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Fan-Fictions
Das Geheimnis des schwarzen Spiegels
Evil-Lyns Geständnis
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| Das Geheimnis des schwarzen Spiegels Evil-Lyns Geständnis |
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Anti-Snake Mountain, Arrestzelle 43
Nervös und an den Fingernägeln kauend ging Evil-Lyn in ihrer Zelle auf und ab. Sie schaute aus dem vergitterten Fenster und beobachtete, wie die Sonne langsam aber sicher hinter dem Horizont hervorkam und somit den neuen Tag einläutete. Es war eine schlichte und einfache Einzelzelle mit knapp sieben Quadratmetern. Sie beherbergte ein äußerst spartanisches Bett mit einem einfachen Kissen und einer dünnen Decke. Ein einfacher Schrank, ein Tisch und zwei Stühle waren die weiteren Einrichtungsgegenstände hier. Eine kleine Tür führte zusätzlich noch zu einem abgetrennten Raum mit einer Toilette, einer Waschgelegenheit und einer Dusche. Hier hatte die Schwarzmagierin die Nacht verbracht. Erschöpft ließ sie sich in das Bett fallen, nachdem man sie hier einsperrte, und sie das Abendessen eingenommen hatte. Der Kampf gegen Anti-He-Man, Anti-Orkos Folter, die Flucht aus Anti-Eternis und zum Schluss das Duell mit Silvia hatten sie ganz schön ausgepowert. So ließ sie sich erschöpft in das Bett fallen, und schlief sofort ein. Entzürnt war sie darüber, dass sie hier gelandet ist. Es war nicht so sehr die Tatsache, dass sie wieder mal in einer Zelle saß. Schon oft wurde sie von He-Man und anderen Masters gefangen genommen. Von daher war sie das Innere einer Gefängniszelle gewöhnt. Es war mehr das Scheitern ihres Plans hier ein neues Leben zu beginnen. Es wäre so schön gewesen, wäre nicht Silvia gewesen und hätte ihr Vorhaben vereitelt. Wenn sie könnte, würde sie ihr deswegen noch einmal an die Gurgel springen, so zornig war sie über die Rebellin. Doch sie machte sich auch Sorgen über ihre Heimatwelt, wieder einmal. Sie saß hier fest, und da draußen hatte die Anti-Sorceress nun alle Zeit der Welt, den Spiegel für sich zu nutzen. Zwar kannte sie den Standort des Spiegels nicht, und sie hatte auch nicht die Zauberformel. Doch diese Hindernisse würden sie bestimmt nicht lange aufhalten, dachte sich die Hexe. Sie hatte Angst um Skeletor, wenn sie Anti-Keldor schon nicht haben durfte, so sollte doch wenigstens er verschont bleiben, damit sie zu ihm zurückkehren kann. Immer aufgeregter lief sie in dem kleinen Raum hin und her, und begann damit gegen die Zellentür zu pochen. Sie fing an zu schreien, dass man sie rauslassen solle, doch lange Zeit tat sich nichts. Dann hörte sie von draußen Schritte und jemand begann damit, von der anderen Seite die Tür aufzuschließen. Evil-Lyn trat zurück und wartete ungeduldig darauf, bis die Tür aufging. Anti-Beastman stand im Durchgang und sah die Gefangene mit einem gewissen Lächeln an. "Guten Morgen, Evil-Lyn. Wieso denn so temperamentvoll heute Morgen?", fragte er neugierig. "Beastman, ich muss ganz dringend mit Keldor sprechen. Bring mich zu ihm hin, bitte!", flechte die Hexe Anti-Keldors Adjutant an. "Ist das nicht ein schöner Zufall?", lächelte Anti-Beastman, "Du möchtest mit Keldor sprechen, und er möchte dir einige Fragen stellen." Er trat zur Seite und machte mit einer Handbewegung deutlich, dass Evil-Lyn mit ihm mitgehen sollte. Immer noch äußerst nervös trat sie aus der Zelle und folgte Anti-Beastman durch zahlreiche Gänge bis in einen kleinen Verhörraum mit einem kleinen Tisch und Stühlen. Anti-Keldor und Silvia saßen bereits am Tisch, auf dem auch drei volle Becher mit Kaffee und eine große Kanne standen. "Danke Beastman, das wäre für den Moment alles. Warte bitte draußen.", sagte Anti-Keldor zu seinem Adjutant. Mit einem leichten Kopfnicken befolgte Anti-Beastman die Anweisung, und verließ den Raum. Silvia bemerkte Evil-Lyns Nervosität sofort, und wirkte beruhigend auf sie ein. Sie wusste nicht, weswegen sie eine solche Furcht hatte. "Ganz ruhig, Evil-Lyn. Du brauchst keine Angst zu haben. Wir möchten uns nur ein wenig mit dir unterhalten. Hier, trink erstmal einen Kaffee.", sagte sie und reichte ihr einen Becher mit dem heißen Getränk herüber. Evil-Lyn nahm den Kaffee dankend an sich und trank. Nach all den Strapazen der letzten Tage war es eine Wohltat zu spüren wie der Kaffee über die Speiseröhre in ihren Körper floss. Danach sah sie Anti-Keldor mit einem sorgenvollen Gesicht an und sagte: "Keldor bitte, du musst etwas tun. Eternia befindet sich in einer schrecklichen Gefahr." Anti-Keldor nahm ebenfalls einen Schluck aus seinem Becher. Lässig antwortete er der Hexe: "Eternia ist im Prinzip immer in Gefahr, seitdem wir diese selbst ernannte Sorceress haben." "Nein Keldor, so ist das nicht. Ich komme aus einem anderen Eternia in einem anderen Universum. Dass ich hier bin, ist nur ein dummer Zufall. Normalerweise gehöre ich nicht hierher, ich will einfach nur zurück nach Hause.", erwiderte Evil-Lyn verzweifelt. "Du kommst also aus einem anderen Eternia. Siehst du deswegen genauso aus wie ich, Evil-Lyn.", wollte die Rebellin wissen. "Ja genau, Silvia. Nur es gibt eben halt den einen Unterschied. Ihr seid weichherzig und ich bin eben halt." Evil-Lyn hatte Hemmungen weiterzusprechen. Doch sie musste sich überwinden, denn sie sah in der Wahrheit ihre einzige Change, nach Hause zu kommen. "Ich bin böse, genauso wie eure Sorceress, die wiederum bei mir für das Gute einsteht." "Ich verstehe, Evil-Lyn. Musste Orko deswegen sterben? Hat er deine wahre Identität erkannt?", hakte Silvia nach. "Was!? Aber ihr könnt doch unmöglich schon seine Leiche gefunden haben.", sagte die Hexe erstaunt. "Sagen wir es mal so, er war noch in der Lage auf sich aufmerksam zu machen. Wir haben ihn aus dem Wind-Raider geholt. Er konnte uns allerdings nicht mehr sehr viel erzählen, leider.", erklärte Silvia. Daraufhin fuhr die Schwarzmagierin resigniert fort: "Ich wurde von den Masters geschnappt. Auch sie hielten mich für Silvia, auch Orko. Der Trollaner hat mich unter Folter verhört. Da ist mir was rausgerutscht und ich habe mich selbst verraten. Er hat mich daraufhin erpresst und mir gedroht, mich an die Sorceress auszuliefern, sollte ich ihn nicht mit zu mir nach Hause nehmen." Anti-Keldor blickte Evil-Lyn argwöhnisch an, und nahm die Führung des Gesprächs an sich. Entschlossen sagte er: ?Ich glaube deinen Behauptungen nicht, Evil-Lyn. Wenn du wirklich, so wie du sagst, einfach nur nach Hause willst, warum hast du dann mit Gewalt versucht den Platz meiner Frau einzunehmen? Gib es doch zu, dass du von der Sorceress geschickt wurdest." "Das ist aber nicht so, Keldor. Gut zugegeben, es war wirklich eine verlockende Versuchung. Als ich mit Orko geflohen bin, da haben wir uns über dich unterhalten. Da wollte ich versuchen, Silvias Platz einzunehmen und somit ein neues Leben anzufangen." "Warum hast du das getan, gibt es denn auf deiner Welt nicht auch einen Keldor? Nachdem wie ich mir bis jetzt dein Eternia vorstelle, doch schon, oder??, wandte sich Silvia neugierig ein. "Der Keldor aus meiner Welt fiel einer Säurekapsel zum Opfer, und wurde zu Skeletor. Dort wo sein Gesicht war, ist nur noch ein einziger Knochenkopf. Er überlebte nur wegen einer sogenannten Güte eines anderen Magiers. Seitdem ging es mit mir bergab. Ich dachte mir, wenn ich hier bleibe als Silvia würde es mir wieder besser gehen, ihr müsst das doch verstehen. Ich will doch nur jemanden haben, den ich lieben kann, und der mich liebt. Ich... ich..." Weil Evil-Lyn bereits den Tränen nahe war, und immer konfuser wurde, unter dem Druck dieses Verhörs, machte sie eine längere Pause. Dann erzählte sie unter ihren ersten Tränen weiter. "Es gibt einen Dimensionsspiegel. Ich habe dir davon doch gestern erzählt, Keldor. Er verbindet meine Welt mit eurer. Ihr müsst ihn zerstören, bevor die Sorceress ihn benutzen kann." "So ist das also. Während du dir hier ein schönes neues Leben aufbauen wolltest, wolltest du deine eigenen Freunde einen grausamen Kampf kämpfen lassen. Nicht zu fassen, Evil-Lyn.", sagte Anti-Keldor erschrocken und verärgert. Er stand auf, und ging aufgeregt im Raum hin und her. "Keldor, bitte. Ich flehe dich an. Wenn du es nicht für mich tust, dann tue es für Skeletor. Ich...ich liebe ihn.", flennte Evil-Lyn in ihrer höchsten Verzweiflung. Ihre Tränen liefen die Wangen nur noch so herunter. Sie weinte hemmungslos. Man musste wirklich keine emphatischen Fähigkeiten besitzen, um zu erkennen, dass sie sich um Skeletor unheimliche Angst hatte. Silvia stand von ihrem Platz auf, und legte tröstend ihren Arm auf Evil-Lyns Schulter. Sie sah ein, dass Evil-Lyn sich nur noch quälte, und schlug vor das Verhör zu beenden. Sein Ehemann stimmte zu. "Ich glaube, es ist jetzt besser, wenn du in deine Zelle zurückkehrt, Evil-Lyn. Wir werden über dein Anliegen beraten und dich über das Ergebnis in Kenntnis setzen." Sie geleitete Evil-Lyn zur Tür. Draußen wartete Anti-Beastman, der die Gefangene zurück in ihre Zelle brachte. Anti-Eternis, Werkstatt des bösen Waffenmeisters Auch über den Dächern der dunklen Stadt brach ein neuer Tag herein. Obwohl der schwarze Schleier bei Tag und auch bei Nacht über dieser finsteren Hauptstadt dieses dunklen Planeten hing, konnte etwas Tageslicht die verwinkelten Ecken dringen. Langsam erwachte die Stadt aus ihrem nächtlichen Schlaf. Die Leute gingen aus ihren Häusern, um ihrer Arbeit nachzukommen, zu der sie von der Regierung gezwungen wurden. Beinahe jeder von ihnen dachte an Flucht und an den Beitritt zur Widerstandsbewegung. Doch nur die wenigsten hatten den Mut, dies auch in die Tat umzusetzen. Denn alle wussten sie, dass ihnen und ihrer Familien der Tod erwartet, sollte sie dieses wagen. So ergaben sie sich in ihr Schicksal, in der Hoffnung auf bessere Zeiten. Auch in Anti-Duncans Werkstatt bereitete man sich auf den neuen Arbeitstag vor. Nach und nach gingen die zahlreichen Leuchtstoffröhren an der Decke an, und füllten eine riesige Werkhalle mit Licht. Dies war Reich von Anti-Man-At-Arms, dem bösen Waffenmeister in seiner rabenschwarzen Rüstung. Anti-Duncan nahm es im Gegensatz zu seinem guten Gegenstück mit der Ordnung nicht so genau. Überall lagen Werkzeug, Maschinenteile, Motoren, halb zusammengebaute Gerte und sonstiger Kram einfach so herum. Dort wo gerade gearbeitet wurde, ließ man die Sachen nach Feierabend einfach liegen, um am nächsten Tag weiterarbeiten zu können. Werkbänke standen neben riesigen Werkzeugmaschinen offenbar planlos im Raum, und an den Wänden befanden sich zahlreiche Plakate mit ziemlich spärlich bekleideten Frauen. Anti-He-Man saß auf einem Stuhl, und betrachtete ratlos die zwei magischen Kristalle. Einen davon gab Anti-Teelana am Vortag dem kleinen bösen Zauberer und versteckte darin einen Peilsender. Anti-Orko und Evil-Lyn sollten damit die Evil-Masters zu Silvia und somit zum schwarzen Spiegel führen. Dieser Plan ging jedoch schief, weil ihn Evil-Lyn durchschaute und den Stein wegwarf. Jetzt saß der böse He-Man da und wusste keinen Rat mehr. Bei ihm war auch Anti-Duncan, der ihn auf dieser Suchmission begleitet hatte. Er lief im Raum unruhig hin und her, und machte ebenso wie sein rothaariger Freund einen besorgten Eindruck. "Verdammt. Die Sorceress wird uns beide für mindestens drei Wochen in Steinlarven verwandeln, oder sonst was mit uns anstellen, wenn wir nicht bald Ergebnisse liefern.", sagte Anti-He-Man resigniert. "Immer noch nichts von Mekaneck? Zumindest er müsste doch schon längst was herausgefunden haben.", fragte Anti-Duncan besorgt. "Er hatte gestern Funkkontakt mit Orko und will versuchen, ihn über sein Funkgerät anzupeilen. Aber wenn der Trollaner es nicht eingeschaltet hat, ist es so gut wie hoffnungslos." Anti-He-Man stand von seinem Platz auf. Vor lauter Wut schlug er auf den Holztisch ein, an dem er gerade saß. Die Bretter, aus denen der Tisch gefertigt war, brachen und der gesamte Tisch krachte mit einem rumpelnden Geräusch in sich zusammen. Immer noch voller Zorn sagte er: "Was bildet sich diese einfältige Gewitterhexe von Grayskull eigentlich ein? Sie will auf Teufel komm raus zu Ruhm und Macht kommen, und wir müssen zusehen, wie wir ihr das beschaffen können. Ich habe so langsam aber sicher die Schnauze voll von dieser Teelana." Anti-He-Man bemerkte in seiner Rage nicht, dass sich Anti-Zoar Zutritt durch ein offenes Fenster verschafft hatte. Die überdimensionale Krähe tippelte unbemerkt an die beiden heran, und belauschte ihr Gespräch. Als der böse He-Man seinen letzten Satz beendet hatte, verwandelte sich die Krähe in die böse Zauberin. Anti-Duncan sah sie. Doch es war für ihn bereits zu spät, um seinen rothaarigen Freund zu warnen. Sofort feuerte Anti-Teelana einen magischen Blitz aus ihrem feuerroten Falkenstab auf Anti-He-Man. Voll getroffen flog dieser gegen einen großen Holzschrank, der durch die Wucht seines Aufpralls dasselbe Schicksal erlitt, wie der hölzerne Tisch eben. "Was war das eben He-Man?", fragte sie bitterböse. Sie fühlte sich in ihrer Ehre angegriffen, und wollte dies auf keinen Fall auf sich sitzen lassen. Langsam und bedrohlich schritt sie zu dem im zerstörten Schrank liegenden Anti-He-Man heran. "Oh hallo Sorceress. Ähmm... ich meine natürlich die andere Sorceress. Die aus dem Lichtuniversum. Diese Gewitterhexe müssen wir unbedingt zuerst kaltstellen, wenn wir das andere Eternia angreifen." Anti-Teelana musterte ihn genau, sie war nicht dumm und erkannte natürlich sofort, dass Anti-He-Man flunkerte. "Wie weit bist du damit, He-Man? Wo sind Evil-Lyn und Orko? Und wo ist das Portal, durch das Evil-Lyn gekommen sein muss?", fragte sie zornig und bestimmend. Anti-He-Man wusste darauf nicht so recht, was er darauf sagen sollte. "Ähmm...nun ja, Sorceress. Wir haben noch nicht ...Das heißt, wir haben ..." "Du hast versagt, He-Man!", beendete die böse Zauberin die Erklärungsversuche Anti-He-Mans. Seine Gedanken verrieten der Anti-Sorceress bereits alles, was sie wissen wollte. Wütend richtete sie erneut ihren Falkenstab auf den rothaarigen Hünen. Diesmal kam jedoch kein magischer Blitz heraus, sondern ein stetiger Energiestrahl. Dieser Stahl umfasste den Hals Anti-He-Mans und zog ihn langsam in aus dem zerstörten Schrank in die Luft. Röchelnd und nach Luft ringend versuchte sich der rothaarige Hüne dagegen zu wehren, doch es gelang ihm nicht. "Du bist eine Schande, He-Man. Nicht nur für das eternianische Imperium, sondern auch für das gesamte Universum der Finsternis. Sage mir nur einen einzigen Grund, warum ich dich nicht hier und jetzt für den Rest deines Lebens in Prinz Adam zurückverwandeln soll?" Anti-Teelana hielt den bösen He-Man in der Luft und empfand dabei auch eine kleine Portion Sadismus. Ihr Gegenüber versuchte etwas zu sagen, doch sein Hals wurde bereits so zugedrückt, dass er kaum ein Wort herausbrachte. Anti-Mekaneck betrat aufgeregt den Raum. Das völlig in schwarz gekleidete Gegenstück Mekanecks, welches ebenso eine schwarze Brille trug, und einen tief-schwarzen Hals besaß, bemerkte im ersten Moment die Anwesenheit der bösen Zauberin nicht. "He-Man, Duncan. Ich habe etwas gefunden.", rief er in den Raum. "Was hast du gefunden, Mekaneck?", fragte Anti-Teelana sofort. Sie ließ Anti-He-Man los, der mit einem lauten Gepolter in die Trümmer des zerstörten Schranks fiel. Erst jetzt bemerkte der böse Kundschafter die Zauberin. "Orkos Signal, Sorceress. Er hat aus irgendeinem Grund sein Funkgerät über Nacht angelassen, da konnte ich ihn orten.", sagte Anti-Mekaneck. "Wir haben in die neuen Funkgeräte Peilsender eingebaut, für den Notfall. Falls jemand von uns von den Rebellen angegriffen wird, können wir sofort Verstärkung schicken. Das war meine Idee.", fügte der böse Waffenmeister hinzu und versuchte sich damit ein wenig zu brüsten. "Los, zeige mir das!", forderte Anti-Teelana von Anti-Mekaneck, ohne dabei Anti-Duncan zu beachten. Sie, der böse Kundschafter und der böse Waffenmeister gingen in einen kleinen Nebenraum, abseits der Werkstatt. Es war quasi ein kleines Büro mit einem großen Schaltschrank an der Wand. Anti-Mekaneck setzte sich an einen Stuhl und bediente mehrere Knöpfe auf einer Konsole, die Bestandteil des Schaltschranks war. Auf einem großen Monitor erschien die Weltkarte von Anti-Eternia. Irgendwo auf dieser Karte blinkte ein kleiner roter Punkt. "Da ist der Trollaner. Er befindet sich im Canyon von Avaton.", sagte Anti-Mekaneck. Die böse Zauberin studierte die Karte genau. Schließlich sagte sie: "Was macht dieser kleine Wicht eigentlich so weit weg von Zuhause, das ist doch ziemlich nah an Snake Mountain dran." Sie machte eine Pause, und dachte kurz nach. Schlussendlich nahm sie ihren Falkenstab, und feuerte in eine Ecke. Ein Dimensionstor erschien an der Stelle, wo der magische Blitz eingeschlagen ist. "Los kommt, wir werden uns das Ganze aus der Nähe anschauen.", wies Anti-Teelana an. Während die zwei Angesprochenen durch das Portal schritten, rief die Anti-Sorceress zur Tür hinaus: "He-Man, beweg deinen Hintern hierhin. Es gibt Arbeit." Anti-Snake Mountain, Arrestzelle 43. Eine Stunde nach dem Verhör. Die Schwarzmagierin wurde wieder in ihre Zelle eingesperrt. Sie hatte sich inzwischen wieder einigermaßen beruhigt, doch sie immer noch in voller Sorge um ihren Heimatplaneten und um Skeletor. Obwohl nur eine Stunde vergangen war, kam ihr die Zeit beinahe wie einen ganzen Tag vor. Nervös lief sie im Raum auf und ab, und fragte sich wieso die Entscheidungsfindung der Rebellen so lange dauerte. Evil-Lyn hätte es selbst niemals gedacht, aber sie empfand noch etwas für Skeletor nach so langer Zeit, und sie begann sich ernsthafte Sorgen um den Knochenkopf zu machen. Sie fragte sich gleichzeitig, ob ihr geplantes Leben hier wirklich doch so schön wäre, wie zuerst gedacht. Früher oder später hätte sie die Aufgaben einer weichherzigen Kämpferin übernehmen müssen. Unschuldige und Schwache beschützen, für das Gute einstehen und für Gerechtigkeit sorgen. Eine Arbeit, die ihr eigentlich überhaupt nicht lag. Dennoch war die Versuchung groß, selbst jetzt immer noch. Silvia irgendwie auszuschalten, und ihren Platz zu übernehmen. Aber das Vorhaben würde jetzt wohl noch schwieriger bis fast unmöglich sein, deswegen schlug sie sich diese Gedanken wieder aus dem Kopf, auch wenn ihr das schwer fiel. Nach einiger Zeit hörte sie das Rascheln eines Schlüssels und die Zellentür wurde aufgeschlossen. Die Insassin atmete halb erleichtert auf, wenigstens das Warten wurde jetzt beendet. Anti-Keldor stand im Eingang. ?Wir haben eine Entscheidung getroffen, Evil-Lyn. Komm bitte heraus.?, sagte er bestimmend. Langsam trat Evil-Lyn aus ihrer Zelle und sah ihr Gegenstück auf dem Flur. ?Deine Hände bitte?, forderte die Rebellin auf. Die Hexe tat, was ihr gesagt wurde und Silvia legte ihr Handschellen an. Dann nahm die Widerstandskämpferin ihre und Evil-Lyns Kristallkugel an sich, die sie zuvor an einer Wand angelehnt hatte. ?Was habt ihr mit mir vor??, wollte die Schwarzmagierin wissen. Die Beantwortung dieser Frage sollte ihr weiteres Schicksal entscheiden. ?Wir werden dich durch das Portal, wovon du gesprochen hast, in deine heimische Dimension zurückbringen. Dort angekommen werden wir dich den dortigen Behörden unter König Randor übergeben. Danach zerstören wir das Portal, damit die Sorceress deine Heimatwelt nicht erobern kann.?, meinte der Rebellenführer daraufhin. ?In Ordnung, Keldor. So ist es auch am besten. Lasst uns gehen.", erwiderte die Hexe erleichtert. Sie selbst konnte sich mit dieser Lösung gut anfreunden, denn aus der Gefangenschaft des weichherzigen Königs konnte sie jederzeit ausbrechen, oder Skeletor würde sie früher oder später daraus holen, wenn er sie für einen neuen Auftrag braucht. Alle drei gingen in einen großen Hangar. Dort wartete bereits Anti-Spikor an einer flugbereiten Maschine. Standort des schwarzen Spiegels auf Anti-Eternia (Canyon von Avaton) Die Anti-Sorceress, Anti-He-Man, Anti-Duncan und Anti-Mekaneck traten auf der anderen Seite des Dimensionsportals wieder heraus. Sie befanden sich in dem Canyon mit der unendlich tiefen Schlucht in der Mitte. "Wir müssen hier entlang, es ist nicht sehr weit.", sagte Anti-Mekaneck und deutete in eine Richtung. Das Quartett setzte sich in Bewegung und ging den Canyon entlang, bis sie den schwarzen Spiegel erreichten. Nun standen sie auf einem riesigen Platz, die tiefe Schlucht schlängelte sich weiter den Canyon entlang. "Und was jetzt Mekaneck, hier ist niemand?", fragte Anti-Teelana wütend, als sie weder Anti-Orko, noch die Schwarzmagierin erblicken konnte. Ungeduldig schaute sie sich um, in der Hoffnung doch noch jemanden ausmachen zu können. Da sah sie den schwarzen Spiegel, der an einer Felswand angelehnt war. "Was in drei Teufelsnamen ist denn das?", fragte sie, ohne dabei jemanden anzusprechen. Ihre versteinerte und bösartige Mine wurde auf einmal sehr nachdenklich. Ganz genau studierte die böse Zauberin den Spiegel und betrachtete jedes einzelne Detail. Ihr fiel das Funkgerät ins Auge, das der böse Trollaner achtlos weggeworfen hatte und neben dem Spiegel lag. Die Anti-Sorceress hob es auf, und sah dabei auch die Abdrücke auf dem Boden, die der schwarze Wind-Raider hinterlassen hatte. Auch erkannte sie Fußspuren, die zweifellos von Evil-Lyn stammen mussten. Ganz genau wusste sie jetzt, dass die beiden hier gewesen sind. "Was hast du trollanischer Hoftrottel hier nur getrieben?", murmelte sie vor sich hin. Anti-Mekaneck streckte auf einmal seinen schwarzen Hals ganz weit aus. Sein Kopf drehte sich schnell um 360 Grad. Dann zog er den Kopf wieder zu seinem Rumpf hin, und sagte zu der bösen Zauberin: "Sorceress, Keldor und seine Leute nähern sich aus dieser Richtung." Er zeigte dabei in den weiteren Verlauf des Canyons. "Keldor! Warum habe ich es geahnt, dass er uns wieder dazwischenfunkt.", kommentierte sie verärgert. Ihre letzte Begegnung mit ihm lag gut vier Wochen zurück. Damals hatte sie sich mit Silvia ein hartes Gefecht geliefert und sie dabei schwer verletzt. Anti-Keldor und einige Widerstandskämpfer kamen ihr im letzten Moment zur Hilfe. Sie verhinderten, dass Anti-Teelana ihr den Todesstoß geben konnte. Diese Schmach hatte sie noch so sehr in Erinnerung, als wäre es gestern gewesen. Doch Anti-Teelana spürte, dass es nicht klug war, Anti-Keldor jetzt direkt anzugreifen. "Los, stellt euch alle mit dem Rücken an die Felswand dort!", sagte sie und deutete mit ihrem Falkenstab auf eine Stelle etwas abseits des schwarzen Spiegels. Ihre Untergebenen taten sofort das, was ihnen befohlen wurde. Die Anti-Sorceress reihte sich in ihre Mitte und riss ihren Falkenstab hoch. Mit ihrer Magie baute sie einen Tarnschild um sich und ihre Mitstreiter auf, sie wurden alle unsichtbar. Kurze Zeit später kamen Anti-Keldor, Silvia, Evil-Lyn und Anti-Spikor um die Ecke. Genauso wie Silvia trug auch Evil-Lyn wieder eine schwarze Kappe auf dem Kopf. Die Schwarzmagierin hatte inständig darum gebeten, weil sie anders nicht nach Hause wollte. Man hatte ihr diese Bitte bewilligt. Silvia trug ihre und auch Evil-Lyns Kristallkugel in jeweils einer Hand, während Anti-Keldor einen goldgelben Widderstab mit weißem Stiel trug. Anti-Spikor hatte an seinem rechten Arm einen großen Dreizack auf dessen Spitzen drei abschussbereite Raketen montiert waren. Die Gruppe betrat den Platz und begab sich direkt vor den Spiegel. "Ok, wir sind da. Das ist das Tor zu meiner Heimatwelt.", sagte Evil-Lyn und deutete auf den schwarzen Spiegel, "Ihr müsst den Spiegel mit der Zauberformel beschwören, die ihr mir abgenommen habt. Nur so ist gewährleistet, dass man sicher hindurchgelangen kann, ohne verletzt oder getötet zu werden." "In Ordnung lasst uns anfangen. Silvia, zu mir!", sagte der Rebellenführer und rollte die Schriftrolle vor sich aus. Seine Frau stellte sich direkt neben ihn, legte eine Kristallkugel auf den Boden ab und bereitete sich für die Aktivierung vor. "Bitte, ihr müsst mir versprechen, dass ihr den Spiegel wirklich zerstört, wenn ihr zurückkehrt.", bat noch einmal die Schwarzmagierin in voller Sorge. "Wir beabsichtigen unser Wort zu halten, Evil-Lyn. Du brauchst keine Angst mehr zu haben.", beruhigte Anti-Keldor die sichtlich nervöse Evil-Lyn. Sein Blick schweifte zum Stachelkämpfer. Er sagte zu ihm: "Spikor, du wirst hier bleiben und Wache schieben. Bei dem geringsten Anzeichen von Schwierigkeiten wirst du den Spiegel mit deinem panzerbrechenden Dreizack zerstören. Wir werden dann versuchen mithilfe der anderen Sorceress einen anderen Weg zurückzufinden.? ?In Ordnung Keldor, ich bin bereit.?, bestätigte der Schmied des Guten, nachdem er noch einmal seinen Dreizack überprüft hatte. Evil-Lyn nahm diesen Befehl erleichtert zur Kenntnis, denn jetzt wusste sie, dass man sich auf das gute Gegenstück Skeletors verlassen konnte, und doch noch alles zum Guten ausging. Anti-Keldor und Silvia richteten ihre magischen Waffen auf den Spiegel. Der Anführer der Rebellen breitete die Schriftrolle aus und las die Zauberformel laut vor. Magische Blitze schossen aus dem Widderstab und der Kristallkugel. Sie vereinigten sich zu einem ganz großen magischen Blitz, der direkt das schwarze Spiegelglas traf. Der Spiegel fing an zu vibrieren und das Geräusch eines anspringenden Lüfters ertönte. "Danke Keldor, du rettest damit sehr vielen Menschen das Leben.", gab die Hexe lobend zu verstehen. Ist schon gut, Evil-Lyn. Und jetzt lasst uns gehen.", gab Anti-Keldor zurück, und winkte mit einer Handbewegung Evil-Lyn zu sich heran. "Du gehst nirgendswo hin, Keldor.", rief auf einmal die Anti-Sorceress. Sie löste ihren Unsichtbarkeitsschild wieder auf, sodass die feindliche Gruppe wieder sichtbar war. Die Hüterin von Anti-Grayskull feuerte sofort einen magischen Blitz direkt vor den Spiegel. Eine Feuermauer baute sich auf, und verhinderte vorerst, dass irgendjemand den Dimensionskorridor passieren konnte. Anti-Teelana lachte selbstzufrieden. Sie näherte sich mit ihren Untergebenen der Rebellengruppe. ?Sorceress! Aber das kann doch nicht sein. Du kannst unmöglich von dem schwarzen Spiegel wissen. Ich habe den magischen Kristall doch weggeworfen, den du Orko gegeben hast.?, stammelte Evil-Lyn entsetzt, und wich einige Schritte zurück. ?Wahar, wir haben eben unsere ganz eigenen Methoden, Evil-Lyn. Schwarzer Spiegel, so nennst du also das Tor zu deiner Heimatwelt. Vielen Dank, dass du mir einige Arbeit abgenommen hast. Jetzt kann ich in aller Ruhe das vollenden, was ich vor sechs Jahren begonnen habe.", lachte Anti-Teelana boshaft. Sie brachte Anti-Orkos Funkgerät hervor, und schleuderte es dem Rebellenführer entgegen."Wenn ihr diesen dusseligen Trollaner seht, sagt ihm, dass er endlich lernen soll seine Klamotten hinter sich aufzuräumen. Und jetzt werdet ihr mir diese Evil-Lyn sofort ausliefern und von hier verschwinden.", forderte Anti-Teelana und deutete mit ihrem Falkenstab auf Evil-Lyn. "Niemanden würde ich auch nur im Entferntesten deiner Gnade aussetzen, Sorceress.?, erwiderte Anti-Keldor und stellte sich kampfbereit zwischen seiner Gruppe und die Anti-Teelanas. "Dann werde ich sie mir selbst holen.", fauchte die böse Zauberin. Sie holte mit ihrem Falkenstab aus, und rannte auf Evil-Lyn zu, um sie anzugreifen. Silvia stellte sich ihr in den Weg und blockte ihren Ansturm mit ihrer Kristallkugel. Die Rebellin schleuderte Anti-Teelana zurück, die sich in den Reihen ihrer Mitstreiter wiederfand. Schnell blickte sich Silvia zu Evil-Lyn um, und rief laut ihren Namen. Als die Rebellin die Aufmerksamkeit der Schwarzmagierin hatte, warf sie ihr ihre Kristallkugel zu, damit Evil-Lyn die Möglichkeit hatte sich zu verteidigen. Dann sprang sie in einer schnellen Rolle zurück, um sich die andere Kristallkugel zu schnappen. Evil-Lyn fing die von Silvia geworfene magische Waffe sicher auf. Zauberenergie strahlte von ihr ab, zog in ihre Arme und sprengte ihre Handschellen. Jetzt war Evil-Lyn kampfbereit und das keinen Moment zu früh. Anti-Mekaneck erhob seine Keule und schlug damit direkt auf die Schwarzmagierin ein, die sich mit ihrer Kristallkugel zur Wehr setzte. Silvia blickte sich nach der Aufnahme der zweiten Kristallkugel um, und sah, wie sich die Anti-Sorceress erneut heranstürmte, um ebenfalls Evil-Lyn anzugreifen. Sie stellte sich Anti-Teelana erneut in den Weg und verwickelte sie in einen Stabkampf, um sie von der Schwarzmagierin abzuhalten. Auch die übrigen Kämpfer standen nicht tatenlos herum. Anti-He-Man zog sein feuerrotes Schwert, und attackierte damit Anti-Keldor. Anti-Spikor bekam es mit dem bösen Waffenmeister zu tun. Anti-Teelana versuchte immer wieder zu Evil-Lyn durchzukommen, um sich mit ihr zu duellieren. Doch Silvia stellte sich ihr erfolgreich entgegen, und zwang die böse Zauberin sich mit ihr im Zweikampf abzugeben. Weil der Hüterin von Anti-Grayskull nichts anderes übrig blieb, als mit Silvia zu kämpfen, wurde sie noch wütender als sie ohnehin schon war. ?Lass mich sofort durch, Silvia. Diesmal bist du nicht mein Gegner.? , forderte sie vehement. ?Zuerst sagst du mir, warum du so einen Hass auf Evil-Lyn hast.? , gab Silvia zurück. ?Ich will einer Mörderin die gerechte Strafe zukommen lassen. Geh mir aus dem Weg.? ?Es tut mir wirklich leid, dass Orko umgekommen ist. Aber das rechtfertigt dich nicht, deine Wut an jemand anderes auszulassen.? ?Orko? Pah, dieser Windsack ist mir doch völlig egal. Ich habe ihn gewarnt, dass er zu Hause bleiben soll. Aber wer nicht hören will, muss sterben.? Anti-Teelana setzte ihre Attacken gegen die daraufhin verdutze Silvia fort. Die Rebellin war erstaunt über die Aussage ihrer Gegnerin und dass ihr der Tod des Anti-Trollaners gar nicht naheging. Es musste also einen anderen Grund geben, weswegen sie so eine Aversion gegen Evil-Lyn hatte. Sie dachte nicht weiter darüber nach, und sie hatte auch keine Zeit dazu. Denn Anti-Teelana ging immer energischer zu Werke. Die Rebellin brauchte ihre ganze Konzentration, um die böse Zauberin von Evil-Lyn abzuhalten. Unterdessen duellierte sich der böse Waffenmeister mit Anti-Spikor. Der Schmied wollte seine panzerbrechenden Raketen auf Anti-Duncan abfeuern, doch sein Gegner erkannte sein Vorhaben und lenkte den Arm mit dem Dreizack mit seiner Keule von sich ab. Zwei Raketen schlugen wirkungslos in eine Felswand ein, die Dritte schoss in den Himmel. Beide lieferten sich daraufhin einen heftigen Keulenkampf. Als es dem Schmied gelang Anti-Duncan seine Waffe aus der Hand zu schlagen, griff sein Gegner ein Messer und wollte damit Anti-Spikor erstechen. Er warf sich mit seinem gesamten Körper auf den Schmied, und sie schleuderten zu Boden. Anti-Duncan verkeilte sich mit seiner Rüstung in Anti-Spikors Stacheln. Niemand achtete auf den tödlichen Abgrund in der Mitte des Canyons. Ehe sie es sich versahen, rollten beide über die Abgrundkante hinweg, und stürzten gemeinsam in den Tod. Zeitgleich lieferte sich Anti-Mekaneck mit Evil-Lyn einen heftigen Zweikampf. Vehement versuchte der böse Kundschafter mit seiner Keule auf die Hexe einzuschlagen oder sie mit seinem Kopf zu rammen, und bewegte sich damit unbewusst immer näher an die Abgrundkante. Die Schwarzmagierin zeigte sich jedoch in diesem Gefecht souverän, und drängte ihren Gegner immer mehr zurück. Als Anti-Mekaneck sich zu nahe an die Kante bewegte, sah Evil-Lyn ihre Change. Sie sprang in einem schnellen Salto zurück, und feuerte einen magischen Blitz aus ihrem Kugelstab zwischen seine Beine. Der Boden brach unter dem bösen Kundschafter weg, Anti-Mekaneck konnte nicht mehr reagieren und stürzte den Abgrund hinunter in die Tiefe. Nachdem die Schwarzmagierin ihn somit besiegt hatte, sah sie sich instinktiv zu Anti-Keldor, und erkannte dass er gegen Anti-He-Man keinen besonders guten Stand hatte. Sie eilte zu ihm hin, um zu helfen. Doch sie kam bereits zu spät. Ein ganz kleiner Fehler des Rebellenführers erlaubte Anti-He-Man sein rotes Schwert direkt in die Brust seines Gegner zu rammen. Das Blut spritzte nur so heraus und Anti-Keldor brach schreiend in sich zusammen. Der rothaarige Hüne löste sich von seinem besiegtem Gegner und flüchtete durch den schwarzen Spiegel nach Eternia. Als Evil-Lyn den schwerverletzten Anti-Keldor erreichte, war er kaum noch ansprechbar und schon fast bewusstlos. Krächzend und stöhnend wandte er sich Evil-Lyn zu. ?Keldor, es wird alles wieder gut. Du wirst wieder gesund, das verspreche ich dir.? Sie nahm seinen Kopf in ihre die Arme und versuchte ihn aufzustützen. ?Bitte, du musst durchhalten. Ich bringe dich nach Snake Mountain. Webstor wird dich bestimmt wieder zusammenflicken.?, redete die Schwarzmagierin immer wieder ein, und versuchte Anti-Keldor vom Ort des Geschehens wegzuziehen. Der Rebellenführer wollte noch etwas zu Evil-Lyn sagen, doch er schaffte es nicht mehr. Langsam schloss er die Augen und starb in den Armen der Schwarzmagierin. ?Keldor, nein. Bitte nicht.?, schrie die Hexe auf, und wollte die bittere Gewissheit einfach nicht wahrhaben. Tiefste Trauer und Verzweiflung kamen in ihr auf. So als ob ihr jemand das Herz zerreißen würde. Diese fürchterliche Leere kam wieder in ihr auf, so wie damals in Despondos, als Hordak die Existenz Keldors für immer beendete. Sie wollte diese Leere nicht in sich fühlen, nicht noch einmal. Sie schrie auf und hämmerte mit den Fäusten auf Anti-Keldors toten Körper ein, um somit die ganze Trauer aus sich herauszulassen. Doch schon bald fing sie sich wieder, da sie mitbekommen hatte, dass Anti-He-Man durch den schwarzen Spiegel gegangen war, und sich nun auf ihrer Heimatwelt befand. Jetzt lag es wirklich nur noch an ihr, He-Mans böses Gegenstück aufzuhalten, denn sie hatte unheimliche Angst um Skeletor und dass er ihn umbringen könnte. Anti-Keldor war schon tot, wenigstens sein Gegenstück sollte weiterleben, damit die Hexe einen hatte, zu dem sie zurückkehren konnte. Vollkommen entschlossen ergriff sie ihren Kugelstab und hechtete auf den schwarzen Spiegel zu. Ein weißer Blitz schoss aus dem Spiegel hervor und erfasste Evil-Lyn. Sie wurde hineingezogen und kam sicher und wohlbehütet auf ihrer Heimatwelt wieder heraus. Silvia und Anti-Teelana lieferten sich immer noch einen heftigen Stabkampf. Silvia dominierte das Gefecht inzwischen, und die Anti-Sorceress ging ziemlich ungeschickt zu Werke. "Pass auf Sorceress, dass du nicht in den Abgrund stürzt. Du bewegst dich ziemlich nah an die Kante heran.", mahnte Silvia. "Sag mir nicht, was ich zu tun, habe du dreckige Rebellin.", erwiderte Anti-Teelana zornig. Für sie war die Warnung Silvias nur eine Demütigung an ihrer Person. Sie stand in diesem Kampf ohnehin nicht gut da, und jetzt musste sie sich auch noch Belehrungen anhören. Immer energischer attackierte sie die Widerstandskämpferin daraufhin und vergaß dabei jede Vorsicht. Immer näher kam sie der Abgrundkante, bis sie mit einem Fuß wegrutschte und mit ihrem gesamten Körper über die Kante glitt. Instinktiv warf sie ihren Falkenstab weg, um sich mit den Händen irgendwo festzuhalten. Doch die böse Zauberin hatte Glück. Mit ihren Füßen landete sie auf einem ganz kleinen Sims nur zwei Meter unterhalb der Kante. Silvia jedoch ging vom Tod der Anti-Sorceress aus, und wandte sich ab. "Tja Sorceress, wie du eben richtig sagtest. Wer nicht hören will, muss sterben.", sagte sie noch seufzend, bevor sie die Stimme Anti-Teelanas hörte. "Silvia, hilf mir. Ich rutsche. Hilfe.", schwindelte Anti-Teelana. Tatsächlich war sie nicht in Lebensgefahr, und hätte mit Leichtigkeit selbst hochklettern können. Zahlreiche Simse und Vorsprünge an dieser Stelle des Abgrundes hätten ihr dies ermöglicht. Sie stand sicher mit beiden Füßen auf ihrem Sims und tat nur so, als würde sie sich krampfhaft mit einer Hand an einer Wurzel festhalten. Die Rebellin fiel auf das Schauspiel der Anti-Sorceress herein. Sie lief zur Kante, legte ihre magische Waffe ab und beute sich zu ihr herab, ohne sich selbst mit irgendetwas abzusichern. "Sorceress, gib mir deine andere Hand. Ich ziehe dich rauf.", sagte sie. Als sie ihre Hand ausstreckte, um zu helfen, schnappte die Falle zu. Anti-Teelana packte sie und zog sie mit aller Macht über die Kante. Als Silvia schreiend in die Tiefe stürzte, lachte Anti-Teelana nur, und gab ihr die folgenden Worte hinterher : ?Du bist eine dumme Närrin, Silvia. Ich hätte dich ganz bestimmt nicht hochgezogen. Jetzt habe ich dich endlich besiegt, du wirst mir niemals wieder in die Quere kommen.? Siegessicher stieg die Hüterin von Anti-Grayskull nun den Abgrund wieder hoch, und schaute sich um, während sie ihren Falkenstab wieder an sich nahm. Sie sah noch, wie Evil-Lyn durch den schwarzen Spiegel ging, um nach Eternia zu gelangen. Sie nahm die Verfolgung auf, und ließ sich ebenfalls in die andere Dimension teleportieren. FORTSETZUNG FOLGT |
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