Heute präsentiert PlanetEternia ein Review der etwas anderen Art. In sämtlichen Reihen rund um die Masters finden sich stets zumindest ein paar Highlights, die sich in Regal, Vitrine oder Spielkiste gut machen. Aber genauso gibt es auch immer wieder den einen oder anderen Artikel, der einfach nur als Flop bezeichnet werden kann. PlanetEternia hat sich aus allen Reihen zehn Produkte und Produktgruppen herausgegriffen, die aus unterschiedlichen Gründen den Begriff "Flop" mehr als verdient haben:
10. MIKRO-BÜSTEN WAVE 2 (NECA; 2004)
Im Grunde begann alles als gute Alternative für Sammler mit kleinem Geldbeutel oder wenig Platz - kleinformatige Mikrobüsten zum günstigen Preis. Als dann aber im Jahr 2004 mit He-Man, Beast Man und Orko die zweite Wave dieser netten Kleinode erschien, waren die wenigsten begeistert. Und in der Tat ist es unfassbar, wie leicht es dem Hersteller fiel, erstklassige Modellierungen durch völlig missratene Bemalung zu verpfuschen. Orko schien noch gut gelungen, Beast Man und He-Man jedoch waren besonders im Gesichtsbereich völlig verhunzt. Wen wundert es da noch, dass die gesamte Wave wie Blei in den Regalen lag und NECA nach dem ebenfalls wenig verkaufsträchtigen Wave 3 Boxset die gesamte Reihe einstellte.
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9. LOO-KEE (Princess of Power; Mattel; 1986)
Wie macht man ein knallbuntes, nervtötendes Suchspiel auf zwei Beinen beliebter? Richtig, man produziert eine passende Figur! Mitte der 80er war Mattel scheinbar ganz angetan von She-Ra?s kleinem Freund Loo-Kee und steckte ihn somit in Wave 3 der Princess of Power Toyline. Damit die kleinen Mädels auch schön was zum spielen hatten, wurde der blauhaarige Troll mit sagenhaften zwei Bewegungspunkten ausgestattet um die Arme nicht nur nach unten sondern auch nach oben bewegen zu können. Im Inneren der Füße befanden sich dann noch Räder, um Loo-Kee wie ein Auto zurück zu ziehen und losfahren zu lassen - wobei man sich fragen kann, ob seine Augen deshalb rollen weil er selbst merkt, wie langweilig er ist. Völlig unverständlich natürlich, dass die gesamte Reihe nach Serie 3 eingestellt wurde, wo Mattel doch solch grandiose Spielzeuge im Angebot hatte.
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8.SNAKE TEELA (MotU 200x; ToyFare Exclusive; 2003)
Exklusives sind doch toll! Sie können meist mit relativ geringen Kosten hergestellt werden und verkaufen sich bei Sammlern besonders gut, wenn sie einen logischen Hintergrund haben. Das führte schon Keldor zum Erfolg, und auch das amerikanische Figurenmagazin
ToyFare landete mit seinem Faker Mail-In Exclusive einen absoluten Volltreffer. Kein Wunder dass sich die Redaktion 2003 erneut an Mattel wendete, um eine weitere Figur anbieten zu können. Blöd nur dass sich die 200x-Toyline da schon mit schwindenden Verkaufszahlen konfrontiert sah und der Spielzeugriese dementsprechend sein Angebot der machbaren Figuren einschränkte. Von den wenigen Möglichkeiten entschied sich ToyFare schließlich für das Angebot eines Teela Repaints - praktisch dass diese in einer Cartoonfolge kurzzeitig zu einem Schlangenmensch wurde. Letztlich machte das die geradezu lächerliche Bemalung von ToyFare?s Snake Teela aber auch nicht besser, und so dauerte es noch sehr lange, bis das Magazin endlich alle Exemplare vertickt hatte. Manchmal wäre gar kein Exclusive eben doch besser als ein mieses Exclusive.
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7. ROCKET DISC POWER PACK (He-Man; Mattel; 1989)
Zugegeben, He-Man?s Abenteuer im Weltall zählen nicht gerade zu den beliebtesten. Dennoch können die meisten der
New Adventures Spielzeuge mit einigem Spielspaß aufwarten. Bei diesem Zubehörset hingegen bleibt die Frage offen, was sich die Designer nur gedacht haben mögen. Ein Rucksack der "Raketendisks" schießen kann ist ja noch Schön und Gut. Aber warum zum Henker sollte man diese senkrecht in die Luft ballern? Nun ja, muss sich He-Man eben in der Hocke nach vorne beugen um herannahende Gegner anzuvisieren. Dabei sollte der Held nur darauf achten, den Kopf unten zu halten damit die Disk ihm nicht in selbigen saust. Nicht zu vergessen dass die Gurtnoppen "spielend" leicht abbrechen und das gesamte Design eher zu einer Billigreihe passen würde. Das fiel dann aber auch nicht mehr weiter auf, als das Power Pack recht schnell auf den Grabbeltischen verramscht wurde.
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6. DIE ENERGY ZOIDS (MotU Classic; Mattel; 1987)
Kreativität ist etwas Schönes, durch sie machte Mattel z.B. aus einem Zerstäuber und einer Schlange Kobra Khan. Oder aus einer beinlosen Figur und einem Kreisel die Energy Zoids. Der heroische Rotar und der böse Twistoid drehen sich um die Wette bis einer den anderen bekotzt oder anderweitig den Sieg erringt. Dass ihr Actionfeature eigentlich gar nicht funktioniert ist dabei natürlich nebensächlich, denn wer achtet schon auf so was! Es ist doch viel lustiger, den Kreisel wie irre anzukurbeln nur um zu beobachten wie die Figur vom eigenen Gewicht getrieben nach drei Millisekunden wieder zur Seite kippt. "Und überhaupt gibt es viel zu viele Actionfiguren mit funktionierenden Aktionen, das ist doch..." -- so in etwa dürften die zuständigen Mattel-Mitarbeiter nach Erscheinen der beiden Figuren wohl argumentiert haben. Dass angesichts dieser Nutzlosigkeit der Gyrattacker - mit dem Rotar und Twistoid in die Schlacht geschickt werden sollten - erst gar nicht mehr in Produktion ging, benötigt keinerlei weiterer Worte.
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5. ZODAK BÜSTE (MotU Mini-Busts; NECA; 2007)
Wie bereits erwähnt, fiel NECA mit den Mikro-Büsten dank schlechter Bemalung gehörig auf die Klappe. Schwamm drüber, aus Erfahrung wird man ja klug und sorgt halt dafür, dass so etwas zumindest bei den großen Büsten nicht vorkommt. Es sei denn, man möchte dafür sorgen, dass sich eine ohnehin nicht gerade heiß ersehnte Büste richtig schlecht verkaufen lässt! So geschehen mit Zodak, der mit Lippgloss und völlig unzureichend aufgetragener Metallfarbe auch die letzten Interessenten abschreckte und den Händlern bis heute schwer im Magen liegen dürfte. Der besondere Geniestreich dabei ist, dass mit diesem Debakel nach den Mikro- nun auch die Mini-Büsten ihrem freudlosen Ende zuseteuerten und die heiß erwartete Skeletor Büste in ungleich geringerer Auflage und mit ähnlich schlechter Bemalung den traurigen Abschluss markierte. Zweimal der gleiche Fehler mit derselben Konsequenz, das ist Professionalität Marke NECA.
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4. HE-MAN (MotU Commemorative Edition; Mattel; 2000)
Masters of the Universe, das steht für Vielfalt sowohl an Spielspaß als auch Charakteren. Dennoch ist He-Man natürlich ungeschlagenes Zugpferd und absoluter Dreh- und Angelpunkt der Reihe, und jeder Fan freute sich im Jahr 2000 darauf die heiß geliebte Kindheitsikone im Zuge der Neuauflage wieder so erblicken zu können wie seinerzeit im Spielwarenhandel. Verrückterweise war das Gesicht der Commemorative-Figur jedoch ganz und gar nicht das des alten He-Mans! Stattdessen wirkte der Stärkste der Starken irgendwie leicht... nun, "bekifft" wäre sicher der falsche Ausdruck. Obwohl... ach, egal wie man es wendete, das Gesicht sah aus wie die schlechte Kopie oder der grenzdebile Bruder von He-Man! Um die Gründe des Ganzen ragen sich bis heute diverse hanebüchene Gerüchte, das Ergebnis bleibt jedoch so oder so gleich: Der einzig wahre He-Man ist immer noch das Original aus Kindertagen.
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3. REPAINT FIGUREN (MotU 200x; Mattel; 2003-2004)
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es gibt einige sehr gelungene Repaints.
Ice Armor Skeletor zum Beispiel, oder
Ram Man in Cartoonfarben. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen dass die Mehrzahl der Repaints farbliche Grausamkeiten darstellen. Von S/M Tri-Klops in Lederhandschuhen und Silberhose bis Raver Skeletor in modischer Goldrüstung mit metallic-blauem Hemd, für jeden (Un-)Geschmack ist etwas dabei. Zusätzlich gibt es dann hier zum Dragon Walker einen tätowierten He-Man, und dort eine Smash and Trap Vorrichtung mit neongrünen Wolken furzendem Orko. Dass man bei Fans und Sammlern weitaus mehr mit einem "Classic Colors He-Man" oder gelbhäutiger Evil-Lyn erreicht hätte, das hat man dann scheinbar doch erst gemerkt als es zu spät war und sich der nette Lizenznehmer drum bemühte.
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2. GRAYSKULL TOR (MotU Statues; NECA; 2006)
Womit zum nunmehr dritten Mal in dieser Liste NECA zum Zug kommt. Nicht dass das riesige, zu den Groß-Statuen gehörende Tor von Grayskull nicht gut gelungen sei. Das Problem ist vielmehr das Drumherum! Anfänglich war geplant, den ersten vier Groß-Statuen je ein Teil des Tors beizulegen. Da die zusammengefügten Teile aber scheinbar nicht allzu gut aussahen, entschieden sich die Four Horsemen und NECA dazu, das Tor in einem Stück der vierten Statue (passenderweise der Zauberin von Grayskull) beizulegen. Dieser Plan wurde irgendwann aber auch wieder aufgegeben, und nun hieß es, dass das Tor für die Käufer der Artist-Proof Versionen aller vier Statuen erhältlich sein werde. Als es schließlich soweit war, mussten diese via Fotos beweisen, tatsächlich im Besitz aller vier APs zu sein, aber manchem half auch das nicht. NECA produzierte nämlich aus Kostengründen in zwei Läufen á 50 Stück insgesamt nur 100 Exemplare des Tors und machte danach die Schotten dicht, womit vor allem mancher Sammler im Ausland leer ausging. Obgleich der Kostenfaktor durchaus nachvollziehbar ist, bleibt die ganze Sache dennoch eine äußerst miserabel durchgeführte Aktion, die NECA nicht nur Geld sondern auch enormes Ansehen verlieren ließ.
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1. DIE METEORBS (MotU Classic; Mattel; 1987)
Was kann mangelnden Spielspaß, schlechte Verarbeitung und mieses Handling noch toppen? Wie wäre es mit Produkten, die eigentlich überhaupt nichts mit He-Man und den Masters zu tun haben? Willkommen bei den Meteorbs, jenen kleinen Viechern, die den Felslingen nach Eternia folgten um den dortigen Helden und Schurken beizustehen. Oder mit anderen Worten: Um sich wenigstens mit dem Masters Logo noch irgendwie verkaufen zu können. Tatsächlich wurden die sich in Tiere, Saurier und Roboter verwandelnden Eier von einer japanischen Firma erdacht, ehe Mattel einige Formen aufkaufte und sie zum Ende der Classicreihe He-Man & Co. andichtete. So gibt es die kleinen Viecher in anderen Farben und von anderen Herstellern noch heute in mancher Flohmarktkiste, und immer wieder glaubt ein ahnungsloser Fan, einen noch unbekannten Meteorb entdeckt zu haben. Zum kleinen Preis im Billigspielzeugregal gibt es auch immer wieder weitere Kreaturen ähnlicher Machart, was durchaus in Ordnung geht. Mit den Masters jedenfalls aber sie soviel gemeinsam wie Britney Spears mit einer guten Mutter, und Mattels Versuch, acht von ihnen in die Welt von He-Man einzuführen war gelinde gesagt dreiste Geldmacherei. Wenn es etwas gibt, das niemals den Stempel "Masters of the Universe" hätte haben dürfen, dann die Metorbs.
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