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Geschrieben am  19.08.2016 um  17:45 Uhr  
Reviews
He-Man: The Eternity War Nr.15

Nach ihrem Sieg müssen sich die Masters um die Auswirkungen des langen Krieges kümmern. Von uns erfahrt hier, ob die letzte Ausgabe der Serie eher bekümmert oder begeistern kann.

Story
König Adam träumt davon, dass er und die Masters in der Zukunft mit der Macht des Star Seed versehen sind. Tatsächlich ist die Zukunft ungewiss, wie er am Tag nach dem Sieg über Skeletor von Zodac erfährt. Indem Adam das Schicksal verändert hat, sei die Zukunft nicht länger in den Sternen festgeschrieben, sondern liege nun in der Hand jedes einzelnen Lebewesens. Adam selbst müsse nun entscheiden, welche Bedeutung Castle Grayskull aus seiner Sicht habe. Monate später hat Adam die Burg nicht nur zum Zentrum seines Reiches gemacht, sondern auch zu einem riesigen Flüchtlingslager gemacht, in dem täglich immer mehr Eternier Zuflucht suchen, die auf verschiedenste Weise unter der Herrschaft der Horde und dem Krieg leiden mussten.



Die Verpflegung erfolgt durch Erträge aus dem Wald, der entstand als Moss Man sich beim Angriff auf Grayskull opferte. Teela unterrichtet mittlerweile Kinder über die Rolle Eternias im Universum und das in Castle Grayskull brennende Feuer der Ewigkeit. Adam wiederum plant, die durch die Fright Zone verwüsteten Regionen Eternias wiederzubeleben, indem die Macht von Grayskull durch ein Energienetz über ganz Eternia verteilt werden soll. Auf diese Weise werde die Macht nicht mehr von einer Person genommen werden können, sondern für alle zugänglich sein. Manche würden wahrscheinlich sogar so intensiv darauf reagieren, dass sie neue Masters of the Universe werden können und sich den bisherigen Masters anschließen.



She-Ra hat mittlerweile beschlossen, nach Etheria zurückzukehren und sich dort um die Bevölkerung und auch die noch nicht ruhenden Seelen ihrer früheren Opfer zu kümmern. Mit einem Artefakt, das sie von der Zauberin erhielt, will sie besagte Seelen zu einem Licht der Hoffnung in einem Kristallschloss bringen. Teela wiederum versucht, Roboto wieder zu reparieren. Da dessen künstliche Intelligenz auf der Persönlichkeit von Man-At-Arms beruht, hofft sie, so vielleicht auch ihren toten Vater gewissermaßen wieder zum "Leben" zu erwecken. Seit er sich für sie opferte, hat Teela nur noch sehr geringe magische Kräfte, durch die sie zumindest spürt, dass die Göttin zufrieden ist.



Teela selbst fühlt aber noch immer die Tode aller Snake Men, die sie als Zauberin miterlebt, und sie weiß nicht, was von ihr nun erwartet wird. Adam erklärt ihr, dass bisher stets versuchte, den Idealen ihrer Mutter und ihres Vaters zu entsprechen. Nun kann sie selbst bestimmen, wie ihre Zukunft aussehen soll - und er hofft, dazu zu gehören. Bald darauf heiraten Adam und Teela. Auf Anwat Gar gelingt es Evil-Lyn indes, Skeletor wieder zum Leben zu erwecken. Adam/He-Man arbeitet mittlerweile wieder in der Schmiede der Macht. Als er eine sich nähernde Person - den Leser - bemerkt, heißt er diese Willkommen. Mit den Worten "Du hast die Macht" bietet er ein neu geschmiedetes Schwert an.



Rezension
Ausgabe 15, im Grunde ein Epilog, schliesst nicht nur die Eternity War Serie ab, sondern auch die gesamte Handlung rund um die gelegentlich als "New 52 Masters" beschriebene Version von Eternia. Folglich ist es schon rein optisch ein schöner Kreis, der sogleich auf den ersten Seiten geschlossen wird, indem He-Man (leider immer noch in seiner "Eternity Armor") in einer Traumsequenz ganz ähnlich wie in Ausgabe 1 der ersten Serie dargestellt wird. Mit dem Unterschied, dass Adam dieses Mal nicht in einer von Skeletor geschaffenen Realität erwacht, sondern im seit dem letzten Heft neu errichteten Castle Grayskull.



Wer hier erwartet oder gehofft hatte, dass Plotter Rob David und Autor Dan Abnett einen kompletten Reset machen und einen früheren Status Quo wiederherstellen samt der Rückkehr aller jüngst Verstorbenen, wird eines Besseren belehrt. Konsequent wird die sich mittlerweile extrem von den vorherigen Masters Universen unterscheidende Handlung weiter gesponnen. Castle Grayskull wird von einer einsamen Festung zur neuen Wohnstatt zahlloser Eternier. Der Planet selbst ist noch immer zerschunden, soll aber wiederaufgebaut werden, und die Macht von Grayskull fortan alles und jeden durchdringen und so allen Lebewesen die Möglichkeit geben, über sich selbst hinauszuwachsen. Eine starke Idee, während zugleich auch zwischen den Zeilen klar wird, dass so natürlich auch Bösewichter zu "Masters of the Universe" werden und um die alleinige Kontrolle über die Macht kämpfen können, welche nicht mehr allein der Blutlinie von King Grayskull vorbehalten ist.



Auch das Konzept der freien Entscheidung wird nochmals aufgegriffen. Die gesamte Serie hindurch standen stets Prophezeihungen im Zentrum, welche sich erfüllen sollten. Sowohl He-Man als auch Skeletor machten dem ein Ende und auf die Weise jeden zum Herrn seines eigenen Daseins. So scheint es für Langzeitfans ungewöhnlich, dass Teela sich dem unterrichten von Kindern zuwendet. Dies ist aber eine gute Veranschaulichung dessen, dass sie eben nicht mehr bestimmt ist, Nachfolgerin ihrer Mutter zu sein, sondern frei wählen kann, was sie tun will. Da ist es fast schon wieder schade, wenn sie dann sogleich doch wieder dem Wunsch eines anderen folgt und Adam heiratet. Aber wer mag darüber schon zetern, wenn erstmals in einer Masters Geschichte überhaupt eine Hochzeit dieser zwei im Grunde schon immer füreinander bestimmten Charaktere gezeigt wird.



Dass die Autoren die Option auf eine Fortsetzung offen lassen, zeigt sich indes auch durch She-Ra und Skeletor. She-Ras Rückkehr nach Etheria ist folgerichtig und würde sicher genug Material für eine eigene Miniserie bieten. Skeletors Wiedererweckung belegt Zodacs Aussage, dass es immer eine Auseinandersetzung zwischen Gut und Böse geben wird. Selbst eine Quasi-Rückkehr von Man-At-Arms wird in den Raum gestellt. Ohnehin gibt es noch ein paar offene Punkte, was etwa den Verbleib der Horde betrifft, wie auch die auf der Erde "gefangene" Marlena oder das ungewisse Schicksal Orkos. Im Grunde ist trotz vieler drastischer Ereignisse am Ende wieder fast alles möglich.



Das darf auch Zeichner Pop Mhan illustrieren, wenn neben He-Man der klassische Brustgurt liegt, als werde selbiger von ihm bald anstelle der befremdlichen Rüstung getragen. Da ist es auch fast schon wieder schade, dass Adam weiterhin verhältnismäßig schwächlich wirkt. Rob David hätte durchaus die Doppelidentität des Helden zu einer Person vereinigen können. Ein Hauch davon ist im letzten Panel zu sehen, wenn offenkundig He-Man in der Schmiede werkelt, dem Leser sich aber ein stark an Adam erinnerndes Gesicht präsentiert. Hier wird abermals ein letzter, starker Moment abgeliefert, wenn der Betrachter plötzlich selbst in die Handlung eingebunden wird und ein (Zauber?-)schwert angeboten bekommt, als sei er selbst eine jener Personen, über die Adam zuvor erklärte, dass sie zur Schmiede der Macht hingezogen werden.



Was also bleibt von den "neuen DC Masters" nach 58 Comics, verteilt über diverse Serien und Einzelhefte? Eine Version von He-Man & Co, die immer wieder daneben lag und viel zu oft Wiedererkennungswerte zugunsten von Designtests opferte. Die sich aber inhaltlich auch mutig zeigte, Charaktere plastisch fortentwickelte, anfängliche Fehler zu korrigieren versuchte und ein anstrengendes aber meist doch gutes Niveau hielt. Leser wurden gefordert, Fans der Masters ihrer Kindheit dabei oft auch zu sehr. Es lässt sich nur spekulieren, ob die Comics bei besagten "Altfans" mehr Akzeptanz gefunden hätten, wenn weniger bekannte Charaktere gestorben und vor allem die Designs klassischer gehalten gewesen wären. Nichtsdestotrotz lieferten die Geschichten vielfach auch Grund, dieses alternative Universum neugierig zu verfolgen.



Fazit
Auch ohne einen Reset hin zum klassischen Masters Kosmos ist dieses Heft ein doch nur gelungener Abschluss nach dem ernüchternden Finale eine Ausgabe zuvor. Als Lektüre trotz manch unschöner Designs empfehlenswert.

He-Man: The Eternity War #15 erschien am 24.02.2016.



Alle Reviews zu den neuen Masters Comics von DC:

Masters of the Universe (Digitalserie)
Kapitel 1 (The Lost Knight) , Kapitel 2 (Man-At-Arms) ,
Kapitel 3 (Battle Cat) , Kapitel 4 (Randor) , Kapitel 5 (Evil-Lyn) ,
Kapitel 6 (Orko) , Kapitel 7 (Trap Jaw) , Kapitel 8 (She-Ra)

Origins of Eternia (Einzelhefte)
The Origin of Skeletor , The Origin of He-Man , The Origin of Hordak

He-Man and the Masters of the Universe (Miniserie)
Nr.1 , Nr.2 , Nr.3 , Nr.4 , Nr.5 , Nr.6

He-Man and the Masters of the Universe (fortlaufende Serie)
Nr.1 , Nr.2 , Nr.3 , Nr.4 , Nr.5 , Nr.6 , Nr.7 , Nr.8 , Nr.9 , Nr.10 ,
Nr.11 , Nr.12 , Nr.13 , Nr.14 , Nr.15 , Nr.16 , Nr.17 , Nr.18 , Nr.19

DC Universe vs. Masters of the Universe (Miniserie)
Nr.1 , Nr.2 , Nr.3 , Nr.4 , Nr.5 , Nr.6 , Nr.7

He-Man: The Eternity War
Nr.1 , Nr.2 , Nr.3 , Nr.4 , Nr.5 , Nr.6 , Nr.7 , Nr.8 ,
Nr.9 , Nr.10 , Nr.11 , Nr.12 , Nr.13 , Nr.14

Lust auf mehr Reviews? In unserem Archiv erwarten dich bereits über 790 Rezensionen zu den verschiedensten Masters Produkten!

Quelle :
 PlanetEternia.de

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So, das war schon fast ne Themenwoche bei dem Output.
Jetzt weiß Polygonus, was er am Wochenende lesen kann.
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"Conan? What is best in Life?" "To cwuash yor enämies, sii söm dwiwen bivor ju änd hier se läminteyschen of ser wümän!"

Geschrieben am  19.08.2016 um  17:48 Uhr
melkor23 Meine Identität wurde verifiziert.
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Mich hat dieser Epilog nach dem entäuschenden eigentlichen Finale doch wieder versöhnt. Das Ende ist ganz clever finde ich, auch wenn mich die offenen Fragen, besonders die nach dem Schicksal von Orko, stören.

Dass Skeletor wiederbelebt wird, ist natürlich unausweichlich, um eine Fortsetzung zu ermöglichen und es ist passiert ja auch als Hommage an die Post-Credit-Szene des 87er Films.

Wäre toll wenn es irgendwann mal in diesem Universum weitergeht, gerne auch mal weniger episch und mit dem einen oder anderen Abenteuer des Monats. Das Crossover mit Thundercats, das bevorsteht, wird ja wohl nicht zu diesem Kanon gehören.
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Xbox Live Gamertag/Nintendo ID: melkor2301

Geschrieben am  19.08.2016 um  21:15 Uhr  |  Zuletzt geändert am 19.08.2016 -21:16 Uhr
Soundwave79
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Unterm Strich, trotz einiger guter Ideen, bin ich froh, daß diese mir insgesamt zu moderne MOTU Serie endlich vorbei ist und Platz für den anscheinend mehr old schooligen Crossover Comic Platz gemacht wird.

Geschrieben am  19.08.2016 um  22:26 Uhr
fatherandson
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Das Morden hat ein Ende

Mit dem versöhnlichen Ende
stellen die Macher wieder
ihr Händchen für Surprise-
Momente...
Und DIE haben - bei aller
berechtigter Kritik - aber
doch auch echt Freude be-
reitet.

fürs Review.

Und für das
Fazit aller bisherigen
Fazits...
Auch eine schöne Review-
Reise geht (vorerst) zu
Ende.

------------------
www.motu-fanfiction.de - vertonte FanFiction

Geschrieben am  20.08.2016 um  13:29 Uhr
Der.Orko
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Danke für all die tollen Reviews. Brachten einige "ah-ha!" Momente, da die Story doch mMn. sehr komplex ist und sich mancher Sinn nicht gleich erschloss.

Ich gehöre wohl zu den wenigen, dem die gesamte Serie sehr gut gefiel. Endlich bekam MotU einen Erwachsenen-Touch verpasst und man ging weg von den klassischen Kinder-Comics. Finde viele Teile dieses Kanons besser gelöst, als im "originalen". Z.B., dass die Doppelidentität kein Geheimnis ist.

Einziger Wehrmutstropfen, der leider die gesamte Serie für mich runterzieht: Die Outfits von He-Man, Skeletor und Hordak. Diese sollten unantastbar sein, ebenso wie das Design des/der Zauberschwerts/er. Die Designs der Hauptcharaktere und "Items" machen doch den Wiedererkennungswert aus. Das selbe Problem hatte auch der 200x Cartoon für mich: Das Zauberschwert war einfach ein Graus. So sehr der MYP-Cartoon auch storymäßig gefiel (weg vom kindlichen Schema der Filmation-Serie), aber aufgrund so manchen Designs wurde und werde ich mit ihm nicht warm.

Back to topic: Ich hoffe inständig, dass es weitere MotU-Comics in dieser Form gibt. Lesen machte Spaß, viele Schockmomente und Cliffhanger, mutige Entscheidungen seitens der Autoren, etc.

Geschrieben am  21.08.2016 um  11:52 Uhr
Wolfritter
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gute erklärungung hier zur story!

auf jedenfall eine der besseren Storys und natürlich interessant

Geschrieben am  22.08.2016 um  16:16 Uhr
Barcardi79 Meine Identität wurde verifiziert.
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Wirklich viel passiert in diesem Heft nicht mehr an Action, aber dennoch ein guter Abschluss.

Super Review.
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-- Mr. 800.000 -- WWE PPV Tipspiel Sieger 2009 --

Geschrieben am  23.08.2016 um  12:36 Uhr
Creaghorn
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Hallo,

Ich bin erst kürzlich auf die Rezensionen der Comics gestoßen. Daher bin ich allgemein etwas spät dran, hier meinen Senf hinzuzufügen. Andererseits kann ich jetzt hiermit auf alle Rezensionen, Kommentare usw. zurückblicken und so mein Fazit ziehen.
Ich bin 78er Baujahr und MOTU Fan der ersten Stunde. Es hat mich seeeehr gefreut endlich wieder neue Comics zu lesen. Und noch sehr viel mehr hat mich die reifere und schonungslosere Story gefreut. Für mich war es MOTU wie es schon immer hätte sein sollen. Ich fand diese ganze Reihe fantastisch. Sogar als Kind damals fand ich einiges sehr dümmlich. Beispielsweise dass nie Armeen aufeinander geprallt sind, sondern immer nur die handvoll bösen Protagonisten, gegen die handvoll guten Protagonisten. Dass es nie Tote und Verletzte gab, nicht einmal sog. Redshirts. Die Hörspielkassetten und damaligen Comics waren alle verhältnismäßig gut für die Zeit und das Alter. Der Filmation Cartoon war mMn damals schon kaum an Dümmlichkeit zu überbieten und spielte bei mir eine sehr untergeordnete Rolle. Der 200x Cartoon war eine sehr gelungene Mischung und hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichten waren sehr gut, es gab auch vereinzelt Opfer (man denke da beispielsweise an den Scheinangriff der Avionier, bei der einige Andreneeden unschädlich gemacht wurden. Waren sie tot oder nur bewusstlos konnte jeder für sich ausmachen). Jedenfalls wurde es da schon deutlich reifer. Eine sehr gute Mischung von all diesen Aspekten war beispielsweise Clone Wars.
Jedenfalls hat mich die erwachsene, düstere Grundstimmung der neuen Comics sehr gefreut.
Umso überraschter war ich bei einigen Rezensionen und auch einigen Kommentaren, vor allem die der ersten Comicausgaben. Bei den ersten Rezensionen kam es mir fast so vor, als ob bewusst nach jedem Haar in der Suppe gesucht wurde, nur um es zu verreissen. Nichts wurde ausgelassen um es künstlich schlecht zu reden. Und wenn versehentlich etwas Positives genannt wurde, dann nur mit einem "aber andererseits" hintendran. Auch einige Kommentare haben mich sehr verwundert. Adam als Holzfäller, und die Wälder schauen ja so garnicht nach Motu aus, oje wie schlecht. Könnte auch daran liegen dass Eternia ein Planet ist und es auch verschiedene Vegetationen gibt? Gibt es hier ja schließlich auch. Der Dschungel in Borneo ist nunmal anders als die Fichtenwälder in Kanada. He-Man tötet seine Feinde? Auweia, wie schlimm dass ein Krieger seine Waffe dafür nutzt wofür eine Waffe nunmal da ist. Ich war sehr sehr froh dass He-Man die Bösis nicht einfach, in einer gedanklich schlecht lispelnden Helgo Liebig Stimme, in den Schlamm geworfen, oder mit einer Drehung in den Horizont geschleudert hat. Und auch im Comic ist das Leben an sich für He-Man heilig. Er tötet eben wenn es sein muss, genauso wie Obi Wan Kenobi tötet, wie ein edelguter Jon Snow tötet, wenn er angegriffen wird bzw. sich in einer Schlacht befindet. Und wenn zahlreiche feindliche Soldaten in der Schlacht angreifen, dann sterben eben welche, auch wenn es keinen Spaß macht. Es reicht aus dass es feindliche Soldaten sind die einem ans Leder wollen, oder die sich in den Weg stellen. Dass es Schockmomente gibt? Dass niemand wirklich sicher sein kann, ala Game of Thrones? Das Beste was passieren konnte.

Ich finde vieles konnte man sich einfach denken, ohne es künstlich schlechtreden zu müssen, nur weil es etwas abweicht von den Masters-Magazinen, die im Karstadt usw. damals verteilt wurden. Dass die Frau, die in der Story von Battle Cat, am Ende mit ihm am Kamin sitzt, Teela ist, ist offensichtlich. Sie hatte aber da andere Klamotten an, daher war ja alles total falsch und schlecht. Ja, finde ich nicht schlimm. Ich habe schließlich auch nicht jeden Tag die gleichen Klamotten an. Irgendwann hat der Captain der königlichen Garde auch mal Feierabend, und da muss man nicht tageintagaus die gleichen Klamotten tragen. Dennoch war es klar dass es Teela ist, nicht Marlena oder she-Ra oder eine verzauberte Evil-Lyn.
Dass sie am Anfang blond war, sehe ich eher als Fan-Service, als etwas was man bemängeln muss. Ich habe laut gelacht als sie bei der Beerdigung plötzlich in roten Haaren erschienen ist. Perfekt gelöst, alle Lager können zufrieden sein.
Dass natürlich eine Sorceress überhaupt starb, zeigt wie böse ein frustrierter Skeletor nunmal ist. Vor allem als er erkannte dass sie ihn die ganze Zeit an der Nase herumgeführt und in Wirklichkeit keinerlei Nutzen für Ihn hatte. Dass der Kopf gezeigt wurde, war nicht ein Schockmoment des Schockmoments willen, sondern eher eine Provokation um seinen Gegner zu demütigen und zu demoralisieren, so wie es in den meisten altertümlichen Kulturen üblich war.
Die Stelle als Sekeletor Evil-Lyn "gebeten" hat, Adam doch die Kehle durchzuschneiden, las ich eher sarkastisch gemeint, als wirklich ernsthaft bittend. Dass er sie auch mit ihren Allüren gewähren ließ, war auch irgendwo verständlich. Immerhin war sie weit weg von ihm, hatte Adam in den Händen, und könnte auch auf größenwahnsinnige Ideen kommen. Daher lieber etwas lange Leine lassen. Dass er ihr danach, als sie bei ihm war und sie sich bewusst waren dass sie im Grunde verlieren werden, den Mund zuzaubert, war nicht unverständlich. In dem Moment war sie ja keine potentielle Gefahr für Skeletor. Sie war in seinem Einflussbereich.
Natürlich fand ich auch das eine oder andere nicht rosarot reibungslos. Dass sich das Schwert unterhalb dieser Kampfarena befindet fand ich jetzt auch ein wenig, naja. Aber andererseits hat Zoar von Anfang an versucht sie dorthin zu lotsen. Und wer weiß wie es überhaupt zustande kam. Man kann sich auch einiges auch mal etwas schön denken. Skeletor wollte das Schwert nicht in der Nähe von Grayskull haben. Daher versteckt er es tief in einem Vulkan. Evil-Lyn wurde beauftragt es zu bewachen. Was macht dann die Dame irgendwann? Ihr wird langweilig, und veranstaltet Schaukämpfe für ihr Vergnügen. Jetzt wo ein erinnerungsloser Adam und Teela kämpfen müssen, wird Skeletor nervös, aber hey, es kann ja nichts passieren. Außer dass natürlich eine Zoar bescheid weiß und entsprechend die Dinge so beeinflusst dass Adam zum Schwert gelangt.

Die Comics wurden mMn von Mal zu mal besser. Für meinen Geschmack teilweise etwas zu episch, aber im Großen und Ganzen wirklich gut. Dass Teela sich vor den anderen Männern umzieht fand ich nicht schlimm. Immerhin ist sie umgeben von Männern, in einer Männderdomäne aufgewachsen, daher war das für sie sicherlich nichts außergewöhnliches. Evtl. vergleichbar mit Starbuck in Battlestar Galactica. Dass Despara Zivilisten nicht verschont. Warum es nicht ansatzweise anschaulich darstellen? So erst verinnerlicht man erst die Skrupellosigkeit. Jedenfalls viel mehr als wie wenn es mal beiläufig erwähnt wird. Ich fand das völlig ok. Dass es auch Charaktäre gibt die ihr Leben lassen müssen, warum nicht? Vor allem in der PoP Welt. Es ist ja im Grunde schon ein Fan Service dass Flutterina, Perfuma, Dolce Gabbana und Tussnelda, wie auch immer sie heißen, eine Erwähnung finden, ohne dass sich mit ihnen größer befasst wird. Sie werden gezeigt, auch auf Etheria geht es nicht zimperlich zu, und gut ist. Auch dass He-man sein Schwert umgeschmiedet hat. Sinn und Zweck war dass dass er ein, von ihm erschaffenes Schwert führt. seine Hand musste es schmieden, damit es die nötige Macht hat. Eine sehr gute Begründung war wieso He-Man nicht dauerhaft He-Man bleiben sollte. Es war ja kein Geheimnis dass Adam/He-Man die gleiche Person sind. Daher warum nicht gleich He-Man bleiben? Es ist evtl. vergleichbar mit dem Ring in HdR. Es ist Segen und Fluch zugleich. wer einmal diese Macht hat, will sie früher oder später nicht mehr hergeben - sprich, es verändert einen zu einem Despoten. Perfekte Begründung.

Letztendlich hat es auch angefangen Spaß zu machen, die Rezensionen zu lesen, weil es nicht mehr die künstliche Suche nach Fehlern war, sondern tatsächlich die Story angekommen ist und es offensichtlich Gefallen gefunden hat.

Alles in allem fand ich die gesamten Comics unglaublich gut. Ich hatte noch nie so ein MOTU-Feeling, wie bei diesen Comics. Sei es bei den Geschichten von He-Man oder von She-Ra, alles wahnsinnig gut eingearbeitet und auch episch aufgebaut. MOTU-Feeling pur. Natürlich war nicht alles perfekt. das Thema Hordak etwas zu plötzlich abgehandelt. Zodac der Bruder von Hordak, die verschiedenen Rüstungen usw. Nicht dass einige Upgrades schlecht wären, aber die immer mehr overkillartigen Rüstungen von He-Man, waren teilweise schon zu viel. Der teilweise fragwürdige Zeichenstil, um es als Beispiele aufzuführen.

Und für alle die diesen Comic nicht mögen, gibt es natürlich nach wie vor die bisherigen Geschichten. Manche mögen die Masters Magazine am liebsten, manche die Minicomis, manche tatsächlich Filmation. Jedem das Seine, und so soll es auch sein. Sollte es jemals eine Art HBO-Serie oder einen ordentlichen MOTU Film geben, würde ich genau diese Art von Düsterheit und Story sehen wollen wie in diesem Comic. Vielleicht nicht gar so episch, dass Universen zerstört werden, aber vom Grundton und der Unzimperlichkeit hätte ich es gerne haargenau so.

Geschrieben am  26.01.2017 um  14:14 Uhr
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Vielen Dank für den ausführlichen Kommentar.

Nichtsdestotrotz bleibe ich dabei, dass besonders die erste Miniserie einfach nicht gut war und das richtige Gespür für Charaktere und Gewaltgrad erst im Verlauf der darauffolgenden Serie gefunden wurde.
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Geschrieben am  26.01.2017 um  15:10 Uhr
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Danke für die Antwort,

Ja, da musste sich DC evtl. noch ein wenig einjustieren. Ich jedenfalls hatte kein Problem damit. Etwas ungewohnt waren die anfänglichen Kampffähigkeiten von Adam. Aber das hat sich schnell gelegt. Immerhin hat man ihn nicht als den faulen, träumerischen Prinzen dargestellt (also in seinem normalen Leben mit Erinnerung), sondern einfach als jungen Prinzen, der ja mit Sicherheit auch seine Kampfausbildung erhalten hat. Adam zu sein heißt dann nicht automatisch, schwächlich und inkompetent zu sein, sondern eben ein normaler junger Mann der bis zu einem gewissen grad kämpfen kann.
Allen Schwächen der ersten Comics zum Trotz fand ich es auch gut dass einige Schergen Skeletors eher wie ranghohe Vasallen in hoher Führungsposition gezeigt wurden, die widerum selber zahlreiche Soldaten/Söldner/Sklaven usw. unter sich hatten, als einfach nur Skeletors Henchman.

Geschrieben am  26.01.2017 um  16:07 Uhr
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