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Fan-Fictions
Das Geheimnis des schwarzen Spiegels
Nächtlicher Durchbruchsversuch
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| Das Geheimnis des schwarzen Spiegels Nächtlicher Durchbruchsversuch |
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Die Sonne senkte sich zum Horizont, bis sie gänzlich verschwunden war. Es wurde dunkel im Tal, und im Dorf machten die Leute in ihren Häusern die Lichter an. Evil-Lyn wartete, bis auch das letzte Licht wieder erloschen war, und machte sich dann auf den Weg. Beinahe lautlos schlich sie sich bis zum ersten Gebäude heran. Als sie sich weiter vorarbeitete, bemerkte sie zwei bewaffnete Männer, die offensichtlich das ganze Dorf bewachten.
Einer dieser Wachen kam genau auf ihre Position zu, also versteckte sie sich schnell hinter einigen Kisten. Die Schritte wurden lauter und hatten einen gleichmäßigen Rhythmus. Ganz nah kam die Wache an die Kisten, hinter der sich Evil-Lyn verschanzt hatte. Es war ein groß gebauter und kräftiger Mann. Evil-Lyn zog ganz vorsichtig ihr Messer, um im Fall der Fälle den Mann lautlos zu töten. Doch das war nicht nötig. Der Mann ging an ihrem Versteck vorbei, ohne sie zu bemerken. Die böse Hexe sah ihm nach, bis er hinter einer Häuserecke verschwunden war. Dann steckte sie ihr Messer wieder weg, und schlich sich weiter zu den Talon Fightern hin. Schlussendlich waren zwischen ihr und den Talon Fightern nur noch 30 Meter. Zu Evil-Lyns Nachteil boten diese jedoch keinerlei Deckung, da die Flugzeuge auf einem riesigen Platz standen. Dieses Risiko musste Evil-Lyn eingehen. 30 Meter wären schnell überwunden. Und wenn Evil-Lyn erst mal in einem Flugzeug sitzen würde und die Startsequenz eingegeben hätte, könnte sie niemand mehr aufhalten. Also versteckte sie sich wieder hinter einigen Kisten, und wartete eine ganze Weile ab. Sie blickte sich gründlich um, und als sie lange Zeit niemanden mehr sehen konnte wagte sie es. Leise, aber schnell rannte sie zu den Maschinen hin. Doch sie wurde entdeckt. ?Halt! Du da, stehen bleiben", rief auf einmal eine Stimme von hinten. Im nächsten Moment packte sie jemand, und hielt sie fest. Evil-Lyn konnte jedoch ihren gesunden Arm losreißen, und ihrem Gegner einen Schlag in die Magengegend versetzen. Der Kontrahent krümmte sich, und ließ von Evil-Lyn ab. Als die Hexe ihm einen Kinnhaken verpasste, fiel er zu Boden. Evil-Lyn drehte sich um, um weiter zu laufen. Da bekam sie einen Schlag gegen den Kopf von einem Gewehrkolben. Eine weitere Wache hatte sich vor ihr gestellt. Evil-Lyn war buchstäblich K.O. **** Ein Eimer kaltes Wasser wurde über Evil-Lyns Kopf geschüttet, was sie schlagartig aus der Bewusstlosigkeit riss. Sie bemerkte, dass sie an einem für sie viel zu kleinen Stuhl gefesselt war. Nach genauem Betrachten der Umgebung stellte sie fest, dass sie in einem Raum innerhalb der Zwergenfestung sein musste. Offenbar hatten die Dorfbewohner sie an die Widgets ausgeliefert. In einer Ecke sah sie zu ihrem Entsetzen den schwarzen Spiegel. Irgendwie hatte man es geschafft, ihn wieder zusammenzusetzen. Er vibrierte und gab ein lautes Lüftergeräusch von sich. Aus dem Spiegelglas trat dichter schwarzer Schleier mit rotäugigen Schatten hervor. Genau solche Gestalten, die Evil-Lyn zuvor im abgestorbenen Wald gesehen hatte. Der Qualm breitete sich langsam aber sicher im ganzen Raum aus. Cendo, der Anführer der Widgets stand vor ihr. Er hatte seinen Speer dabei und starrte Evil-Lyn böse ins Gesicht. ?Verfluchte Hexe, du hast alles verdorben. Warum versuchst du eigentlich immer auf Teufel komm raus uns Schaden zuzufügen?", fragte Cendo vorwerfend. "Du bist ja total verrückt, zerstöre sofort das Ding hinter dir.", forderte Evil-Lyn und blickte ängstlich zum Spiegel. Verzweifelt versuchte sie sich von den Fesseln zu lösen, doch es gelang ihr nicht. "Zu spät, das Schicksal ist nicht mehr aufzuhalten.", erwiderte Cendo und stach Evil-Lyn mehrfach mit seinem Speer direkt in ihre Wunde am Arm. Schmerzhaft schrie Evil-Lyn auf, während sie das Blut wieder aus der Verletzung floss. "Du verdammter kleiner Giftzwerg. Merkst du eigentlich nicht, dass ich nur versuche uns alle aus einer bedrohlichen Lage zu befreien? Zugegeben, es klingt aus meinem Munde komisch. Aber ich habe ausnahmsweise die Absicht etwas Gutes für uns alle zu tun." "Du und etwas Gutes tun, dass ich nicht lache." sagte ein anderer Zwerg, der aus dem Qualm erschien. Evil-Lyn traute ihren Augen nicht, denn es war einer der Widgets, der in der Höhle war. ?Was machst du denn hier, du bist doch tot?", fragte sie erstaunt. ?Aber natürlich, Evil-Lyn. Wir sind alle tot, dank dir.", warf der Widget vorwurfsvoll zurück. He-Man betrat den Raum. Sein Schädel war an der Stirn eingeschlagen worden, und sein Gesicht war blutüberströmt. "Evil-Lyn, ich bin ja schon einiges von dir gewohnt. Aber so etwas habe ich selbst von dir nicht erwartet.", sagte der Stärkste der Starken. Er schaute die Hexe mit einem bösartigen Gesichtsausdruck an, der ihr den Schauer über Rücken laufen ließ. He-Man sagte weiter: ?Du bist verantwortlich für den Untergang unseres Planeten. Und dabei dachte ich, dass du wenigstens selbst etwas Überlebenswillen hättest." ?Du kannst mir die Schuld dafür geben, He-Man. Ich habe ihr vertraut.", sagte Skeletor der jetzt ebenfalls erschien. In seinem Rücken steckte eine übergroße schwarze Streitaxt und sein Körper schien noch knochiger und toter zu sein, als sonst. "Ich habe ihr die besten Waffen, die ich zu bieten hatte, für diese Mission anvertraut. Aber dieses Hexenweib ist ja noch dusseliger als Beastman." "Skeletor, ich habe den Spiegel zerstört. Ehrlich.", versuchte sich Evil-Lyn zu verteidigen "Schweig, Evil-Lyn. Ich habe ein für alle mal genug von dir.", erwiderte Skeletor, und gab He-Man ein Zeichen. Dieser zog sein Zauberschwert und wollte gerade damit auf Evil-Lyn einschlagen, als er plötzlich inne hielt. Er blickte Skeletor an. ?Skeletor, erledige du das.", sagte der Stärkste der Starken zu seinem ewigen Gegenspieler und gab ihm sein magisches Schwert, ?Ich würde es ja gerne selbst machen, aber ich habe der Sorceress damals so ein dämliches Versprechen abgegeben." ?Mit dem allergrößten Vergnügen, He-Man.", sagte der Knochenmann. Er trat an den Stuhl, holte mit dem Schwert aus und schlug der Hexe den Kopf ab. **** Schlagartig riss Evil-Lyn die Augen auf. Dann zog ein gewaltiger Schock durch ihren Körper, der sie fast aus dem Bett warf. Reflexartig fasste sich die Hexe an ihren Hals und tastete ihn komplett ab. Aber es war kein Blut oder gar eine Verletzung auszumachen. Als sie erkannte, dass es nur ein böser Traum war, atmete sie tief und erleichtert durch. Als sie sich einigermaßen beruhigt hatte, begutachtete sie ihren verletzen Oberarm. Er war in einem professionell anmutendem und eng anliegenden Verband eingewickelt worden, der ihre Bewegungsfreiheit in keinster Weise einschränkte. Auch ihre kleine Wunde am Kopf war mit einem Pflaster versorgt worden. Sie stieg aus dem Bett und befand sich an einem Ort, womit sie jetzt überhaupt nicht gerechnet hatte. Eigentlich hatte die Herrscherin des Schattenreiches erwartet in einer Gefängniszelle oder ähnlichem zu sein. Erst recht nachdem sie letzte Nacht versucht hat, einen Talon-Fighter zu stehlen. Nein dieser Raum war alles andere als das. Es war eine Art Gästezimmer, zwar nicht sehr groß dafür aber behaglich eingerichtet. Durch ein riesiges Fenster konnte man die zwei Talon-Fighter sehen. Es war verziert mit imposanten Gardinen und diversen Zimmerpflanzen. Das Sonnenlicht schien herein, und ließ das Zimmer hell aufleuchten. In der Mitte befand sich ein mittelgroßer runder Tisch aus Holz, auf dem sie ihre Kappe und ihren Kampfgürtel mit ihrem Messer wieder fand. Evil-Lyn war äußerst erstaunt darüber, dass jemand diese Utensilien ausgerechnet dort abgelegt hatte. Als wolle man, dass sie ihre unter anderem ihre einzige Waffe, die sie zurzeit hat, findet. Evil-Lyn war schon einiges von weichherzigen Menschen gewöhnt, aber das war schon merkwürdig. Schon oft war sie in Situationen, wo der Gegner ihr geholfen oder ihr gar das Leben gerettet hat, obwohl sie ihn zuvor bis auf das Blut bekämpft hat. Bestes und jüngstes Beispiel war ihre Verwundung am Arm, den man offenbar sehr gut und professionell behandelt hat. Sowieso konnte sie diese Eigenarten der `Guten? niemals verstehen, zumal sie selbst davon überhaupt keine Vorteile hatten. Als dies alles nicht schon genug wäre fiel ihr noch etwas auf, und zwar ein Gruppenbild, was an der Wand hing. Darauf waren mehrere ihr unbekannte Leute abgebildet. In der Mitte dieser Menschen stand auch sie selbst lächelnd neben einem ca. 50 Jahre alten Mann. Mit einer Hand hielt sie ihre Kristallkugel, und nahm eine posierende Haltung ein. ?Was zum Teufel soll das denn? Will mich hier jemand auf den Arm nehmen?" sagte die Hexe zu sich selbst. Voller Zorn riss sie das Bild von der Wand, warf es zu Boden und trampelte darauf herum. Niemals würde sie auch nur im Traum daran denken, sich so derart ablichten zu lassen. Aber das Bild hatte irgendetwas zu bedeuten, und Evil-Lyn konnte sich beim besten Willen keinen Reim daraus machen, was es war. Ihr Ärger wich mehr und mehr einer gewissen Skepsis und Unsicherheit. Irgendetwas ging hier vor sich, was auch sie direkt betreffen würde. Auf keinen Fall wollte sie am eigenen Leib herausfinden was das ist, und deswegen so schnell es geht weg von hier. Aufgeregt wanderte sie im Raum hin und her, um nach einer Fluchtmöglichkeit Ausschau zu halten. Sie schaute zum Fenster hinaus auf die zwei begehrten Talon-Fighter. Wenn es einen Weg hier raus gäbe, dann nur damit. Zu gerne hätte sie einen davon in der Nacht gestohlen, aber dies war jetzt keine Option mehr. Zu Fuß hätte sie wohl keine Change, erst recht da man von ihrer Anwesenheit jetzt weiß. Es ging also nur mit einer dieser Maschinen. Die andere am besten kurz nach dem Start am Boden zerstören, dann hätte der Gegner keine Möglichkeit ihr zu folgen. Zu gerne wäre sie jetzt aus dem Fenster gestiegen, doch das kam nicht in Frage. Das Zimmer befand sich im ersten Stock, und wenn sie da hinunterspringen würde, hätte sie neben ihrem verletztem Arm auch noch ein gebrochenes Bein. Also ging es nur durch die Tür hinaus. Sie setze ihre Kappe wieder auf, nahm ihr Messer und wollte damit versuchen, das Türschloss zu knacken. Dabei kam sie versehendlich an die Türklinke und drückte sie herunter. Die Tür ging auf, da sie nicht abgeschlossen war. Keine Frage, dass Evil-Lyn darüber äußerst erstaunt war. Offenbar wollte man dass sie flieht, damit man später sagen kann man habe sie auf der Flucht erschossen? Die Hexe musste es annehmen. Aber Evil-Lyn wäre schließlich nicht Evil-Lyn, könnte sie nicht in dieser Beziehung einen Strich durch die Rechnung machen. Also entschloss sie sich, ihrem Gegner von der ganz hinterlistigen und fiesen Seite zu zeigen. FORTSETZUNG FOLGT |
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