|
HOME |
|
|
FANS | |
Europa
Deutschland
Nordrhein-Westfalen
Stadt Münster
MoViEfReAk
![]() |
![]() |
|
||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
|||||||
![]() |
||||||||||||
Aufbruch nach Eternia - Helden und Dämonen
Exodus II
|
![]() |
| Aufbruch nach Eternia - Helden und Dämonen Exodus II |
![]() |
|
Tief im Labor unter dem Löwenturm arbeitete Modulok eifrig an der Waffe weiter, argwöhnisch von Mantenna beobachtet, den man an ein großes Rohr gefesselt hatte. Über sich vernahmen die beiden dumpfe Geräusche, doch der Wissenschaftler ließ sich nicht beirren und starrte auf seinen Bildschirm, wo er die letzten Testergebnisse abwartete. ?Es geht mich zwar nichts an, aber hattest Du nicht Hordak Deine Treue geschworen?? Mantenna versuchte sich an psychologischen Tricks. Schon oft hatte er sie bei Hordak und Shadow Weaver beobachtet und so sehr bewundert, doch hatte er sie nie wirklich selbst erlernen können.
Modulok tat so, als könne er Mantenna gar nicht hören und fluchte in sich hinein, dass er nichts Brauchbares finden konnte, um den großen Schlund des Insektoiden zu knebeln. ?Nun, ich fürchte, Hordaks Rache wird grausam ausfallen, wenn er von Deinem Verrat erfährt. Andererseits bist Du gerade dabei, den gesamten Planeten auszuradieren, da brauchst Du Dir um so etwas keine Gedanken mehr zu machen. Allerdings glaube ich nicht, dass Nycaleon danach noch Verwendung für Dich haben wird?? Mantenna war über seine eigenen Worte selbst überrascht und fast fing seine Brust an zu schwellen, als ihm dann doch wieder seine missliche Lage bewusst wurde. Immer noch ignorierte ihn der Wissenschaftler. ?Nun, ich denke, sobald Du mit Deiner Arbeit fertig bist, wird Dich Nycaleon verbannen, vielleicht in eine abgeschiedene Gegend, vielleicht auch zurück nach Despondos, wo Du dann ganz alleine sterben wirst?? Damit hatte Mantenna einen Nerv getroffen und einer der beiden Köpfe drehte sich um 180 Grad zu ihm herum. ?Du solltest besser still sein, Mantenna. Sonst sehe ich mich gezwungen, die Waffe als Erstes an Dir zu testen. Und ich fände es doch lustiger, wenn Du bei ihrem Einsatz wenigstens noch zusehen könntest.? Das hatte gesessen. Vollkommen eingeschüchtert zog es Mantenna nun vor, doch lieber den Mund zu halten. Unterdessen beobachtete Modulok ein kleines Licht auf dem Bildschirm. ?Verdammt! Ich war schon so nah dran und habe wieder nicht die hundertprozentige Konzentration gefunden. Ich muss wohl noch einen Testlauf starten.? Dann nahm er eine Petrischale und begann eine weitere Testreihe, immer noch von Mantenna beobachtet. Ein Andrenide kam die Treppe herunter und blieb vor den beiden stehen. Doch auch ihn beachtete Modulok nicht sonderlich. ?Der Herrscher wünscht baldige Resultate, Galen Nycroft. Die Masters of the Universe greifen derzeit den Hauptturm an und er möchte seine Waffe gegen sie einsetzen.? Nycroft murmelte etwas Unverständliches vor sich hin. ?Richte dem Herrscher aus, dass ich kurz vor der Vollendung der Waffe stehe, aber dass ich keine weitere Störung wünsche, wenn ich damit noch fertig werden soll!? Der Andrenide übermittelte die Botschaft telepathisch und drehte sich dann um, um den Raum wieder zu verlassen. Über dem Labor war Nycaleon sprachlos. Vor ihm stand die Prinzessin der Macht, von deren Existenz bislang weder er noch alle anderen Anwesenden etwas gewusst hatten. Und für ihn noch viel schlimmer: Er konnte weder in ihren, noch in den Geist ihres Bruders He- Man vordringen, um ihre Fähigkeiten auszukundschaften. Langsam geriet der wahnsinnige Despot in Rage und dies bekamen die Masters zu spüren, die von Lianen gefesselt am Boden lagen. Immer enger und enger zogen sich ihre Fesseln, während Moss- Man verzweifelt versuchte, dem Sakral entgegen zu wirken. Nycaleon bemächtigte sich wieder der Fähigkeiten von Evil-Lyn und Sy- Klone, aber She- Ra wehrte die Energieblitze mit ihrem Schwert ab und widerstand, dem Sturm, den der Sakral entfachte und ihr entgegenschleuderte. Stattdessen warf er einige der Andrenidenkrieger durcheinander, deren Flügel dem Wind nicht standhalten konnten. ?Nycaleon, dies ist Deine letzte Chance, Dich zu ergeben und diesen Konflikt friedlich zu beenden!?, beschwörte ihn He- Man, jedoch vermutete er, dass den Sakral auch dieses Angebot nicht sonderlich interessieren würde. In diesem Moment traten drei Gestalten durch den Haupteingang, eine Frau und zwei Männer. Alle drei hatten denselben starren Blick wie die übrigen Gefolgsleute Nycaleons. Sofort begannen sie, He- Man und She- Ra anzugreifen, die der Übermacht von über dreißig Sakral kaum gewachsen waren. Schon nach wenigen Sekunden waren beide Geschwister in einer Art Energiefeld gefangen, dass von der Magie der Sakral gespeist wurde. Hämisch grinste der Herrscher, während sich sein schwebender Untersatz langsam auf die beiden zu bewegte. ?Ihr seid gut darin, große Reden zu schwingen, aber leider steckt offenbar nichts dahinter. Wie schade, ich hatte gehofft, in Euch ein paar echte Gegner gefunden zu haben. Ich muss schon zugeben: Die unbekannte Schwestern- Karte auszuspielen war ein guter Schachzug, aber ich weiß leider nicht, was Du Dir davon erhofft hast, He- Man?!? Plötzlich und unerwartet rasten in dieser Sekunde wie aus dem Nichts zwei Schatten auf den Herrscher zu. Mit voller Wucht trafen zwei Meteoriten auf die schwebende Scheibe und warfen ihn und Königin Andreeno zu Boden. So schnell, wie sie erschienen waren, waren die beiden Felsen auch schon wieder verschwunden, doch der Sakral war vollkommen überrascht und musste sich erst einmal sammeln. Im selben Moment verlor er für ein paar Sekunden die Kontrolle über die Andreniden und deren Königin blickte flehend auf die Geschwister, wobei sie auf ein Amulett deutete, dass sie um den Hals trug. In seiner Mitte befand sich der Stein des Legaten, den ihr Nycaleon angelegt hatte. In der allgemeinen Verwirrung hatten sich auch die Fesseln der Masters gelöst und so waren bald Mekaneck, Man-At-Arms, Fisto, Ram- Man und auch Roboto wieder befreit und nahmen die nächststehenden Sakral als Geiseln. Gleichzeitig hoben He- man und She- Ra ihre Schwerter und kreuzten sie durch das Energiefeld hindurch, wodurch es zusammenbrach. Beide machten ein paar Schritte auf den am Boden liegenden Nycaleon zu und hielten ihm die Schwertspitzen gegen die Brust. ?Wir hatten Dich mehr als einmal gewarnt, Nycaleon. Du hast Deinen eigenen Untergang besiegelt. Nie wieder soll sich Deine Schreckensherrschaft über Eternia verbreiten.? Doch Nycaleon dachte gar nicht daran, sich zu ergeben. Mit einer weiteren Fähigkeit Evil- Lyns verwandelte er sich in einen Schatten und verschwand vor den Augen der Anwesenden ins Nichts. ?So leicht kriegt Ihr mich nicht!?, hörten sie seine Stimme von allen Seiten widerhallen. She- Ra schloss ihre Augen und hob das Schwert der Ehre. Dann nahm sie es in beide Hände und warf es mit aller Kraft von sich. Nycaleon lachte über ihren Versuch, ihn zu treffen. ?Prinzesschen, Du kannst leider überhaupt nicht zielen. Denn ich bin hier!?, hallte es von der einen Wand. ?Und hier bin ich auch. Und hier!?, kam es von zwei anderen Seiten. ?Und nun hast Du auch noch Dein Schwert verloren. Wie dumm!? She- Ra zeigte keine Regung, als sie ihm antwortete: ?Nun, Nycaleon, so ganz dumm dann wohl doch nicht. Denn es warst nicht Du, auf den ich gezielt hatte!? He- Man konnte sich sein Grinsen kaum verkneifen. Nycaleon erschien wieder, mitten zwischen den Sakral, welche sich noch nicht in der Gewalt der Masters befanden. ?Was meinst Du??, fragte er nun sichtlich verunsichert. ?Nun, sie meint, dass sie ihr tatsächliches Ziel getroffen hat, falscher Herrscher!?, antwortete nun Königin Andreeno, die in der einen Hand das Schwert hielt, in der anderen den Legatenstein, in dessen Inneren die Schwertspitze steckte. Sie nahm das Schwert und rammte es mit voller Wucht auf den Boden. Als der Stein in tausend Stücke zerbrach, gab es eine starke Druckwelle. Nycaleon riss die Augen auf. Soeben hatte er seine Soldaten verloren, als sich die Königin aus seinem Bann befreite. ?Nycaleon, stelle Dich Deinem Schicksal!?, forderte sie ihn auf. ?Erinnere Dich, was beim ersten Mal passiert ist, als Du eine Andrenidenkönigin in Deiner Gewalt hattest. Damals haben wir uns gewehrt und Euch vernichtet. Wir machten damals nur einen einzigen Fehler, nämlich den, Dich entkommen zu lassen. Aber diesen Fehler werden wir nicht noch einmal begehen!? Andreeno sandte eine Nachricht an alle Krieger ihres Volkes. Endlich unterdrückte sie nicht mehr die Erinnerungen an das, was damals geschehen war. In vielen Bildern schilderte sie ihrem Volk, wie die Andreniden unter Nycaleon gelitten hatten und zu seinen Zwecken missbraucht wurden. Sie zeigte ihnen, wie sie in den Blutrausch geraten waren und warum man ihr Gedächtnis gelöscht hatte und im nächsten Moment gab sie sie frei und löste das Hive- Bewusstsein wieder von ihnen. Die Wespenkrieger schauten sich verwirrt an. Sie mussten zuerst einmal all das verarbeiten, was ihnen gerade vermittelt worden war. Doch schon stieg der Zorn in ihnen hoch und ein paar von ihnen befreiten die letzten Masters, während die anderen begannen, die Sakral in der Mitte des Turmes einzukreisen. Doch Nycaleon war noch lange nicht am Ende seiner Kräfte. Der Kristall, der solange sein Volk mit magischer Energie versorgt hatte, stand nun ihm ganz allein zur Verfügung. Nicht nur, dass er dank dieser Energie imstande gewesen war, den Kampfschauplatz vor Schloss Grayskull einzufrieren, seine magische Kraft war ins Unermessliche gestiegen und er bezog mehr und mehr Energie aus jedem neuen Sakral, der eintraf. So schuf er ein Feld um sich und seine Leute und jeder, der dem Feld zu nahe kam, krümmte sich vor Schmerzen. ?Nycaleon, Du wirst diesen Schutzschild nicht ewig aufrecht erhalten können, irgendwann wird auch ein Sakral, der sich für einen Gott hält mal müde.?, versuchte He- Man ihm klar zu machen. ?Ich glaube, wir können so lange warten.? ?Nun, während Ihr wartet, vielleicht können wir Euch so lange die Zeit vertreiben??, hörten sie auf einmal eine zischende Stimme hinter sich, die He- Man nur zu bekannt vorkam. Plötzlich krochen von überall her Schlangenkrieger in den Saal und fingen an, Masters und Andreniden anzugreifen. Mitten zwischen ihnen stand King Hsss, als wären die Ereignisse beim Kampf mit Zodak nie passiert. ?Nun, unser neuer Herrscher war so freundlich, mir bei meiner Genesung behilflich zu sssein??, zischte das Oberhaupt des Schlangenpacks. Rattlor beobachtete He- Man mit einem furchteinflößenden Blick. Er hatte die Schmach noch nicht vergessen, die ihm unterhalb von Grayskull widerfahren war, als er versuchte hatte, seinen König wieder zu beleben. Schon wendete sich das Blatt wieder und die Masters kämpften nun einen schier aussichtlosen Kampf gegen die Schlangenkrieger, den sie schon längst gewonnen geglaubt hatten. Nycaleon genoss es, wieder die Oberhand gewonnen zu haben. Aus seiner Sicht konnte nichts und niemand ihn mehr stoppen und um seinen Sieg bringen. ?Ich möchte sie lebend haben, Hsss. Sie sollen mit ansehen, wie ich ihre Welt vernichte. Danach könnt Ihr mit ihnen machen, was Ihr wollt. Gerade von ihren Fesseln befreit, fielen die Masters wieder, Einer nach dem Anderen. Schon bald wurden sie von der neuen Übermacht der Schlangenbrut zu Boden gedrückt. Was sollte die Sakral jetzt noch stoppen können? Da erschienen wieder zwei neue Gestalten im Kampfgetümmel, eingehüllt in weißes Licht schwebten sie etwa drei Meter über dem Boden. Die eine Gestalt war ein blauhäutiger Mann, die andere eine alte Frau mit einem dritten Auge auf der Stirn. ?Nycaleon, es ist genug. Immer wieder habe ich prophezeit, dass die Geschichte sich wiederholen wird, aber nun ist es Zeit für mich, einzugreifen und Dich aufzuhalten. Und das werde ich, so wahr ich Deine Mutter bin!...? Fortsetzung folgt? |
|