60 Einwohner anwesend
Impressum  | Erlebe uns auf Facebook! Abonniere uns auf YouTube! Folge uns auf Twitter! Folge uns auf Instagram! Höre unseren Podcast!
HOME NEU ANMELDEN MEIN ETERNIA COMMUNITY LEXIKON COMICS PROJEKTE TOYSEEKER
FANSFORUMSAMMLUNGENCUSTOMSFANARTSFANFICS
Fans   Europa  Deutschland  Nordrhein-Westfalen  Stadt Münster   Ich lebe!_Ich lebe!!!
 Ich lebe!_Ich lebe!!!
Mitglied seit : 22.07.2003
Forumsbeiträge: 2905 
Lexikonbeiträge:
Status: Offline



Zu Favoriten hinzufügen
Über mich
Meine Sammlung
Fan-Fictions
Fan-Arts
Customs
Fan-Fictions    Der Herr der Fright Zone    Kapitel 4
Der Herr der Fright Zone
Kapitel 4
IV


„Seid ihr sicher, dass Hiss kommen wird, Zauberin? Seid ihr sicher, dass Kobra Khan euch belauscht hat.“ Randor wirkte stark und entschlossen in seiner prächtigen Rüstung, sein Gesicht hingegen war voller Zweifel und Unsicherheit. He-Man und die Masters hatten auf einer Hügelkette Stellung bezogen, die die eine Seite einer großen Schlucht bildete. Die Truppen Eternias hielten sich weiter hinten auf, so dass sie von der Schlucht aus nicht zu sehen waren.
Die Zauberin stützte sich auf ihren Stab und sah den König an. „Dass Kobra Khan glaubt, ich würde seiner nicht gewahr werden, wenn er sich im Gebüsch verbirgt, verwundert mich nicht. Dass ihr glaubst, ich würde es mir einbilden, jedoch sehr wohl.“ Ihr Lächeln verriet, dass sie Randor seine Zweifel nicht übel nahm. Dennoch blickte der König verschämt zu Boden. „Er wird kommen“ die Sorceress ließ ihren Blick wieder über die Schluchten der Fright Zone schweifen, „er fürchtet Hordak zu sehr, um das Risiko einzugehen, dass er auf Eternia wieder zu seiner Stärke findet. Er wird ihm die nötige Zeit dazu nicht geben wollen. Die Erinnerung an seine Niederlage gegen Hordak ist zu stark, als dass Hiss zusieht, wie Hordak seinen alten Stützpunkt wieder befestigt und fortan seine Herrschaft gefährdet.“
Die Fright Zone war Hordaks Reich gewesen, bevor die Macht Grayskulls ihn nach Despondos verbannte. Ein Reich voller Gefahren, voller Höhlen, in denen grässliche Ungeheuer lebten. Die kargen Bäume, die sich an den unwirtlichen Felsen festklammerten, ernährten sich vom Fleisch der Opfer, die sie mit ihren Ästen umschlungen und gefangenhielten. An manchen Stellen war sogar der verwitterte, mit feuchtem Schmand überzogene Fels selbst bösartig und verschlang den, der unachtsam durch die schwefelgeschwängerten Nebel irrte. Für das Schlangenvolk sollten die Schluchten der Fright Zone selbst zur Falle werden

Man-At-Arms’ Kommunikator rauschte. „Sie erreichen gleich die Schlucht.“ meldete Stratos sich, der hoch in den Lüften außer Sichtweite für normale Augen nach dem Schlangenvolk Ausschau hielt. Der Waffenmeister sah zur Sorceress, die zwischen ihm, He-Man und Battle Cat auf der einen und Randor auf der anderen Seite stand und atmete durch. „Sie kommen.“ Die Zauberin von Grayskull blickte den König an und lächelte ihm aufmunternd zu. Randors Zweifel waren ihm jetzt, da alles unmittelbar bevorstand, noch deutlicher anzusehen. „Es beginnt, Randor.“ Die Zauberin schaute über die Schlucht hinweg zu Evil-Lyn. Randor hatte darauf bestanden, dass die Hexe auf der anderen Hügelkette Aufstellung genommen hatte, mehrere Bogenschüsse entfernt. Die Augen der Sorceress leuchteten auf, ihre Pupillen verschwanden in dem hellen Licht, sie nahm Verbindung mit Skeletors abtrünniger Hexe auf. Die Masters sahen das Aufleuchten von Evil-Lyns Stab, den sie in die Höhe hielt. Ein Strahl violetter Magie erstreckte sich in die Schlucht, am anderen Ende als dem, wo das Schlangenvolk bald eintreffen würde. In der Schlucht sollte sich entscheiden, ob der Plan der Zauberin aufging.
Als der Strahl den Boden berührte, tat sich ein Halbkreis auf und wuchs pulsierend in den Himmel. Die Sorceress schwebte mit ausgebreiteten Schwingen in die Höhe, ihren Adlerstab erhoben. „Ihr Ältesten, ich erbitte eure Kraft.“ He-Man sah in die Richtung, in der Grayskull lag. Kurz darauf leuchtete der Horizont auf, ein hellblau leuchtender Strahl zog über den Himmel, traf die schwebende Zauberin und hüllte sie in gleißendes Licht. Der Adler am Ende ihres Stabes begann zu leuchten und sandte die Magie der Ältesten in den pulsierenden Halbkreis, den Evil-Lyn geschaffen hatte. Der Halbkreis wuchs an, mit dem Pulsieren wechselte sein Rand die Farbe von violett zu hellblau und zurück. In seinem Inneren verschwanden das Licht und das Blau des Himmels. Der Himmel Eternias machte der Dunkelheit des Universums Platz. Das Tor nach Despondos öffnete sich.
Am anderen Ende der Schlucht tauchte die Armee des Schlangenvolkes auf und zog in die Schlucht hinein. In einigem Abstand zum Tor nahmen die Schlangenkrieger Aufstellung.
Aus dem Dunkel des Portals traten die ersten Krieger hervor, die Horde Trooper. Schwergerüstete Krieger in grauen Rüstungen, große Armbrüste auf die Rücken geschnallt und mit Kampfstäben bewaffnet. Sie fächerten auseinander und bildeten eine Linie so breit, wie die Schlucht es zuließ. Immer mehr der Grauen Ritter Hordaks kamen nach Eternia, Reihe um Reihe bildete sich. Zuletzt traten fünf Krieger aus dem Tor. Die Sorceress hatte He-Man und den Masters über sie berichtet. Hordaks Generäle, Grizzlor, eine wilde Bestie, die in berserkerartige Raserei verfiel, Leech, der die Energie seiner Opfer aufsog wie ein Egel Blut, Mantenna, der Späher, Modulok, ein zweiköpfiges Monster, das seine Gestalt verändern konnte und Dragstor, halb Mensch, halb Maschine, der vom Motor auf seinem Rücken angetrieben durch die Reihen der Feinde raste. Diese Krieger schritten durch die Reihen der Trooper und verteilten sich vor ihnen.
Ob dieses Anblicks von Hordaks Streitmacht, die die Breite der Schlucht abdeckte, machte sich erste Unruhe in den Reihen des Schlangenvolkes breit, wenngleich die Zahl der Grauen Ritter hinter der der Schlangenkrieger zurückblieb.
„Zerfetzt sie! Elendes Schlangenpack!“ Mit lautem Schrei rannte Grizzlor los, ohne auf die Grauen Ritter zu warten.

„Die Raserei steht dieser Bestie in den Augen, allein der Gedanke an die Schlacht scheint in ihr den Blutrausch zu wecken.“ Mekanecks Kopf fuhr zurück auf seine Schultern. Derartige Details konnten He-Man und die anderen aus der Entfernung nicht wahrnehmen, sie waren auf die Augen des Spähers angewiesen. „Sie hat Hauer wie ein ausgewachsener Eber, ein sehr großer ausgewachsener Eber.“ Dass Grizzlor allein auf die Armee des Schlangenvolkes losstürmte, war hingegen für alle deutlich zu sehen. Die Krieger schienen seinem Befehl nicht zu folgen. Sie hielten ihre Stellung, wie ihre anderen Generäle.
„Das wird ein kurzer erster Angriff.“ schüttelte Man-At-Arms den Kopf. „So dumm wie haarig.“
Die ersten Reihen der Schlangenkrieger hatten sich wieder gefasst, beobachteten den rasenden Kämpfer aber noch unschlüssig. Als sie sahen, dass die Armee Hordaks an ihrem Platz verharrte, brach vereinzelt Gelächter unter ihnen aus, einige fingen an zu spotten.
„Wenn das Hordaks beste Krieger sind, wird er gegen Hiss ...“, ein lautes Zischen unterbrach Man-At-Arms. Die erste Reihe von Hordaks Kriegern hatte ihre Armbrüste abgefeuert, vorbei an ihren Generälen, und hatte die tödlichen Geschosse auf ihren Weg geschickt. Aus dem Dunkel des Tores schoss ein Strahl violetter Magie über die Trooper hinweg, erfasste Grizzlor und bildete eine leuchtende Kugel um ihn, an der die Armbrustbolzen abprallten. Gebannt starrten die Schlangenkrieger auf die wilde Bestie in der leuchtenden Kugel. Sie bemerkten die Geschosse nicht, Grizzlors Ablenkung funktionierte. Die Schlangenkrieger wurden niedergestreckt, die Bolzen durchschlugen ihre Körper und verwundeten auch die dahinter stehenden Krieger. Die erste Reihe der Grauen Ritter trat zur Seite. Durch die entstehenden Lücken feuerte die zweite Reihe ihre Waffen ab und trat dann ebenso zur Seite, um ihren Hintermännern Platz zu machen. Die vorderen Reihen der Schlangenkrieger brachen binnen kürzester Zeit zusammen. Grizzlor stürmte unbeeindruckt weiter. Als alle Armbrüste abgefeuert waren, setzte sich Hordaks Armee in Bewegung. Die Ritter zogen ihre Waffen und schritten auf die Schlangenkrieger zu, die violette Kugel um die wilde Bestie löste sich auf. Grizzlor hatte die Opfer der Armbrustbolzen bereits mit weiten Sprüngen und wildem Geschrei überquert und eine Streitaxt mit der Linken gezogen, während er mit der Rechten eine Kette schwang, an deren Ende eine mit Stacheln bewehrte Kugel befestigt war. Er sprang auf den ersten Schlangenkrieger zu, drehte sich beim Absprung um die eigene Achse und schleuderte die Kugel in den Unterleib seines Opfers. Dem nächsten hieb er die Axt in die Schulter, als dieser flüchtete. Die Schneide durchtrennte Muskeln und Knochen. Grizzlor riss den Schlangenkrieger nach hinten von den Beinen und schlug ihm im Fallen die Eisenkugel ins Gesicht. Grizzlor wütete nur mit dem Ziel, seine Gegner kampfunfähig zu machen und sich dann dem nächsten zuzuwenden. Zum Töten blieb auch später Zeit. Seine Raserei ängstigte die Schlangenkrieger zusehends.
Mittlerweile hatten auch die Grauen Ritter, angeführt von Leech, Mantenna, Modulok und Dragstor, die Schlangenkrieger erreicht und eröffneten den Nahkampf. Die Schlangenkrieger hatten sich wieder gefasst, nicht zuletzt, weil ihnen keine andere Wahl blieb. Ihre Kameraden in den hinteren Reihen blockierten den Rückzug, von Rattlor, Tung Lashor und Squeeeze angeschrieen, die Linien zu halten. Die Schlacht tobte nun, die Schlangen fielen die Trooper der Horde an und klammerten sich an ihnen fest, bis sie eine Stelle an den gepanzerten Kriegern fanden, an denen sie mit Zähnen oder Klauen durch die Rüstung dringen konnten. Die Horde musste die ersten Rückschläge hinnehmen. Von der anderen Seite der Schlucht feuerte Evil-Lyn Magiebälle zwischen die Schlangenkrieger. Wo sie auftrafen, vergingen die Schlangenkrieger in violettem Feuer. Die Hexe hatte sie wider die Erwartungen Randors und der anderen nicht angegriffen, sondern konzentrierte sich darauf, Hordaks Truppen zu unterstützen und weiter um seine Gunst zu buhlen.
Zwei der Schlangenkrieger griffen Modulok an. Der Oberkörper des roten Monsters riss entzwei, zwei seiner Arme bewegten sich in die entstehende Lücke, und sein Unterkörper teilte sich. Den überraschten Schlangenkriegern standen nun zwei Kämpfer gegenüber, die sich unvermittelt auf sie stürzten. Mit lautem Knacken brachen ihre Genicke.
Leech packte einen der Soldaten des Schlangenvolkes. Er umschloss den Kopf und hob den zappelnden Körper in die Höhe. Die Glieder erschlafften, als Leech dem Schlangenkrieger seine Energie entzog, und der Schlangenkrieger fiel in sich zusammen.
Doch die Streitkraft der Horde wurde nach den ersten Verlusten der Schlangen nun im Nahkampf mehr und mehr aufgerieben, die Rüstungen der Grauen Ritter übersäten das Schlachtfeld ebenso wie die Reptilienleiber. Die Schlangenkrieger fielen zu mehreren über die Ritter her, das Kräfteverhältnis schien ausgeglichen.

„Es funktioniert, bei den Ältesten, es funktioniert.“ Randor schöpfte Zuversicht. „Wer auch immer die Schlacht übersteht, wird so geschwächt sein, dass wir gegen sie bestehen können.“ Ein Anflug von Zuversicht erhellte sein Gesicht. He-Man und die Sorceress schauten hingegen starr auf die Schlacht. In regelmäßigen Abständen taten sich Schneisen auf, die Dragstor in die Reihen der Schlangen schlug, und die sich unmittelbar wieder schlossen. Blitze aus Mantennas Augen erhellten das Getümmel. Mehr als die Hälfte der Kämpfer jeder Seite war mittlerweile gefallen oder kampfunfähig. Über Stunden tobte die Schlacht nun, ohne dass abzusehen war, welche Seite sie überstehen würde.
Plötzlich schossen Dutzende von Schlangen aus grün leuchtendem Nebel über Hiss’ Truppen hinweg und stießen zwischen den Grauen Rittern hinab. Im nächsten Moment stiegen sie wieder hinauf und rissen einige der Trooper mit in die Höhe, um sie dann auf die anderen niederzuwerfen. Der Schlangenkönig griff in die Schlacht ein, er wollte sie beenden.
Und er hatte sich damit offenbart. Das Portal nach Despondos leuchtete auf, gleißend helles Licht fiel auf das Schlachtfeld. Hordaks Magier kamen aus dem Licht hervor und sandten Feuerbällen in die hinteren Reihen des Schlangenvolkes. Die Schlangen erstarrten. Die, die nicht daraufhin niedergemetzelt wurden, sahen mit angsterfüllten Augen die Rückkehr ihres ältesten Feindes. Der grüne Nebel, der zuvor unter den Troopern seine Opfer in die Höhe geworfen hatte, schwand und löste sich auf. Ein Schatten schwebte aus dem gleißenden Licht hervor. Mit dem hellen Knall eines Blitzes zog sich das Portal zusammen, leuchtete ein letztes Mal auf und erlosch. Hordak war nach Eternia zurückgekehrt.

Mit ausgestreckten Händen, die Finger gespreizt und die Handflächen nach oben gerichtet, schwebte Hordak über seine Krieger hinweg. Knisternd entsprangen seinen Hände violette Blitze und stießen in die Richtung, aus der die Nebelschlangen gekommen waren. Auf ihrem Weg teilten sie sich ständig und hunderte kleiner Blitze trafen die Schlangenkrieger, während die Kämpfer der Horde die in Panik geratenen Schlangen weiter dahinmetzelten. Die Blitze zogen weiter, Hektik wuchs in den hintersten Reihen der Schlangen, die sich um ihren König drängten, um diesen vor seinem alten Widersacher zu schützen. Die Erinnerung an Hiss’ Niederlage gegen Hordak war stark, es sollte nicht noch einmal passieren. Doch sie konnten Hordak nicht viel entgegensetzen. Seine Kräfte waren auf Despondos nicht beansprucht worden, er hatte sie während all der Zeit seit seiner Verbannung sammeln können. Und nun entluden sie sich, Hordak sparte nicht mit ihnen. Die restliche Armee des Schlangenvolkes wurde in einem leuchtenden Gewitter niedergestreckt, das über ihre Reihen hinweg in Richtung ihres Herrschers zog. Der Geruch von verbranntem Fleisch erfüllte die Schlucht. Die Grauen Ritter, allen voran noch wie zu Beginn der Schlacht Grizzlor, diesmal in Begleitung von Modulok, Leech, Mantenna und Dragstor, drängten über die toten Reptilienleiber hinweg und näherten sich dem letzten verbliebenen Rest der Schlangenkrieger, der nur noch Hiss’ Verteidigung aufrechterhielt.

„Hordak hat gesiegt, gut zwei Drittel seiner Armee sind gefallen. Holt die Battle Rams und die Dragon Walker. Lasst die Truppen heranrücken und die Blasterhawks anfliegen!“ befahl Randor. „Ihr wollt angreifen?“ fragte He-Man. „Nein“, gab Randor zurück „ich will uns nur verteidigt wissen, wenn Hordak uns bemerkt. Auf offenem Feld anzugreifen würde uns hohe Verluste bescheren, aber ob wir ihn dann wirklich vernichten könnten, bezweifle ich.“ Man-At-Arms gab die Befehle für die fahrbaren Geschütze. Die Sorceress, He-Man und die anderen beobachten weiterhin die Schlacht. Dröhnend rollten die ersten Battle Rams heran, im Gleichschritt näherten sich die Truppen Randors.

Die Blitze gingen zuckend auf die Schlangenkrieger nieder und streckten sie zu Boden. Die Krieger warfen sich schützend vor ihren König, konnten das nunmehr Unvermeidbare aber nur hinauszögern. Als letzte wurden Khan, Rattlor, Tung Lashor und Squeeeze zur Seite geworfen. Mit weit aufgerissenen Augen sah Hiss die Blitze auf sich zukommen. Seine eigene Magie war nutzlos, die grünen Schlangen, mir denen er sich schützte, zersprangen von den Blitzen getroffen. Doch sie trafen ihn nicht, wie er erwartet hatte, sondern umschlossen ihn nur. Der so entstandene Käfig erhob sich und glitt über das nun leblose Schlachtfeld hinweg auf Hordak zu. Hiss sah, wie die Tropper ihre Reihen wieder ordneten und über die Leiber seiner Krieger hinwegzogen und dabei die letzten Überlebenden töteten. Sein Volk war vernichtet. Seine Generäle wurden von Hordaks Kämpfern über das Feld geschleift. Sein Gefängnis erreichte seinen Erzfeind. Der Schlangenkönig warf seine menschliche Hülle ab und sein Schlangenkörper zischelte, er war hilflos in die Ecke gedrängt.
„Du bist also schon wieder eine Plage für mein Reich.“ empfing Hordak ihn mit sonorer Stimme. Hiss’ Schlangenglieder stießen wie zur Antwort fauchend nach vorn, um ihre Giftzähne in den verhassten Kriegsherrn zu schlagen. Doch die Blitze, die den Schlangenkönig gefangen hielten, versengten sie. Schreiend zog Hiss sie zurück. Grizzlor, der aus mehreren Wunden blutete, zog den bewusstlosen Rattlor hinter sich her und warf ihn vor Hordak auf den Boden. Leech kam mit Tung Lashor, Modulok mit Kobra Khan und Dragstor mit Squeeeze hinterher. „ Du und deine Brut.“
„Du kannst mich nicht vernichten. Ich werde wieder auferstehen.“ zischte Hiss zurück.
„Du wirst nicht auferstehen. Ich lasse dich an den Fels der Fright Zone schmieden, jeden deiner fünf Leiber. Du wirst mein Gefangener in der Fright Zone bleiben, der Fels wird dir deine Kraft entziehen.“ Hordak blickte zu Rattlor, der das Bewusstsein wiedererlangte, bis Grizzlor ihn mit einer Streitkeule erneut niederschlug. „Dir und deiner Brut.“

Hordak wandte sich ab und sah hinauf zu Evil-Lyn und sandte erneut Blitze aus. Sie erfassten die Hexe und trugen sie zu ihm. Evil-Lyn wehrte sich nicht, sie erwartete, belohnt zu werden. „Du hast das Tor geöffnet und gegen die Schlangenbrut gekämpft. Wie ist dein Name?“
„Evil-Lyn, mein Gebieter. Lasst mich euch zu Diensten sein. Ich weiß, wo die Macht der Ältesten verborgen liegt. Ich kann euch helfen, die Herrschaft über Eternia, die euch zusteht, zu ergreifen.“
„Du hast Skeletor gedient, der mich verraten hat. Ihm konntest du nicht helfen, die Herrschaft zu erlangen. Wieso sollte ich dir zutrauen, mir hilfreich zu sein?“
„Es liegt nicht allein an mir, ich kann nur einen Teil beitragen. Skeletor hat nicht eure Macht. Ihm hat meine Hilfe wegen seiner Schwäche nicht gereicht. Bei einem Kriegsherrn mit eurer Stärke wird der kleine Teil, den ich beitragen kann, Früchte tragen.“, pries Evil-Lyn sich unterwürfig an.
„Haha,“ schnaubte der Herr der Wilden Horde, „ich werde deine Dienste entlohnen.“ Er ging auf die Hexe zu und ließ die Blitze, die sie noch gefangen hielten, verlöschen.
„Ich danke euch, mein Gebieter. Ihr werdet…“
„Ich habe die Macht der Ältesten gesehen, ich weiß, wo sie sich befindet. Als Lohn für deine Unterstützung verschone ich dein Leben. Geh.“
„Aber…“
Hordaks Augen leuchteten in grellem Rot auf. Evil-Lyn senkte den Blick und wandte sich ab. Sie ging fort, ohne zu wissen, wohin sie nun gehen sollte. Skeletor würde ihren Verrat erahnen und dieses Mal keine Milde zeigen. Hordak hatte sie verschmäht. Sie hatte gespielt und sie hatte verloren.
Hordak blickte zur anderen Seite der Schlucht, zu den Masters und den Battle Rams. Er erhob sich in die Höhe und schwebte auf die Anhöhe. Langsam schritt der Kriegsherr auf die Sorceress zu. „Ich habe deine Kraft gespürt, als das Tor sich öffnete. Ich kenne diese Kraft.“ Er sah zu He-Man. „Und ich kenne dein Schwert, Krieger. Beides wird mich nicht noch einmal davon abhalten, Eternia zu erobern. Aber ich denke, du wirst dich ebenso wenig ergeben wie der, der früher dein Schwert trug.“
„Ich werde dich ebenso bezwingen, wie der, der früher mein Schwert trug. Du wirst Eternia nicht an dich reißen.“ erwiderte He-Man ruhig.
„Ihr konntet euch gegen diese Schlangenbrut nicht verteidigen. Sonst hättet ihr wohl nicht die Hexe unterstützt, oder?“ gab Hordak mit gehässigem Lachen zurück. „Wie wollt ihr gegen mich bestehen?“
„Deine Armee ist größtenteils gefallen. Was dir geblieben ist, wird gegen die Macht Grayskulls nicht bestehen, solltest du uns angreifen.“ Die Zauberin machte einen Schritt auf den Kriegsherrn zu. „Grayskull wird nicht in deine Hände fallen. Die Macht der Ältesten wird dir verschlossen bleiben. Zieh dich in die Fright Zone zurück und bleibe dort.“ Man-At-Arms ließ die Battle Rams weiter heranrollen, die Truppen rückten näher.
Hordak erkannte, dass die Grauen Ritter, die ihm geblieben waren, nicht ausreichten, um gegen die Verteidiger Grayskulls siegen zu können. „Dieses Mal bleibt ihr verschont. Doch Grayskull wird fallen und ihr werdet vor mir niederknien. Bald.“ Hordak wandte sich ab und kehrte schwebend zurück in die Schlucht zu seinen Generäle. He-Man sah ihm wie die anderen hinterher. Er hatte einen weiteren Gegner, Grayskull und Eternia hatten einen neuen Feind, den es abzuwehren galt, einen neuen Feind, der mächtiger schien als Skeletor und Hiss.
Der Herr der Fright Zone war zurückgekehrt.
Die Inhalte dieser Seite dürfen nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Seitenbetreibers (Siehe Impressum) in anderen Medien, insbesondere Internetseiten verwendet werden. Genannte Namen und Logos sind eigentragene Warenzeichen ihrer jeweiligen Eigentümer und werden als solche anerkannt. Wichtiger Hinweis zu allen externen Links auf www.planeteternia.de: Mit Urteil vom 12. Mai 1998 - 312 O 85/98 - "Haftung für Links" hat das Landgericht (LG) Hamburg entschieden, dass man durch die Erstellung eines Links, die Inhalte der gelinkten Seite ggf. mit zu verantworten hat. Dies kann - so das Gericht - nur dadurch verhindert werden, dass man sich ausdrücklich von diesen Inhalten distanziert. Daher distanziere ich mich hiermit vorsorglich von den Inhalten aller gelinkten Seiten auf diesem Server. Diese Erklärung gilt für sämtliche Links und Linksammlungen, die zur Zeit bestehen oder in Zukunft bestehen werden. Bitte beachten Sie unsere Online-Sicherheitsrichtlinien und Nutzungsbedingungen.