Schon immer war der Waffenschmied Eternias He-Mans engster Vertrauter und bester Freund. Kein Wunder, immerhin erschien er 1982 zeitgleich mit He-Man selbst. Im Filmation Zeichentrick wurde er gar zum väterlichen Freund Duncan, Ziehvater von Teela und häufiges Opfer von Orkos fehlgeschlagenen Zauberkunststücken. Zudem "alterte" er optisch leicht, indem ihm ein Schnauzbart angefügt wurde, den forton viele Fans bei der Actionfigur vermissten. Vieler seiner Charakteristika blieben auch im 200X Zeichentrick gleich. Hier aber wurde Man-At-Arms zugleich Gründer der Masters of the Universe, während sein Status als ranghoher Soldat stärker hervorgehoben wurde. So stand der Waffenschmied noch stärker als autoritärer Kommandant im Vordergrund, der sogar einen Zweikampf mit Skeletor oder den Darmtrakt von Riesenfischen nicht scheute. Dass ein solch wichtiger Charakter von Beginn an beim Toyline-Revamp dabei sein musste, versteht sich von selbst.
: Man-At-Arms Originalmodell
Verpackung:
Man-At-Arms war Ende 2002 Teil des ersten Helden-Assortments und in der aus insgesamt sechs Figuren bestehenden Händlerbox zweimal vorhanden. Die Figur ist recht ansehnlich verpackt, während auf der Rückseite das Zubehör und die Actionfeatures präsentiert werden. Neben diversen Packungsvarianten war bei der deutschen Version zusätzlich eine VHS Kassette im Pappschuber oberhalb des Blisters befestigt, welche die Cartoonfolge
Folge #02 - Wie alles begann (Teil 2) enthält.
: Front- & Rückseite der Verpackung
Modellierung:
Wie schon in den 80ern trägt Man-At-Arms auch in dieser Toyline wieder eine orangefarbene Rüstung über grünem Ganzkörperanzug. Letzterer ist aber nun ebenfalls eine Rüstung, die von den Four Horsemen überaus detailverliebt gestaltet wurde. Gleiches gilt aber auch für die orangefarbenen Partien, wobei Arm- und Beinschoner nun fester Bestandteil der Figur geworden sind. So ist der einstige Beinschoner nun ein vollständiger Stiefel geworden, während der Armschoner zu einem Armreif sowie einem gigantischen Schulterprotektor wurde. Hier finden sich sogar diverse Einkerbungen von Schüssen, während sich auf dem linken Handrücken eine Art blauer Energiezirkel befindet. Ansehnlich ist auch der Lendenschurz gestaltet, der noch deutlicher als He-Mans Bekleidung an die Fellhosen der Vintagefiguren erinnert, zumal der Gürtel ein eindeutiges Update der alten Form ist.
Auch die Rüstung strotzt vor Details, aber auch einer Hommage. So befindet sich an einer Seite ein Fellbesatz, der auch schon für die Vintagefigur geplant, final aber nie umgesetzt wurde. Zudem wurde der Mundschutz so gestaltet, dass er (wie ebenfalls beim Vintage Prototyp erdacht) nun wirklich über den Mund reicht und zudem auf der Innenseite Luftdüsen aufweist. Im wahrsten Sinn des Wortes herausragend ist auch der Sauerstofftank, der nun aus blauem Plastik separat gefertigt angeklebt worden ist. Die Rüstung wurde sogar abnehmbar gestaltet und besteht nun aus zwei mit Klippverschluss verbundenen Hälften im Stil der Rüstungen von Vintagefiguren wie Fisto. Bleibt noch der Kopf des Waffenschmieds, welcher natürlich den bekannten Helm trägt, wenngleich auch dieser zusätzlich detailliert wurde. Zeichentrickfans werden zudem jubeln, da dies die erste Man-At-Arms Figur mit Magnum-Schnauzer ist! Allerdings wird die Freude etwas getrübt, da der Kopf in direkter Proportion zum Körper doch recht klein wirkt. Verstärkt wird dies durch den Schulterprotektor, der einfach zu riesig wirkt.
Bemalung:
Farblich orientiert sich Man-At-Arms recht effektiv an der Vintagefigur, wobei der nun blaue Lufttank sowie die ebenfalls blauen Energiezirkel an Hand- und Rüstungsrücken zusätzliche Farbe ins Spiel bringen. Interessant ist allerdings, dass die Four Horsemen ursprünglich auch die linke Hand sowie Teile des linken Arms und Beins orangefarben geplant hatte. Mattel hat alle diese Partien grün belassen, während der linke Fuß durch ein bräunlich bemaltes Element akzentuiert wird. Eine gute Entscheidung war es, die Fellpartien rötlich braun zu färben statt dunkelbraun wie beim Horsemen-Prototyp. Bedauerlich ist hingegen die rote Gürtelbrosche, welche bei der finalen Figur unbemalt blieb.
: Man-At-Arms Prototyp unbemalt & in Vintagefarben
Beweglichkeit:
Auch Man-At-Arms ist an Kopf, Hüfte, Händen, sowie doppelt an Beinen und Schultern beweglich. Die Gelenke sind recht fest, allerdings ist die generelle Standfestigkeit der Figur besonders mit nach vorne gerichtetem Blaster nicht die beste. Stärker als bei He-Man werden hier die Beine durch den Lendenschurz etwas eingeschränkt. Der linke Arm wird durch den riesigen Schulterprotektor trotz dessen leichter Beweglichkeit deutlich behindert. Dafür ist der rechte Arm trotz des Actionfeatures kaum eingeschränkt.
Zubehör:
Natürlich darf Duncans Keule nicht fehlen, welche in die rechte Hand passt und hier ein riesiger, vom Kampf gezeichneter Streitkolben ist. Der Detailreichtum ist hier enorm und besonders an jeden Partien ein Augenschmaus, wo bereits das hochtechnisierte Innere sichtbar ist. Leider aber ist die Keule aus sehr weichem und leicht biegbaren Plastik hergestellt. Desweiteren liegt eines völlig neuen, gewaltigen Blasters bei, der über die linke Faust der Figur gestülpt wird. Auch diese Waffe ist sehr gut modelliert worden, wenngleich der Waffenschmied mit vorgereckter Kanone kaum selbständig stehen kann. Eine nette Zugabe ist die Tatsache, dass der Blaster dank eines kleinen Haltestifts auch an der Rückseite der Rüstung angesteckt und von Man-At-Arms getragen werden kann.
Actionfeature:
Wie bereits angedeutet, befindet sich im rechten Arm eine Spezialfunktion - via Betätigung eines Hebels am Rücken kann der Arm zum Schlag herabsausen. Die Prügelorgie funktioniert reibungslos und behindert die Beweglichkeit glücklicherweise nicht weiter. Desweiteren kann der Blaster eine rote Rakete abfeuern. Hier ist sogar noch mehr "Schmackes" hinter dem Federmechanismus, und selbst der kleine Betätigungsknopf stört das Design in keinster Weise.
Fazit:
Die überarbeitete Version von Man-At-Arms ist besonders für detailverliebte Augen ein wahrer Hingucker. Actionfeatures und Zubehör können sich gleichsam sehen lassen, zumal sich nicht wenige über den Schnauzbart freuen werden. Jedoch sind die nicht optimale Standfestigkeit und der kleine Kopf neben der klobigen Schulterpartie klare Mankos, was die ansonsten sehr gelungene Figur unnötig einschränkt.
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