu Lasten ihres verletzen Arms, der ihr mit jedem Zauberversuch mehr Probleme bereitete. Zudem ahnte sie auch, dass sie jedes Bisschen ihrer verliebenden Zauberkraft, so gering sie jetzt schon war, noch bitter nötig haben würde. Also beschloss sie ihre Magie nur noch im absoluten Notfall einzusetzen, zumindest bis sie zu ihrer Quelle im Norden kam. Sie brach auf und ging in eine Richtung, in der sie den Schlangenberg vermutete. Nach einiger Zeit erreichte sie einen Wald, der ziemlich trostlos war. Beinahe alle Bäume sahen wie abgestorben aus und waren total kahl. Die wenigen Bäume, die noch Blätter trugen, waren verwelkt und ausgetrocknet. Der schwarze Schleier zog sich durch diesen Wald bis fast zum Boden. Merkwürdiges Wispern und Rascheln im Echolaut rundeten die ohnehin schon unheimliche Atmosphäre des Waldes ab. Selbst auf der dunklen Seite von Eternia gab es keinen so derart heruntergekommenen Wald, von der Mondlandschaft, die sie durchschritten hat, ganz zu schweigen. Sie durchschritt den Wald und hatte dabei ein ziemlich mieses Gefühl, dass in der Höhle etwas gravierendes passiert sein muss, und dass es mit dem schwarzen Spiegel noch längst nicht ausgestanden sei. Zu der sadistischen Vorahnung, die sie am Morgen in Snake Mountain noch hatte, gesellte sich immer mehr eine grausige Vision, die ihr gar nicht gefiel. Sie versuchte diese Gedanken zu unterdrücken, und redete sich selbst ganz bewusst ein, dass diese Gegend eben halt nur ein weiterer Teil Eternias war in der sie selbst noch nicht gewesen ist. Stundenlang ging sie durch den Wald, der überhaupt kein Ende zu nehmen schien. Furcht erregende Schatten tauchten immer wieder mit ihren rot leuchtenden Augen auf, zogen sich aber wieder schnell zurück, ohne was zu unternehmen. Schließlich erreichte die Hexe eine riesige Bergkette, der den gesamten Wald umschlang. Evil-Lyn setzte sich auf einen Felsen, um sich etwas auszuruhen. Umgehen konnte sie die Kette nicht, also musste sie hinaufsteigen. Nachdem sie wieder einige Kräfte gesammelt hatte, begann sie den Aufstieg. Als sie den Gipfel erreichte, sah sie ein riesiges Tal, das von weiteren Bergen umgeben war. Anders als auf der anderen Seite des Berges war die Landschaft hier vollkommen anders. Es gab einen Mischwald, der sich in einem saftigen Grün präsentierte und völlig gesund war. Auch am Himmel waren keinerlei Wolken oder gar schwarzer Schleier mehr zu sehen. Ganz im Gegenteil, der Himmel war bis auf ein paar kleine weiße Wolken abgesehen strahlend blau und die Sonne schien. Neben einer riesigen Wiese, die ebenfalls knallgrün war und auf der die unterschiedlichsten Blumen blühten, gab es auch ein kleines Dorf, bestehend aus ca. 20 Häusern unterschiedlichster Größe. Es grenzte an einen riesigen See an. Die restliche Landschaft spiegelte sich mit ihren Bäumen und Bergen darin, und bot ein wunderschönes Bild. Evil-Lyn hatte eigentlich wenig für Panoramen dieser Art übrig, trotzdem konnte sie diesem Bild eine gewisse Faszination abgewinnen. Sie setzte sich auf einen Felsen, um ihren Blick über das gesamte Tal schweifen zu lassen. Doch ihre Aufmerksamkeit richtete sich sehr bald wieder dem Dorf zu, welches in der Mitte des Tales war. Sie sah mehrere Leute auf und ab gehen. Obwohl einige von ihnen Gewehre trugen, schienen sie keiner Armee und anderen Organisation anzugehören. Und es war noch etwas zu sehen, und zwar auf der anderen Seite des Dorfes. Zwei Talon Fighter standen auf einem riesigen Platz, und wurden anscheinend bewacht. Zwar konnte Evil-Lyn sich nicht erklären, wie ein paar einfache Dorfbewohner an Gewehre und sogar an zwei Talon Fighter kommen konnten, doch der Anblick dieser Flugzeuge war für sie ein wahrer Augenschmaus. Denn jetzt gab es eine Möglichkeit mit Hilfe von Navigationsgeräten zu fliegen, anstatt zu weiter zu Fuß und ohne Orientierung zum Schlangenberg zu irren. Sie beschloss einen der zwei Fighter zu stehlen, um damit nach Snake Mountain zurückzukehren. Dort angekommen, würde sie sich mit Trap-Jaw in Verbindung setzten, um mit ihm ihre Kristallkugel zu holen. Sie brauchte ihre magische Waffe, nur damit könnte sie die Bestätigung erhalten, dass vom schwarzen Spiegel wirklich keine Gefahr mehr ausging. Sie zog sich hinter den Berg zurück, und wartete auf die Nacht. Jetzt am Tage war es viel zu riskant, um in das Dorf zu schleichen. Im Schutze der Dunkelheit konnte sie viel gefahrloser zuschlagen. FORTSETZUNG FOLGT |
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