121 Einwohner anwesend
Impressum  | Erlebe uns auf Facebook! Abonniere uns auf YouTube! Folge uns auf Instagram! Höre unseren Podcast!
HOME NEU ANMELDEN MEIN ETERNIA FORUM LEXIKON COMICAREA WEB-STORE
FANSFORUMSAMMLUNGENCUSTOMSFANARTSFANFICS
Fans   Europa  Deutschland  Nordrhein-Westfalen  Kreis Herford  Hiddenhausen   HL
 HL Meine Identität wurde verifiziert.
Mitglied seit : 13.05.2009
Forumsbeiträge: 1591 
Lexikonbeiträge:
Status: Offline

Freund hinzufügen
Über mich
Meine Sammlung
Fan-Fictions
Fan-Arts
Customs
Fan-Fictions    Das Geheimnis des schwarzen Spiegels    Invasion
Das Geheimnis des schwarzen Spiegels
Invasion
Standort des schwarzen Spiegels auf Eternia, irgendeine Höhle in den Mystic Mountains.

Evil-Lyn wurde durch den schwarzen Spiegel wieder zurück auf ihre Heimatwelt gezogen, und befand sich nun wieder in der Höhle, wo sie ganz zu Beginn war. Hier hatte sie sich vor drei Tagen mit den zwei Widgets duelliert, die den Spiegel verbissen verteidigten. Dabei kam es zum Unfall, und die Hexe wurde in das Universum der Finsternis geschleudert. Nun war sie zurück, und sie sah nicht nur Eternia in einer großen Gefahr. Skeletor, für den sie widererwarten immer noch etwas empfand, musste mit allen Mitteln vor der Anti-Sorceress und ihrer Schergen geschützt werden. Die Hexe dachte sich zurecht, dass die Evil-Masters ihn mit zuerst an den Kragen gehen wollten.

Die Schwarzmagierin verlor keine Zeit und rannte so schnell es nur ging zum Höhenausgang, um Anti-He-Man aufzuhalten. Sie erreichte nach kurzer Zeit das Freie, und sah He-Mans böses Gegenstück an einer Waldlichtung. Vor lauter Wut, weil er Anti-Keldor getötet hatte und weil sie unheimliche Angst um Skeletor hatte, feuerte sie sofort einen Blitz aus ihrem Kugelstab und schleuderte damit den bösen He-Man direkt gegen einen Baum. Evil-Lyns Gegner sprang jedoch sofort wieder auf die Beine und zog sein feuerrotes Schwert. Die Hexe feuerte drei weitere Blitze ab, die ihr Gegenüber jedoch gekonnt parierte. Ein vierter Stoß riss ihn sein Schwert aus der Hand. Als Evil-Lyn daraufhin auf ihn zu rannte, um ihn direkt mit ihrer Kristallkugel zu attackieren, hob er einen metergroßen Stein von der Erde auf und warf ihn auf die Hexe. Die Angreiferin konnte gerade noch so stoppen und mit einer Rolle ausweichen, denn sonst hätte der Stein sie zerquetscht. Anti-He-Man warf einen weiteren Stein auf die Schwarzmagierin, doch auch diesen konnte sie geschickt ausweichen.
Danach haute das böse Gegenstück He-Mans mit beiden Fäusten auf den Boden, sodass sich in der Erde eine tiefe und breite Spalte bildete. Der Riss breitete sich sehr schnell bis zur Schwarzmagierin aus, und riss die Erde unter ihren Füßen auseinander. Evil-Lyn stürzte, sie verlor ihren Kugelstab und konnte sich nur noch mit allergrößter Not an einer Kante halten. Krampfhaft versuchte sie sich wieder hochzuziehen, was ihr auch unter Mobilisierung sämtlicher Kräfte gelang. Völlig erschöpft kniete sie am Abgrund und schaute ihrer magischen Waffe hinterher, die nun für immer verloren in die Schlucht gefallen war. Sie bemerkte nicht, dass Anti-He-Man sich ihr näherte. Ehe sie es sich versah, packte der Muskelmann sie am Hals, hob sie hoch und ließ sie über dem Abgrund baumeln.

?Und wenn ich dich jetzt loslasse, dann könntest du garantiert nicht fliegen, oder??, fragte er mit einer sadistischen Stimme.
?Leck mich, du Ratte.?, gab Evil-Lyn röchelnd und verachtend zurück.

?Setze sie ab, He-Man. Sie soll am Leben bleiben, vorerst! ?, erklang plötzlich die Stimme der Anti-Sorceress. Die böse Zauberin trat aus der Höhle heraus und näherte sich den beiden. Anti-He-Man befolgte ihren Befehl, jedoch nicht so ganz wortgetreu. Er schleuderte sie im hohen Bogen durch die Luft und ließ sie äußerst hart auf dem Boden aufschlagen. Evil-Lyn hielt sich den Rücken vor Schmerzen, denn genau darauf ist sie gelandet. Anti-Teelana beugte sich zu ihr herab und packte sie grob am Hals. Dann ließ sie magische Blitze über ihre Hand in sie hinein gleiten. Es war so, als ob sie jemand unter Starkstrom setzen würde. Sie bekam äußerst schmerzhafte Muskelkrämpfe und fing am ganzen Körper zu zittern. Minutenlang dauerte die Tortur, bis die böse Zauberin endlich von Evil-Lyn abließ. Die Schwarzmagierin kroch vor ihr zurück. Schließlich konnte sie sich mit aller Mühe aufraffen.

?Na Evil-Lyn, wie fühlt sich das an? Das ist deine gerechte Strafe, dafür das Du mir das Liebste weggenommen hast, was ich jemals hatte.?, sagte sie zur Hexe in einem äußerst aggressiven Tonfall. Sie hielt ihr in bedrohlicher Art und Weise ihren Falkenstab entgegen, und stupste sie damit immer mehr zurück.

?Ich weiß überhaupt nicht, was du meinst, Sorceress.?, verteidigte sich die Schwarzmagiern.
"Du weißt ganz genau was ich meine, Evil-Lyn.?, erwiderte Anti-Teelana böse und schlug ihr mit voller Wucht den Falkenstab ins Gesicht. Der Schlag beförderte Evil-Lyn erneut zu Boden. Sie hielt sich ihre linke Wange, die nun höllisch weh tat. Genau dort hatte die Anti-Sorceress sie mit dem Falkenstab getroffen. ?Du hast Teela ermordet. Die Einzigste, die mir in meinem Leben jemals etwas bedeutet hat. Wie einen räudigen Hund hast du sie einfach so abgeknallt. Dafür wirst du büßen, Evil-Lyn. Ich werde dich leiden lassen, so wie du noch niemals in deinem Leben gelitten hast.? Die böse Zauberin packte Evil-Lyn erneut an der Kehle und drückte sie gegen einen Baum. Gerade wollte sie ihr mit ihrem Falkenstab weitere Schläge verpassen, doch sie hielt plötzlich inne, und studierte die Schwarzmagierin auf einmal genau, während sie ihr tief in die Augen schaute. "Wahahar, was ergründe ich denn da in deinen Emotionen? Du hast Angst, und dabei ist es noch nicht einmal deine eigenes wertloses Leben, um das du fürchtest.", bemerkte sie boshaft lachend. Sie studierte die Gepeinigte weiter sehr genau. Evil-Lyn spürte, wie die Anti-Sorceress in ihre Gedanken eindrang, und sie konnte sich nicht dagegen wehren. Krampfhaft versuchte sie an etwas anderes zu denken, um ihre Empfindungen für Skeletor nicht zu verraten. Doch ihr Vorhaben sollte nicht gelingen.

?Eins hast du ihn gehasst wie die Pest, weil er sich auf das waghalsige Abenteuer mit der Säurekapsel eingelassen hat. Mehr als einmal hast du versucht ihn zu hintergehen, um selbst Herrscherin über Eternia zu werden. Doch trotz alledem empfindest du noch etwas für ihn. Wie wäre es denn, wenn ihm plötzlich etwas Unangenehmes passieren würde, Wahahar??

"Sorceress nein, bitte nicht. Bitte tue es nicht.", flehte die Schwarzmagierin verzweifelt.
"Oh doch, Evil-Lyn. Ich werde jetzt genau das machen, was du mir angetan hast. Du wirst zusehen, wie ich Skeletor das Licht ausknipse. Und danach bin ich noch lange nicht mit dir fertig.", erwiderte Anti-Teelana.
"Nein Sorceress. Ich mache alles, was du willst, nur töte Skeletor nicht."
"Mund halten, Evil-Lyn!", fauchte die böse Zauberin.

In ihrer Rage nahm sie ihren Falkenstab in beide Hände, und rammte die untere Stabspitze direkt in Evil-Lyns rechtes Auge. Ein fürchterlich stechender und drückender Schmerz zog sich bis tief in Kopf hinein. Evil-Lyn hielt sich reflexartig beide Hände vor das getroffene Auge und schrie laut auf. Sie spürte, wie das Blut durch ihre Finger floss. Als sie nach einiger Zeit wieder ihre Hände von der betroffenen Stelle nahm, durchzog sie das blanke Entsetzen. Es war nicht so sehr die Tatsache, dass ihre Hände blutüberströmt waren. Sie konnte durch das rechte Auge nichts mehr sehen. Ungläubig tastete sie noch mal die verletzte Stelle ab, doch da war nichts mehr außer der Augenhöhle. Anti-Teelana hatte ihr das rechte Auge regelrecht kaputtgeschlagen. Entsetzt sah sie ihrer Peinigerin hinterher. Diese schien sich jedoch nicht weiter um sie zu kümmern, sondern ging auf Anti-He-Man zu.

"He-Man, fessele Evil-Lyn den Baum dort, und dann bringe sofort alle Masters und Soldaten hierher. Wir werden Snake Mountain, Grayskull und die Stadt Eternis gleichzeitig angreifen. Das Überraschungsmoment ist auf diesmal unserer Seite. Weder Skeletor noch mein weichherziges Gegenstück wissen, dass wir hier sind. Jetzt werden wir das vollenden, was uns vor sechs Jahren verwehrt worden ist.?

Anti-He-Man befolgte die Anweisungen. Er band die Schwarzmagierin an einen Baum fest, und ging durch den schwarzen Spiegel zurück nach Anti-Eternia. Einige Zeit später kam er mit Anti-Ram-Man, Anti-Man-E-Faces und Anti-Mossman, der eine frappierende Ähnlichkeit mit Evil-Seed hatte, zurück. Der Spiegel wurde aus der Höhle getragen, und schon bald kam mehr und mehr der schwarze Schleier aus dem Dimensionskorridor heraus. Der Schleier verfinsterte den Himmel recht schnell. Immer wieder zuckten grelle Blitze heraus, und heftiger Donner war zu hören. Doch damit nicht genug. Mehrere hundert Attack-Tracks und Wind-Raider der Evil-Masters materialisierten sich aus dem schwarzen Spiegel, begleitet von tausenden in schwarzen Rüstungen gekleideten Soldaten. Sehr schnell wurde der Platz vor der Höhle so voll, dass sich die Einheiten beinahe gegenseitig behinderten.

Als Evil-Lyn dieses Schauspiel verfolgte, schwanden all ihre Hoffnungen. Ihre Mission, den Spiegel zu zerstören und somit das Unheil über Eternia abzuwenden, war spätestens jetzt gescheitert. Und auch sonst war nicht anzunehmen, dass He-Man oder irgendjemand sonst eine solche starke und entschlossene Streitmacht aufhalten konnte.


Castle Grayskull, Eternia

Sonniges und freundliches Wetter herrschte am jenen Ort, wo sich die Burg der Zeitlosen befand. Castle Grayskull erstrahlte imposant im Schein der Sonne, einige Singvögel flogen drüber hinweg und auch sonst schien hier alles friedlich und ruhig zu sein. Ein Wind-Raider landete direkt vor der Festung. He-Man, Teela und Orko stiegen aus und durchschritten miteinander scherzend das große Tor. Niemand von ihnen ahnte auch nur im Geringsten, was sich zur selben Zeit in den Mystic Mountains ereignete. Alle glaubten an eine Routinemission. Irgendjemanden aus Skeletors Kerker befreien, irgendwelche Artefakte finden, jemanden zu einem bestimmen Ort eskortieren, Transportmissionen, Raumpiraten jagen, das Übliche halt. Keiner machte sich größere Sorgen als sonst. Gemeinsam durchschritten sie die endlosen Gänge bis zum Thronsaal. Die Hüterin der Burg erwartete sie bereits.

?Hallo Freunde. Schön, dass ihr so schnell kommen konntet.?, begrüßte die Sorceress die Helden. ?Wir helfen gerne, wenn Not am Mann ist, Sorceress. Worum geht es diesmal??, fragte He-Man. Teelana stand von ihrem Thron auf, und ging auf ihre Freunde zu. Sie sagte zu ihnen: ?Eine riesige schwarze Wolke wurde in Richtung der Mystic Mountains ausgemacht. Ich spüre eine große Gefahr unter dieser Wolke und dass es etwas mit Skeletor zu tun hat.?

?Skeletor! Von diesem Knochenkopf haben wir schon lange nichts mehr gehört.?, kommentierte Teela die Aussage ihrer Mutter.
?Wenn ihr meine Meinung hören wollt, ich habe ihn nicht wirklich vermisst.?, fügte Orko ängstlich hinzu.
?Ich fürchte der Fall liegt diesmal etwas anders, meine lieben Freunde.?, erwiderte die Zauberin.
Sie ging zu ihrem großen magischen Spiegel, um ihren Freunden nähere Informationen zu geben. Doch soweit kam es nicht mehr. Plötzlich fing die Erde an zu beben, begleitet vom starken Donnerknall. Das Beben war so stark, das die Helden große Mühe hatten, sich auf den Beinen zu halten. Der magische Spiegel zersprang in tausend Teile, als plötzlich ein greller Blitz die Decke durchschlug und darin einschlug. Am Boden bildeten sich Risse, die Wände fingen an sich selbstständig zu machen und die Decke kam nach und nach herunter.

?Sofort alle raus hier, die Burg bricht zusammen!?, rief die Sorceress. Die Helden ließen sich diese Anweisung nicht zweimal geben. Sofort liefen sie los, und versuchten den Innenhof zu erreichen. Die Zauberin war direkt hinter ihnen. Explosionen, ein hefiges Beben und einschlagende Blitze pflasterten ihren Weg nach draußen. Alle hatten sie großes Glück nicht von Blitzen, herabfallenden Steinen oder einstürzenden Wänden getroffen zu werden oder in eine der vielen sich plötzlich auftauchenden Bodenspalten zu geraten. Dieses Glück währte für die Sorceress jedoch nicht lange, die den Schluss der nach draußen flüchtenden Gruppe bildete. Ein großes Stück von einer Seitenwand und mehrere Trümmerteile trafen sie, und begruben sie direkt unter sich. Teelana wurde hoffnungslos eingeklemmt und konnte sich nicht mehr befreien. Der Trollaner bemerkte die missliche Lage der Zauberin. Er drehte sich um, um zu helfen. Verzweifelt versuchte er mit seinen kleinen Händen die Trümmer beiseitezuschieben.

?Nein Orko, du musst dich retten. Bring dich in Sicherheit.?, forderte Teelana und machte mit ihrem noch einzig freien Arm eine abweisende Bewegung. ?Ich lasse dich nicht zurück, Sorceress. Mit meiner Zauberkraft hole ich dich daraus.?, erwiderte daraufhin der Trollaner. Er erhob seine Arme, um sich für einen Zauberspruch bereit zu machen. Dabei achtete er nicht darauf, dass der für ihn einzige Fluchtweg bereits von einer Steinlawine verschüttet wurde.

?Oh Orko aus dem Zauberland, reiche mir deine helfende Hand.?
?Steine, Geröll und Trümmerteile, das alles ist für die Zauberin ...?

Orko sagte seinen Zauberspruch nicht zu Ende. Denn plötzlich musste er mit ansehen, wie ein weißer Blitz aus einem Loch in der Decke hervorschoss und die Sorceress voll traf. Die Zauberin schrie kurz auf, und der Blitz löste sie in einer riesigen Stichflamme auf. Danach blieb nichts mehr von ihr übrig, außer ihrem total verbeulten und verbogenen Falkenstab, etwas Blut und einigen brennenden Federn.

?Sorceress, oh nein. Buhuhuhu.?, schrie der Trollaner, als er sich das Spektakel hilflos mit ansehen musste. Er stand da, und konnte nichts unternehmen, um dieses Unglück zu verhindern. Das war für ihn das Schlimmste. Er senkte seinen Kopf zwischen seine Arme und weinte hemmungslos. Den Mut zu fliehen oder gegen irgendjemanden zu kämpfen, hatte er nicht mehr.


Castle Grayskull, innerer Burghof

He-Man und Teela schafften es mit allergrößter Not in den Burghof. Froh und erleichtert waren sie im ersten Moment, als sie das Freie erreichten. Doch hier draußen war es keineswegs sicherer als drinnen. Der schwarze Schleier zog mittlerweile auch über Grayskull hinweg und verfinsterte den Himmel fast vollständig. Weiße Blitze schossen immer wieder aus den dunklen Wolken und nahmen die Burg unter schweren Beschuss. Die beiden Helden konnten sich gegen die Blitze, die offensichtlich ganz speziell auf sie gerichtet waren, nur mit allergrößter Mühe verteidigen, und mussten fast hilflos mit ansehen, wie die Burg nach und nach abgetragen wurde. Teela schaute kurz hinter sich, um zu sehen, wo Orko und die Sorceress blieben. Sie sah nur noch wie der Durchgang, durch den die beiden nach draußen gelangten von einem Blitzeinschlag getroffen wurde, und in sich zusammenbrach. Teela wurde von einem weiteren Blitz halb getroffen und gegen eine Burgmauer geschleudert. Sie hielt sich den Kopf, sank zu Boden und blieb erstmal dort liegen, wo sie war.

Unterdessen schaffte es He-Man auf die Zinnen der Burg. Von dort aus wollte er die Blitze zurück gegen den schwarzen Schleier schlagen und ihn somit neutralisieren. Doch so sehr er sich bemühte, er schaffte es nicht. Es war sowieso eine verzweifelte Aktion, denn diese Art von Schleier hatte er schon einmal gesehen und er erinnerte sich. Er hatte schon einmal dagegen gekämpft und konnte ihn vor sechs Jahren nur mithilfe der königlichen Streitmacht besiegen, und das auch nur sehr knapp. Jetzt war die Situation noch aussichtsloser, er war allein und vollkommen abgetrennt von irgendwelcher Verstärkung.

Als das noch nicht genug wäre, erschien auf einmal auf der anderen Seite des Wehrgangs eine Gestalt, die genau dieselben Umrisse hatte wie He-Man selbst. Die Erscheinung zog sein feuerrotes Schwert und trat aus seinen Schatten heraus an He-Man heran. Jetzt erkannte der Stärkste der Starken sein böses Gegenstück. ?He-Man, endlich begegnen wir uns wieder. Jetzt werden wir unseren Kampf beenden. Und diesmal wird dir kein Skeletor oder sonst irgendjemand zur Seite stehen.?, sagte Anti-He-Man zu ihm, während er sich näherte. He-Man selbst verlor keine weiteren Worte, sondern rannte ihn direkt entgegen, um ihn anzugreifen. Beide lieferten sich einen heftigen Schwertkampf, der zunächst recht ausgeglichen war. Doch mit der Zeit wendete sich das Blatt zugunsten des bösen He-Mans. Anti-He-Man nutzte eine kleine Unachtsamkeit seines Gegners, um ihn sein rotes Schwert direkt in die Brust zu rammen. He-Man schrie vor Schmerzen auf. Sein böses Gegenstück lachte daraufhin laut und boshaft auf, und drückte sein Schwert noch tiefer in seinen Leib. Der blonde Hüne begann aus dem Mund zu bluten und sackte langsam in sich zusammen. Anti-He-Man drückte weiter sein Schwert in den Körper seines Gegners. Da durchzogen auf einmal weiße Blitze He-Mans Körper und er verwandelte sich ungewollt wieder zurück in Prinz Adam.

Teela kam im selben Moment hinzu, und griff in das Geschehen ein. Sie hatte sich von dem Blitz erholt und trug nur eine kleine Platzwunde am Kopf davon. Ohne dass Anti-He-Man sie bemerkte, holte sie mit ihrem Kobrastab aus, und traf He-Mans böses Gegenstück direkt an der Schläfe. Anti-He-Man ließ sein Schwert los, hielt sich den Kopf und taumelte auf den bodenlosen Abgrund zu. Duncans Ziehtochter nahm noch einmal ihre ganze Kraft zusammen und drückte Anti-He-Man mit ihrer Stabwaffe über die Burgmauer in die unendliche Tiefe. Schreiend fiel Anti-He-Man herunter und verschwand in dem Schwarz des bodenlosen Abgrundes.

Teela legte sie ihre Waffe ab, und wollte sehen, wie es He-Man ging. Doch zu ihrem Erstaunen sah nicht den Stärksten der Starken schwerverletzt am Boden, sondern Prinz Adam. ?Adam, aber wie kann das denn sein? Bist du etwa He-Man??, fragte Teela, während sie zu ihm herunterkniete. ?Ja Teela, ich bin He-Man. Ich habe eine Art Doppelleben geführt. Nur ganz wenige wussten von He-Mans wahrer Identität. Ich musste es geheim halten, damit Skeletor nicht dahinterkommt.?, krächzte der Prinz von Eternia. Mit entsetztem Blick hielt er sich seine stark blutende Brust, in der immer noch das Schwert Anti-He-Mans steckte. Teela konnte es kaum glauben, was ihr der Prinz von Eternia erzählte. Aber jetzt ergaben so manche Dinge auf einmal einen Sinn. Adams buchstäbliche Begabung, bei Gefahr einfach so zu verschwinden, und sein stark betonter Pazifismus ganz im Gegensatz zu He-Man. Das alles war nur Fassade, um das Geheimnis zu behüten. ?Adam, du kommst wieder in Ordnung. Ich verspreche dir, dass ich niemanden etwas über He-Mans Identität erzählen werde, lieber würde ich sterben. Die Sorceress wird dich wieder auf die Beine bringen, ich sehe mal nach wo sie geblieben ist.?, sagte sie beruhigend zu dem schwerverletzten Adam.

?Ihr habt tapfer gekämpft meine Zwei. Doch nun ist es vorbei, der Kampf ist entschieden. Endlich.?, ertönte eine Frauenstimme, die sich sehr nach der Sorceress anhörte. Teela schaute in die Richtung, von woher die Stimme kam, und sah eine Gestalt mit einer Krähenkapuze im Schatten des schwarzen Schleiers. Die Befehlshaberin der königlichen Wache wusste nicht, dass die echte Hüterin von Grayskull in Inneren der Burg ums Leben gekommen ist. Verzweifelt winkte sie ihr zu, sie ging davon aus, dass es die echte Teelana war. ?Sorceress, wir sind hier. Adam ist verwundet, du musst ganz schnell helfen.?, rief sie vehement. ?Oh, der arme Adam ist verwundet. Das tut mir aber gar nicht leid.?, sagte die Gestalt und trat aus dem Schatten heraus und näher an die beiden heran. Erst jetzt erkannte Teela, dass es nicht ihre Mutter war, sondern das böse Gegenstück aus der Antiwelt. Erschrocken sprang sie auf, und versuchte ihren Kobrastab zu erreichen, den sie zuvor abgelegt hatte. Doch die Anti-Sorceress war schneller. Die böse Zauberin feuerte einen Blitz aus ihrem Falkenstab, den Teela voll erwischte. Sie wurde von ihrer rettenden Waffe weggeschleudert. Teela gab nicht auf, sie hob das Zauberschwert auf, und wollte damit auf die Anti-Sorceress einschlagen. Äußerst halbherzig ging sie dabei zu Werke. So geschah es, dass Anti-Teelana den ersten Hieb mit nur einer einzigen Hand abfing. Die böse Zauberin hielt die Hand ihrer Gegnerin, mit der sie das Zauberschwert führte, mit einer unheimlichen Kraft fest, und ließ magische Energie durch Teelas Körper gleiten. Die Kämpferin wurde buchstäblich unter Strom gesetzt, so wie es zuvor mit Evil-Lyn geschehen ist. Teela zitterte am ganzen Körper, während sie von schmerzhaften Krämpfen heimgesucht wurde. Duncans Adoptivtochter ließ schreiend das Zauberschwert fallen. Dann ließ die böse Zauberin sie los, um ihr in der nächsten Sekunde einen Faustschlag ins Gesicht zu verpassen.

Teela stürzte, sie fiel eine Treppe hinunter und landete im Burghof unmittelbar vor dem zugeschütteten Ausgang. Anti-Teelana nahm das Zauberschwert an sich, und folgte der Befehlshaberin hinunter in den Hof. Als die Kämpferin aufstehen wollte, schickte sie die böse Zauberin erneut mit einem magischen Blitz zu Boden. Teela musste einsehen, dass ihre Gegnerin überlegen war, und dachte ans Aufgeben. ?Ok, du hast gewonnen. Ich ergebe mich.?, sagte Teela und erhob die Hände. Anti-Teelana näherte ich ihr weiter, und hielt ihr den Falkenstab entgegen. ?Du ergibst dich. Gut, ich akzeptiere deine Kapitulation.?, lachte sie böse, und konnte es sich nicht nehmen lassen ihr einen weiteren Blitz durch den Körper zu jagen.

Anti-Ram-Man brach durch den zugeschütteten Eingang, und legte ihn somit wieder frei. Ihm folgten Anti-Man-E-Faces und Anti-Mossman. Zusammen zerrten sie Orko mit sich nach draußen. Der Trollaner strampelte, und versuchte verbissen sich zu befreien, was ihn jedoch nicht gelang. ?Sorceress, sieh mal wen wir da haben. Er hat vor einem Trümmerhaufen herumgeflennt. Als er uns sah, griff er uns plötzlich an, aber wir konnten ihn schnell überrumpeln.?, berichtete Anti-Ram-Man. Die Anti-Sorceress musterte den kleinen Zwerg genau. Schließlich sagte sie: ?Das ist nicht unser Orko, sondern das weichherzige Gegenstück.? Sie ging im Hof auf uns ab, und überlegte eine Weile. ?Bringt die beiden in den Königspalast.?, forderte sie schlussendlich und deutete dabei auch auf Teela. Die Befehlshaberin der königlichen Wache wollte sich jedoch nicht so einfach abführen lassen, und hatte noch eine Bitte an die Anti-Sorceress.

?Sorceress da oben liegt Adam und ist verwundet. Du musst ihn mit deiner Zauberkraft helfen.?, sagte sie und zeigte auf die Burgmauer.
?Warum sollte ich denn meine Magie an jemanden verschwenden, der sowieso nicht mehr lebt??, fragte Anti-Teelana.

?Du musst ihn doch helfen, bitte. Er ist nicht tot.?, bettelte Teela verzweifelt. Die Anti-Sorceress blickte daraufhin zu der Stelle an der Burgmauer, dort wo der verwundete Prinz lag. Sie richtete ihren Falkenstab darauf, und ließ einen gigantischen Blitz darauf ab. Die Mauer flog zu einem großen Teil weg. Prinz Adam wurde von dem Zauberblitz und den Geröllmassen buchstäblich auseinandergerissen. ?So, jetzt ist er tot.?, kommentierte die böse Zauberin ihr Werk. Sie schaute zu ihren Untergebenen, und gab ihr die endgültige Anweisung, die Gefangenen wegzubringen.


Eternis, Thronsaal des ehemaligen Königs Randor.

Mit äußerster Brutalität wurden Teela und Orko von Anti-Ram-Man, Anti-Man-E-Faces und Anti-Mossman in den Thronsaal gezerrt. Die Schergen der Anti-Sorceress hatten ihren Spaß daran, ihr Opfer auf dem Weg nach Eternis zu schlagen und mit mehreren Schlägen aus elektrisch geladenen Schmerzstöcken zu quälen. Mit dicken Eisenketten wurden sie an die Wand gekettet, die absichtlich so eng zugedrückt wurden, dass sie sich früher oder später die Handgelenke aufscheuern würden.

Von der einst so prunkvollen Empfangshalle des Königs war nicht mehr viel übriggeblieben. Ein riesiges Loch in der Decke, total demolierte Einrichtungsgegenstände und mehrere Pistolenlöcher an den Wänden waren unverkennbare Zeugen dafür, dass hier ein heftiger Kampf stattgefunden haben muss. Der Thron von Königin Marlena wurde aus seinem Fundament gerissen, und lag auf auseinandergebrochen auf der Erde. Randor selbst lag tot und blutüberströmt auf den Treppenaufgängen zu seinem Thon. Mit blankem Entsetzen und tiefster Trauer nahmen die Gefangenen den Tod ihres ehemaligen Befehlshabers zur Kenntnis.

Teela schaute sich weiter im Saal um, nachdem ihre Peiniger gegangen waren, und sah, dass auch Evil-Lyn anwesend war. Sie hatte man an einer gegenüberliegenden Wand angekettet, und es schien so als würde sie auf nichts wirklich reagieren. Sie stand einfach nur so da, und ließ den Kopf hängen. Ihre immer noch schulterlangen Haare (Evil-Lyn hatte sich die Haare in Anti-Snake Mountain wachsen lassen, um für Silvia gehalten zu werden) verdeckten ihr von zahlreichen Wunden gezeichnetes Gesicht. Mit gesenktem Kopf blickte ins Leere.

?Evil-Lyn, hörst du mich??, rief die Kämpferin leise. Evil-Lyn reagierte und hob langsam den Kopf. Erschüttert sah Teela jetzt, dass die Schwarzmagierin ihr rechtes Auge verloren hatte, und aus Nase, Mund und Augenhöhle blutete.

?Oh mein Gott, was haben sie denn mit dir gemacht??, fragte die Kämpferin geschockt.
?Teela, Orko. Ich habe es wirklich versucht, das müsst ihr mir glauben. Ich hatte es in der Hand, und ich habe versagt.?, jammerte die Angesprochene verzweifelt und unter Tränen. ?Beruhige dich erstmal, Evil-Lyn. Und dann sage uns, was hier eigentlich los ist. So wie das aussieht, sind das Kreaturen aus der Antiwelt. Stimmt das, Evil-Lyn. Habt ihr etwa schon wieder versucht, eine Verbindung nach Anti-Eternia aufzubauen?? Die Hexe atmete einmal tief durch, dann erzählte sie vom schwarzen Spiegel und dass er von Skeletor und ihr im Rahmen des verbotenen Experiments konstruiert worden ist. Weiter fuhr sie fort, dass der Spiegel von Skeletor an einem geheimen Ort gebracht wurde, bevor zwei Widgets ihn wieder ans Tageslicht brachten. Sie wurde mit einem Doom-Buster losgeschickt, um das gefährliche Artefakt aus der Luft zu zerstören. Dabei hatte es ein unvorhergesehenes Ereignis stattgefunden, so die Hexe. Entsetzt nahm Teela Evil-Lyns Bericht zur Kenntnis.

?Das darf doch wohl nicht Wahrsein, Evil-Lyn. Ich dachte, ihr habt damals alle Anlagen zerstört, die zur Antiwelt führten.?, kommentierte sie mit einer leichten Wut.
?Er ist in Vergessenheit geraten, Teela. Ich weiß, dass wir es damals zu weit getrieben haben. Aber vielleicht kommt He-Man, und rettet uns alle.?, hoffte Evil-Lyn.
Teela senkte den Kopf, nachdem die Schwarzmagierin diese Worte gesprochen hatte. Nach kurzer Zeit blickte sie wieder auf, und sah Evil-Lyn mit Tränen in den Augen an. Traurig sagte sie : ?He-Man ist in Grayskull gefallen, Evil-Lyn.?. Mit dieser Mitteilung zerbrach für Skeletors Ziehtochter alle Zuversicht, doch noch heil aus der Sache herauszukommen, und den Planeten Eternia vor den Schergen der Antiwelt noch irgendwie zu bewahren. Unter anderen Umständen wäre diese Nachricht für sie ein Grund zum feiern, aber in dieser Situation schwand für sie jegliche Hoffnung.

?Lasst mich sofort los, ihr Ausgeburten der Hölle. Wartet nur, bis ich wieder freikomme, dann könnt ihr was erleben.? Die Stimme Skeletors war aus einem der vielen Gänge, die in den Thronsaal führten, laut und deutlich zu hören. Der Knochenmann wehrte sich heftig gegen seine Festnahme, sowohl verbal als auch mit Händen und Füßen, als er von Anti-Mossman und Anti-Man-E-Faces in den Raum gezerrt und ebenfalls an eine Wand gekettet wurde. ?Hör auf zu mosern, Skeletor. Herr über dieses Universum wirst du jetzt nicht mehr.?, lachte Anti-Man-E-Faces, bevor er mit seinem Kameraden ging, und die vier Gefangenen wieder alleine ließ. Der Knochenmann schaute sich um, und sah neben Teela und Orko Evil-Lyn an der Wand angekettet. Aber er war nicht etwa froh, sie wiederzusehen oder machte sich Sorgen um ihren Zustand. Ganz im Gegenteil, er sah sie böse und feindselig an. Evil-Lyn musste sich auf ein wahres Donnerwetter gefasst machen.

?Evil-Lyn! Das ist alles deine Schuld. Ich habe dir doch verboten mit dem Spiegel zu experimentieren. Aber du konntest es mal wieder nicht lassen. Du hast unsere Kämpfer auf dem Gewissen, aufgrund deines eigensinnigen Alleingangs. Tri-Klops, Trap-Jaw, Webstor, Two-Bad, Wiplash, Spikor, alle sind tot.?, fuhr er seine Dämonenhexe an.
?Skeletor, es ist nicht so, wie du denkst. Ich wollte den Spiegel wirklich zerstören, aber es hat einen Unfall gegeben.?, verteidigte sich Evil-Lyn.
?Sei still du verräterisches Weibsstück. Ich will nichts mehr hören. Wenigstens muss ich nicht mehr die Hände an dir schmutzig machen.?
?Du hörst doch, dass sie sich bemüht hatte, Skeletor. Warum bist du eigentlich nicht selber hingeflogen, oder hast uns um Hilfe gebeten??, fuhr Orko zornig den Herrn der Finsternis an.

?Misch dich da nicht ein, du Trottel von Trolla. Als wenn du etwas von Magie verstehen würdest.?, setzte ihm Skeletor entgegen. Orko konnte das nicht auf sich sitzen lassen ?Ich wäre wenigstens nicht so feige gewesen und hätte jemand anderes losgeschickt, in der Hoffnung, dass die Sache ohne eigenes Zutun aus der Welt geschafft wird.?, kritisierte er den Knochenkopf. ?Du törichter Windbeutel. Wenn ich nicht hier angekettet wäre, würde ich dich Stück für Stück auseinanderrupfen.?, brummte Skeletor, während er an seinen Ketten zerrte.

?Ihr Galgenvögel könnt euch in der Hölle weiterzanken, hört sofort auf.?, sagte Anti-Teelana, die in ihrer menschlichen Gestalt gerade den Raum betrat. In ihren Händen trug sie neben ihrem Falkenstab auch noch He-Mans Zauberschwert. Anti-Ram-Man war bei ihr. Sie ging in die Mitte des Saals und drehte sich zu ihrem Begleiter um.

?Ram-Man, wie weit ist die Eroberung dieses Planeten abgeschlossen??, fragte sie.
?Wir haben 90% erobert. Es gibt nur noch ein paar kleine Widerstandsnester zu bekämpfen.?, gab der Anti-Titan zu verstehen.
?Dann sorge dafür, dass die letzten zehn Prozent auch erobert werden. Los verschwinde jetzt!?, forderte sie barsch.

Anti-Ram-Man verließ schleunigst den Raum, um seinem Befehl nachzukommen. Währenddessen ging Anti-Teelana zu Evil-Lyn hin. ?So, du Hexe. Jetzt rechnen wir ab.?, sagte sie böse lachend zu ihr. ?Sorceress hör mal. Das ist eine Sache zwischen dir und mir. Die Anderen haben damit nichts zu tun, lasse sie gehen.?, bat Evil-Lyn die böse Zauberin in der Hoffnung, dass somit wenigstens Skeletor freikäme. ?Das könnte dir wohl so passen, du Mörderin.?, warf die Angesprochene ihr entgegen. Sie nahm ihren Falkenstab in beide Hände um rammte sie damit mit voller Wucht in die Magengegend. Evil-Lyn blieb die Luft weg, von den Schmerzen im Bauch ganz zu schweigen. Sie hustete und krächzte, während sie sich krümmte. Dann ging ihre Peinigerin langsam zu Skeletor, und richtete ihren Falkenstab gegen ihn. ?Sorceress warte. Vielleicht können wir eine Vereinbarung treffen.?, sagte der Herr des Bösen, ?Dieses Eternia zu regieren und zu beherrschen ist sehr schwierig. Ich kann dir helfen, eine neue Ordnung zu schaffen.? ?Das ist ein verlockendes Angebot, Skeletor.?, sagte die Anti-Sorceress. Sie befreite mit einem Zauber Skeletor von seinen Fesseln. Evil-Lyn sah das Unheil kommen, und versuchte den Knochenkopf zu warnen. ?Nein Skeletor, sie tötet dich.?, schrie sie verzweifelt. Anti-Teelana feuerte daraufhin einen Blitz auf Evil-Lyn, der sie schmerzhaft zusammenzucken ließ und sie fast in die Bewusstlosigkeit brachte. Dann drehte sie sich wieder zu Skeletor um. ?Möchtest du Herrscher über das Universum des Lichts werden, und möchtest du das magische Schwert He-Mans haben??, fragte sie. Der Herr der Unterwelt nickte zustimmend. ?Das Schwert kannst du haben ...?, sagte die Zauberin und ging nah zu Skeletor hin. Dann rammte sie völlig überraschend das Zauberschwert in Skeletors Leib. Mit einer entsetzen Mine brach der Knochenmann zusammen und starb. ?... aber Herr über irgendetwas wirst du nicht. Ich dulde keinen Mitherrscher an meiner Seite.? Die Anti-Sorceress beobachtete mit einem dämonischen Lachen die letzten Lebenssekunden Skeletors. Dann ging sie freudestrahlend und sichtlich gut gelaunt, wieder zurück zur Schwarzmagierin.

?So, Evil-Lyn. Was sagst du nun??, frage sie provokativ. ?Wenn du glaubst, ich werde vor dir jetzt in Tränen ausbrechen, dann hast du dich getäuscht.?, gab die Angesprochene knapp zurück. Sie versuchte sich zusammenzureißen, konnte ihre Trauer jedoch nicht lange zurückhalten. Für die Anti-Sorceress war es wie eine Befriedigung, Evil-Lyn so leiden zu sehen. Zudem spürte sie ihren Kummer auch noch über ihre emphatischen Fähigkeiten. ?Normalerweise müsste ich dich noch viel mehr büßen lassen.?, sagte sie, und wischte dabei eine von Evil-Lyns Tränen mit dem Zeigefinger von ihrer Wange auf, ?Aber ich will gnädig zu dir sein. Deshalb werde dir jetzt zwei Arten des Sterbens vorführen, und du darfst dir aussuchen, auf welche Weise du in den Tod treten willst.?

Die böse Sorceress ging zu Orko, um ihr schmutziges Werk an ihm fortzusetzen. Mit einer sadistischen Freude blickte sie dem verängstigten Trollaner in die Augen. Die Zauberin streckte eine Hand aus, und ließ daraus eine Flamme auflodern. ?Tod durch Verbrennen, es wird mir eine Freude sein, zu hören wie du dir vor Schmerzen die Kehle aus dem Hals schreist.? ?Nein nicht, bitte nicht.?, flehte der Trollaner und versuchte sich irgendwie von der sich näheren Flamme wegzubewegen. Doch aufgrund der Tatsache, dass er an der Wand angekettet war, war dies ein hoffnungsloses Unterfangen.

?Lass Orko in Ruhe, du Miststück.?, fauchte Teela dazwischen, bevor Orkos Mäntelchen anfing Feuer zu fangen. Die Anti-Sorceress ließ vorerst von ihrem Vorhaben ab, und blickte zu Teela. Sie fragte: ?Hast du etwas gesagt, du minderwertiges Wesen?? ?Wenn du etwas willst, dann mach das gefälligst mit mir aus!?, forderte Teela. ?Ich verstehe, du willst vor dem Trollaner sterben. Das lässt sich einrichten.?, sagte die Anti-Sorceress und ließ die Flamme in ihrer Hand erlöschen. Sie richtete ihren Falkenstab auf sie. ?Wenn du mich schon tötest, möchte ich wenigstens, dass du mir dabei aus nächster Nähe in die Augen schaust.?, forderte die Kämpferin entschlossen. ?Ich werde mich bemühen, deinen letzten Wunsch so gut es geht zu erfüllen.? Die Zauberin ging bis auf wenige Zentimeter an Teela heran. Sie drückte ihren Stab gegen Teelas Kinn. Ihre Augen leuchteten rot auf. Plötzlich riss die Befehlshaberin ihr linkes Knie hoch, und rammte es der Anti-Sorceress zwischen ihre Beine. Anti-Teelana krümmte sich und verlor ihren Falkenstab. Teela hielt sich an ihren Ketten fest und hob beide Beine an, um der Zauberin einen weiteren kräftigen Tritt zu verpassen. Die Anti-Sorceress wurde min. zwei Meter von Teela weggeschleudert und überschlug sich mehrfach auf dem Boden.

Hastig blickte sich Teela zu Evil-Lyn um. ?Evil-Lyn, du musst jetzt deine Magie einsetzen, und den Falkenstab an dich ziehen.?, forderte sie ungeduldig und schob mit ihren Füßen den Stab in Evil-Lyns Richtung. Die Hexe machte jedoch keinerlei Anstalten, die Anweisungen Teelas durchzuführen. Sie war noch immer in tiefster Trauer und ließ den Kopf hängen. ?Evil-Lyn hörst du denn nicht? Wenn die Sorceress wieder aufsteht, ist es gelaufen.?, hakte sie sehr bestimmend nach. Und Eile war jetzt wirklich geboten. Die Anti-Sorceress lag zwar noch am Boden, stützte sich aber bereits wieder mit den Händen auf, um aufzustehen. Evil-Lyn beobachtete das, und erkannte, dass es wirklich vorbei sein würde, würde sie jetzt nicht handeln. Sie riss sich selbst unter aller größter Mühe aus ihrem tiefen Tal und konzentrierte sich auf Äußerste. Ihre Fingerspitzen leuchteten auf, und tatsächlich flog der Falkenstab in ihre Hände. Die magische Waffe gab ihr so viel Energie, dass sie sich von ihren Fesseln lösen konnte. Evil-Lyn rannte in die Mitte des Raums. Sie wusste nicht so recht, ob sie flüchten oder sich der Anti-Sorceress zum Kampf stellen sollte. Da stand Anti-Teelana schon auf, und nahm ihr die Entscheidung buchstäblich ab. Sie sah, dass Evil-Lyn frei war, und stürmte auf sie zu. Die Hexe richtete den Falkenstab gegen sie, und feuerte magische Blitze ab. Von den Ersten beiden wurde die Sorceress noch voll getroffen, und taumelte zurück. Doch dann wehrte sie die Blitze souverän mit ihren bloßen Händen ab. Ein Querschläger traf Teelas Fesseln und befreite damit unabsichtlich die Kämpferin. Unbemerkt schlich sie sich zu Skeletors Leiche, und versuchte das Zauberschwert aus dem Körper zu ziehen.

?Vergiss es Evil-Lyn. Du kannst mich nicht besiegen. Und schon gar nicht mit einer auf mich abgestimmten Waffe.? Beinahe unbeeindruckt näherte sich die Zauberin Evil-Lyn, die weiter versuchte ihr mit dem Falkenstab beizukommen. ?Jetzt hast du aber genug mit meinem Falkenstab gespielt.?, sagte sie und zog mit einem Zauber ihre Waffe in ihre rechte Hand. Zur gleichen Zeit mündete aus ihrer linken Hand ein magischer Blitz, der Evil-Lyn an eine Wand schleuderte. ?Und nun, ehemalige Herrscherin des Schattenreiches, sag der Welt auf Wiedersehen.?, sagte die Anti-Sorceress und richtete ihren Falkenstab gegen Evil-Lyn.

Ihre Augen leuchteten rot auf und gerade als sie einen tödlichen Blitz abfeuern wollte, schlug Teela sie mit dem Zauberwert von hinten nieder. Überrascht von dieser Attacke taumelte die Anti-Sorceress fast wieder zu Boden. Sie drehte sich schlagartig zu Teela um, und konnte gerade noch so ihren Falkenstab hochziehen, um einen weiteren Schwerthieb abzuwehren. Teela setzte nach, und brachte die Anti-Sorceress mit ihren Attacken in wahre Bedrängnis. Durch ein Ausweichmanöver konnte Anti-Teelana genügend Raum zwischen sich und Teela bringen, um einen magischen Blitz aus ihrem Falkenstab abzufeuern. Der Strahl wurde vom Zauberschwert absorbiert. Trotzdem riss es Duncans Adoptivtochter fast von den Beinen, sie konnte sich gerade noch so mit einer Hand auf dem Boden abstützten, um nicht mit dem kompletten Körper hinzufliegen. Die gewonnenen Sekunden nutzte die Gegnerin, um sich in Anti-Zoar zu verwandeln. Die große Krähe schlug heftig mit ihren schwarz-roten Flügeln, und flog krächzend in einer der vielen Gänge, die in den Thronsaal mündeten. Teela eilte nach diesem Gefecht zu Orko, um auch ihn aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Ungeachtet dessen kniete Evil-Lyn derweil vor dem toten Skeletor. Weinend und verbittert sah sie den Menschen an, den eigentlich immer geliebt hatte, auch wenn sie das lange Zeit selbst nicht wahrhaben wollte. ?Skeletor, es tut mir so leid. Wenn ich das nur irgendwie rückgängig machen könnte, ich würde es tun.?, murmelte sie vor sich hin. Sie zog seine blaue Kapuze herunter und nahm den Totenschädel, der langsam in ihren Händen zerfiel. Der Trollaner schwebte zu ihr heran, und ergriff sanft ihre Schulter.

?Komm mit, Evil-Lyn. Wir müssen von hier verschwinden.?, sagte er zur Hexe. ?Lass mich in Ruhe, du Windbeutel.?, fuhr sie ihn weinend an und riss sich von ihm los. Doch so leicht ließ sich Orko nicht abwimmeln. Er packte erneut ihren Arm, und versuchte sie mitzuziehen. ?Evil-Lyn, bitte. Wir beide haben sehr viele Freunde verloren. Aber wenn wir hierbleiben, nützt das keinem etwas.?, meinte er. Evil-Lyn hätte den schwebenden Zwerg leicht von sich wegschubsen können. Mehr unbewusst ließ sie sich jedoch von ihm mitziehen. Im tiefsten Inneren war sie sogar froh darüber, dass sich der Trollaner bemühte. Sie stand auf, ging ein Stück mit und schaute sich noch ein letztes Mal zu Skeletor um, bevor sie sich endgültig Teela und Orko anschloss. Alle drei liefen in einen Gang, der sie aus dem Palast führen sollte. Jeder von ihnen wusste, dass sie nur überleben würden, wenn sie jetzt zusammenhielten.


FORTSETZUNG FOLGT
Die Inhalte dieser Seite dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Seitenbetreibers (Siehe Impressum) in anderen Medien, insbesondere Internetseiten verwendet werden. Genannte Namen und Logos sind eigentragene Warenzeichen ihrer jeweiligen Eigentümer und werden als solche anerkannt. Wichtiger Hinweis zu allen externen Links auf www.planeteternia.de: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links" hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch die Erstellung eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das Gericht - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Daher distanziere ich mich hiermit vorsorglich von den Inhalten aller gelinkten Seiten auf diesem Server. Diese Erklärung gilt für sämtliche Links und Linksammlungen, die zur Zeit bestehen oder in Zukunft bestehen werden. Bitte beachten Sie unsere Online-Sicherheitsrichtlinien und Nutzungsbedingungen.