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: 01.12.2004
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   Aufbruch nach Eternia - Helden und Dämonen    Exodus III
Aufbruch nach Eternia - Helden und Dämonen
Exodus III
Nycaleon traute seinen Augen kaum, als er seine Mutter vor sich sah, die Mutter, die er vor so langer Zeit verraten hatte und die im Inferno seiner Waffe umgekommen war. ?Du bist ein Trugbild!?, rief er ihr entgegen. Inzwischen kämpften nur noch He- Man und She- Ra, doch es war nur noch eine Frage der Zeit, bis auch sie Gefangene der Schlangenkrieger werden würden. Während Nycaleon versuchte zu ergründen, wer sich hinter dem Scheinbild verbarg, schritt King Hsss langsam auf die beiden Helden Eternias zu, dicht gefolgt von seinem furchteinflößendsten Krieger Snake Face.

Die beiden Lichtgestalten griffen unterdes nicht in das Kampfgeschehen ein, denn sie versuchten, Nycaleon aus ihren Gedanken fernzuhalten. ?Sieh da, Du hast Garmage mitgebracht, meinen ehemaligen Stellvertreter und Verräter, dem die Flucht mehr bedeutete als das Vaterland!? Nycaleon versuchte, die beiden aus der Reserve zu locken, doch keiner von beiden zuckte auch nur mit der Wimper. In diesem Moment gingen zuerst She- Ra und dann He- Man zu Boden. ?Endlich kann ich meinen Triumph auskosten!?, zischte der Schlangenkönig.

?Wieso DEINEN Triumph??, entgegnete Nycaleon nun entrüstet und war von den beiden Wesen abgelenkt.

?Ja genau, King Hsss, warum DEIN Triumph??, ertönte auf einmal die Stimme Skeletors, der sich gelangweilt gab und die Fingernägel seiner rechten Hand betrachtete. Damit hatte er die volle Aufmerksamkeit auf seiner Seite, alle Augen waren auf ihn gerichtet. ?Nun, wie ich höre, bist Du komischer Kauz irgend so ein altes Relikt, das angedroht hat, mich und alle meine Leute zu töten??, funkelte es bösartig in seinen Augen. Alle waren so überrascht vom plötzlichen Auftauchen des Herrn der Unterwelt, dass sich keiner zu regen wagte. ?Nun sehe ich das richtig? Du hast Dich mit dem Schlangenpack verbündet, mit dem ich auch noch ein Hühnchen zu rupfen habe?? Skeletor richtete seinen Widderstab auf den Schlangenkönig.

?Nunja, da habe ich verständlicherweise etwas dagegen!? Schon sah King Hsss eine Salve aus Energieblitzen auf sich zurasen, doch er konnte ausweichen und die volle Wucht traf Snake Face, der schier von den Beinen gerissen wurde. Nun begannen Skeletors Krieger den Turm zu stürmen und langsam glich das der Lion Tower einem ultimativen Schlachtfeld. Unterdessen hatte Nycaleon seine Barriere aufgehoben und fing an, die Gedanken der Lichtwesen zu ergründen. Beim falschen Garmage biss er auf Granit, doch seine angebliche Mutter hatte nicht die mentale Stärke, ihm dauerhaft zu widerstehen. ?Hab? ich es doch gewusst, dass ihr kosmischen Magier Euch wieder einmischen müsst!?

In diesem Moment gaben die beiden ihre Erscheinung auf und Zodak und Teela schwebten über den Köpfen der anderen. Doch sah Teela seltsam verändert aus. Sie trug eine rote Rüstung und einen dazu passenden Helm, ebenso wie Zodak es tat. In der Hand hielt sie einen magischen Stab, ebenso wie Zodak. Beide glitten zu Boden und wurden sofort von Schlangenkriegern umzingelt. Doch ein Auftippen des Stabes auf den Boden und sie waren wieder befreit. Die Andreniden versuchten unterdessen, ihre Königin aus der Hand einiger Schlangenmenschen zu befreien, als sich Skeletor und King Hsss bis aufs Blut bekämpften.

Zodak und Teela gingen auf Nycaleon zu, doch schon begann dieser, Unmengen an Energie aus dem Kristall zu beziehen und alle Fähigkeiten der Krieger im Raum zu adaptieren. Zuerst wuchs ihm durch Moduloks Wandlungsfähigkeit eine riesige Schere, wie die von Clawful, dann begann sein Rücken, Spinnenbeine auszubilden, während er von schwarz- weißem, übelriechendem Fell überzogen wurde und seine Erscheinung vollkommen entarten ließ. In diesem Moment geschah etwas Unglaubliches: Mehrere Portale öffneten sich in der Luft und kleine fliegende Wichte kamen durch sie hindurch und schwirrten durch den Raum. Orko hatte Hilfe aus Trolla geholt und sofort begannen die kleinen Magier, in das Kampfgeschehen einzugreifen. Hier hatte ein Schlangenkrieger auf einmal eine Blume in der Nase, dort hatte einer unerwartet Hasenohren und- Zähne.

Nycaleon geriet derweil vollkommen außer Kontrolle und begann, unwillkürlich zu mutieren. Immer mehr Monsterfähigkeiten eignete er sich an und so glühte er im einen Moment und bildete im nächsten Moment einen Caligarier- Schwanz. Inzwischen glich er einem drei Meter großen, unheimlichen Monster, das mit allen Mitteln begann, Teela und Zodak zu bekämpfen. Während die Trollaner für allgemeine Verwirrung sorgten, kämpften sich He- Man und She- Ra los und begannen, sich einen Weg zur pulsierenden Kugel mitten im Raum zu bahnen.

King Hsss hatte es derweil mit einem wütenden Skeletor zu tun. Doch als er aus dem Augenwinkel sah, wie Snake Face sich wieder aufrappelte, gab er den fatalen Befehl, seine Gegner in Stein zu verwandeln. Aus allen Gesichtsöffnungen und aus der Brust des Medusers begannen Schlangen zu quellen. Doch gerade, als Snake Face seine Fähigkeit, andere durch seinen Blick in Statuen zu verwandeln, einsetzen wollte, geschah genau das Gegenteilige: Zwei Felsen verwandelten sich in Krieger mit reflektierenden Waffen. Stonedar und Rokkon, die zuvor schon Nycaleon angegriffen hatten, stellten sich zwischen die Schlangenkrieger und ihre Opfer und so wurden nicht diese, sondern Snake Face und King Hsss selbst zu Stein, als Snake Faces Gesicht sich in den Waffen der Felslinge widerspiegelte.

Als die übrigen Krieger des Schlangenvolkes bemerkten, was geschehen war, taten sie das, was sie immer taten: Sie traten die Flucht an. Nycaleon hingegen wurde immer gefährlicher, denn er vereinte nun fast alle Fähigkeiten seiner Gegner in sich und wer immer ihn angriff, wurde im wahrsten Sinne des Wortes mit seiner eigenen Waffe geschlagen. Und auch die lethargischen Sakral griffen nun aktiv in den Kampf ein, was die Sache für die Helden nur noch schwerer machte, da sie nun gegen die eigenen Leute kämpfen mussten.

Da schnitt ein surrendes Geräusch durch die Luft und vollkommen unerwartet schwebte ein Fighter wie eine Riesenlibelle über den Köpfen der Kämpfer und richtete seine Waffen nach unten. Das deformierte Wesen, das einmal Nycaleon gewesen war, brach in schallendes Gelächter aus: ?Letzten Endes werden der Sieg und die Rache doch mein sein! Dort oben ist Galen Nycroft und wird für mich die Waffe zünden! Und dann gibt es nichts mehr außer den Sakral!? Der Herrscher verfiel in heiseres Kreischen, als ihn jemand von hinten packte und ihn drei Meter weit in die Luft hob. Der Bauernjunge, den Hordak für seine Experimente missbraucht hatte, war aus dem Labor nach oben gekommen und hatte sich den Herrscher gegriffen, wobei er seine Gliedmassen extrem verlängerte. Mantenna hatte es nicht geschafft, seinen Willen zu brechen, aber einem anderen war es gelungen, ihn zu überreden, zu helfen.

Vollkommen überrascht drehte sich Nycaleon und starrte erst Extendar und dann Modulok in die Augen. ?Was? Aber ? wer?? und er wandte den Blick nach oben, als er auch schon durch den Strahl seiner eigenen Waffe getroffen wurde.

Binnen weniger Sekunden sackte er in sich zusammen und transformierte sich zurück. ?Was ist passiert??, stammelte er vor sich hin, während die Sakral um ihn herum einer nach dem anderen in Ohnmacht fielen. ?Das ist ganz einfach erklärt:?, begann Galen Nycroft alias Modulok zu erklären: ?Ich habe die Waffe für Dich gebaut, aber ich habe sie ein wenig modifiziert, sodass sie lediglich auf Deine eigene Mutation programmiert wurde. Ich habe es geschafft, die Mutationen aus Deinen Genen zu beseitigen und Dich wieder zu einem ganz normalen Menschen, pardon, Sakral zu machen. Und um es zu vollenden, habe ich Dir auch Deine magischen Fähigkeiten genommen.?

Nycaleon saß auf dem Boden und blickte Modulok fassungslos in die Gesichter. ?Aber warum?? Modulok beugte sich zu ihm herab. ?Ich mag kein guter Mensch gewesen sein, bevor ich zu ? dem hier ? wurde..:?, begann er und zeigte an sich herab:?? und ich mag zeitweilig ein wenig aus der Bahn geraten zu sein, aber ich habe nicht vergessen, wessen Schuld es ist, dass ich all die Jahre in Despondos festsaß. Hast Du wirklich geglaubt, dass ich einen ganzen Planeten auslösche, nur um Dir zu dienen??

Die Kämpfe waren zum Ende gekommen. Mantenna hatte den Fighter wieder nach oben aufs Dach navigiert und bestieg nun den Fahrstuhl nach unten. In diesem Moment spaltete sich Modulok in zwei Hälften. Während Extendar blitzschnell den Sakral am Kragen packte und ihn durch ein Loch in der Wand nach draussen zerrte, griffen die beiden Hälften Moduloks nach den Schwertern von He- Man und She- Ra, die völlig perplex waren und gar nicht wussten, auf welche Hälfte des Monsters sie sich konzentrieren sollten. Draussen befand sich noch immer das kleine Portal nach Despondos und während Extendar Nycaleon hindurch beförderte, stieß der Modulok beide magischen Schwerter in die pulsierende Kugel.

Die Zeit schien still zu stehen, als ein gleißendes Licht alle Umstehenden blendete und sich die Kugel auflöste. Dann erloschen alle Lichter im Turm und das wenige Tageslicht, das durch die zerstörten Wände herein schien, zeigte ein bizarres Szenario. Schnell waren ein paar Fackeln angezündet und nun erschien eine weitere Person im Lion Tower: Die Sorceress von Grayskull, die unmittelbar auf Skeletor zuging. ?Du hast ein Versprechen abgegeben und nun bin ich gekommen, um es einzufordern.? Skeletor nickte nur. ?Ist ja schon gut, aber macht schnell, ehe ich es mir anders überlege??



Epilog

She- Ra und He- Man standen im Thronsaal von Schloss Grayskull und unterhielten sich mit der Sorceress. Nicht nur hatten sie es geschafft, mit Hilfe von Skeletor und Zodak Eternia von der Horde zu befreien, Skeletor hatte sogar eingewilligt, dass man sein Gedächtnis löschte, damit er sich nicht an das Geheimnis Grayskulls erinnern konnte. Der Herr der Unterwelt hatte erkannt, dass er diese Krise nur gemeinsam mit den Masters meistern konnte, wenn er nicht in den Untergang gehen wollte. Teela hatte die Fähigkeiten der kosmischen Magier übertragen bekommen, doch war dies nicht von Dauer, denn Zodak erachtete es als zu gefährlich, besonders nach allem, was er mit den kosmischen Magiern und Procrustus erlebt hatte.

Das Portal nach Despondos war nun für immer verschlossen und es gab kein Zurück mehr für den Despoten. Er würde ein sehr einsames Leben führen bis zu seinem noch einsameren Tod, aber man hatte auch neue Freunde gefunden. Zum Einen Extendar, der der Hordemaschinerie entkommen war und zum anderen die Felslinge Stonedar und Rokkon, die ebenfalls Despondos entkommen waren und deren Zivilisation zerstört worden war. König Randor war auf dem Wege der Genesung und erfreute sich daran, seine Tochter wieder in die Arme schließen zu können.

Während Andreenos wieder aufgebaut wurde, half man gleichzeitig, auch Avion wieder neu zu errichten. Die Avionier hatten dazu den Kristall zurückerhalten, doch nun wurde er mit besseren Verteidigungsanlagen versehen und sollte nicht mehr so schnell anderen zum Opfer fallen. Die Andreniden hingegen hatten Einiges in ihrer Vergangenheit wieder aufzuarbeiten. Von nun an sah man auch Zodak häufiger bei den Masters. Er hatte sich dazu entschieden, nicht mehr so viel Zeit in der Einsamkeit zu verbringen. Dennoch war er nicht unbedingt gesprächiger geworden.

Adams Geheimnis war wieder geschützt, denn genau wie damals, als Adora verschwand, hatte die Sorceress wieder einen Bann über Eternia gelegt, der die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit verschleierte.

Modulok hatte sich Mantenna angeschlossen und die beiden waren zusammen mit dem Rest der Horde von Eternia verbannt worden. Da der Weg nach Despondos nun verschlossen war, hatte man eine andere Möglichkeit gesucht, Hordak ein weiteres Mal von Eternia zu entfernen. Doch dies ließ She- Ra keine Ruhe, denn sie hatte als Adora ihre gesamte Kindheit und Jugend bei der Horde verbracht und fühlte sich für Hordaks Gräueltaten verantwortlich. ?Sorceress, ich habe nur eine Frage: Dieser Planet, auf den Ihr Hordak gebracht habt, Etheria? leben dort Menschen?...?


Niemand ahnte, dass im Meer von Rakash schon wieder eine neue Gefahr für Eternia heraufzog, düsterer und gefährlicher als alles bisher da Gewesene?





Ende.
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