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Fan-Fictions
Das Geheimnis des schwarzen Spiegels
Kampf ums Überleben
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| Das Geheimnis des schwarzen Spiegels Kampf ums Überleben |
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Teela, Evil-Lyn und Orko rannten durch die total zerstörten Gänge des Königspalastes auf dem Weg nach draußen. Eingestürzte Wände, Geröll und gefallene Soldaten kreuzten ihre Wege. ?Teela, Orko. Wartet doch!?, rief Evil-Lyn. Sie lief in einem gewissen Abstand hinter den beiden her, und machte den Eindruck, als könnte sie nicht so recht Schritt halten. Teela schaute sich um, um nach Evil-Lyn zu sehen. ?Was ist, Evil-Lyn? Wir müssen hier sofort raus, hier drinnen haben wir nicht die geringste Change.?, hakte die Kämpferin ungeduldig nach. ?Wer weiß was uns da draußen erwartet, ich kann mich doch überhaupt nicht verteidigen. Ich brauche eine Waffe.?, erwiderte die Dämonenhexe japsend. Sie schaute sich nach etwas um, was irgendwie als Waffe verwendet werden könnte. Da sie nur noch mit ihrem linken Auge sehen konnte, musste sie ihren ganzen Kopf hin- und herbewegen, um die gesamte Umgebung zu erfassen. Nach einiger Zeit machte sie einen toten Soldaten der königlichen Wache aus. Sie beugte sich zu ihm herab, und fand bei ihm eine Schrotflinte, dazugehörige Munition und eine Mesotronenbombe. Sie lud fünf Schrotkugeln in die Waffe, und machte sie feuerbereit. Das Gewehr war für sie recht unhandlich und schwer, und sie hatte auch keine sehr große Erfahrung im Umgang damit. Dennoch war sie froh, irgendetwas in der Hand zu haben, mit dem sie gegen einen möglichen Gegner vorgehen konnte.
?Los weiter!?, forderte Teela, nachdem Evil-Lyn sich dieser Dinge bemächtigt hatte. Duncans Adoptivtochter brauchte selbst keine weitere Waffe, sie hatte He-Mans Zauberschwert noch immer in ihren Händen und fühlte sich damit sicher. Alle drei setzten ihren Weg nach draußen fort, und bogen nach einer Weile um eine Ecke auf einen breiten Gang. An dessen anderem Ende stand zu ihrer Überraschung die Anti-Sorceress in ihrer menschlichen Gestalt, und machte den Eindruck, als hätte sie dort die ganze Zeit auf sie gewartet. ?Wahahar, ihr hattet doch wohl nicht geglaubt, dass ihr mir entkommen könnt.?, sagte sie siegessicher zu ihnen. ?Nimm das, du Bestie!?, warf Evil-Lyn ihr entgegen. Sie lud einmal ihre Schrotflinte durch und schoss zweimal auf den Feind. Die Schüsse waren nicht sonderlich gezielt, und zudem führte Anti-Teelana einen magischen Schild vor sich her, der sie vor den Kugeln schützte. ?Du glaubst doch wohl nicht, dass du mich so besiegen kannst, Evil-Lyn.?, kommentierte sie die erfolglosen Angriffsversuche der Dämonenhexe. Sie erhob ihren Falkenstab, und feuerte einen gigantischen Blitz auf das Trio ab. Teela schubste Evil-Lyn aus der Schusslinie, und sprang selbst hinter eine Ecke in Deckung, um sich selbst vor dem heranfliegenden Blitz in Sicherheit zu bringen. Orko warf sich geistesgegenwärtig auf den Boden. Der Blitz schoss nur Sekundenbruchteile später über den Trollaner hinweg und riss mit einem gewaltigen Knall ein metergroßes Loch in eine Wand. ?Vernichten werde ich euch, und zwar hier und jetzt.?, rief Anti-Teelana nach ihrem erfolglosen Angriff. ?Oh nein, das wirst du nicht tun.?, warf ihr Orko entgegen, und stürzte sich todesmutig der bösen Sorceress entgegen. Teela versuchte ihren trollanischen Freund aufzuhalten. ?Orko, nicht??, rief sie. Doch es war bereits zu spät. Der schwebende Zauberer warf seine Arme in Anti-Teelanas Richtung ließ magische Blitze auf sie los. Die Anti-Sorceress holte mit ihrem Falkenstab aus, und schlug die Blitze wie Tennisbälle zurück. Sie wurden 10fach verstärkt, und schlugen direkt über dem Trollaner in der Decke ein. Daraus brach ein metergroßes Stück Stein, und fiel direkt auf Orko zu. Der Trollaner versuchte noch auszuweichen, doch dies gelang ihm nicht mehr. Ein kurzer verzweifelter Schrei war das Letzte, was man von ihm hörte, bevor er mit einem glitschenden Geräusch vom Stein zerquetscht wurde. Teela sah dem Geschehen entsetzt zu ?Orko??, schrie sie verzweifelt und lief zu dem großen Stein hin, um ihn anzuheben. Doch so sehr sich die Kämpferin auch bemühte, sie bekam ihn nicht einen Zentimeter bewegt. Immer wieder stemmte sie sich gegen den Klotz und rief dabei ständig Orkos Namen. Zur gleichen Zeit stürmte Evil-Lyn vor den Steinbrocken und baute mit ihrer Magie eine Mauer zwischen sich und der Anti-Sorceress auf, um sie aufzuhalten. Doch dieses Hindernis sollte für die Hüterin von Anti-Grayskull kein großes Problem sein. Unverzüglich feuerte sie magische Blitze auf die Mauer und schlug dabei mehrere Löcher hinein. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie durchbrach. Evil-Lyn wandte sich Teela zu. Sie versuchte ihr den sinnlosen Versuch, den Steinbrocken wegzubewegen, auszureden. Die weggesprengten Mauerfragmente flogen ihr dabei um die Ohren. ?Komm schon, die Wand hält nicht lange. Wir müssen hier weg.?, forderte sie Teela auf und versuchte sie hinter sich herzuziehen. ?Nein, Orko! Wir können ihn nicht einfach zurücklassen.?, erwiderte sie weinerlich und stieß Evil-Lyn zurück. Erneut versuchte sie den für sie viel zu schweren Steinbrocken anzuheben. ?Du kannst ihm nicht mehr helfen, Teela. Er ist tot.?, sagte die Hexe mit einer lauten Stimme, während sie mit ihrer Magie einige Öffnungen in der schon total durchlöcherten Wand verstopfte. Schlussendlich suchte sie das Heil in der Flucht in der Annahme, dass Teela nicht überzeugt werden konnte. Doch Evil-Lyns Worte hinterließen Eindruck. Jetzt erst hatte sie ihren Schock überwunden, und richtig verstanden, dass nichts mehr für den Trollaner getan werden konnte. ?Mach es gut, Orko. Ich werde dich niemals vergessen.?, sagte sie leise und traurig. Ihre Tränen liefen an den Wangen herunter und tropften auf den Boden. Schweren Herzens machte sie sich auf, um Evil-Lyn zu folgen, die bereits hinter einer Ecke verschwunden war. Kurze Zeit später durchbrach Anti-Teelana Evil-Lyns Mauer. Die böse Zauberin schritt durch die Trümmer von Evil-Lyns Wand zu dem großen Steinbrocken, der Orko zum tödlichen Verhängnis wurde. Bösartig schaute sie in den Gang, durch den die beiden im Moment zuvor geflüchtet sind. Anti-Ram-Man kam aufgeregt aus der Richtung des Thronsaals. ?Sorceress, die Gefangenen, sie sind entkommen.?, schnaufte er außer Atem, als er die böse Zauberin sah. ?Das sehe ich auch, du Dussel.?, gab sie zurück, und schaute in den Gang, durch den ihre beiden verbliebenen Gegnerinnen geflüchtet sind. Sie ging ein Stück, und drehte sich dann wieder zum Anti-Titan um. ?Verstärke unsere Patrouillen draußen auf den Straßen. Sorgt dafür, dass sie nicht aus der Stadt raus können. Mit der Anderen könnt ihr machen, was ihr wollt. Verschont jedoch Evil-Lyn, sie gehört mir ganz alleine. Los, bewege dich jetzt.?, forderte sie. ?Ja natürlich, Sorceress.?, erwiderte der Anti-Titan und machte sich schnellstens auf, um seinen Befehlen nachzukommen. Kurze Zeit später verwandelte sich Anti-Teelana in Anti-Zoar, und flog den beiden Flüchtigen hinterher. Teela lief weiter durch die Gänge des Königspalastes, bis sie durch ein großes Loch in der Wand nach draußen gelangte. Entsetzt sah sie die Ruinen ihrer zerstörten Heimatstadt an. Eternis war nur noch eine einzige Trümmerwüste. Beinahe jedes Haus wurde bis fast auf die Grundmauern niedergerissen oder war zumindest schwer beschädigt worden. Brennende Fahrzeuge und die zum Teil stark verstümmelten und verkohlten Körper gefallender Soldaten und Zivilisten waren überall auf den Straßen verstreut. Das Grollen und der Donner waren größtenteils verstummt und nur noch in großer Distanz zu hören, doch die schwarzen Wolken hingen immer noch über der Stadt und verdeckten das Tageslicht fast vollständig. Nur den zahlreichen Bränden, die in den Häuserruinen und Fahrzeugwracks wüteten und loderten, war es zu verdanken, dass man überhaupt was sehen konnte. In weiter Entfernung hörte man Waffenfeuer sowie das verzweifelte Rufen und Schreien einiger Leute, die um ihr Leben kämpften. Mit ängstlichem Blick schaute sich die Kämpferin nach Evil-Lyn um, und rief ständig nach ihr, in der Hoffnung, sie irgendwo entdecken zu können. Sie schrie sich dabei fast ihre Lungen aus dem Hals, doch die Schwarzmagierin lies sich nirgendswo blicken. Sie hatte Angst, sich fortzubewegen, denn sie wusste, dass sie hier draußen ganz alleine eine sehr leichte Zielscheibe war. Aber auf der Stelle bleiben konnte sie auch nicht. Deswegen begab sie sich unter Ausnutzung jeglicher sich ihr bietender Deckung in eine Richtung. Es ging durch Häuserruinen, an zerstörten Fahrzeugen und verbrannten Leichen vorbei, über Trümmerberge und durch Bombenkrater. Schließlich näherte sie sich einer großen Kreuzung. Im Hintergrund brannte ein schwarzer Attack-Track lichterloh. Als sie eine Häuserecke erreichte, sah sie zu ihrem Entsetzen Duncan und Sy-Klone tot neben einem zerstörten Panzerabwehrgeschütz liegen. ?Vater, nein! Nicht du auch noch!?, murmelte sie schluchzend und ließ vor Schreck das Zauberschwert fallen. Die Kämpferin hielt sich beide Hände vor die Augen, weil sie die bittere Wahrheit einfach nicht sehen wollte, und sank zu ihrem toten Ziehvater herab. Langsam gleiteten ihre Hände über seinen kalten Körper, um ihn noch ein allerletztes Mal in den Arm zu nehmen. Schritte waren in großer Entfernung zu hören, und sie kamen näher. Teela ging davon aus, dass Evil-Lyn herankam und stand wieder auf, um ihr entgegenzukommen. Sie wischte sich schnell ihre Tränen aus dem Gesicht, denn sie wollte nicht, dass die Schwarzmagierin sie so sieht. Die Person kam näher, doch es war nicht Evil-Lyn. Als der in einer schwarzen Rüstung gekleidete schwarze Soldat der Evil-Masters aus einem Schatten hervorkam und sich ihr offenbarte, war es für Teela bereits zu spät. Die Kämpferin wollte das Zauberschwert noch erreichen, um sich zu schützen, doch sie schaffte es nicht mehr. Der feindliche Kämpfer erhob seine Maschinenpistole, und feuerte sofort eine Salve auf die Kämpferin. Zwar flogen die meisten Kugeln rechts und links an Teela vorbei. Doch eine traf sie mitten in die Brust, und riss sie von den Beinen. Der feindliche Soldat lud ein neues Magazin ein, trat an die am Boden liegende Teela heran und richtete den Lauf seiner Waffe auf ihren Kopf. Die Kämpferin hatte keinerlei Todesangst, sondern erwartete sogar inständig den erlösenden Schuss. Dann endlich, so dachte sie, würde sie die Duncan, Adam, Orko und all die Anderen als Geist wiedersehen. Ein lauter Knall ertönte, dieser zeugte jedoch nicht von der Maschinenpistole. Es war die Schrotflinte, die Evil-Lyn mit sich führte. Die Ladung erwischte den Arm des Soldaten, mit dem er die Waffe trug. Aufschreiend vor Schmerz ließ er die Maschinenpistole fallen, und hielt sich die getroffene Stelle. Evil-Lyn lud ihre Waffe durch. Rauchend und klimpernd fiel die leere Patronenhülse auf die Straße. Sie schoss noch einmal auf den Soldaten, diesmal traf sie ihm am Oberkörper. Er taumelte mehrere Schritte von Teela zurück, während Evil-Lyn ihre Waffe ein zweites Mal durchlud. Sie feuerte noch einmal auf den Soldaten, und diesmal war der Schuss tödlich. Der Soldat fiel rückwärts auf den Boden und rührte sich keinen Zentimeter mehr. Erleichtert nach diesem Gefecht warf Evil-Lyn ihre Schrotflinte weg, und bemächtigte sich der Maschinenpistole. Diese war für sie wesentlich leichter, und sie konnte damit auch viel besser umgehen. Sie hatte sowieso keine großartige Erfahrung im Kampf mit Feuerwaffen, weil sie sich in einem Gefecht immer auf ihre schwarze Magie verlassen hatte. So war es für sie beruhigend zu wissen, dass sie jetzt wenigstens etwas Handlicheres zum Schießen hatte. Evil-Lyn nahm die schwer verletzte Teela auf sich, und versuchte sie mitzuschleifen. Nach kurzer Zeit näherte sich ihnen von hinten ein schwarzer Attack-Track der Evil-Masters. Er eröffnete das Feuer, doch die beiden Frauen konnten sich in einer größeren Häuserruine verschanzen. Der Vorteil war jedoch nur von kurzer Dauer, denn das feindliche Fahrzeug durchfuhr eine weggeschossene Wand und nahm die beiden erneut ins Visier. Die Schwarzmagierin erledigte zwei feindliche Soldaten, die sich ihnen von vorne in den Weg stellten. Danach schleppten sie sich hinter einen Berg bestehend aus Geröll, Steinen, Metallteilen und Trümmern. Eine Spur, bestehend aus Teelas Blut, zog sich hinter den beiden her. Der Attack-Track feuerte, doch die Kugeln prallten am Trümmerberg ab. Teela konnte sich nicht mehr in Evil-Lyns Armen halten und brach zusammen. Der Panzer näherte sich langsam aber sicher dem Trümmerhaufen. ?Lass mich hier, Evil-Lyn. Ich kann nicht mehr weitergehen.?, röchelte Teela, während sie ihre Brust hielt. ?Du musst Teela, reiß dich zusammen. Ich weiß doch nicht was ich ohne dich machen soll.?, erwiderte die Hexe. ?Versuche nach Point Dreath durchzukommen. Vielleicht kannst du mit einem Talon-Fighter fliehen und in einem anderen Sternensystem ein neues Leben beginnen.?, sagte Teela schwer atmend. ?Und was wird aus meinen Plänen, über Eternia zu herrschen?? ?Daraus wird wohl nichts mehr werden. Aber du kannst dir ja ein eigenes Volk suchen, dass du unterwerfen kannst.? ?Weißt du Teela, von euch Masters konnte ich dich mit am wenigsten leiden.? ?Danke, das Kompliment gebe ich gerne zurück. Gib mir die Mesotronenbombe, ich werde das schwarze Ding dort drüben aufhalten.? Evil-Lyn griff nach ihrem Gürtel, und gab Teela die erbeutete Mesotronenbombe. Die Befehlshaberin stellte den Zeitzünder auf die niedrigste Stufe ein. Als Nächstes nahm sie sich ein Stück Rohr, und stützte sich mit ihrer letzten Kraft darauf. Evil-Lyn half ihr dabei so gut es ging. Danach überprüfte die Dämonenhexe noch einmal ihre Waffe und schaute sich nach irgendetwas um, wo sie Deckung finden konnte. Sie machte eine halb weggebrochene Häuserwand aus, von der sie ausging, dass sie dahinter leicht verschwinden könnte. Beide gaben sich noch einmal kurz die Hand, dann lief Evil-Lyn los. Der Attack-Track hatte sich bereits bis unmittelbar neben dem Trümmerhaufen vorgearbeitet. Als die Hexe hinter dem Haufen hervorkam und auf die Häuserwand zulief, führte ihr Weg zwangsläufig auch direkt vor den Rohren des Attack-Tracks vorbei. Das Geschütz auf dem Dach visierte die Hexe an, und eröffnete das Feuer auf die Schwarzmagierin. Evil-Lyn bekam einen Streifschuss an der Hüfte. Der Hexe riss es zu Boden. Entsetzt sah sie wie der Panzer nun auf sie zurollte, ohne einen weiteren Schuss abzufeuern. Offenbar wollte der Fahrer sie jetzt einfach platt walzen. Der Panzer rollte weiter auf Evil-Lyn zu, und dabei an Teelas Position vorbei. Der Captain der königlichen Wache holte aus, und warf die Bombe in Richtung Panzer. Die Kanone auf dem Dach des schwenkte blitzartig in ihre Richtung, und feuerte eine MaschinengewehrSalve auf die Kämpferin. Teela wurde davon regelrecht durchlöchert. Sie taumelte zurück, knallte mit dem Rücken gegen eine Wand und sackte sterbend zu Boden. Die Mesotronenbombe erfüllte jedoch seinen Zweck. Sie rollte unter das Fahrwerk des Panzers und ließ ihn mit einem riesigen Feuerball in die Luft fliegen. Evil-Lyn wurde von der Schockwelle noch mal einen guten Meter weggeschoben, und hatte großes Glück, dass sie nicht von einem Trümmerteil des Fahrzeuges getroffen wurde. Mit einer gewissen Genugtuung beobachtete die Hexe die entstehende riesige Feuersäule, die das feindliche Fahrzeug komplett einhüllte und in seine Bestandteile zerfallen ließ. Sie hielt sich ihre verletzte Hüfte, und stand mühselig auf. Als sie sich weiter in der riesigen Häuserruine umschaute, sah sie Teela blutüberströmt und regungslos auf dem Boden liegen. Zurecht ging sie davon aus, dass die Kämpferin es nicht überlebt hatte. Sie atmete einmal kräftig durch, und entfernte sich dann aus der Häuserruine. Nun war sie völlig auf sich alleine gestellt, und befand sich in einer Umgebung vollgespickt von Feinden. Niemand war jetzt mehr da, um ihr zur Seite zu stehen, das war für sie das Schlimmste. Überall könnte der Gegner auf die Hexe lauern. Hinter jeder Ecke könnte ein feindliches Fahrzeug oder Infanterie hervorspringen und der Schwarzmagierin zum Verhängnis werden. Deshalb bewegte sie sich ganz langsam und vorsichtig durch die Ruinen der total zerstörten Stadt. Die Angst vor dem Tod kam ihr dabei immer mehr hoch, gepaart von einer gewissen Perspektivlosigkeit. Sollte sie wirklich diesen Planeten verlassen, so wie es ihr Teela indirekt angeraten hatte? Eigentlich war dies die einzig vernünftige Option. Was sollte sie hier denn noch erobern? Selbst wenn sie in Grayskull einziehen könnte, wen könnte sie denn jetzt noch auf Eternia unterwerfen? Es hatte schließlich fast niemand diesen Krieg überlebt, so wie es zurzeit aussah. Und ohne Skeletor an ihrer Seite sah sie das Ganze hier sowieso als vollkommen sinnlos an. Deshalb fasste sie sich jetzt den Entschluss, diesen Planeten endgültig zu verlassen, und irgendwo anders neu anzufangen. Einen der Talon-Fighter aus Point Dreath schien ihr tatsächlich geeignet zu sein. Diese superschnellen Jäger konnte man innerhalb von Sekunden auf Überlichtgeschwindigkeit bringen, wenn man mit ihnen erstmal im Weltraum war. Niemand konnte ihr mehr folgen, wenn sie damit erstmal aus dem Sternensystem war. Aber sie musste den geheimnisvollen Stützpunkt erstmal erreichen, und das stellte sie sich nicht leicht vor. Was wäre, wenn auch Point Dreath bereits erobert war? Dann würde es noch schwieriger werden, als es ohnehin schon war. Doch es war ihre einzige Change, das wusste sie definitiv. Dafür musste sie erstmal die Stadt verlassen, und suchte nun den kürzesten Weg hinaus. Ganz bewusst mied sie Straßen und große Plätze, und bewegte sich fast ausschließlich durch Häuserruinen, um den feindlichen Mächten irgendwie zu entgehen. In einem demolierten Geschäftshaus fand sie eine tote Zivilistin mit weißem Haar und etwas weiter weg einen toten Soldaten der Evil-Masters. Durch was die beiden ums Leben gekommen sind, konnte die Dämonenhexe nur vermuten. Ihr kam eine Idee, wie sie vielleicht unbemerkt aus Eternis herauskam. Sie entkleidete die beiden komplett. Dann legte sie selbst ihren Kampfanzug ab, und zog sie der toten Zivilistin an. Sich selbst zog sie die Kleidung des Soldaten an, um für einen von ihnen gehalten zu werden. Kurz darauf nahm sie einen Backstein, und schlug es der toten Frau solange ins Gesicht, bis sie zur Unkenntlichkeit entstellt war. Die so geschändete Leiche legte sie nach draußen auf die Straße, und zwar so, dass sie zwangsläufig von einer Patrouille entdeckt werden musste. Mit der Maschinenpistole gab sie ihr noch einige Kugeln in den Hinterkopf und in den Rücken, um die Täuschung perfekt zu machen. Völlig vertieft in diese Aktivitäten blendete sie die Umgebung um sich herum völlig aus. So kam es, dass die Hexe auch nicht bemerkte, dass sie die ganze Zeit von Anti-Zoar beobachtet wurde. Die Anti-Sorceress konnte in ihrer Gestalt als schwarze Krähe besonders unauffällig agieren, und folgte der Schwarzmagierin, als sie sich vom Ort des Geschehens entfernte. Als Evil-Lyn, ihrer selbst nun etwas sicherer, begann einen großen Platz zu überqueren, überholte Anti-Zoar ihre verhasste Gegenspielerin im hohen Flug, und stürzte sich zu Boden. Mitten im Sturzflug transformierte sich der Vogel zur menschlichen Gestalt, und landete mit beiden Beinen auf den Boden. Anti-Teelana feuerte mit ihrem Falkenstab sofort einen Blitz auf Evil-Lyn, welche fast zu spät reagierte und gerade noch rechtzeitig hinter einen Steinhaufen springen konnte. Ängstlich und auch resigniert kauerte Evil-Lyn hinter ihrem Versteck. Der Plan, als einfacher Soldat aus der Stadt zu verschwinden, war gescheitert. Sie nahm ihre Maschinenpistole an sich. Weil sie dabei äußerst nervös zitterte, gelang es ihr nur mühselig, ein volles Magazin einzuladen. Währenddessen näherte sich ihr die Anti-Sorceress immer mehr ihrer Position. Als die Hexe sah, wie locker und lässig sie sich dabei bewegte, sah sie für sich doch noch eine kleine Change. Sie machte sich bereit, und sprang blitzartig aus ihrem Versteck heraus, um eine Salve auf ihre Feindin abzufeuern. Anti-Teelana lachte nur über Evil-Lyns total erfolglosen Feuerüberfall. Mit einem magischen Schutzschild wehrte sie die Kugeln ab, den sie mit einer offenen Handfläche vor sich herführte. Evil-Lyn erkannte die Sinnlosigkeit ihres Tuns sofort, trotzdem feuerte sie vehement weiter, und schrie dabei wie am Spieß vor Verzweiflung. Irgendwann kamen keine Kugeln mehr aus der Waffe heraus, und es war nur noch ein Klicken zu hören. ?Verdammtes Miststück!?, brüllte sie Anti-Teelana an, und warf ihr die leer geschossene Maschinenpistole entgegen. Ohne magische Waffe und mit ihren Verletzungen sah sie keine Möglichkeit gegen die Anti-Sorceress bestehen, und warf sich vor ihr auf die Knie. Sie erwartete förmlich den erlösenden Schuss, doch Anti-Teelana schien daran kein Interesse zu haben. ?So Evil-Lyn, hier endet das also mit dir. Welch ein Abschluss.?, bemerkte sie, und ging bis auf fünf Meter an die Dämonenhexe heran. ?Na los doch, du Furie. Jetzt töte mich schon.?, forderte Evil-Lyn und sank mit dem Oberkörper herab. Mit den Händen stützte sie sich auf den Boden ab, und blickte auf den Boden. ?Oh nein, du wirst langsam sterben.?, antwortete Anti-Teelana. Sie setzte ihre Krähenkapuze ab, und entledigte sich ihrem kompletten Federkleid. Ihre Arme waren nun fast völlig entblößt, und sie trug nur noch ihren knappen feuerrot untersetzten Kampfanzug. Lässig warf sie jetzt auch ihren Falkenstab weg, und zwar soweit wie es ihr möglich war. Evil-Lyn blickte wieder zu ihrer Kontrahentin auf, uns sah zum ersten Mal ihre fast schulterlangen Haare, die fast genauso feuerrot waren, wie ihre Augen. Anti-Teelana näherte sich der Hexe weiterhin, und spreizte dabei ihre Arme, um zu zeigen, dass sie nicht mehr bewaffnet war. ?Evil-Lyn, weißt du eigentlich, wie ich zur Sorceress geworden bin??, fragte sie provokativ. ?Du wirst es mir jetzt garantiert sagen.?, erwiderte Evil-Lyn und stellte sich wieder auf ihre Beine. Anti-Teelana begann von ihrer Vergangenheit zu erzählen: ?Ich war einst ein junges Mädchen, aus einem einfachen Dorf. Meine Eltern waren wahre Rabeneltern. Ich wurde von beiden nur misshandelt und gequält, es machte ihnen wahren Spaß. Niemals waren sie für mich da, wenn ich mal ihre Liebe oder ihren Schutz brauchte. Und besonders in einem ganz schrecklichen Moment standen sie mir nicht bei, und verrieten mich sogar. Ich floh aus dem Dorf, und eines Tages führte mich mein Weg nach Hölle Grayskull. Jede strahlend weiße Burg, die mich schon immer faszinierte. Verzweifelt rief ich in der Hoffnung, dass jemand zu Hause war. Die Zugbrücke öffnete sich, und Veena stand an der anderen Seite des großen Eingangs. ?Was willst du jämmerliche Göre hier??, fuhr sie mich böse an. Ich bat sie darum, bei ihr bleiben zu dürfen, nur für eine Nacht. Doch Veena lachte mich nur aus, und gab stieß mich mit einem magischen Blitz weg. Ich ließ nicht locker. In meiner Verzweiflung sagte ich zu ihr, dass sie zu feige sei, sich mir einem Zweikampf zu stellen. Daraufhin legte sie ihr Krähenkostüm ab, und warf ihren Falkenstab tief in das Innere der Burg. Es kam zum Kampf, sie wollte mich besiegen, ohne ihre Zauberkräfte dabei zu ?verschwenden?. Ich gewann dieses Duell, und stieß sie in den bodenlosen Abgrund. Seitdem bekommt das Universum der Finsternis meine Macht als Sorceress zu spüren.? ?Reizende Geschichte. Wieso erzählst du mir das??, gab Evil-Lyn gelangweilt zu Protokoll. ?Weil ich in deinen Gedanken lese, dass du immer noch die Macht über Eternia haben willst. Besiege mich, und du wirst die Sorceress auf diesem Planeten. Du kannst Skeletor wieder auferwecken, und sogar noch viel mehr, was du dir in deinem kühnsten Träumen nicht vorgestellt hast. Aber ich warne dich, sollte ich gewinnen, wirst du einen langsamen Tod sterben.?, drohte Anti-Teelana. Sie formierte ihre Hände zu Fäusten, und nahm eine wahre Kampfposition ein. ?Und wenn ich gewinne, wirst du diese Stadt mit deinen bloßen Händen wiederaufbauen.?, erwiderte Evil-Lyn, und erhob ihre Fäuste zum Kampf. Der Gedanke, dass sie als Sorceress sogar andere wieder zum Leben erwecken könnte, reizte sie sehr. Skeletor könnte zurückgeholt werden, und vielleicht sogar zu Keldor zurücktransformiert werden. Die Dämonenhexe nahm sich felsenfest vor, jetzt alles zu geben, um dieses Duell für sich zu entscheiden. FORTSETZUNG FOLGT |
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